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lotusblüte 26.03.2014 13:05

Jena Labs
 


Hi,

Dieser Thread beschäftigt sich mit den Produkten der Firma Jena Labs mit Sitz in Portland Oregon, auf die mich der liebe Brian Kurz (damals noch bei Cavalli Audio beschäftigt) vor etwas mehr als zwei Jahren aufmerksam machte - insbesondere drehte es sich dabei um ein Anschlusskabel für die Kopfhörer aus dem Hause Audez'e.

http://www.jenalabs.com/

Selbiges orderte ich mir kurzerhand auf seine Empfehlung hin bei Jena Labs und zusätzlich deren NF-Verbindung "Symphonie". Das besondere bei Jena Labs ist das Kryogenisierungsverfahren (Kältebehandlung in flüssigem Stickstoff mit anschließender, kontrollierter Anpassung an die Umgebungstemperatur in mehreren Schritten), dem alle Produkte unterzogen werden.

http://www.jenalabs.com/cryogenics/cryo-jena.html

Somit konnte ich mir folgend an Hand des KH-Anschlusskabels sowie der NF-Verbindung selbst ein Bild von der Wirkung machen und kam zu dem Ergebnis, dass die Sache Hand und Fuß hat.





Beim Audez'e Anschluss handelt es sich um ein 2x4adriges Jena-Kabel. Je 2 Adern werden pro Kanal für + und je 2 Adern pro Kanal für - genutzt.

Und auch ein Alex Cavalli konnte bei seiner Liquid Fire-Präsentation gut lachen, denn auch dort hatte die Jena Labs-Verkabelung am Audez'e ihren gehörigen Anteil an der Gesamtperformance.





Die Anschaffungskosten solcher Kabel sind nicht von Pappe, weshalb alleine deshalb schon derjenige, für den eine Investition an selbiger Stelle fällig wäre, die deutlich über der als landläufig gepflegten liegt, ganz sicher kein Interesse zeigen wird. Und das ist auch gut so, denn alles andere würde eh am Ende nur zu dem Gerangel führen, das jeder zur Genüge kennt. Auch auf den KH bezogen, würde am Ende die Frage stehen: "Soll ich beispielsweise für einen Kopfhörer um die 1600€ noch zusätzlich 500€ oder 700€ investieren?". So oder so ähnlich ganz sicher, ist und kann es sich nur um eine Sache dabei handeln, der jemand offen gegenübersteht, ohne Vorurteile und für den die Kabelverbindung zwischen zwei Komponenten einen berechtigten Stellenwert hat.

Unser lieber User Hagen (Revival) fährt ja in seinem Setup (Playback Designs, Bryston), mit welchem er bereits ein paarmal vor Ort beim Interessenten war, zwei Jena Labs Kabel, so weit ich mitbekommen habe, das Symphonie und das recht neue Aurora. Er kann vielleicht an dieser Stelle mit ein paar eigenen Eindrücken dienen.

Soweit von meiner Seite aus der Jena Labs-Hinweis. Alles weitere kann jeder der Herstellerseite entnehmen.

Als ich mich seinerzeit den Kabeln dieser Schmiede widmete, hatte eine Sache dabei ganz klar Vorrang: Wenn sich musikalisch nichts ergibt, das für mich wirklich Hand und Fuss hat und dabei dreht es sich nicht um hier ein Detailchen und da ein Flöhchen sondern um klare Dinge, die ohne wenn und aber das entfernen eines bestehenden Nadelöhr's signalisieren, käme eine solche Angelegenheit für mich nie in Frage. Ich war und bin kein Zubehörfetischist und stecke mein Geld lieber in die Komponenten. Ich bin aber auch ein Musikliebhaber, gerade im Bereich der Klassik sehr wichtig, dem es nicht egal ist, wie viel Potential in Form von Substanz, Ausdruck, Größe, Leichtfüßigkeit, Echtheitsgehalt von der Quellinformation her durchgelassen wird. Und wenn sich mir ein wenn auch vielleicht kleinerer Engpass zeigt und sich gleichzeitig eine Möglichkeit auftut, mehr liveartige Darbietung mit allem, was zu diesem Eindruck mit dazu gehört, zu erreichen, dann bin ich einer solchen Maßnahme gegenüber nicht verschlossen.

Das Jena Labs KH-Anschlusskabel so wie das NF Symphonie konnten jeder an seiner Stelle bestehende Engpässe beseitigen. Und weil sich das Ganze eben nicht in Richtung eines hin und her überlegen entwickelte, was denn nun klanglich genau wo und nach wohin verändert wird sondern sich die Sache ohne vertun in Richtung livehaftigere Darbietung (Schnelligkeit, Dynamik, Größe, Kraft und Fundament) entwickelte, ohne dabei einen Klangzirkus zu veranstalten, stand auch mein Fazit relativ zügig: Es sind die Dinge, die nicht zwingend werden - nichts in unserem Hobby Hifi ist zwingend - aber, es sind genau die Dinge, die etwas taugen. Die, die für denjenigen bedeutend sind, der sich nicht in einer endlosen Klangschmückung aufhält, die nichts anderes ist, als ein ewiges hin und her - heute ein bißchen so und morgen wieder die nächste neue Erkenntnis. Für denjenigen, der für sich den Sinn in einem Weg sieht, der weniger mit einer sogenannten Klang bezogenen Vermittlung zu tun hat sondern lediglich die Information, die bereits per Software gegeben ist, so gut es geht ohne Engpass bis ans Ende durch zu lassen.

Und ein solcher Weg - für nichts anderes steht auch ein Playback Designs - hat genau so wenig mit einer Klang bezogenen Vermittlung zu tun, wie das live im übrigen auch. Überall dort, wo sich der Klang als solcher vordergründig in der musikalischen Vermittlung darstellt, ist das Thema bereits passiert. Das einzige, was man dort hat, ist die permanente Teilnahme an etwas, das klingt, aber nicht so wie es im Prinzip zu sein hätte, an etwas das spielt, das passiert, das geschieht. Diese Dinge, wenn sie denn die eigentliche Vermittlung darstellen, führen zur Musik.

In einer Fußgängerpassage, wo man sich kurz bei den Livemusikern aufhält, würde nie die Betrachtung beim Klang als solchem liegen sondern beim Spiel des oder der Musiker selbst, obwohl die akustischen Bedingungen wegen Umgebungsgeräuschen etc. ganz sicher nicht optimal sind.

Der Klang des Instrumentes liegt bereits auf der Aufnahme. Es ist nicht die Aufgabe, das, was vorliegt hin und her zu züchten. Man kann es, wenn man Spaß daran hat, aber ich sehe den Spaß bei dem, was bereits klanglich gegeben ist. Das versuche ich so unberührt es geht - gänzlich geht das nie, wir haben es immer mit Technik zu tun - durchzulassen. Dort liegt auch für mich der größte Liebreiz. Es soll nicht heißen: Oh, wie geil das klingt. Es soll heißen: Oh, wie geil der spielt. Der Klang ist der zusätzliche das Ohr verwöhnende Bonus, über den man sich gar keine weitere Gedanken machen sollte. Damit wäre eine Betrachtung und die Wiedergabe selbst mehr live gerecht.

Sicherlich, Klang ist es am Ende irgendwie immer, mit dem wir zu tun haben - auch ein Konzertflügel klingt oder ein gestrichener Kontrabass. Nur wird sich niemand live vor diesem gestrichenen Kontrabass über Gebühr damit beschäftigen, wie der klingt. Der Kopf übernimmt dieses klangliche, in sich ecken und kantenlose, selbstverständliche von Beginn an als wohltuend, aber eben auch, was viel wichtiger ist, als gegeben und gelangt deshalb sofort an das eigentlich wichtige: Das musikalische Ereignis, das stattfindet - das, was der Musiker an seinem Instrument vollbringt. Es ist nicht in erster Linie etwas, das klingt sondern etwas, das klingend stattfindet.

Dort genau liegt für mich der Unterschied. Eine auf Klang getrimmte Wiedergabe sieht deshalb die Früchte in der Klangtrimmung, weil sie das eigentliche musikalische Ereignis als solches nicht stattfinden lässt. Es klingt etwas, es passiert aber quasi nichts. Live passiert das nicht bei einem natürlichen Instrument, aber innerhalb unserer mit Technik beladenen Wiedergabe ist der Weg des am Ende stattfindenden Ereignisses, des "Vorhang auf" ganz schnell verbarrikadiert, weil sich der Kopf nur mit einem Klang beschäftigen kann.

Frontend's wie ein Playback Designs und Kabel, wie sie von Jena Labs gemacht werden, sorgen dafür, dass eine Wiedergabe nicht dort landet sondern dort, wo die Musik sich als übernehmbares, stattfindendes Ereignis vermittelt. Es sollte die künstlerische Arbeit, die Arbeit am Instrument sein, die die Musik ausmacht. Das ist aus meiner Sicht der richtige Weg. Nicht klangliche - sondern musikalische Vereinnahmung, ohne dass der Klang als solcher sonderlich ins Gewicht fällt, außer, dass man ihn als in sich ausbalanciert feststellt, aber ohne sich damit weiter oder konzentriert beschäftigen zu müssen.

Gruß,
Otwin

lotusblüte 26.03.2014 20:53

Hi,

Noch ein paar schöne Bildeindrücke bezüglich mit Jena Labs verkabelter Anlagen:

http://www.jenalabs.com/aboutus/in-good-company.html

http://www.jenalabs.com/aboutus/about-jenatek.html

Gruß,
Otwin

Andi 26.03.2014 21:06

Moin Otwin,

hast Du davon auch schon mal andere Kabel gehört (Chinch / XLR oder LS)?

Viele Grüße

Andi

Revival 26.03.2014 21:32

Ja Otwin,

ich hatte eh vor, noch etwas zu den Kabeln zu schreiben. Nur auf Grund der Entwicklungen, die wir in den letzten Monaten hier im Forum hatten, bin ich auch etwas zurückhaltender im Schreiben geworden.

Aber jetzt hat es sich ja wieder gebessert.

Es ist immer etwas problematisch Klangeindrücke in Worte zu fassen. Zu viele Unwägbarkeiten und individuelle Präferenzen spielen bei der Beurteilung eines Kabels eine Rolle.

Bei den Jena Kabeln ist das etwas anders, will sagen, deutlich leichter.

Die Klangverbesserung ist so offensichtlich, dass mehrmaliges Umstöpseln oder hin und her schalten, entfällt.

Für mich sind die JenaLabs Kabel im Bereich der Kabel das, was der PlayBack im Bereich der Wandler und CD Spieler ist.

Du hattest ja vor zwei Jahren einen großen Thread zu dem Kopfhörerkabel von JenaLabs eröffnet.

Damals bin ich das erste Mal auf diese Kabelprodukte aufmerksam geworden.

Wenn man sich auf der Webseite oder in deinem damaligen Thread, mit den Details der sehr aufwendigen Fertigung dieser Kabel vertraut macht, dann kann man logisch nachvollziehen, was an dieser Stelle noch geht.

Cryobehandlung machen viele. Aber JenaLabs machen es perfekt.

Leute, das hört man und zwar sofort und eindeutig.

Am vergangenen Wochenende, als ich bei Manni den Playback präsentierte, war dieser mit einen TMR NF Kabel symetrisch mit dem Bryston verbunden.

Das funzte schon ganz prächtig und zeigte das Potential des Players sehr deutlich.

Nur, wie heißt es so schön, "Das Bessere ist des Guten Feind".

Ich stöpselte zwischen Playback und Bryston das neue Aurora Kabel von JenaLabs ein.

Manni schaute mich ganz entgeistert, mit großen Augen und offenem Mund, an.

Das Kabel tat den zweiten Schlag in seiner Anlage.

Nur wie soll ich das jetzt beschreiben. Das muss man einfach selber hören.

Der Playback braucht dieses Kabel nicht, aber wenn du es ihm spendierst, dann führt er dich noch viel mehr an das innerste und an die Seele der Musik.

Dann ist sprichwörtlich der Wasserhahn voll aufgedreht.

Wir haben dann noch das JenaLabs Symphonie zwischen Bryston BHA-1 und den Geithain 933 geschalten.

Da passierte auch nochmal etwas, aber nicht ganz so dramatisch wie zwischen Quelle und Vorstufe.

Ich sehe die JenaLabs Kabel als eine kongeniale Ergänzung zu solchen Ausnahmegeräten wie den Playback Designs Wandlern.

Gestern war ich bei meinem Kumpel Günther in Leipzig. Günther hat früher bei Elektroakustik Leipzig gearbeitet. Er ist ein absoluter Klassikliebhaber und besucht heute noch regelmäßig Konzerte u.a. im Gewandhaus Leipzig.

Der Mann ist 78 Jahre alt, verfügt aber noch über ein ausgezeichnetes Gehör und einer über Jahrzehnte gewachsenen Fähigkeit, musikalische Inhalte und Strukturen zu erfassen und zu beurteilen. Auch und gerade, was den Klang betrifft, kann man sich immer auf sein Urteil verlassen.

Diesem Mann machst du kein X vor dem U vor.
Tja, warum erzähle ich das. Günther ist auf der Suche nach einem symetrischen NF Kabel. Momentan arbeitet da eine Strippe der Firma Analysis. Gute Kabel aus den Staaten.

Da ich gestern beruflich in Leipzig zu tun hatte, bot ich ihm an, das JenaLabs Aurora mal zum reinhören vorbeizubringen.

Er hatte dann ca.3 Stunden Zeit sich mit dem Kabel zu beschäftigen.

Das Aurora wurde zwischen der Pass Vorstufe XP 10 und der Pass Stereoendstufe X 150.5 eingesetzt, die die Piega-Lautsprecher antreiben.

Als ich das Kabel nach drei Stunden abholen wollte, war Günther total aufgewühlt, welche Verbesserung des Gesamtklanges das Jena gebracht hatte.

Günther hört nur per Platte Ich musste dann nochmal reinkommen und selber hören, obwohl ich etwas in Terminstress war.

Tja, lange Rede kurzer Sinn. Es wurde ein XLR Symphonie bestellt.

Sein Fazit, er hätte noch nie ein musikalischeres Kabel gehört.

Seit März kümmere ich mich offiziell um diese Marke in Deutschland.

Gruß! Hagen

lotusblüte 26.03.2014 21:32

Zitat:

Zitat von Andi (Beitrag 153000)
Moin Otwin,

hast Du davon auch schon mal andere Kabel gehört (Chinch / XLR oder LS)?

Viele Grüße

Andi

Hallo Andi,

Außer dem Kopfhöreranschlusskabel das obig erwähnte NF-Kabel namens Symphonie als Cinch-Cinch-Variante. Auf dem einen Bildchen sieht man es hinter dem Rack.



Wenn ich mich nicht täusche, hat der Hagen das Symphonie als XLR-NF-Kabel und dann auch noch ein teureres Aurora. Er kann sicherlich dazu ein wenig was sagen.

Sehe grad, er hat schon was dazu gesagt.

Gruß,
Otwin

lotusblüte 26.03.2014 22:13

Zitat:

Zitat von Revival (Beitrag 153004)
Für mich sind die JenaLabs Kabel im Bereich der Kabel das, was der PlayBack im Bereich der Wandler und CD Spieler ist.


Cryobehandlung machen viele. Aber JenaLabs machen es perfekt.


Gruß! Hagen

Hi,

Zwei sehr entscheidende Aussagen. Ja, Jena Labs macht es so, wie es zu sein hat. Die machen oder kupfern nichts nach sondern wissen sehr exakt, was genau zu tun ist. Erstens, was die Temperatur und das Zeitfenster anbelangt und zweitens, wie das Prozedere an die Umgebungstemperatur zeitlich und von den Schritten her zu erfolgen hat. Ich hatte damals die Gelegenheit, mich diesbezüglich intensiv mit der lieben Jennifer auszutauschen.

Das ist das, was den Weg zum Endprodukt anbelangt. Was für den Freund gehaltvoller Musikwiedergabe wichtiger ist, ist das, was ihn zu Hause dann erwartet. Und das, was du mit deinem ersten zitierten Satz zum Ausdruck bringst, war für mich vor ein paar Jahren bezüglich der Verkabelung das Schlüsselerlebnis. Wie bereits erwähnt, ich bin kein Fetischist, was Zubehör anbelangt. Ganz selten - da liegen in aller Regel viele, viele Jahre dazwischen, ergibt sich mal die Gelegenheit, sinnvoll an dieser Schraube zu drehen. Allerdings steht das für mich dann unter einem Argusblick - ansonsten keine Chance. Megastrippen von Kimber, über Sunwire, Ortofon zur damaligen Zeit mit ihren 7n und 8n-Rennern, TMR, ach und was weiß ich noch alles kreuzten natürlich früher den Weg, genau so wie 4000DM-Strippen vom Onkel Strassner. Unterarmdicke Ware versorgte mal kurzzeitig meine Audiophysiks usw. Das meiste davon war Leihware und kostete mich nichts außer meine Zeit. Ich kann sagen, dass es in einer gut 10 jährigen Phase eigentlich gar nichts gab an Valhalla's, die sich nicht bei mir irgendwann mal ein Stelldichein gaben. Geblieben ist ein 120€ Kabel von amity am Ende, nicht weil nicht mehr geht sondern weil es gut ist.

Dies wäre allerdings vergleichbar mit einem guten Creek, Arcam, Rega CDP. Man lehnt sich ganz beruhigt zurück, ist allerdings auch mehr an einer guten Kopie denn am klaren Blick auf ein Geschehen. Einem Blick beispielsweise, wie ihn ein Playback Designs ermöglicht. Es gibt da eben im Sinne einer liveartigen Darbietung dieses "Vorhang auf" gemäß meiner Playback-Threadeinleitung. Und dieses Vorhang auf setzt sich durch die Jena Labs Kabel in der gleichen Richtung fort. Es geht nicht um maximalen Klanggewinn. Der maximale Klang ist hierbei etwas, was eh völlig ungetrübt, ausbalanciert und vor allem sättigend unser Inneres erreicht, wenn dies zugelassen wird. Und weil das so ist, steht selbiger auch gar nicht im Rampenlicht. Sondern Dynamik, Substanz, Ruhe, Echtheit, existent, Souveränität, Schnelligkeit - all diese Dinge, die dafür sorgen, dass eine Darbietung liveartig direkt und lebendig wird.

Und deshalb stimme ich deiner zitierten Bemerkung zu. Diese Sache hat Hand und Fuß. Sie kostet nicht wenig, egal wo man bei Jena zupackt, aber sie bringt einen auch näher ans bzw. ins Konzert.

Gruß,
Otwin

Eule27 29.03.2014 18:35

Hallo,
bei mir spielt ein symmetrisches Jena Labs Valkyre zwischen Plattenspieler und Phonovorstufe. Damit ist diese Strecke nun endgültig ausgerüstet.
Feinste Klangverästelungen kommen zum Vorschein und alles klingt einfach nur selbstverständlich.
Wie kam es dazu? Vor einiger Zeit hatte ich ein 3m langes Symphony von Hagen mal zwischen Plattenspieler und Phonovorstufe ausprobiert und war trotz der enormen Länge von 3,0m vom Symphony begeistert. - Vom neuen Valkyre dann allerdings nicht so sehr. Vielleicht doch ein Fehlkauf, ein zu großer Kabelquerschnitt für die feinen MC Signale?
Habe das Kabel daraufhin an anderer Stelle der Kette mehrere Monate lang eingespielt. Und nun? - Ein Traum!!! - Beispiel: Das Köln Konzert von Keith Jarrett klingt nun fast wie eine Sinfonie. Was meine ich damit? Feinste Nuancen nehmen einen derart gefangen, so dass man sich manchmal kaum traut Luft zu holen. Die Musikwiedergabe ist intensiver, bleibt aber trotzdem gelassen und wie schon einleitend gesagt einfach nur selbstverständlich.
Meine Frau und ich sind regelmäßige Besucher von sowohl sinfonischen als auch von Kammerkonzerten. Erst neulich saßen wir in einem Kammerkonzert 2m von einem Cello entfernt. - Dieses Live Erlebnis wird man aus der Konserve nie erreichen. Aber mit den Jenas kommt man ziemlich weit heran. Ich kann es jedem nur empfehlen. Die Anschaffung ist nicht preiswert, aber ihren Preis wert.
Für mich haben Kabel und insbesondere die Jenas eindeutigen Komponentenstatus.

Hagen und ich haben das Valkyre vor einigen Wochen einmal statt des Symphony an seinen Playback angeschlossen. Nach wenigen Takten war klar, wer der Herr im Ring ist. So deutlich hätte ich mir den Unterschied nicht vorgestellt. Was mag da erst in der obersten Liga von Jena passieren?
Da hilft nur eines: Sich bescheiden und das genießen was man sich geleistet hat und sich leisten konnte.

Viele Grüsse
Jürgen

lotusblüte 29.03.2014 19:16

Zitat:

Zitat von Eule27 (Beitrag 153202)
Was mag da erst in der obersten Liga von Jena passieren?
Da hilft nur eines: Sich bescheiden und das genießen was man sich geleistet hat und sich leisten konnte.

Viele Grüsse
Jürgen

Hallo Jürgen,

Du sagst es. Irgendwo wird man sich den eigenen Punkt setzen müssen, es sei denn, man ist finanziell unabhängig und kann tun, was man will. Jena Labs geht bis zum "erwachen", nur wäre das dann komplett verkabelt auch ein größeres erwachen beim Blick aufs Konto. Diese Schmiede ist übrigens für mich die einzige, bei der ich klanglich (bzw., um mehr meinen eigenen Eindruck getroffener zu schildern, liveartig) das konsequente Umsetzen geboten bekomme, wie ich es mir vorstelle oder anders gesagt, wie es mir am meisten Sinn macht. Genau der Weg bzw. diese Richtung zeigt sich bereits per Symphonie.

Wie du bereits sagst, es dreht sich bei Jena Labs nicht um preislich günstige Angelegenheiten, aber für denjenigen, der solche Anschaffungen stemmen kann, bedeutet es dann halt auch die Belohnung in Form von einer einzigen Auslegung, nämlich ohne, dass der Kopf sich noch über was auch immer Gedanken klanglich zu machen hätte, den Weg zu einer mehr liveartigen Darbietung. Bei Jena Labs weiß man, dass genau das passiert und das lässt man sich auch berechtigt bezahlen. Niemand von uns würde das an deren Stelle anders handhaben. So ist das nun mal.

Auf jeden Fall freut es mich sehr, dass du gemäß deiner Schilderung voll auf deine Kosten kommst. Für mich hat sich an der Sache und ihrer Einschätzung auch bis zum heutigen Tage nichts geändert. Wenn man diesen Weg für sich anlagenmäßig einschlagen möchte, liveartiger an seiner Wiedergabe teil zu nehmen, dann sollte man den Schritt zu Jena Labs hin machen und für sich entscheiden, wo man sich innerhalb der Kabelfamilie finanziell nieder lassen möchte.

Ich hatte seinerzeit das Symphonie unter anderem an einem recht einfachen NAD C542 CDP in Betrieb und es war für ein paar Kameraden schlicht verblüffend, welch eine Kraft und Ausdrucksstärke per Konserve durch diesen einfachen CDP zustande kam. Etwas, das per "normaler" Verkabelung so gar nicht zu erahnen war. Nun, natürlich wurde nicht schlagartig ein neuer oder besserer C542 geboren sondern lediglich mal das Nadelöhr weggeschafft, dass vorhanden war und dadurch die Kraft, Direktheit, auch Größe sowie Schnelligkeit zugelassen, die dieser CDP von Haus aus mitbringt. Das eben kaum fassbare für die Kameraden resultierte aus der einfachen Gegebenheit, dass man es vorher nicht weiß und logisch schlecht einschätzen kann - denn wer will an dieser Stelle sinnvoll eine Hochrechnung betreiben?

Wissen tut man es, wenn es soweit ist, der entsprechende Vorhang sich öffnet und sich der Musiker livehaftiger vor einem aufbaut, sein Spiel mehr existenzielles beinhaltet und sich dadurch natürlich alles tonale immer weniger einer besonderen Betrachtung unterzieht. Das ist vom Sinn her auf jeden Fall die Richtung eines live. Da sollte meines Erachtens nach der Weg hin.

:prost:

Gruß,
Otwin

Caribou 29.03.2014 22:02

Hallo Zusammen,

ich hab ein Jena labs am LCD KH.
Da ich ihn so gekauft hab, kann ich nicht mal sagen
wie es gegen das Standard Kabel klingt.:tschul:

Der LCD 3 mit dem Jena Labs klingt schon "very" live.
Teilweise kommt es mir so vor, als ob man direkt vor
dem (Fender) Verstärker des Guitarplayers platz genommen hätte.
Wunderbar

Wie teuer wäre eigt. ein Symphonie XLR mit 2,5 Feet? (76 cm)
1200 US$ = 872 € + Versand + Zoll + 100 US$ (von 1.5 auf 2.5) ?

Gruß Henry

molto 23.12.2015 18:21

Ich musste leider nochmal diesen Tread rauskramen:
Das Jena Kabel ist unterwegs. Michael hat es mit US Air Express Post geschickt kann den "Laden" auf der deutschen Internetseite nicht finden.
Hat jemand einen Tip , der das Kabel schon bekommen hat ? und wie lange wird das ungefähr dauern ?
Danke

Gruß
molto


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