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Alt 14.05.2018, 17:55
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Mit Erlaubnis aller Beteiligten darf ich hier den Kommentar des Besitzers eines Alpha Centauri und eines Paltauf, der ungenannt bleiben möchte, abdrucken. Fragen zu den Geräten bitte an die Hersteller direkt richten, damit es keine Verwirrungen wegen stiller Post gibt.
Viel Spaß beim lesen!

„Betreff: Andreas Rauenbühler alpha centauri V7.5 mit pro Netzteil, Paltauf und Inexxon Sirius

Hallo Herr Rauenbühler,

besten Danke, ein Tag Lieferzeit, das kann sich sehen lassen. Gehäuse aufgeschraubt, Röhren sitzen fest, es sind die mit den Gold Pins, angeschlossen und gehört mit Lee Ritenour alive in LA und Lynn Stanley Moonlight Sessions Volume 1. Fusion und Dynamik trifft auf kraftvolle Stimme mit Jazzbegleitung vom Feinsten und Dynamikspitzen vor allem im Bass, das gilt für beide cds.

Zunächst der sr 007 erste Serie, für den ist der alpha centauri neue Generation eigentlich gedacht. So kraftvoll habe ich den sr 007 noch nie gehört, kontrolliert in allen Bereichen vor allem im Bass, keinerlei Verzerrung, gewiss ist der sr 007 dunkler als der sr 009. Er beherrscht den sr 007 in allen Bereichen. Das wirkt nichts aggressiv und überzogen. Er ist perfekt für ihn. Das Klangbild hat eine gewisse leichte Trockenheit, die ich sehr gern mag. Die Bühne ist weit vorhanden, die Staffelung ausgezeichnet. Eine absolut stimmig Kombination. Das gleiche mit dem Paltauf mit großem Netzteil und noch besseren Röhren. Perfekt, beste Auflösung, eine Tiefe, die abgrundtief ist. Was direkt auffällt ist, dass der Paltauf die Instrumente etwas näher rückt und weniger Bühne hat als der centauri. Das fällt direkt auf, dafür ist die Tiefenstaffelung besser. Er geht mehr in dreidimensional, der centauri ehe zweidimensional, was nicht negativ klingen soll. Warum? Der Ansatz des Paltauf ist ein anderer. Die trockene und äußerst präzisse Wiedergabe des centauri punktet hier. Er ist so präzisse und verschluckt nichts, aber mit mehr Bühne, die Musiker stehen doch mit deutlichem Abstand zueinander und schaffen Ihren Freiraum, so wie es einmal auf der Bühne ist. Der Bass ist ausgezeichnet trocken, was ich sehr liebe und bei so mancher Musik von Vorteil ist. Der Paltauf hat natürlich mehr Klirr, aber die Tiefe, einfach Wahnsinn. 3d gegenüber 2d.

Nun zum sr 009 zunächt am Paltauf. Er ist das Auflösungswunder und hat einen noch tieferen und exakteren Bass als der sr 007, ich weiß nicht, wie der sr 009s dies überbieten kann. Durch die enorme Tiefenstaffelung des Paltauf wird natürlich das Klangbild des sr 009 enorm unterstüzt. Wenn dann 3d, dann mit dem sr 009. Bühne muss hier nicht sein, Tiefe, Tiefe und nochmals Tiefe. Ich vergleich das mit einem Dreieck, dessen Spitze weit nach unten reicht, tiefer geht es nicht. Dadurch geht die Bühne etwas verloren. Das wirkt aber sehr ausgeglichen und perfekt aufeinander abgestimmt. Das macht sich beim Bass und beim Schlagzeug bemerkbar, aber auch bei der Stimme. Es dehnt sich alles mehr nach unten, dadurch kommt diese enorme Räumlichkeit zur Geltung. Der Paltauf hat einen geringen Tick in Richtung minimalster Schärfe bei Trompete und Saxophon, überzeugt aber hier mit Volumen. Für einen reinen Röhrenverstärker aber sauber und sehr kontrolliert.


Der sr 009 am cenauri, direkt wird deutlich, dass sich das Klangbild nach rechts und links ausdehnt und hier sein Fundament sucht, nicht so sehr nach unten. Gerade bei Lynn Stanley wird das deutlich, Jazz-Orchester in seiner Perfektion, natürlich muss hier die Bühne her, das hat nichs mit Combo zu tun. Die Stimme anders, weniger tief, dafür geschmeidig und kontrolliert. Alle Instrumente werden exakt widergegeben, da geht nichts verloren. Der Bass reicht natürlich tief, aber wird mehr aufgefangen und ist sauber und strukuriert. Wer gerne ein trockenes Schlagzeug mit dem nötigen Volumen hört, ist hier bestens aufgehoben. Beim Paltauf steht Volumen noch mehr im Vordergrund, man könnte auch sagen, der centauri ist feinzeichnender.


Der sr 009 leitstet an beiden seine bisher beste Performance. In Gedanken spielt der sirius von Herrn Schulze einen Tick heller und unterstreicht die absolute Auflösung, das würde ich ihm als Attribut zuschreiben aus der Erinnerung heraus. Er hat mehr etwas von centauri als vom Paltauf. Gerade Volumen, Kraft und Tiefe zeichnen den Paltauf aus und somit ist er der ideale Begleiter für den Paltauf. Ich wage zu behaupten, er wurde gemacht für den sr 009.


Was Leistung anbetrifft überzeugt der centauri auf der ganzen Linie, mehr muss es nicht sein, im Gegenteil, die Abstimmung ist perfekt. Ich tendiere dazu, die etwas flachere Darstellung für den sr 007 zu beanspruchen, da muss die Tiefe eines sr 009 nicht sein und somit gefällt er mir tendenziell einen Tick bessser am centauri. Ich hatte ja bewusst den centauri für den sr 007 gekauft. Der centauri schlecht die notwendige Kraft und Feinzeichnung für ihn bereit. Natürlich gibt es kein ranking, beide haben die Vorzüge wie beschrieben und stehen für sich wie der Fels in der Brandung. Der centauri ist ein Hybrid, vielleicht die beste Lösng aus den 2 Welten. Dennoch wage ich zu behaupten, der Paltauf bildet die Symbiose für den sr 009. Jedenfalls hat der sr 007 nun eine Klasse, da kann ich verstehen, dass so manch einer ihn für den besten Elektrostaten hält. Ich kann nicht behaupten, dass Paltauf und centauri für alle Elektrostaten gleich gut dienen. Das ist noch auszuprobieren, was ich aber sagen kann ist, dass sr 009 und sr 007 an beiden Ihre Vorteile absolut ausspielen. Es geht nicht besser. Ich hatte einen lcd-2 am luminare und hd 600 mit cardas Kabel mit dieser Musik gestern Abend gehört. Da liegen Welten dazwischen. Ich kann unterstreichen, dass beide Hersteller hier ihr jeweiliges Optimum geschaffen haben ohne miteinander zu konkurrieren. Es macht keinen Sinn, in dem Terminus besser oder schlechter zu denken. Beide sind so faszinierend, der eine eine kontrollierte Staffelung mit Tiefe und 3D-Effekt, der andere eine kontrollierte Bühne mit exakter Abgrenzung und einer Homogenität, ohne im Bass zu verlieren. Es ist interessant, wenn man beide Geräte aufschraubt und sich einmal die Konstruktion ansieht, bei Paltauf ist das alles mit einer Materialschlacht gepaart und führt sich im separaten Netzteil mit der Gleichrichterröhre fort. Einfach irre, diese Konstruktion und Verarbeitung. Wenn es darum ging, diese Tiefenstaffelung und den 3D-Effekt zu erreichen, dann ging dieses Konzept ohne Kompromisse auf. Bei Herrn Rauenbühler sieht das ganze wesentlich leichter aus, wunderbar einfach angeordnete Bauteile mit Leichtigkeit gepaart und einem intergrierten sehr gutem Netzteil. Es geht auch so und die Abstimmung für seine Vorzüge perfekt. Es ist ein Hybrid ohne Zweifel, ich denke, ein reiner Transistor wird noch strukturierter spielen. Das Wort Wärme ist bei beiden fehl am Platz. Der Paltauf hat gewiss eine gewisse wärmere Ausstrahlung, aber nicht im Sinne von Weichmacherei, es passt gut zur Tiefenstaffelung. Der centauri ist gewiss neutraler und halt einen Tick mehr flat und trockener, was mir persönlich immer gut gefällt. Ich würde ihn eher mit der geometrischen Form eines Sechsecks bezeichnent. Schönes Fundament und dann noch oben zum Sechseck geformt. Das passt aufgrund seiner herrlichen Bühne. Das erinnert mich doch sehr an den abyss, der diese Eigenschaft auch hat. Hinzu kommt, dass der sr 009 auch weniger an Breite hat als der hd 800, was dann auch schon einmal zuviel sein kann.


Herr Rauenbühler hat es geschaftt mit einem genormten Gehäuse sinnvolle Bauteile unterzubringen. Was entscheidend ist, ist die feine Abstimmung. Hier wird nichts mit Gewalt versucht. Ausgeglichenheit, gepaart mit notwendiger Kraft, aber niemals übergebührend. Natürlich ist auch er ein Basswunder, mehr Bass braucht es nicht, klasse kontrolliert. So machen die Elektrostaten Spaß an beiden Geräten. Ich kann mir vorstellen, dass die Sigmas hier noch einiges bringen werden hinsichtlich Ihrer Charakteristik an beiden. Ein sr 507 macht seine Sache perfekt am Paltauf, das Technische geht hier Gott sei Dank verloren. Der centauri ist ein Arbeitsgerät, ob schwarz oder silber ist Geschmackssache, die weiße Schrift an schwarz überzeugt mich nicht so, hier wäre der Goldton eines srm t1 wertiger, daher silber mit der feinen aufgetragenen Schrift harmonieren perfekt. Nun ist der Paltauf aufgrund der Sonderausführung in 24 k Gold Forderfront und dem in Hochglanz lackiertem Deckel natürlich eine Augenweide. Das hat natürlich alles seinen Preis. Dennoch chapeau an Herrn Rauenbühler, ein solches Gerät im uniformierten Design herzustellen. Es kommt auf den Inhalt und den Klang an, das ist hier gelungen. Die verwendenten Röhren perfekt. Der Preis äußerst aktzeptabel aus Käufersicht. Eine kleine Anmerkung, ein Ein-und Aussschalter auf der Front wie ihn Birgir verwendet mit Hintergrundbeleuchung in grün würde zu mehr Wertigkeit beitragen. Sie hatten diesen ja bereits schon bei früheren Modellen verwendet, wenn ich das so aus den Abbildungen schließen mag. Die Anschlüsse in cinch und xlr, sehr hochwertig, das steht ihm gut. Sein understatement lässt nicht auf diese Perfektion schließen, das ist was für Kenner. Ich hatte ja bereits den KGSS mit besserem Netzteil und Innenverkabelung von Birgir, diese konnte nicht annähernd mit den beiden konkurrieren. Auch mag ich mich nicht dazu verleiten lassen, dass der Hybrid der beste Kompromiss ist, denn Kompromiss in diesem Bereich ist immer mit negativem touch verbunden. Reine Röhre, Hybrid und Transistor sind gleichberechtigt und führen zu neuen Erlebnissen gerade beim sr 009. Dennoch, der Paltauf ist für mich derjenige für den sr 009. Herr Schulze versucht mit seinem, genau die Charakteristik des sr 009 zu betonen und lässt hier auch nichts anderes zu. Das ist konsequent und folgerichtig. Alles andere macht keinen Sinn. Aber Tiefenstaffelung und 3D sind beim Paltauf perfekt, 3D hatte ich auch beim Sirius von Herrn Inexxon in Erinnerung.


Man könnte es auch auf einen Nenner bringen, der sr 009 am Paltauf und am Sirius und mit geringster Einschränkung am centauri. Ich sehe den centauri eher für den sr 007 und ich bin gespannt auf den sr 300 limited edition, den ich für Ende Mai erwarte. Auch dieser könnte am centauri brillieren. Schade, dass der centauri keinen normal Ausgang hat, er wäre auch perfekt für den lambda normal und sigma normal. Daher meine Anregung an Sie, es mal hier mit einem pro und normal Ausgang zu probieren. Gerade der Charakter des lambda normal und sigma normal könnten hier eine Offenbarung erfahren.


Natürlich muss noch der sennheiser he 60 erwähnt werden. Wir alle wissen, dass es ihm an Bassfundament fehlt, er aber die herrlichsten und schönsten Mitten produziert, da kommt auch kein sr 009 und auch kein sr 007 ran. Er entwickelt mehr aus der Mitte heraus, dass ist für ihn sein Fundament und zu Recht. Das Schlagzeug bei Lynn Stanley perfekt, wunderbar trocken aber nicht unten angesiedelt sondern eher im oberen Bereich. Das hat was. Der He 60 hat Bass und eine sehr feine, ja feinzeichnende Tiefe, die so einzigartig ist. Die Transparenz und Natürlichkeit in den Mitten ist außergewöhnlich, es gibt keine schöneren. Die Höhen vielleicht einen Tick zu überzeichnend, da könnte mehr seidiger Glanz sein, aber bestens auflösend. Auch hier unterstreicht sich wieder das Phänomen der Bühne durch den centauri. Gerade ein Kopfhörer, der mit seinen Mitten punktet findet hier seinen Meister. Geht da noch mehr? Ja, am Paltauf. Durch die enorme Tiefenstaffelung gewinnt nun auch der HE 60 märklich an Fundament und wunderbaren Tiefen, Bass und Schlagzeug absolut kontrolliert und mit einem gewissen Punch. So muss es sein. Er ist für mich der gefälligste SR 009 und schlägt diesen in den Mitten. Stimmen sind sein Metier, natürlich beim sr 009 auch, aber hier Weltklasse. Er ist für mich einer der größten Kopfhörer und gehört eigentlich zum festen Bestandteil einer jeden Elektrostatensammlung, vorausgesetzt, der Verstärker macht es mit. Das kann ich hier zu 100 % unterstreichen für den centauri und den paltauf. Der HE 60 überflügelt hier fast alles. Es setzt aber eine absolut technisch markellose Aufnahme voraus, sonst macht es keinen Spaß mit ihm. Weichmacher, absolute Fehlanzeige. Er verwöhnt auf höchstem Niveau. Übrigens, sichern Sie sich einen bei Herrn Schulze mit dem Stax Adapter, es lohnt sich. Die Gelegenheiten sind äußerst rar. Auch hier gilt es, dass der eine nicht den anderen ersetzten kann, aber eine Bereicherung sind Sie allemal.“
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HP, SOTM USBUltra, Stefan‘s USB, audioquest Diamond, Ayre QB9 DSD, Paltauf Universal-KHVerstärker, Stax SRD-X pro, Chord Mojo, ifi iCAN SE, Mysphere 3.2, Stax 009, 007 mk1 u. mk2, SR 404 LE, 300LE, Signature, Lambda Pro, Audeze XC, Sennheiser HE60, Ergo AMT, Sennheiser HD 800 DuPont, HD 600, 580, Oriolus 2nd. , AKG K1000, 812, Grado GH2, Nordost, Synergistic Research Basen, Harmonix, Shun Mook; PS Audio P500, Isotek Aquarius
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