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Ungesichertes Audio-Wissen Hier versuchen wir, Wissen zu schaffen

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  #1  
Alt 16.08.2019, 11:56
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 803
Standard Van den Hul "The Extender"... was passiert da genau?

Hallo zusammen,

auf der Suche nach einer Kopfhörerverlängerung bin ich über die Firma "Van den Hul" gestolpert, kennen einige sicherlich noch aus der HiFi-Blütezeit.

Präziser ausgedrückt habe ich da etwas entdeckt, wo ich per SuFu nicht weiter gekommen bin und somit sicherlich einen eigenen Thread wert ist.

Genau genommen habe ich ein solches Produkt noch nie gesehen.... und möglicherweise geht es da einigen unter euch genau so wie mir. Ich wusste daher noch nicht einmal, in welche Kategorie ich den Beitrag überhaupt am sinnvollsten posten soll. Daher habe ich mich erst mal auf möglichst diplomatischem Wege für "ungesichertes Audio-Wissen" entschieden. Es geht konkret um diesen sog. "Extender" von VDH:

https://www.hifiathome.de/van-den-hul-the-extender/

Auf den ersten Blick könnte man es für einen typischen Vertreter der Gattung "Suggestionsautomaten" halten, da aber einerseits mit dem Versprechen "Verbesserung der Leitfähigkeit der Luft" geworben wird, andererseits auch Anschlüsse, Schalter und ein "Mäuseklavier" zur Anpassung der Eingangsempfindlichkeit vorhanden ist, kann natürlich auch durchaus eine physikalische Funktionalität dahinter stecken (sofern es sich hierbei nicht um reine "Show-Einlagen" handelt).

Ihr merkt schon: Ein typischer Kandidat, an dem sich erst einmal beide "Glaubensrichtungen" verbal entzünden dürften.

Wie ihr wisst, betrachte ich mich selbst eher als eine Art "Freidenker", stehe dem Ding somit zwar neutral, aber dafür um so neugieriger gegenüber.

Deshalb möchte ich diesen Faden auch nicht zum Anlass nehmen, herauszufinden, ob bzw. welche Unterschiede unter welchen Voraussetzungen man hört oder nicht. Mein Interesse gilt viel mehr der tatsächlichen Funktionalität. Nicht nach der Devise "wenn man Unterschiede hört, funktioniert es auch, alles andere ist egal", sondern:

..... was ist im Inneren tatsächlich verbaut ?

Unter physikalische Gesichtspunkten darf zunächst einmal als gesichert gelten, dass die Umgebungstemperatur im Hörumfeld einen erheblichen Einfluss hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Schallausbreitung. Hierauf kann der VDH-Extender aber schon mal schlecht basieren, denn dazu müsste er den Raum ähnlich einer Klimaanlage beeinflussen können. Was ich mir viel eher vorstellen könnte: Das Holz des Gehäuses wird im alleruntersten Frequenzbereich zum Schwingen angeregt, was den Frequenzverlauf ähnlich wie beim "Weinglaseffekt" beeinflusst. Dann würden auch die Jumper Sinn machen. Mit "Veränderung der Luft-Leitfähigkeit" hätte das dann aber nichts mehr zu tun.

Fest steht ebenfalls, dass sich VDH auf die Aussage "Verbesserung der Luft-Leitfähigkeit" eindeutig committet, ohne aber auch nur ansatzweise darauf einzugehen, wie so etwas überhaupt geschehen soll. Ein wenig erinnert mich die ganze Sache irgendwie an "elektroosmosische Mauertrocknung" https://www.psiram.com/de/index.php/...rtrockenlegung, möchte da aber keinesfalls "die gleiche Schublade öffnen", ohne zu wissen, ob oder was sich unter der hübsch anzusehenden Holzverschalung befindet. Bei knapp 2800,- € (pro Stück !!) sind die technischen Informationen in meinen Augen etwas sehr dürftig. Man liest zwar sehr viel darüber, wer alles mit dem Ding zufrieden ist..... eine ergebnisoffene Möglichkeit zum selbst anhören besteht sicherlich auch irgendwo..... was meiner Ansicht nach aber zumindest in irgend einer Form gegeben sein sollte: Eine gewisse Nachvollziehbarkeit. Wenn ich eine solche Situation jetzt einfach mal auf die Premium-Produkte von Kabel-Hersteller adaptiere, so findet man dort zumindest noch (jenseits jedweger Klangdiskussion) Angaben über den grundsätzlichen technischen Aufbau und die dahinter stehenden Überlegungsansätze. Hier hingegen: komplette Fehlanzeige.

Sicherlich muss niemand als Hersteller fertigungstechnische Betriebsgeheimnisse offenbaren bzw.sich der Gefahr aussetzen, teure Entwicklungsarbeit kostenlos dem Mitbewerb zu überlassen. Auf Autos übertragen möchte man als Endkunde aber zumindest wissen, was für eine Art von Motor in einer potentiellen Neuanschaffung werkelt, deshalb verlangt man ja nicht gleich Explosionszeichnungen o.ä.

Kann jemand von Euch etwas mehr zur Technik dieser "Wunderkästchen" sagen ? Perfekt wäre natürlich, wenn irgend ein User tatsächlich im Besitz eines solchen Gerätes ist, den Holzgehäusedeckel kurz abschrauben und ein entsprechendes Foto posten könnte.
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (16.08.2019 um 12:13 Uhr).
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  #2  
Alt 16.08.2019, 12:05
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 4.042
Standard

Sieht aus wie ein Elementarwellentransformationskalibrator, nur ohne Repetierkoppler.
__________________
Wer mich nicht lieb hat, muss noch an sich arbeiten.
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  #3  
Alt 16.08.2019, 12:08
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 803
Standard

..... Wonni mal wieder

Völlig assumitionshypergeodästiv
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (16.08.2019 um 12:12 Uhr).
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  #4  
Alt 16.08.2019, 12:20
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 2.019
Standard

Man liest
Zitat:
However, The Extender produces no sound-field, is therefore literary no super-tweeter. You cannot measure or hear any sound coming from The Extender.

The Extender emits a signal which communicates direct with the brain. Limited loudspeaker performance, colored acoustics, or even some ear defects are hereby bridged. These acoustical limitations in sound reproduction do therefore play no essential role anymore.
(Quelle)Vermutlich so ein Schumann-Resonanz-Gedöns oder dergl. Oder es erzeugt irgendwelche modulierte HF (dann aber schnell Turmalin drüber ;-).
Kein rationaler Mensch oder gar Techniker hat es je gekauft, sonst täte es Bilder/Analysen vom Innenleben geben. Wenn mir jemand eins leiht, messe ich es gern black-box-mäßig (also ohne es aufzumachen und das Siegel zu brechen)...
__________________
Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!
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  #5  
Alt 16.08.2019, 12:29
sincos sincos ist gerade online
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 1.327
Standard

Möglicherweise steckt etwas dahinter, was tatsächlich auf den Hörer und nicht auf die Anlage wirkt, und was es auch sehr viel preisgünstiger zu kaufen gibt:

https://www.ebay.de/itm/Schumann-Wel...-/253899084243
__________________
http://www.audio-optimum.com/
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  #6  
Alt 16.08.2019, 12:34
J.B. J.B. ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2016
Beiträge: 390
Standard

Hier ein paar Stimmen aus dem Netz (kein Witz, leider )!
Das Teil muss gut sein!


"Ich gerne den Bericht Ihnen übermitteln über den Test des Extender V.d.H., den ich zusammen mit meinem Bruder gemacht habe.

Als ich zu anderen Räumen ging, wo die Testanlagen anderer Mitbewerber liefen, musste ich diese schnell wieder verlassen, weil mich schon beim Eintritt etwas gestört hatte, was ich damals noch nicht definieren konnte.

Jetzt weiss ich es!!!!

Nun zum Test und meinen Eindrücken: Einfach diese Notizen wiedergegeben, die ich aufgeschrieben habe:

Die Konserve der Aufnahmen werden zur MUSIK!

Der innere Zusammenhang zwischen Orchester und Stimme wird harmonisiert. Es fällt einem viel leichter dem Musikfluss zu folgen.

Im Gehirn/im Bereich der Stirne, auf beiden Seiten, findet eine Entspannung statt, so dass man viel besser in die Musik eintauchen kann.

Beim Gesang: die Worte der Sänger bekommen einen tieferen Ausdruck.

Beim Sologesang mit einem Chor im Hintergrund "sieht" man diese Choristen besser; sogar ihre Bewegungen, und wie sie den Sänger mit Begeisterung unterstützen.

Das Klangbild ist aufgelöster, durchsichtiger und tiefer nach Hinten und in der Breite, wie unbegrenzt.

Bei den Geigen im Orchester erkennt man auf einmal, dass es 1. und 2. Geigen gibt, die dann zusammen spielen.

Beim Liegen auf dem Sofa: auf einmal kann man tiefer atmen und ist selbst entspannter.

Wenn der Extender ausgeschaltet ist: der Klang wird "weisser", wie verschmiert, die Stimme körniger, nicht mehr so klangvoll... nichtsagender, oberflächlicher, nicht mehr so fesselnd, so wie beiläufig.

Wenn wieder eingeschaltet: "sieht" man den Sänger und den Pianisten vor sich.
Der Charakter der Musikinstrumente kommen besser zum Tragen.

Es tönt analoger, frischer, farbiger, RICHTIGER.

So muss es einfach klingen.

Es wird eine noch fehlende Lücke, die man vorher noch gar nicht gemerkt hat, geschlossen. Alles erscheint einem wie aus einem Guss.

Ein Tick "Wärme" kommt hinzu, die aber nicht aufgesetzt ist oder unnatürlich erscheint.

Im Gegenteil hier kommt noch eine Dimension hinzu, die man nach dem Abschalten des Extender "vermisst"."

Geändert von J.B. (16.08.2019 um 12:47 Uhr).
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  #7  
Alt 16.08.2019, 12:41
Höhlenmaler Höhlenmaler ist offline
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.765
Standard

Zitat:
Zitat von J.B. Beitrag anzeigen

Es tönt analoger, frischer, farbiger, RICHTIGER.

So muss es einfach klingen.
So wie bei mir.
__________________
Gruß Ingo . . . . . . . . . . .. . . meine letzten gestreamten Tracks
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  #8  
Alt 16.08.2019, 12:50
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 803
Standard

Hallo Ingo,

bist du tatsächlich im Besitz eines solchen Dings?
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung
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  #9  
Alt 16.08.2019, 13:00
Höhlenmaler Höhlenmaler ist offline
 
Registriert seit: 29.11.2007
Beiträge: 3.765
Standard

Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
Hallo Ingo,

bist du tatsächlich im Besitz eines solchen Dings?
Nein.
Nur, "analoger, frischer, farbiger, RICHTIGER" ... das stimmt.
__________________
Gruß Ingo . . . . . . . . . . .. . . meine letzten gestreamten Tracks
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  #10  
Alt 16.08.2019, 13:03
scott scott ist offline
 
Registriert seit: 19.02.2016
Beiträge: 428
Standard

Hach ja, die Holländer!
Das Gerät wurde definitiv in einem Amsterdamer Coffeeshop erfunden.
Lieber ein Glässchen Singlemalt oder 5 Minuten Meditation, das hat mehr Einfluß auf die Wahrnehmung von Musik und entspanntem Wohlbefinden.
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