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Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #131  
Alt 12.05.2012, 21:39
Truesound Truesound ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
Kollege Truesound,

Es genügt jetzt. Ich habe dein letztes Post mit den vielen lustigen Männchen und Clowns gelöscht, weil es diesem Thema nicht zuträglich ist. Du kannst dir von mir aus denken, was du möchtest, aber Themen nach deiner Lust und Laune zu verfremden oder ins Lächerliche reinzuziehen, sehe ich nicht ein. Du machst das nun lange und geschickt genug, aber irgendwann ist auch mal Schluss.

Verfremde deine eigenen Themen oder zieh sie ins lächerliche.

Wenn du einen Hals auf teure KHs oder KHVs hast oder auf die Personen, die sich damit befassen, dann beschwer dich an anderer Stelle. Wenn du permanent die Schutzpolizei für irgendwas spielen willst, dann tue es an anderer Stelle. Wenn du mit deiner Zeit nichts besseres anzufangen weißt, als dir bestimmte Themen aufs Korn zu nehmen, weil dir nur genau danach ist, dann tue es woanders.

Ein LCD-3 hat mit deinem Circus, den du hier im Kontext darstellst überhaupt nichts zu tun.

Also lass es einfach sein. Es reicht so allmählich.
Kollege Lotusblüte,

der Beitrag war eine Erweiterung auf auf das "Konzerterlebnis" von wirbeide geschrieben....und eine Parodie aufs Konzertleben. Was kann das denn mit einem aufs Korn nehmen irgendwelcher KH/KHV nun zu tun haben....? Könnte es zwischen den Themen überhaupt Analogien geben? Vor was soll ich denn nun wen beschützen....Wie kommst du denn darauf das ich jemand vor etwas und mit was denn beschützen kann und vor was denn überhaupt beschützen?


Grüße Truesound
__________________
Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

Geändert von Truesound (12.05.2012 um 21:46 Uhr).
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  #132  
Alt 12.05.2012, 21:46
Dunkelhörer Dunkelhörer ist offline
 
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Zitat:
Zitat von headphone Beitrag anzeigen
Die Höhen des HD800 sind zwar gut und hell und klar da. Aber etwas rauh dünkt es mich.
Vielleicht liegt es an der Quelle bzw. am Quellgerät? Ich vermute das, weil ich an meinem (röhrenfreien) Setup keinerlei Rauheit in den Höhen, übrigens auch keine offensichtliche Bassschwäche, feststellen kann, und das selbst am eingebauten KHV des DACs, der allerdings hochwertig ist, nicht.

Meinen bisherigen Eindrücken nach klingt der HD-800 entsprechend suboptimal, wenn eine nur mittelmäßige Komponente in der Wiedergabekette sitzt, skaliert aber hervorragend, wenn sie im guten Gleichgewicht ist. Dieses Verhalten macht den HD-800 für mich zu einem besseren Gerät als z.B. LCD-2 Rev2, der längst nicht so offensichtlich skaliert, was natürlich zum Teil an seiner etwas gnädigeren tonalen Abstimmung liegt. Aber ich vermute es liegt nicht nur daran, da der LCD-2 Rev2 insgesamt ebenfalls als noch relativ neutral abgestimmt zu bezeichnen ist.
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  #133  
Alt 12.05.2012, 22:05
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von Truesound Beitrag anzeigen
Kollege Lotusblüte,

der Beitrag war eine Erweiterung auf auf das "Konzerterlebnis" von wirbeide geschrieben....und eine Parodie aufs Konzertleben. Was kann das denn mit einem aufs Korn nehmen irgendwelcher KH/KHV nun zu tun haben....? Könnte es zwischen den Themen überhaupt Analogien geben? Vor was soll ich denn nun wen beschützen....Wie kommst du denn darauf das ich jemand vor etwas und mit was denn beschützen kann und vor was denn überhaupt beschützen?


Grüße Truesound
Beteilige dich einfach nach Herzenslust am Thema selbst, so wie es andere auch tun. Schreib über deine negativen LCD-3-Erlebnisse, über deine positiven Erlebnisse, beschreibe deine Eindrücke, was dich daran stört oder auch nicht ...

aber sicher braucht kein Mensch mit einem Schild um den Bauch zu Mercedes zu laufen "gut und günstig ist die Devise".

Dann hat er sie entweder nicht mehr alle am Zaun oder hat einen Hass auf Mercedes, den Chef oder teure Autos.

Es wäre schön, wenn man diesen ganzen Mist mal zur Seite lassen könnte und sich dem Thema selbst zuwenden würde. Das Thema hier lautet doch LCD-3 und nicht beispielsweise gut und günstig.

Und es lautet auch nicht, wie ich weiteren unbekannten Namen zu mehr Anerkennung verhelfe und es lautet auch nicht Medienrummel oder Clownerie - es lautet LCD-3 - ganz einfach.
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  #134  
Alt 13.05.2012, 02:16
pronatural pronatural ist offline
{:-)
 
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Hallo Ihr lieben LCD-3 Fans,

ich liebe diese Kommentare, alles bewegt sich im grünen Bereich
und die kontroverse Diskussion lebe …
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
{:-)

Bleibt wie Ihr seid ...
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  #135  
Alt 13.05.2012, 11:57
Truesound Truesound ist gerade online
 
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Beiträge: 3.215
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Zitat:
Zitat von Dunkelhörer Beitrag anzeigen
Vielleicht liegt es an der Quelle bzw. am Quellgerät? Ich vermute das, weil ich an meinem (röhrenfreien) Setup keinerlei Rauheit in den Höhen, übrigens auch keine offensichtliche Bassschwäche, feststellen kann, und das selbst am eingebauten KHV des DACs, der allerdings hochwertig ist, nicht.

Meinen bisherigen Eindrücken nach klingt der HD-800 entsprechend suboptimal, wenn eine nur mittelmäßige Komponente in der Wiedergabekette sitzt, skaliert aber hervorragend, wenn sie im guten Gleichgewicht ist. Dieses Verhalten macht den HD-800 für mich zu einem besseren Gerät als z.B. LCD-2 Rev2, der längst nicht so offensichtlich skaliert, was natürlich zum Teil an seiner etwas gnädigeren tonalen Abstimmung liegt. Aber ich vermute es liegt nicht nur daran, da der LCD-2 Rev2 insgesamt ebenfalls als noch relativ neutral abgestimmt zu bezeichnen ist.
Hallo "Dunkelhörer"!

Die Beobachtung kann ich teilen. Ob nun mit HD 800 oder Beyerdynamik T 1 die "Qualität" der Kette bzw. natürlich im gleichen Maße des Quellengerätes werden mit diesen aufs feinste aufgezeigt. Auch ein AKG 701/702 kann die Beschaffenheit der Quelle sehr fein aufzeigen. Ich habe dazu von einem einfachen alten Phillips CD 820 über einen Marantz CD 17, RME UC-Fireface bis über ein RTW Districon Modular ADDA System quer gehört und dabei festegestellt das die Qualitäten eines HD 800, Beyerdynamik T 1 sehr stark von der Qualität der Quelle (im Sinne der Signaltreue verstanden) abhängen.
Als KHV kamen dabei zum Einsatz der Audicula Hybrid von Reinhard Brunsch, der Kopfhörerverstärker in meinem Funk MTX Monitor als auch der KHV Bausatz der Firma Funk Tonstudiotechnik . Alle drei gehören zu den star auf Signaltreue ausgelegten technischen Designs.

Die Messwerte des Funk-Kopfhörerbausatzes :


unten auf der Geraden kann man die Leistungsabgabe de KHVs ablesen und auf der anderen Achse die Verzerrungen in Prozent.

Zur Leistungsaufnahme von Kopfhörern wie T1 und HD 800 kann man erwähnen das diese bei 50-70 mW Leistungsaufnahme eine Lautstärke erreichen die jenseits von gut und böse für die Ohren sind....

Die von mir gehörte Version des LCD 2 Rev. 2 war was das Herausarbeiten der verschiedenen Qualitäten der unterschiedlichen Quellen angeht da etwas gnädiger und er war heller in der Abstimmung als der LCD 3 der zuweilen etwas gröber wirkte..
Beim LCD 3 ist die Grundabstimmung des KHs noch etwas dunkler man hört noch etwas weniger an Details gegenüber einem HD 800 und besonders dem Beyerdynamik T 1 er wirkt etwas "grobkörniger" Bei der Wiedergabe von Violinen fiel mir das besonders ins Ohr.Bei Instrumenten die tiefer gestimmt sind machte mir der der LCD 3 dann schon deutlich mehr Spass und beim Hören von Rockmusik die auf Bassfundament aufbaut und zuweilen alten Jazztracks sowieso. Für Klassik würde ich persönlich den T 1 und HD 800 bevorzugen. Man muß ja ohne dabei böses im Schilde führen zu wollen schon zugeben das bei Audeze das Klangbild der verschiedenen Revisionen und Versionen zurzeit noch etwas im Wandel und Fluß ist und es bleibt schon mal interessant abzuwarten wie dann ein "LCD 4" klingen könnte...

Meine persönlichen Vergleiche dieser verschiedenen Kopfhörermodelle und Fabrikate fusst darauf erstmal möglichst mithilfe sehr signaltreuer Komponenten wie es zweifelsohne eine RTW Districon Modular ADDA-System in Verbindung mit einem Bausatz KHV der Firma Funk zu bieten hat möglichst "pur" den eigentlichen Kopfhörer und seine Eigenschaften im Vergleich zu erhören.
Was klanglich mit dem jeweiligen Kopfhörer unter anderen technischen Bedingungen oder unter Verwendung anderer Quellengeräte als auch KHVs passiert hängt natürlich von eben diesen ab und muß natürlich vom jeweiligen Anwender individuell erhört werden. Zudem gibt es auch verschiedene Klanggeschmäcker und Erwartungen die jeder dann auch nur für sich persönlich festmachen kann.
Grundsätzlich kann man ein Klangbild mittels Hardwareaustausch in verschiedene Richtungen trimmen oder auch auch durch Einsatz z.b. von (parametrische) Equalizer. Im letzteren Fall ist es dann aber immer vorteilhafter zumindestens auf Seiten der Signalquelle vor dem EQ ein möglichst hochgradig signaltreues Gerät zu betreiben.

Meines Erachtens liegt dem HD 800 und dem Beyerdynamik T1 ein unterschiedliches Klangkonzept zu Grunde mit der Folge das diese nicht ohne weiteres 1:1 vergleichbar sind. Das ist von Sennheiser durchaus geschickt geplant. Beim HD 800 sollte das Abhören über Kopfhörer dem Klangeindruck über LS so gut wie mit reinen Hardwaremethoden halt möglich angeglichen werden. Klangereignisse insbesondere aus dem klassischen Genre bei dem der Tonmeister eine Solodarbietung im Klangbild ganz vorne anordnete wie z.b. im Tschaikowsky Violinenkonzert op. 35 gespielt von Anne Sophie Mutter unter Previn, gehört wird der erste Satz ( ab 0:51 mal bitte genau hinhören) setzt der HD 800 die Violine tiefer in dem Raum als beispielsweise der T 1.Beim genaueren hinhören über HD 800 bemerkte ich das der Violine etwas Signalanteil im "Hochtonbereich" fehlte.Durch Ausfilterung von Hochtonanteilen kann man die normale Luftabsorbtion simulieren wie sie umso stärker insbesondere in den Höhen eintritt umso weiter eine Schallquelle von einem entfernt ist und damit den "künstlich den Eindruck erzeugen das sich die Schallquelle weiter entfernt befindet.Dabei gehen beim HD800 die ganzen feinen Toninformationen gegenüber der Wiedergabe über den T1 verloren. Unter weitgehend "equivalenter" Lautstärke über Lautsprecher wie Klein und Hummel O 410, O300,, Manger MSM C1, KS Digital ADM 10 oder Geithain ME 901 abgehört waren die feinen Toninformationen allerdings eindeutig noch wahrnehmnbar.....Bei Klanginformationen die in der Tonmischung in der Raumtiefe in Position Mitte bis Hinten angeordnet wurden konnte ich beim HD 800 allerdings keine "Anomalien" finden.

Die besondere Art der Abstimmung die beim HD 800 gemacht wurde erzeugt ein Klangeindruck der allerdings was die reine KH Geschichte angeht recht einmalig ist.
Möchte man nun mit einem T1, AKG 701, LCD 2, LCD 3....... ein Raumeindruck haben wie man diesen über den HD 800 erfahren kann oder sogar noch darüber hinaus muß man schon zusätzlich Systeme wie einen Smyth Research A 8 oder Beyerdynamik Headzone PRO XT HT v2.1.1 bemühen...

Meine Favoriten zumindestens für Klassik und Jazz ist der Beyerdynamik T 1, HD 800, AKG 701, DT 880 Pro insbesondere der LCD 2 und LCD 3 kann von der Klangabstimmung seine amerikanische Herkunft nicht verleugnen...."The Sound of Classic-Telarc and sometimes larger than live"

und jetzt kann sich natürlich jeder nach seinen persönlichen Klang-Präferenzen "sein Weltmeistermodell" herauspicken....koste es was es jedem individuell halt Wert ist.....oder was er damit im speziellen vor hat.

Grüße Truesound
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Geändert von Truesound (13.05.2012 um 12:10 Uhr).
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  #136  
Alt 13.05.2012, 13:57
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von Truesound Beitrag anzeigen
Hallo "Dunkelhörer"!

Die Beobachtung kann ich teilen. Ob nun mit HD 800 oder Beyerdynamik T 1 die "Qualität" der Kette bzw. natürlich im gleichen Maße des Quellengerätes werden mit diesen aufs feinste aufgezeigt. Auch ein AKG 701/702 kann die Beschaffenheit der Quelle sehr fein aufzeigen.

Als KHV kamen dabei zum Einsatz der Audicula Hybrid von Reinhard Brunsch, der Kopfhörerverstärker in meinem Funk MTX Monitor als auch der KHV Bausatz der Firma Funk Tonstudiotechnik . Alle drei gehören zu den star auf Signaltreue ausgelegten technischen Designs.


Zur Leistungsaufnahme von Kopfhörern wie T1 und HD 800 kann man erwähnen das diese bei 50-70 mW Leistungsaufnahme eine Lautstärke erreichen die jenseits von gut und böse für die Ohren sind....


Beim LCD 3 ist die Grundabstimmung des KHs noch etwas dunkler man hört noch etwas weniger an Details gegenüber einem HD 800 und besonders dem Beyerdynamik T 1 er wirkt etwas "grobkörniger"
Grüße Truesound
Verschiedene von dir heraus gestellte oder behandelte Punkte, die voll in Ordnung gehen. Es ist dem Thema auf jeden Fall zuträglich, wenn man sich die Mühe macht und es anständig behandelt. Nur dadurch gewinnt jeder bezüglich Information.

Ohne deine heraus gearbeiteten Punkte anzugehen - deine Schilderung bleibt unangetastet - möchte ich dennoch ebenfalls dazu Stellung nehmen:

Wichtig ist meines Erachtens nach die Beschaffenheit der Kette immer, wobei ich nun einen Funk-KHV als ungeeignet betrachte, um sich über das Gesamtqualitätsvermögen eines KH in ein Bild zu versetzen. Ich selbst pflege nicht das aktuelle Platinchen, hatte aber seinen Vorgänger im Besitz - habe ihn immer noch. Nun mag der Nachfolger rein meßtechnisch eine Schippe draufpacken und auch besser mit tieferen KH-Impedanzen klar kommen - was ja auch ein Anliegen war - dennoch bleibt der Rest an Komplettschaltung nicht wesentlich abgesetzt zum Vorgänger hin.

Und wie immer stoßen zwei Welten aufeinander. Man nimmt sich einen Graph und möchte an Hand dessen eine Komplettausssage über einen KH erstellen. Das macht der, dessen Wahrnehmung nur auf Töne reagiert, aber nicht auf Ausdruck und den Grad einer erwachsenen Klangdarstellung. Das wäre nämlich beispielsweise das, worin sich ein Funk und ein Cavalli deutlichst unterscheiden - ich bekomme per Funk weder die Muskeln des KHs zu Gehör noch sein Vermögen in Sachen Größe und damit wird aus der ganzen Session nicht nur eine Art Teenagerliga sondern es geht auch veschiedenes an Informationskontext unter, was ein Cavalli spielend mit im Aufbau zeigt.

Um mich also per KH in ein Bild zu versetzen, genügt es nicht nur einen sauberen Ton zu erzeugen - beispielsweise erzeugt ein Knabe aus dem Knabenchor einen mitunter sehr sauberen Ton, lässt sich allerdings sehr schwer für den Einsatz eines Taminos in der Zauberflöte vorstellen - sondern, ich muss auch eine Vorstellung vom Rest bekommen. Der Knabe ist halt nicht erwachsen, weshalb sein Gesang genauso rüberwächst. Ich kann mich allerdings an seiner Stimmsauberkeit und Begabung erfreuen.

Desweiteren kann ich die Aussage nicht nachvollziehen, dass ein LCD-3 weniger Details bringt als ein HD800 - es stellt sich für mich exakt umgekehrt dar und ich kann auch nicht nachvollziehen, dass er eine dunklere Grundabstimmung haben soll. Diese Abstimmung fällt oder steht nicht mit einem Teilbereich innerhalb des Hochtones, sondern mit dem gesamten Bereich des Hochtones und innerhalb dessen fällt ein HD800 nach oben hin stärker ab, was sich auch klanglich zeigt - ich erwähnte bereits, dass ein HD800 nicht die Spektrumsöffnung eines LCD-3 hat, auch nicht seine Erweiterung nach oben.



Auch eine amerikanische Abstimmung kann ich einem LCD-3 nicht anhören - ich wüßte auch nicht, wo sich das in seinem Frequenzgang spiegeln sollte, im gegenteil, ein LCD-3 hätte mehr europäische Abstimmung als ein HD800, denn er tritt noch geradliniger auf - auch per Höreindruck.

Welche Abstimmung hätte wohl dann ein Sennheiser HD650?

Oder ein kommender HD700, der scheinbar von der Abstimmung her etwas dem HD650 genähert sein soll?

Ich weiß aber eines: Wenn ich mit meinem kleinen Funk-Platinchen an einen KH rangehe, bekomme ich einen Standardfil zu Gehör. Mit sauberem Ton, aber nicht mit den Tonqualitäten, die einen Ton auch ausmachen. Sauber kann auch einfach Glattputz sein. Wenn sich etwas beispielsweise so anhört, dient es nicht einer möglichst natürlichen tonalen Darstellung.
Die Hörer die du überwiegend aufzählst, HD800, T1, K701 sind alles Hörer, die sich von ihrer Abstimmung her mehr der Technik in den Dienst stellen, als der Musik als begreifbare Musik-Gänze. Nun ist es aber auchmal so, dass eine produzierte Aufnahme ganz sicher nichts damit zu tun hat im Normalfall, sich technisch in Szene zu setzen, sondern mal generell Musikalisch, weil auch das exakt das ist, dem man live beiwohnen würde.

Hast du also mit KHs zu tun, die daraus sofort eine etwas mehr technisch zu betrachtende Angelegenheit machen oder sagen wir - man kommt automatisch beim zuhören dahin, alles mehr als zusammengesetzte Töne zu erfahren, denn als Musik mit untergeordneter tonaler Konzentration, ist das dann kein merkmal einer genaueren, präziseren, ehrlicheren, getreueren Umsetzung, sondern genausogut kann man das als noch leicht verfehlte Lösung betrachten.

Per Audeze oder auch per Hifiman kommst du eben nicht dahin, die Musik so zu erfahren.

Diese Hörer sind deshalb nicht verrundet oder rund geschliffener oder gnädiger - du gebrauchst doch gerne das Wort gnädig, um damit auszudrücken, dass der Hörer der weniger gnädig damit umgeht, dann doch ehrlicher aufrtritt, sondern aus meiner Sicht ehrlicher und qualitativ besser, in dem sie die Töne besser ineinander fließen lassen, ganz so wie wir es auch aus jeder alltäglichen Situation heraus gewohnt sind.

Auch ein längst in die Tage gekommener Orpheus präsentiert die Musik nicht so technisch dargestellt wie es der HD800 oder ein T1 oder K701 etwas lieber angehen, hat aber immer noch die bessere Qualität gegenüber den drei genannten. Klingt aber in sich geschmeidiger, ganzheitlicher, musikalisch verstänlicher sowie auch begrifflicher.

Aus meiner Sicht ist es genau umgekehrt gegenüber dem, wie du es darstellst. Da hätten T1, HD800 oder K701 noch an Qualität sowohl in Form einer besseren tonalen Bindung als auch in Form von mehr Tontreue mehr Tonechtheit zu üben, wenn man mal so möchte oder sich diesen Punkt genau vornimmt. Diese Kopfhörer klingen nämlich durch die Bank technischer, als es der Wiedergabe im Sinne von ehrlicher Übertragung zuträglich ist.

Aber nicht, weil sie so ehrlich sind - sondern weil sie stärker konzentrieren, als es die vorliegende Quellinformation vorgibt.

Ich lese immer wieder deinen Hinweis auf das, was du als genau, exakt, ehrlich hinstellst und das, was du bereits mehr in die leicht verschobene Richtung unterbringst. Untermauern tust du das mit Hinweisen, dass die KHVs die du benutzt, alle diese Vorraussetzungen mitbrächten. was soll ich denn mit einem Amp, der zwar eine Linie zeigt und sehr nett zu betrachten ist per Graph, der aber 50% Muskeln des gleichen KHs nicht anregen kann? Das ganze Bild, dass dann daraus resultiert, hat nichts mit genauigkeit zu tun, sondern macht aus einem gegeben Manne ein Kind. Dieses Kind oder besser gesagt der Körper kommt aber nicht von der Aufnahme, sondern ein erwachsener Brustkorb.

Deshalb kann ich im Sinne von Neutralität dann damit nichts anfangen. Ein Szenario, dass aus einem Mann die Brust eines Teenagers macht, ist nicht neutral. da nutzt mir der reine saubere Ton auch nichts.

Es ist auch aus meiner Sicht eine falsche Vorstellung, einen Wandler dann mit mehr Neutralität oder Ehrlichkeit in Verbindung zu bringen, wenn er den Zuhörer auf technische Angelegenheiten mit der Nase stößt. Wenn mir beispielsweise bei einem K701 das Beckenspiel bedeutsamer in den Fokus rückt beim zuhören als die restlichen zwei Mann Besetzung oder ich bin auf den Moment hin ganz stark beim Sax. Das alles sind für mich Zeichen, wo die Wandlung Teilkonzentrationen erzeugt, die sich auf den Moment hin vermittelnd stärker darstellen, als die Gesamtheit. Das mag zwar manchen antörnen - das hat es immer schon, man sprach dann vom sogenannten AHA - ist aber A nicht ehrlicher und B nicht natürlicher.

Neutralität, wenn man den Begriff überhaupt bemühen möchte, hat etwas damit zu tun, Signale möglichst unbeeinflusst oder Musik ans Gehör zu bringen. Dazu gehört aber auch das Pfund an Ausdruck, an Macht und Größe, das die Aufnahme beispielsweise im Kirchenschiff mit eingfangen hat. Wenn ich daraus dann anschließend per KH eine Teenagerliga mache, die zwar soweit immer noch sauber ist, mir viele Reflexionen in diesem Raum mit in der Musik darstellt, dann ist das schonmal ein guter Ansatz, aber nur die halbe Miete.

Auch die Farbe eines Instrumentes gehört dazu und diese Farbe kann wiederum nur gut sein, wenn in der Drastellung eine gewisse Schichtung mitgegeben ist. Fehlt die zum Teil, habe ich zwar einen sauberen Ton, aber einen plumpen platten Ton.

Da kommt dann die Fläche mit ins Spiel bis hin zum Elektrostaten und wenn er sehr gut ist, als sehr ungestört von Artefakten, ungewollten Biegungen oder Wellen arbeitet, dazu noch genug homogene Wandlerfläche vorweist - wie beispielswweise beim kommenden Jecklin, dann sind die Voraussetzungen sehr gut, an ein wirklich sauberes, aber auch natürliches Signal zu kommen, weil auch der Fluss im Klangbild oder das Ton in Ton zusammenwirken ein sehr hohes ist.

In diesem Punkt sind Magnetostaten bereits schon im Vorteil, aber nicht, weil sie Musik gemäß der Ausgangssituation gnädiger machen oder mehr sounden, sondern weil sie qualitativ besser arbeiten und daurch natürlicher klingen (klingen können).

Okay, zum Schluss nochmals. Es geht nicht darum, dir zu nahe zu treten, aber ich sehe das was du beschreibst um exakt 180° anders.

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (13.05.2012 um 14:31 Uhr).
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  #137  
Alt 14.05.2012, 14:35
headphone headphone ist offline
 
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Schön dass man wieder fair diskutiert. So soll es sein und es ist sehr spannend Eure Eindrücke zu lesen. So kann ich mein Wissen über Kopfhörer erweitern.

Wie schon gesagt. Mein neues LCD 3 Modell mit Seriennummer 261.. von Ende März 2012 tönte anders als mein erstes Modell von Anfang Januar 2012. Auch auf dem Frequenzblatt sieht es schon anders aus! Der Neue ist zwischen 1k und 2 k noch linear und fällt erst dann ab. Die klanglichen Unterschiede sind deutlich da obwohl man nicht sagen kann dass der Neue in dem Sinne Besser ist. Beim 1. Modell war für mich klar dass der HD800 für Grossklassik besser ist da der Andere zu dumpf im Vergleich und ohne Grösse. Beim 2. Modell kann ich mich nicht entscheiden welcher nun für mich Besser ist auch bei Klassik. Mein Kritikpunkt hat sich in Luft aufgelöst. Trage ich den HD800 vermisse ich etwas was der LCD 3 hat und trage ich den LCD 3 vermisse ich wieder etwas was ein HD800 hat. Interessant ist aber die Tatsache, dass ich mehr mit dem LCD 3 höre. Seinen eher fleischigen Klang wirkt einfach spannender langfristig. Ein Orchester mit gutem Fundament oder ein Orchester wo einem die (hohen Töne und Details ) entgegen springen. Was ist natürlicher? Ich denke eher die erste Version. Also LCD 3. Denn am Konzert hört man die tiefen Bässe die ein Fundament geben auch kräftiger. Der HD800 ist für mich einfach genial was das Feeling anbelangt einen grossen Orchesterapparat oder kleine Lautsprecher vor sich zu haben. Bei einem normalen Mittelklasse Amp kann dass der LCD 3 noch nicht, evt. mit einem der mehr Power hat schon. Wir sehen es dann. Ok. Ich höre mit deinem HD800 auch mehr Details als mit einem LCD 3. Sehr deutlich sogar. Stört mich aber nicht mehr. Im Hochton ist es so dass ich ihn etwas als zu wenig hell erachte. Violinen. Auf der anderen Seite immer noch klar mit guter Kontur z.B. bei einem Frauenchor der hoch singt. Die ganz oberen Töne bei der Violine finde ich beim LCD 3 besser trotz mehr Dunkelheit da bei HD800 nicht mehr so realistisch und etwas grob. Ueber das Cello müssen wir nicht sprechen. DA zeigt ein LCD 3 klar was Sache ist.

Mein Fazit über LCD 3 Rev. 2. Pop, Rock, Techno etc klar pro LCD 3. Klassik Kammermusik leicht pro LCD 3. Grossklassik unentschieden zwischen LCD 3 und HD800 je nach Vorlieben etc. Insgesamt als Allrounder klar pro LCD 3.

Ich bin froh dass ich Beide habe. Vom Stax 009 träume ich noch. Man bedenke dass man dort nochmals 4000 Euro für einen Verstärker ausgeben sollte. Aber er reizt mich halt schon.

auf head-fi. org hat es viele Berichte betreffend LCD 3 veiled und unveiled Versionen mit vielen Infos. Es ist also nicht eine Erfindung von mir. Schon alleine das geänderte Frequenzblatt beweist ja dass der Neue etwas anders abgestummen ist. Und viele Berichte wo Leute einen alten LCD 3 zur Revision eingesendet haben und dann von etwas anderem Klang berichten. Auch das Material beim LCD 3.2 ist anders. Denn anstatt Filz ist nun hinter den Grills Schaumstoff und von vorne sieht man die Treiber nun stärker da auch hier anderes Material. Schon von dem her ist bewiesen dass man da den LCD 3 weiter entwickelt hat und nun die Neuerungen schon eingebracht hat. Evt wollte man ja keinen LCD 3.2 machen und hat das fliessend gemacht.

Evtl könnte Lotusblüte mit Audeze Kontakt aufnehmen da er den LCD 3 ja getestet hat und genau abklären was man da sonst noch geändert hat und wieso und was diese Politik soll. Das verunsichert die Kunden ja nur die einen haben vom November/Dezember/Januar. Vielleicht gibt es eben genau deswegen auch so viele verschiedene Ansichten über den LCD 3.
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  #138  
Alt 14.05.2012, 16:12
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat von headphone Beitrag anzeigen

Evtl könnte Lotusblüte mit Audeze Kontakt aufnehmen
Das kann jeder selbst bei Audeze genauso gut machen wie ich. Email an den Sankar und schauen, was er antwortet. Um solch ganz gezielte Fragen zu stellen, ist es wichtig, dass man sehr gute Englisch-Sprachkenntnisse hat. Außerdem dauerte manche Beantwortung auch bei mir zwei Wochen oder klappte gar nicht.

Geändert von lotusblüte (14.05.2012 um 16:22 Uhr).
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  #139  
Alt 14.05.2012, 17:04
Truesound Truesound ist gerade online
 
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Hallo Otwin!

Hier habe ich mal mehrere Kopfhörer in einem Diagramm:



und da kann man die erheblichen Abweichungen schon sehen.

Die Tendenz der sogenannten "Kraftlosigkeit" im Klangbild die du umschreibst in Verbindung mit einem Funk KHV-Bausatz stellt sich z.b. tendenziell bei mir ein wenn über einen Phillips CD 820 oder Marantz CD 17 als Quelle gehört wird, aber ist nicht mehr da wenn man über RTW Distrivon Modular DA oder UC-Fireface als Quelle gehört hat.Erstere beide Quellen ebnen aber die Dynamik des eigentlichen Klanggeschehens im Vergleich zu den beiden letztgenannten Quellen nicht unerheblich ein. An den ersten beiden Quellen machte ein LCD 2 und vor dem ein LCD 3 mehr Spass als ein HD 800,T1, AKG 701. Letztere drei Kopfhörer zeigt direkter mit dem Finger drauf was die ersten beiden Quellen im einzelnen nicht können im Vergleich zu den letzten beiden Quellen... Für mich liegen die letzten drei Kopfhörer mit dem Funk-KHV insbesondere mit dem RTW Districon Modular und UC-Fireface als Quelle dichter an der Wahrheit was auf dem Tonträger wirklich gespeichert ist. Ich betreibe ja mit dem Audicula Hybrid auch noch ein Röhrenhybrid-Design der auch sehr sauber zu Werke geht dessen Klangbild aber im Tieftonbereich auf eine dezente Art und Weise scheinbar kräftiger zu Werke geht als ein Funk KHV was klanglich durchaus sehr gefallen kann. An dieser Stelle sagt mir ein Funk KHV aber noch ein wenig genauer wie sich und aus was sich im einzelnen der Tiefton genau zusammenbaut.
Die Ursache für das "fleischigere" Klangbild sind die sogenannten gutartigen oder gut klingenden Verzerrungen und oder leichte Saturation.... Unlinearitäten die wenn sie in sehr dezenten Ausmaß vorhanden sind die Sauberkeit des Klangbildes insgesamt noch nicht wirklich antasten.Etwas übertrieben an dieser Stelle in dem Zusammenhang könnte man da auf den Dipping-Effekts bzw. dem Begriff Sag verweisen, einem signifikanten Abfall der Anodenspannung im Röhrenzweig bei höheren Strombelastungen wie kurzzeitigen Impulsen oder gestiegenen Ansprüchen an die Ausgangsleistung, der zu "unerwünschten" Signalmodulationen führt. Der durch den hohen Innenwiderstand bedingte Spannungseinbruch mit den akustischen Folgen einer "unangemessenen" Überbetonung von instrumentalen Anschlags- und Einschwingvorgängen kann ein durchaus erwünschter klanglicher Faktor sein. In extremer Form ist er in Gitarrenverstärkern erwünscht und in sehr stark dazu abgemilderter Form kann der Effekt durchaus in einem Breitbandmusikverstärker noch ordentlich klingen und auch Laune machen.

Ich mag zwischendurch und je nach Musikstück auch ganz gerne den Audicula Hybrid hören. Nicht das an dieser Stelle ein falscher Eindruck von einem Audicula Hybrid vermittelt wird. Er arbeitet sehr sauber. Mit dem typischen Röhrenklang oder was darunter schnell in Verbindung gebracht wird hat er nichts am Hut... er ist per se kein Oberwellengenerator zur Verdichtung des Klangbildes und wenn man ihn "blind" hört hat noch niemand gesagt " Ah eine Röhre am werkeln..." Um seine kleine keinesfalls störende Klangabweichung im Tieftonbereich zu bemerken braucht man den direkten Vergleich mit einem Ultralinearkonzept wie dem Funk KHV Bausatz und eine Quelle die eben so sauber insbesondere im Tieftonbereich das Signal liefert. Bei Quellen wie einem Phillips CD 820 oder Marantz CD 17 die die Ereignisse insbesondere im Tieftonbereich nicht so sauber wie ein UC Fireface oder RTW Districon Modular umreißen zu vermögen kann beispielsweise ein T 1 oder AKG 701 insbesondere an einem Funk KHV Bausatz schnell zum "Quellengerätewechsel auffordern" oder das verlangen danach deutlich werden lassen aber auch ein Audicula Hybrid sagt einem unmißverständlich das beim Quellengerät noch etwas nicht ganz optimal ist.

Die Ausrichtung eines T1, AKG 701, HD 800 und auch wenn bei Sennheiser der HD 800 unter der Consumervertriebsschiene vertrieben wird zielt zweifelsohne in Richtung Tonstudiobedarf.Insbesondere wenn ein Klangbild einer Tonkonserve der darauf aufgezeichneten Musik bzw. die Machart des Komponisten/Musikers sehr vielschichtig und komplex aufgebaut ist mit "tausend" kleinen Ereignissen, Verästelungen und Verzierungen können die in diesem Absatz genannten KHs in Verbindungen mit einem Funk KHV-Bausatz aber auch dem Audicula Hybrid und einer Quelle wie einem RTW Districon Modular oder UC-Fireface an manchen Tagen an den man eigentlich "nur" so ein bißchen die Musik eher "vor sich hinplätschern" lassen möchte durchaus ein zuviel an "Input" dem Hörer geben und zu einer Konzentrationsleistung und Aufmerksamkeit auffordern die man dann halt in dem Moment nicht vollkommen bereit ist/oder auch einfach nur mental zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage ist dafür ausreichend aufzubringen man aber trotzdem etwas Musik hören möchte. Diesen psychischen Effekt kann man genauso vor sehr guten Studiomonitoren erleben. In dem Fall wechsel ich das Musikstück, drehe ganz leise so das die Musik nur leise im Hintergrund spielt und schalte am MTX Monitor den ALT SPK Ausgang an dem ein paar kleine klassische Breitbandlautsprecher hängen.

Am Ende ist es halt so das es verschiedene Klanggeschmäcker gibt die auch mit der jeweiligen Tagesform noch differieren kann und es deswegen den sogenannten universellen Heiligen Gral insbesondere beim heimischen Genusshören auch nicht geben kann -jeder aber für sich persönlich halt das für ihn passende heraussuchen muß.


Grüße Truesound
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Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

Geändert von Truesound (14.05.2012 um 17:21 Uhr).
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Alt 14.05.2012, 18:18
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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In der Vergangenheit wurden im Tonstudiobereich ganz andere Kopfhörer genutzt als ein K701 ähnliches Teil - beispielsweise früher Stax sowie auch Jecklin. Tonstudiobereich ist nicht gleich Tonstudiobereich und der Einsatz vollzieht sich ebenfalls von ... bis. Es ist demnach nicht damit getan, dass mal irgendwo so etwas wie ein AKG K141 zum Einsatz kommt - viele Kopfhörer aus dem Hause AKG, beyer, Sennheiser tragen "Studio" mit in ihrer Bezeichnung und die findet man natürlich auch im Studiobetrieb.

Ich ändere die weiteren Zeilen von mir mal ein wenig um: Es ging nicht um eine Kraftlosigkeit im Sinne eines schlafferen Klangeindruckes, sondern um Hubraum, Größe, Ausdruck - einfach Darstellungsgröße, auch aus dem Inneren heraus. Aus dem Knaben im Knabenchor kannst du keinen erwachsenen Eindruck zaubern, egal wie laut du dessen Stimme per Wiedergabe gestalten würdest und egal wieviel du per Regler an der Frequenz verändern würdest - der Ausdruck in dieser Stimme bleibt kindlich.

Dies ist beispielsweise auch umzulegen auf die untere - bzw. mittlere Klasse an Kopfhörern gegenüber wirklichen Boliden. Es gibt nicht wenige Personen, denen genau das gar nichts sagt. Vielen würde es beispielsweise gar nicht auffallen, dass eben die Fraktion K701, DT880, HD600 sich in erster Linie genau in dieser "erwachseneren Darstellung" gegenüber den Flagschiffen unterscheidet, ohne dass man sich zunächst weiteren tonalen Unterscheidungen widmen müßte. Ich kann mich beim Knaben auf dessen saubere Stimme konzentrieren und ich kann das gleiche beim Tenor machen, aber generell außer einer eventuell anderen Tonhöhe und einer etwas anderen Zusammensetzung fehlen doch Brustkorb, Größe, Ausdruck.

Und da nutzt auch kein Eingriff etwas, weder ein aufpumpen noch ein hochzüchten - aus dem Inneren heraus bleibt klein klein.

Es ist immer das erste was auffällt, im Vergleich zwischen einer weniger oder mehr erwachsen wirkenden Darstellung. Das wäre es dann, was bereits zu Beginn dafür sorgt, dass ein DT880 eben "klein" wirkt im Vergleich mit einem HD800. Das ist das "Klein". oder "Kleinere".

Danach kann man sich dann ganz verschiedenen weiteren Qualitätspunkten widmen, obwohl am Ende eben alle diese Qualitätspunkte ja dafür sorgen, dass sich die Wiedergabe zwischen zwei Kopfhörern oder zwei Kopfhörerverstärkern als in sich mehr oder weniger erwachsen darstellt. Es sind bei einem HD600 nicht die einzelnen Kriterien, die am Ende für den kleineren Kopfhörer gegenüber einem HD800 sorgen, sondern es ist die Summe all dieser Punkte, die in der Gesamtbetrachtung gegenüber dem größeren Bruder die Teenagerliga erzeugt.

Desweiteren nenne ich mal noch ein ganz einfaches Beispiel und damit für mich eine Angelegenheit, durch die sich nicht besser zeigen kann, wie erwachsen ein K701 tatsächlich ist und welcher Konkurrent: Als ich einen K701 bei klassischer Musik mit einer Stax 2020 (damaliges kleines system mit dem Basic-Hörer) in den Vergleich nahm. Egal wie stark sich ein K701 damals aufbäumte, nach außen hin mächtig wirkte, die Stax zeigte ihm alleine schon von den ganzen Proportionen im Klangbild, wo der Hammer hängt. Da war ein klarer Schnitt in der Wiedergabe, während ein K701 daraus noch Berg und Tal veranstaltete - etwas, dass man sehr schnell und einfach hören konnte. Unausgegorener und aus sich heraus weniger erwachsen oder gestanden wirkte demnach das K701-Klangbild und wenn noch so sehr nach außen hin die Muskeln genutzt oder etwas aufbäumend von der Darstellung her.

Wenn ich nun den K701 mit einem Hörer wie einem HD800 oder LCD-3 in den Vergleich nehme, dann liegen zwischen diesen Eindrücken für mich wirklich Welten. Nicht die Welten, die man auf Anhieb rein äußerlich erwarten würde - ein K701 macht kein schmächtiges Klangbild - aber der Ausdruck aus dem Inneren, die Standfestigkeit gepaart mit Echtheit, die innere Größe, das innere selbstverständliche oder souveräne Aufbauen des Tones von der Wurzel an usw ... das ist es, was dann eben für mich den Schluss zulässt, ein K701 ist ein guter Hörer, aber er hat in der Welt der Boliden aus erwähnten Gründen nichts verloren. Da fehlt ihm einiges.

Das Gleiche gilt für mich für den Vergleich zwischen einem Funk Platinchen und einem Amp aus dem Topbereich oder auch ein Stück darunter, beispielsweise in Form eines HD53N oder V200. Dagegen wirkt die Wiedergabe über den Funk wie eine Teenager-Darbietung. Vielleicht wird das nicht jedem bewußt, weil einige wie bereits erwähnt mit diesem sogenannten "erwachsen" nichts anfangen können. Sie bekommen vom Funk dann den Knaben mit sauberer Stimme, übernehmen ihn aber für den Tamino in der Zauberflöte - was für mich unakzeptabel ist.

Frequenzgangbildchen sind sehr nett und ermöglichen eine bestimmte Ansicht in Sachen grober Abstimmung des Kopfhörers, jedoch nicht mehr. Und man sieht auch noch oder kann vermuten, mit wieviel Pegel dann ein Kontrabass seinen unteren Bereich in Szene setzt, aber nichts weiter. Wie körperlich er tatsächlich erscheint - dieses tatsächlich körperliche erscheinen wird nicht nur allein durch die Ansicht eines bestimmten Pegels in einem bestimmten Frequenzbereich gebildet - hängt von etlichen Faktoren ab.

Wenn du an Hand deiner ganzen Meßschriebe, Daten versuchst, jemandem zu zeigen, wieviel Qualität gegeben wäre, dann bist du gewaltig auf dem Holzweg. Genauso gut wie bezüglich folgender Angelegenheit:


Schmink dir auch bitte mal ab, das heimische "Genusshören" hätte für eine Person auch nur ein Gramm weniger Bedeutsamkeit in Richtung Genauigkeit, "Richtigkeit", Tontreue, Information bezüglich Aufnahme usw.

Dies so zu drehen - das ist beispielsweise etwas, was mich bei deinen gesamten Formulierungen stört - ist falsch. Die Sache so hinzustellen, als wenn es da einerseits das sogenannte "richtigere, Ernst zu nehmendere" gäbe, was dann halt getreu der Aufnahme eben zu dies und jenem führe, was ein K701 beispielsweise dann für denjenigen Ernsthörer, Prüfer aufzeige und andererseits gäbe es da die Genusswelt, in der alles möglich ist, die dann natürlich nicht mehr so ganz genau stimmen muss, ist aus meiner Sicht völliger Humbug.

Setz dich live ins Konzerthaus vor eine Klassik, dann hast du den Topf voll mit bestmöglicher Genauigkeit und du hast ihn voll mit bestmöglichem Genuss. Und wenn du dann anschließend mit einem K701 zu Werke gehst, würdest du schnell feststellen, dass er, egal welche Konzertakustik zu Grunde lag, immer ein Stück zu hell liegt, ein Stück aus der Proportion zwischen natürlicher Dämpfung und Öffnung - es ist seine Abstimmung. Er ist so abgestimmt, sich oder sein Bild gleich von vorne herein über einen Schlag Öffnung oder geöffnetes Spektrum (dieses Spektrum allerdings nicht ganz oben und auch nicht wirklich gehaltvoll oder komplex) ins Licht zu setzen, egal welche Aufnahme im Schacht liegt. Einfach um mit diesem Öffnungs-Aha ein wenig Anmache zu liefern.

Ich habe kein Problem damit, dass sich jemand für ein bestimmtes Equipment stark macht. Und ich habe auch kein Problem damit, wenn jemand wie du die ganze Zeit über den Eindruck erzeugen will, wenn er dann mit diesem und jenem Equipment zur tat schritt, dann hätte er eine genaue Vorstellung von X und Y. Er würde dann noch seine kleinen Frequenzwippchen veranstalten per EQ und bekäme so eine sehr exakte Vorstellung ...

Da sage ich dir: Mir genügt es ohne diese ganze Spielerei einen K701, DT880, HD800, LCD-3 mit einem breit aufgestellten Band an Musik auszuloten und mir einen exakten Eindruck darüber zu verschaffen, was diese Hörer taugen, auch im Vergleich. Und den Quatsch, sich das so nicht können klar machen und dann mit Impulsen herum zu spielen, um mitzuteilen, so käme man dann mal auf Ergebnisse, die aufdecken, kannst du vergessen.

Wenn du das für dich so haben möchtest, okay, habe ich kein Problem damit.

Nur, du brauchst mir wirklich davon keine Mühle runter zu beten, weil ich der Überzeugung bin, es ist Käse. Es ist auf ganzer Linie Käse. Einfach Quatsch. Du hast an Hand vernünftig gemachter und komplexer Musik die besten Voraussetzungen, um einem KHV und einem KH bezüglich Qualität auf den Leib zurücken. Man sollte dann aber ein Gefühl für das Ganze mitbringen.

Geändert von lotusblüte (15.05.2012 um 12:16 Uhr).
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