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Quellgeräte analog und digital Alles über sämtliche Abspielgeräte

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  #11  
Alt 12.09.2019, 14:09
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 10.350
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Ich glaube, daß das, was wir als "guten und authentischen Klang" empfinden, nicht davon abhängt, wie sehr genau der Oszillator arbeitet. Es gibt da einige interessante Studien, die zeigen, daß der Mensch gar auf allzu großer Präzision "allergisch" reagiert: https://www.deutschlandfunk.de/haars...icle_id=251110


Finde das hochinteressant. Irgendwie scheint mir der Mensch anders zu hören als es Techniker für erstrebenswert halten. Deshalb sind mir auch perfekte Messwerte erstmal egal, über wohl und wehe entscheidet das Ohr und Hirn mitsamt den gespeicherten Erfahrungen.
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  #12  
Alt 12.09.2019, 14:30
sincos sincos ist offline
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 28.04.2014
Beiträge: 1.367
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Zitat:
Seit Dr. Gerd Volk wissen wir doch, was präzise Oszillatoren bewirken können.
Können gar nicht präzise genug sein.

Die Oszillatoren selbst sind nicht das Problem, sondern die Logik drumherum. Wie @KSTR schon ausführte, ist es am besten, wenn der Oszillator direkt am DAC-Chip sitzt und als Master den Takt vorgibt, mit dem die Daten aus der Quelle geholt werden. Dafür sind die Anforderungen an den Oszillator gar nicht mal so hoch. Gibt aber die Datenquelle den Takt vor und dieser muss am DAC-Chip reclockt werden, erfordert das einen "local oscillator", der über eine PLL mit dem Takt der Quelle synchronisiert werden muss. Auch hier ist die Präzision des Oszillators nicht das größte Problem, sondern die Logik drum herum und das Verhalten der PLL-Regelschleife.
__________________
http://www.audio-optimum.com/
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  #13  
Alt 12.09.2019, 14:35
söckle söckle ist offline
 
Registriert seit: 14.07.2018
Beiträge: 1.214
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Wie sieht dass denn in der Studiotechnik aus, da wird der Takt doch separat geführt. Aber wer gibt ihn vor, Sender oder Empfänger, und was ist besser? Und die langen Leitungen, sind die problematisch?
__________________
Gruß
söckle
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  #14  
Alt 12.09.2019, 15:08
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 986
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Finde das hochinteressant. Irgendwie scheint mir der Mensch anders zu hören als es Techniker für erstrebenswert halten. Deshalb sind mir auch perfekte Messwerte erstmal egal, über wohl und wehe entscheidet das Ohr und Hirn mitsamt den gespeicherten Erfahrungen.
Hallo Franz,

manchmal kommt man auch gerade über das Hören auf die "technische Rille",
so wie ich, siehe #72 hier: https://www.open-end-music.de/vb3/sh...938#post309938 Daher bin ich nun gezwungen, einen externen DAC anzuschaffen (lliebäugle sehr stark mit einem Teac UD 501, hat getrennte Oszillatoren für 44,1 und 48 kHz) wodurch natürlich auch das Thema Jitter als "artverwandt" ebenfalls in den Blickpunkt rückt.

Das ist wie ein dickes Staubkorn auf einem Uhrenzifferblatt: So lange du es nicht bemerkst, ist alles gut. Doch ab dem Moment der Entdeckung schaut man ständig drauf, hat den Vergleich "mit" und "ohne" negativer Beeinträchtigung permanent vor sich.
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung
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  #15  
Alt 12.09.2019, 15:23
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 986
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Zitat:
Zitat von söckle Beitrag anzeigen
Wie sieht dass denn in der Studiotechnik aus, da wird der Takt doch separat geführt. Aber wer gibt ihn vor, Sender oder Empfänger, und was ist besser? Und die langen Leitungen, sind die problematisch?
Hallo Söckle,

stimmt. Die Richtung wüsste ich jetzt zwar auch nicht, bin mir aber ziemlich sicher, dass es auf jeden Fall "one way" ist, also kein "handshake" o.ä.

Habe in diesem Zusammenhang auch schon mal über den nächstgrößeren DAC nachgedacht, ohne das anschlusstechnische Gegenstück am Quellgerät macht das jedoch nur dann Sinn, wenn sich das Taktsignal irgendwie z.B. aus dem SPDFI extrahieren ließe. Aber liefe das nicht wiederum auf das selbe hinaus, wie wenn auf ganz konventionellem Wege im DAC das Taktsignal aus den Audiodaten ausgelesen wird ?

Ebenfalls gutes Stichwort von dir: Die Kabellängen. Vielleicht kommt hierzu ja noch eine hilfreiche Info rein.
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung
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  #16  
Alt 12.09.2019, 15:37
Tuner Tuner ist offline
 
Registriert seit: 15.03.2019
Beiträge: 208
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Oszillator Bausteine:

Allein wie ich die Stromversorgung dieser Bausteine,,,zB. 3,3 Volt,,, beschalte, ergeben sich im Klangbild für mich erhebliche Unterschiede.

Die Schnelligkeit und oder Grösse der Kondensatoren und Art und Typ der Spannungsregler ( Längs oder Querregler) oder Z-Diodenregelung wirken sich deutlich aufs Klangbild aus.

Sowohl erkennbar negativ , als auch erkennbar positiv

Für mich ein wunderbares Tuningfeld,,,,,mit verblüffenden Klangergebnissen.

Was da genau im Oszillator passiert, sei mal dahin gestellt,,,,ändert sich da der Jitter ?
Jitter kann ich ja leider nicht messen und an meinen anderen Messgeräten,,Oszi oder Frequenzmesser sehe ich eigenartigerweise nichts Bedeutendendes an Änderung.

Also doch der böse Jitter ?

Gruss Klaus
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  #17  
Alt 12.09.2019, 16:11
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 2.144
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Zitat:
Zitat von söckle Beitrag anzeigen
Wie sieht dass denn in der Studiotechnik aus, da wird der Takt doch separat geführt. Aber wer gibt ihn vor, Sender oder Empfänger, und was ist besser? Und die langen Leitungen, sind die problematisch?
Im kombinierten Rundfunk+Fernsehstudio muss alles und jedes nach genau einem Takt tanzen, deshalb die Masterclock oder zumindest ein Gerät, was immer Clockmaster ist. Ein Fitzelchen erhöhten Jitter nimmt man gern in Kauf.
Im Tonstudio braucht man das idR aber nicht.
__________________
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  #18  
Alt 12.09.2019, 16:20
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
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Zitat:
Zitat von Tuner Beitrag anzeigen
Allein wie ich die Stromversorgung dieser Bausteine,,,zB. 3,3 Volt,,, beschalte, ergeben sich im Klangbild für mich erhebliche Unterschiede.

Die Schnelligkeit und oder Grösse der Kondensatoren und Art und Typ der Spannungsregler ( Längs oder Querregler) oder Z-Diodenregelung wirken sich deutlich aufs Klangbild aus.
[...]
Was da genau im Oszillator passiert, sei mal dahin gestellt,,,,ändert sich da der Jitter ?
Jitter kann ich ja leider nicht messen und an meinen anderen Messgeräten,,Oszi oder Frequenzmesser sehe ich eigenartigerweise nichts Bedeutendendes an Änderung.
Saubere Supply ist alles beim Oszillator. Nicht nur spannungsmäßig (klar, kein Ripple, kein Rauschen), sondern auch impedanzmäßig (sieht man nur indirekt über die Spannung).
Mit dem Networkanalyzer direkt an den Versorgungspins des Oszillators siehst du so einiges, sowohl in einer Spektrumsmessung als auch in einer Impedanzmessung. Vor allem was alles schiefgehen kann wenn man "auf gut Glück" irgendwelche Kondensatoren mit irgendwelchen anderen kombiniert, am besten beide Low-ESR / hohe Güte und dann einige cm Kabel oder Leiterbahn dazwischen, also einer am Regler und einer am Oszillator... autsch!
Kleine Magnetfeldsonde (EMV-Schnüffelsonde) ist auch aufschlussreich, wo unerkannt hohe, weil oszillierende, HF-Ringströme fließen.
Oder mit einer Sprunganregung sich das Geklingel gleich im Zeitbereich ansehen.
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  #19  
Alt 12.09.2019, 17:09
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 986
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..... ojeh, ich glaube, jetzt wird das alles gerade ein wenig "fach-chinesisch" für mich
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (12.09.2019 um 17:12 Uhr).
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  #20  
Alt 13.09.2019, 00:28
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 2.144
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Oh, kein Problem.

Dann noch ein Tipp, wenn man den Verdacht hat dass ein Gerät mit SPDIF-Eingang jitteranfällig ist, sollte man wirklich das kürzest möglich Kabel zwischen Reclocker oder besser vlt. einer guten USB=>SPDIF Bridge nehmen, also wenige Zentimeter.

Die USB-Bridge übernimmt dann die Funktion des maximal möglichen unabhängigen Oszillators (da Clockmaster) möglicht nahe am DAC und bietet dem DAC ein sauberstes SPDIF-Signal auf möglichst kurzem Weg an, womit der DAC für seine Takt-Rückgewinnung die besten Voraussetzungen hat. Zuspieler müsste halt dann ein PC/Streamer etc sein, wg. USB.

Besser wird es ohne Modifikationen am Gerät nicht.... vlt. mit der Ausnahme, dass man vor die Bridge noch einen USB-Isolator einfügt, der USB komplett galvanisch trennt ==> keine Ausgleichsströme (verhinderte potentielle "Brummscheifen"). Ausgleichstrom-armes Netzteil für die Bridge, nicht vergessen ;-)
Genaus so setze ich meinen Adi-2 Pro manchmal ein, als bestmögliche Speisung für einen DAC mit SPDIF-Eingang.
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