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KH - Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #141  
Alt 19.10.2016, 15:08
Replace-W Replace-W ist offline
 
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Zitat:
Ich kann nur sagen, dass der Luminare 2016 den SR-009 hervorragend antreibt und mir im direkten Vergleich zu einem KGSS sogar besser gefallen hat. Ist natürlich Geschmackssache.
Hallo Didi,

ich kann mir das sehr gut vorstellen, auch wenn ich einen KGSS nicht kenne.

Wenn man einmal in Ruhe einen Luminare/Solaris mit Stax oder auch mit dynamischen Vertretern hören kann , dann wird einem die unverschämt hohe Balance und somit Selbstverständlichkeit(Echtheit) im Klangbild bewusst. Diesen Grad der Natürlichkeit überhaupt zu erreichen ist schon fast unglaublich und dürfte aus meiner Sicht für alle Geräte am Weltmarkt schon grundsätzlich eine harte Nuß bedeuten diese Messlatte zu erreichen.
Ich will damit auch nicht sagen das es unmöglich wäre , aber einfach wird dies ganz sicher nicht.
__________________
Gruß
Sam
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  #142  
Alt 19.10.2016, 18:10
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Zitat:
Zitat von Sam Beitrag anzeigen
Diesen Grad der Natürlichkeit überhaupt zu erreichen ist schon fast unglaublich und dürfte aus meiner Sicht für alle Geräte am Weltmarkt schon grundsätzlich eine harte Nuß bedeuten diese Messlatte zu erreichen.
Ich will damit auch nicht sagen das es unmöglich wäre , aber einfach wird dies ganz sicher nicht.
Hi Sam,

Das sehe ich auch so. Die Prioritäten in der Wiedergabe liegen jedoch je nach Konsument etwas auseinander und so kann es schnell passieren, dass einer Person genau das, was den Klang des Becker Gerätes ausmacht, weniger wichtig ist. Ich konnte das seinerzeit schön in Form eines K1000 beobachten. Da gab es Personen, denen war das klanglich Geniale eines K1000 überhaupt nicht bewußt, weil sie es A schon bereits weniger mit anspruchsvoller ernster Musik am Hut hatten - Klassik ging meist gar nicht und sie es B eben wegen ihrem Hörgeschmack immer bevorzugten, wenn in gewisser Weise irgendwo auf die Tube gedrückt wurde. Hinzu kam noch das völlige zu laut hören und damit wurde der Sack in Richtung K1000-Qualität zugemacht.

Das zweite Ereignis nun auf der zurückliegenden CanJam in Form des Malvalve Headamp 4. Tadelloses Gerät, aber immer noch nicht an die tonale Balance eines Solaris heran reichend.

Deshalb stört mich das auch nicht weiter, dass es da auf der anderen Seite des Teiches oder in UK ebenfalls KHV-Boliden gibt. Ob genau diese letztlich in der gesamten tonalen Performance an ein Becker-Gerät ranreichen, ist noch die Frage. Ich bin da ganz entspannt. Ich weiß was Luminare und Solaris können und um eine solche klangliche Ausgewogenheit, Natürlichkeit auf die Beine zu stellen, ist wie du richtig bemerkst, nahezu unglaublich oder anders gesagt, eine fast nicht zu lösende Aufgabe. Legt man dann noch den Preis zugrunde, sind die Spatzen eh gefangen. Ein Solaris fährt mit dem KH, auch mit Stax-Modellen abgrundtief sauber, kristallklar in tiefste Kellerlagen und bringt noch die Kunst zustande, das genau richtige Gewicht bzw. Volumen mit einher gehen zu lassen ... jo, also alles was recht ist, solch eine Ausbeute hat das Prädikat Weltklasse verdient und auf keinen Fall weniger.

Es wird halt streckenweise viel Quatsch verzapft, zum Beispiel, ein Becker-Amp wäre ja mit Magnetostaten und Dynamischen bestens aufgestellt, aber mit Elektrostaten weniger. Das ist der größte Nonsens aller Zeiten und lässt mich bezüglich solchen Aussagen die eigentliche Intension nicht erkennen. Es ist genau solch ein Nonsens, wie der, dass der SR007 von 2014 schlechter wäre als die heutige Variante. Ein Luminare oder Solaris legt mit einem Elektrostaten die gleich gute Performance hin, wie mit anderen Hörern. Kann man sich halt einen glücklichen Besitzer eines rein elektrostatischen Antriebes nennen, passt das vielleicht nicht so gut damit zusammen, dass es hierzulande einen Amp gibt, der alle KH-Systeme ganz da oben auf Augenhöhe bedient. Ich weiß es nicht, keine Ahnung, wo der Hase bei Manchem im Pfeffer liegt, aber eigentlich auch egal, die Klangausbeute eines Becker-Gerätes muss eine weitere Schmiede erst mal erreichen - das steht für mich fest.

Gruß,
Otwin
__________________
Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

Geändert von lotusblüte (19.10.2016 um 18:27 Uhr).
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  #143  
Alt 19.10.2016, 18:30
Zweihans Zweihans ist offline
 
Registriert seit: 10.10.2014
Beiträge: 122
Standard Musikalische Echtheit

Hallo Didi,
ich habe zwar den KGSS noch nicht gehört, wohl aber den KGST im Vergleich zum LuminareV2015 am SR-007MK1. Und auch hier ziehe ich den Luminare in jedem Falle vor: er bietet einfach das echtere Klangbild. Die Klavieranschläge kamen blitzsauber und schnell mit dem Gefühl es spielt etwas live hier, wohingegen es beim KGST einem wie eingeschlafene Füße vorkam und man schnell beim Zuhören ermüdete. Spielte ein Orchester, so konnte man mit dem Luminare den Raum wunderbar wahrnehmen und die Klangfarben der Instrumente, während der KGST etwas blass daherkam. Nichtsdestrotrotz ist der KGST auch ein tolles Gerät, was ein schöne Breite des Klangbildes bot und womit man gut Musik hören kann. Aber was die Gesamtmusikalität angeht -aus meiner Sicht- ein gutes Stück hinter dem Luminare. Und ich rede wohlgemerkt immer noch über das Modell 2015.
Jetzt wissen wir, dass sich gerade in der Stax-Performance mit der 2016-er Version noch einiges getan hat. Hier wurde durch Änderung der Verstärkung und den Wickeldaten des Übertragers eine doch dramatische Steigerung erreicht, weshalb ich dein Argument der besseren musikalischen Darbietung gegenüber dem KGSS sofort nachvollziehen kann. Tiefstbass ist halt eben nicht alles, nicht das Wesentliche der Musik, jedenfalls für mich. Die Proportionen aller Frequenzen muss stimmen, nicht irgendein Bereich besonders herausstechen. Das zerreist die Musik. Ich habe seit es einen Luminare gibt, nie mehr über amerikanische Modelle nachgedacht, nicht mal einen einzigen Gedanken verschwendet. Mit den Audiovalve´s wird einem soviel Musik geboten, das ist sehr schwer zu toppen.

Übrigens höre ich den Stax SR-009 in der "IMP"-Stellung des Luminare. Man hat zwar dann 6dB weniger, aber ein stabileres Klangbild. Probiere es mal aus, falls du es noch nicht getan hast. Was die Potistellung angeht, bin ich bei 12-13Uhr angelangt, habe noch jede Menge Reserven auch für leise CDs. Auch kann man die dynamischen KH auf der Stellung Stax hören, wenn man zusätzlichen Pegel braucht. Es ist schon verblüffend, was man mit den Audiovalve´s alles machen kann: selbst passive Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad antreiben, einfach Wahnsinn.
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Hans-Otto & Hans-Peter

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  #144  
Alt 19.10.2016, 18:59
didi didi ist offline
 
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Zitat:
Zitat von Zweihans Beitrag anzeigen
...
Übrigens höre ich den Stax SR-009 in der "IMP"-Stellung des Luminare. Man hat zwar dann 6dB weniger, aber ein stabileres Klangbild. Probiere es mal aus, falls du es noch nicht getan hast. Was die Potistellung angeht, bin ich bei 12-13Uhr angelangt, habe noch jede Menge Reserven auch für leise CDs. Auch kann man die dynamischen KH auf der Stellung Stax hören, wenn man zusätzlichen Pegel braucht. Es ist schon verblüffend, was man mit den Audiovalve´s alles machen kann: selbst passive Lautsprecher mit hohem Wirkungsgrad antreiben, einfach Wahnsinn.
Vielen Dank für den Tipp!
Am Wochenende habe ich wieder "Hörruhe". Dann werd ich es ausprobieren.

VG, Didi
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Diverse Kopfhörerverstärker und Kopfhörer.
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  #145  
Alt 25.10.2016, 13:01
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
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Hallo,

Noch ein paar Bemerkungen zum Verbund K1000 und Solaris. Da es sich im wesentlichen auch um die Performance eines Solaris dreht, möchte ich dieses Post eben auch in diesem Thread einstellen.



Zu erwarten war, dass das rund, wie geschmiert laufen muss und genau das stellte sich auch auf Anhieb ein. Der Solaris hat Kraft und Spannung genug, um einen K1000 ordentlich bei den Hörnern zu packen und souverän zu kontrollieren. Das ist ganz wichtig bei diesem Hörer, ansonsten kommt er nicht richtig in Fahrt. Etwas, das ich in der Vergangenheit während meines hantieren mit dem Österreicher bezüglich Amp nicht selten erleben konnte. Nun sind es aber am Ende nicht nur diese technischen Voraussetzungen sondern auch aus tonaler Sicht ein echtes Einrasten, um ein in sich völlig stimmiges Bild zu erzeugen. Na ja, da ich weiß, was Helmut Becker umsetzt, käme einem der Gedanke in den Kopf: Wenn nicht am Solaris stimmig, an wem dann?

Wie erwähnt, kein Problem - passt perfekt. Den K1000 betreibe ich am Amp per Vierpol und im Impedanzmode. Ich hatte auch den OTL-Betrieb ausprobiert, der mir jedoch nicht das Ergebnis bringt wie in ersterer Stellung. Per OTL geht es dann zwar lauter - gute Potistellung liegt hier bei 9:00 - 10:00 Uhr im Gegensatz zum Impedanzbetrieb, bei dem man bei 14:00 - 16:00 landet, aber es muss räumlich stimmen sowie alles an Wiedererkennung gegeben sein. Die Potistellungen beziehen sich auf Gain 1-Betrieb.

Hört man sich per Solaris und K1000 dann durch sein Musikarchiv durch, passiert halt "leider" etwas, dass vielleicht nicht für jedermann einen Segen bedeutet: Es fällt schwer, einen anderen KH so gänzlich zu akzeptieren. Sicher, das kennt man, der Kopf stellt sich beim nächsten KH nach Zeit X auf dessen Klangbild ein, aber beim direkten Wechsel macht halt der AKG ohne wenn und aber klar, dass jeder andere Hörer etwas verfärbt und sich am Echtheitsgehalt etwas vorbei mogelt, sprich einfach ein Stück künstlicher auftritt. Diese Feststellung fällt natürlich je nach verwendetem Modell mal stärker, mal schwächer aus, aber sie ist gegeben und mühelos hörbar.

Selbstverständlich gehören zur ganzen Miete auch Dinge, die ein K1000 nicht ganz bis ans Ende bedient, zum Beispiel der Tiefbass oder die ganz hohen Frequenzlagen. Fairerweise müßte man dann sagen, dass letztlich alles zum Gesamten zählt. Dennoch ändert dies nichts daran, dass der K1000 im weit aus größten Frequenzbereich, also dort wo die meisten Impulse stattfinden oder sich die Musik im wesentlichen abspielt am natürlichsten auftritt. Wenn, dann könnte ihm ein Float QA gefährlich werden. Leider konnte ich diesen Hörer nie unter heimischen Bedingungen kennenlernen. Audiophile Musik braucht es beim AKG gar nicht mal, eine ganz gewöhnliche Mike Oldfield "Five Miles Out" genügt völlig, um sich darüber klar zu werden, dass hier eine andere Art von Wiedergabe geboten wird - eine, die auf Grund ihrer extrem natürlichen Darstellung sofort den Schlips packt und ihn nicht mehr los lässt. Als ich mit Mike Oldfield begann, ging es aus einer puren Faszination heraus noch Stunden weiter über Parsons, Pink Floyd, ELO usw. All das, was der AKG an proportionaler Darstellung perfekt am Punkt fährt und seine einzigartige Kopf freie Wiedergabe (völlig gulpfrei) sorgen für ein musikalisches Erlebnis von ganz besonderer Art.

Zugegebenermaßen besitzt Heinz Renner halt noch ein besonderes Modell in Form seines Prototypen - das ist schon ein Unikat, das an verschiedenen Stellen gegenüber meinen Serienmodellen zulegt. Schade, dass es so etwas nicht als Seriengerät und Neuware gibt - ich wüßte sofort, was ich zu tun hätte und eng betrachtet oder genau genommen, einen zweiten Hörer daneben müßte ich nicht zwangsläufig haben. So werde ich mich dann weiterhin in Geduld üben und nächstes Jahr mit Freude einem Mysphere entgegen sehen.

Gruß,
Otwin
__________________
Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

Geändert von lotusblüte (25.10.2016 um 17:10 Uhr).
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  #146  
Alt 25.10.2016, 14:27
UEM UEM ist offline
 
Registriert seit: 11.09.2015
Beiträge: 136
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Otwin,

EVTL. etwas „Off-Topic”;

Vor vielen, vielen Jahre hatte ich mal den K-1000 zur Heim-Probe. Der Händler hatte mir damals erklärt, dass ohne das spezielle K-1000 Steuergerät / Driver-Unit oder so ähnlich, gar nichts gehe. (Weil ein K-1000 nur mit dieser Gehör-Anpassung (??) richtig klingen solle )

So ich mich erinnere, wurde dieses Gerät an die Endstufe angeschlossen.

Brauchst Du so etwas auch für Deinen K-1000 ?

Urs
PS: Ich ging dann mit meinem ersten – von vielen – STAX (Einsteiger-) Set nach Hause…
__________________
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Mitglied der AAA Schweiz
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  #147  
Alt 25.10.2016, 15:53
lotusblüte lotusblüte ist gerade online
 
Registriert seit: 10.07.2008
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Zitat:
Zitat von UEM Beitrag anzeigen
Otwin,

EVTL. etwas „Off-Topic”;

Vor vielen, vielen Jahre hatte ich mal den K-1000 zur Heim-Probe. Der Händler hatte mir damals erklärt, dass ohne das spezielle K-1000 Steuergerät / Driver-Unit oder so ähnlich, gar nichts gehe. (Weil ein K-1000 nur mit dieser Gehör-Anpassung (??) richtig klingen solle )

So ich mich erinnere, wurde dieses Gerät an die Endstufe angeschlossen.

Brauchst Du so etwas auch für Deinen K-1000 ?

Urs
PS: Ich ging dann mit meinem ersten – von vielen – STAX (Einsteiger-) Set nach Hause…
Hi UEM,

Nein, benötigt man nicht. Wir müssen uns dafür in die Zeit um 1989 zurück versetzen. AKG hatte ihren K1000 für den Lautsprecherausgang eines Vollverstärkers oder einer Endstufe ausgelegt bzw. dafür war er gedacht. Das hing aber nicht zwangsläufig damit zusammen, dass dies nicht anders funktioniert hätte sondern vielmehr mit der Tatsache, dass es zu jener Zeit nichts passendes bzw. kaum was an brauchbaren KHV's gab. Die Mehrzahl der Leute hatten einen Vollverstärker und wie in dieser Zeit landläufig mit lautsprecherseitiger A/B-Auslegung. So konnte man bequem zwischen LSP und KH umschalten. Nachteil dieser Sache war, dass nicht jeder Vollverstärker einen K1000 tatsächlich aus dem Schlaf gebracht hat.

Dann hat sich der Chef von SAC Gedanken um einen KHV gemacht, wie auch immer diese Ehe zustande kam, aber raus kam am Ende ein Amp, der den K1000 präziser führte als es die meisten Vollverstärker konnten - man kann sich halt in einem speziellen KHV den KH-Gegebenheiten besser widmen, als bei einem Vollverstärker, der in erster Linie für LSP-betrieb gedacht ist. Zwischendurch erblickte der AKG-Prozessor BAP1000 das Licht der Welt, bot zwar einen eigenen symmetrischen Ausgang, der jedoch zu schwach war, um einen K1000 ordentlich zu betreiben. Königsweg war damals deshalb, Quellgerät symmetrisch an den BAP 1000, danach symmetrisch an den SAC K1000 und dann halt zum K1000-Hörer. Ich kannte diese Konstellation, wußte aber auch um die Dinge an fehlender räumlicher Darstellung, für die ein K1000-Amp verantwortlich war. Im Prinzip konnte auch er die Fähigkeiten eines K1000 nie wirklich richtig ausloten.

Um nun nicht auf meine endlosen Amp-Versuche näher einzugehen, das würde zu weit führen, lässt sich unter dem Strich sagen, dass ein adäquater Amp-Betrieb erst viel später Einzug hielt. Heute haben wir ein solches Problem nicht mehr, da gibt es genügend KHV's, die einen K1000 bedienen können - nicht übermäßig viel, aber genügend. Und einer davon ist definitiv ein Solaris oder ein Luminare. Demnach ohne Zwischengerät per XLR-Vierpol angedockt und fertig. Einziges Problem ist halt, dass ein K1000 nicht mehr aktuell gebaut wird. Der rechte Amp kam im Prinzip zu spät.

Ein K1000 verlangt nach Spannung - ohne diese Spannung versiegt er im Halbschlaf. Deshalb, wer Besitzer eines Becker-Amps ist und die Möglichkeit hat, einen wirklich brauchbar funktionierenden K1000 an Land zu ziehen, sollte es tun - die Sache lohnt sich.

Der spezielle Prozessor von AKG, der die Anpassung zur Gehörkurve bot, war in der Tat etwas, das sinnvoll nicht wegzudiskutieren war. Nur die wenigsten waren allerdings zu solch einer Ausgabe bereit. Er war, obwohl geteilter Meinungen, schon genial. Heute könnte man so etwas effizienter umsetzen. Mal sehen, wenn ein Mysphere sich entsprechend am Markt etabliert, ob man mit den Chef's nicht zukünftig über eine heutige adäquate Prozessor-Lösung reden kann, die laut passender Gehörgangkurve noch mehr an räumlichem Eindruck bzw. plastischer Wiedergabe ermöglicht. Halt einen Schritt nach dem anderen. Auf jeden Fall sind das ganz wichtige Dinge, die einen Konsumenten gezielter in den Mikrokosmos bringen, als alle kopfhörerseitigen Klangverbiegungen, nur um einer heutigen jüngeren Klientel dienlicher zu sein und sich damit immer mehr von dem zu entfernen, was eine exzellente KH-Wiedergabe von jeher auszeichnete.

Gruß,
Otwin
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Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

Geändert von lotusblüte (25.10.2016 um 17:12 Uhr).
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  #148  
Alt 29.10.2016, 13:03
Replace-W Replace-W ist offline
 
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Der K1000 ist nun bei mir eingetroffen:



Ich hatte ja auf der Messe einen Serien AKG K1000 am Solaris gehört.
Grundsätzlich erkenne ich natürlich sofort den K1000 als K1000 wieder aber dieser Prototyp von Herrn Renner wirkt doch nochmals ein gutes Stück entspannter.

Vorabfazit:

Solaris und K1000 bilden ein absolutes Dreamteam, da beide von Ihren Schöpfern auf höchstmögliche natürliche Wiedergabe getrimmt wurden.

Ehrlich gesagt ist man beinahe erschrocken wie weit diese Kombination im Sinne einer Verfärbungsarmen echten Wiedergabe geht.

Obwohl ich sehr ungern andere aktuell guten Kopfhörer in die Pfanne hauen will komm ich nicht umher mir die Frage zu stellen ob die Entwicklung von Kopfhörern nicht nur stehen geblieben ist sondern im Grunde genommen in gewisser Weise nicht einmal annähernd den Stand dieses 30 Jahre alten K1000 erreicht.

Ich brauche auch nicht weiter auf einen speziellen Vergleich mit Kopfhörermarke x oder y einzugehen weil es unfair wäre da es den K1000 nicht mehr neu zu kaufen gibt.

Aber liebe Hersteller von Kopfhörern ,zieht Euch warm an denn diese Situation wird sich hoffentlich mit erscheinen des Mysphere 3.1 ändern!
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Gruß
Sam

Geändert von Replace-W (29.10.2016 um 13:16 Uhr).
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  #149  
Alt 01.11.2016, 20:35
Zweihans Zweihans ist offline
 
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Standard Solaris-DAC

Hallo liebe KH-Freunde,
in den letzten 8 Wochen befasse ich mich näher mit dem DAC, der zu Solaris und Luminare angeboten wird. Dazu habe ich neben dem Rippen der eigenen CD-und SACD-Sammlung mich auch auf diversen Plattformen wie HDtracks, Linn, Tidal, 2L, highresaudio, nativeDSD usw. herumtummelt, was so alles an Hires-Musikmaterial angeboten wird.

Angefixt von einigen Textberichten mit Angaben der entsprechend verwendeten Aufnahmen, habe ich mir das eine oder andere von den Plattformen heruntergeladen mit z.T. sehr unterschiedlichen Erfolgen und Ergebnissen. Dabei ist mir, nachdem ich auf das tolle Album von Hoff Ensemble von 2L in DXD-Qualität runtergeladen und mir angehört habe, die Frage aufgekommen, wie wohl bei anderen Labels das Master-Record gemacht wurde: mit wieviel Bits und welcher Frequenz, PCM oder DSD?

Darüber kriegen wir fast nirgendwo eine Auskunft, in ausführlicher Form nur bei 2L. Ich finde das sehr schade, weil auf den Plattformen mit zunehmender Datenmenge mehr Geld verlangt wird. Aber ist das auch gerechtfertigt? In einigen Foren hat man schon über Betrug gehört, das CD-Material einfach nur hochgerechnet wurde, entsprechende Programme sind ja im Netz verfügbar. Viel Geld ausgegeben also für nix?!

Ich bin der Meinung, dass alle Hersteller preisgeben müssten, mit welcher Technik aufgenommen und das Masterfile fertiggestellt wurde. Genau dieses Masterfile ist das beste, was man kriegen kann. Im Tontechnikerforum habe ich gelesen, dass die meisten mit 44,1k/24Bit oder 88,2k/24Bit aufnehmen und beim Zusammenmischen der Kanäle das ganze nur hochhiefen. Ist ja eigentlich auch schon Betrug. Bei Livekonzertmitschnitten in Bild und Ton kommen die 48k- und 96k- Frequenzen zum Einsatz, was verständlich ist, weil es 1000-Vielfache der Bildfrequenz von 24Hz sind. Letztere Frequenz eher selten. Also werden wir mit ganzen Angeboten in 192kHz-Hires und höher doch mehr oder weniger nur zu einer vermeintlich besseren Qualität gelockt, die aber garnicht existiert.
Was meint ihr, ich bin der Meinung man müsste die Hersteller alle verpflichten, anzugeben, was für ein Ausgangsmaterial -Masterfile- vorliegt?
__________________
Hans-Otto & Hans-Peter

Kopfhörer, Elektronik, Zubehör & Sonderanfertigungen

Geändert von Zweihans (01.11.2016 um 20:42 Uhr).
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  #150  
Alt 01.11.2016, 21:04
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.946
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Hallo Zweihans,

Zitat:
Ich bin der Meinung, dass alle Hersteller preisgeben müssten, mit welcher Technik aufgenommen und das Masterfile fertiggestellt wurde. Genau dieses Masterfile ist das beste, was man kriegen kann. Im Tontechnikerforum habe ich gelesen, dass die meisten mit 44,1k/24Bit oder 88,2k/24Bit aufnehmen und beim Zusammenmischen der Kanäle das ganze nur hochhiefen. Ist ja eigentlich auch schon Betrug.
Meist wird bei sog. "HiRes" alter Wein in neuen Schläuchen angeboten, da wird oft nur altes Material upgesampelt. Ich kaufe die erst gar nicht. Für die Aufnahme mögen 24 Bit/96 kHz vorteilhaft wegen des headrooms, bei der Wiedergabe höre ich keinen Vorteil mehr gegenüber 16 Bit/44,1 kHz. Ich wäre schon froh, wenn die Tonmenschen wenigstens das Red Book Format in der Dynamik beser nutzen würden. Viel zu oft tobt der loudness-Wahn, und da ist es herzlich egal, ob da mit 24 Bit/96 kHz oder gar 192 kHz gemastert wird.
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