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  #1  
Alt 22.05.2019, 13:27
XFINITY XFINITY ist offline
 
Registriert seit: 05.02.2019
Beiträge: 68
Standard Bringt mich DANTE weiter?

Hallo,

bin ja mit USB DAC groß geworden und eigentlich jetzt mit meinem Akkubetrieben DAC soweit super zufrieden Dennoch liest an ja hin und wieder was von DANTE und da kommt mir gerade der neue Tascam MM-2D bei der Recherche auf dem Schirm! Ob das Gerät denn nun duch DANT besser klingt!?

Zumindest von der Leistung her, kenne ich keinen DAC der das so einfach kann:
- Tascam EZ Connect für Endnutzer ist eine einfache App für die wichtigsten Einstellungen
- Funktionen im Ausgangsbereich: 10-Band-EQ, Laufzeitanpassung (Delay), Stummschaltung, Fader, Limiter, Polarität



https://www.tascam.eu/de/mm-2d.html
__________________
Vertrete hier im Forum keine Interessen von Unternehmen und bin auch kein Händler.
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  #2  
Alt 22.05.2019, 22:47
StreamFidelity StreamFidelity ist offline
 
Registriert seit: 21.10.2018
Beiträge: 54
Standard

Ich habe mich auch mit Dante beschäftigt und ich habe es verworfen.

Unter anderem haben mich Berichte von Dante Nutzern abgeschreckt. Auf der einen Seite wird die Klangqualität hochgelobt, auf der anderen Seite sind Probleme über Aussetzer, Knackser und sonstiges nachzulesen. Und die Beschränkung auf bestimmte PCM Formate.

Folgende Thesen von artistic fidelity habe ich aufmerksam gelesen. Der Autor Ralf Koschnicke betreibt ein Tonstudio und ist Mitglied im Verband Deutscher Tonmeister. Er bringt also einiges an Wissen mit. Neutral ist seine Sicht nicht, da er eigene (interessante) Produkte vertreibt.

Im Kern sagt er, dass bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (wie im heimischen Audiobereich) der Nutzen fragwürdig ist, weil es die Sache gegenüber herkömmlichen Audioverbindungen eigentlich nur verkompliziert.

Bei USB muss man halt ein bisschen aufpassen sich keine Störungen in den DAC zu ziehen. Reclocker, galvanische Trennung und hochwertige USB Kabel haben mir weiter geholfen.

Ich möchte Dante nicht abwerten, da ich dieses Netzwerk noch nicht gehört habe. Wer mit den Schwachstellen, die jedes System hat, zurecht kommt kann bestimmt damit glücklich werden.
__________________
StreamFidelitys HiFi Setup
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  #3  
Alt 23.05.2019, 08:53
aston456 aston456 ist offline
 
Registriert seit: 18.12.2010
Beiträge: 399
Standard

Hallo,
vernünftig implementiert würde ein Dante Netzwerk Dich sicherlich weiterbringen, denn die USB Schnittstelle ist die schlechteste aller sonstigen Optionen.

USB war nie für die Übertragung breitbandiger Daten entwickelt worden und hat nur die Verbreitung gefunden, weil es so praktisch ist, wenn man einen Rechner als Zuspieler einsetzt.
Wie mein Vorredner schon schrieb, muß man einiges tun, um einer USB Übertragungsstrecke die Probleme halbwegs auszutreiben.

Ich finde es immer lustig, wenn Leute, die ansonst behaupten, die Flöhe husten zu hören, USB als Schnittstelle für die Audiodaten einsetzen.
Da denke ich mir immer: Paßt scho.

Gruß,
Kai
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  #4  
Alt 23.05.2019, 09:18
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 9.698
Standard

Zitat:
Ich finde es immer lustig, wenn Leute, die ansonst behaupten, die Flöhe husten zu hören, USB als Schnittstelle für die Audiodaten einsetzen.
Da denke ich mir immer: Paßt scho.

Das paßt auch, wenn man es richtig macht.
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  #5  
Alt 23.05.2019, 09:37
SolidCore SolidCore ist offline
 
Registriert seit: 12.12.2014
Beiträge: 1.160
Standard Dante

Hallo zusammen

Mein persönlicher Eindruck, den ich so bekommen habe, ist folgender.
Muss aber dabei erwähnen, nie eigene Versuche dahingehend unternommen zu haben.
Für vergleichsweise kleines Geld sieht Dante für mich so aus, erstmal sehr viel zu erreichen. Eine Digital-Out Karte kostet unter 200,- , und für diesen Preis gibt es kaum oder keine bessere Lösung, ein gutes Digitalsignal zu bekommen.

Umso höher die Ansprüche, und natürlich auch der Preis, relativiert sich das ganze wieder. Auch Dante Karten können durch die üblichen Maßnahmen wie bessere Stromversorgung oder eine bessere Clock "getunt" werden.

Somit seh ich Dante beileibe als keine schlechte Lösung, aber wohl auch nicht die einzige oder beste.

Dies setzt sich bei mir daraus zusammen, das einige ihre Dante Lösung sehr loben, diese sich aber im direktem Vergleich bei gegenseitigen Besuchen nicht als besser beweisen konnten. Je nachdem auch, was dagegen verglichen wurde. So kam beispielsweise eine voll modifizierte Dante Karte beim Reiner nicht an einen Linn heran. Eine weitere modifizierte konnte gegen einen modifizierten Singxer nicht aufschließen.

Nun darf man sich nicht vertun. Auch "besseres" Netzwerk wie Dante allein ist keine Lösung. Bestimmend ist immer noch das Betriebssystem und die Maßnahmen, die man darin trifft, wie auch die Software. Als Beispiel seih nur mal eine erstellte RAM-Disk, aus der man das ganze System betreibt, erwähnt. Es bleibt die gleiche Hardware, und klingt dennoch um einiges besser.
In letzter Zeit habe ich ein wenig mit verschiedenen Rechnern, und einige Software-, als auch Hardwareänderungen versucht. Dort schlummert erstaunliches Potential. Weitaus mehr, als ein Singxer F-1 im Vergleich zu einer Dante Karte zeigen würde, gleiche Zuspieler vorausgesetzt.

Somit glaube ich, ganz gleich zu welcher Lösung man sich entscheidet, man kann alle zu zufriedenstellenden Ergebnissen bekommen. Je nachdem, welchen Aufwand man betreibt.

Gruss
Stephan
__________________
Meridian 508 20Bit (modifiziert) / PC mit Singxer SU-1 (modifiziert) / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

Geändert von SolidCore (23.05.2019 um 09:49 Uhr).
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  #6  
Alt 23.05.2019, 11:35
KSTR KSTR ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 1.952
Standard

Zitat:
Zitat von aston456 Beitrag anzeigen
[...], denn die USB Schnittstelle ist die schlechteste aller sonstigen Optionen.

USB war nie für die Übertragung breitbandiger Daten entwickelt worden [...]
Das ist deine Meinung (vermutlich aufgrund eines Negativerlebnisses), entspricht aber nicht der Wahrheit. USB ist nämlich, ganz im Gegenteil, eine ideale Schnittstelle für Audio weil das Gerät Clock-Master sein kann (im isochronen Modus, der deshalb auch Standard wurde) und weil die Datenraten quasi beliebig überdimensioniert sind für Audio, und weil (im isochronen Modus) eine feste Bandbreite vom Gerät angefordert werden kann die dann auch allzeit gesichert bereitgestellt wird.
Die Umsetzung einer USB-Schnittstelle in einem DAC erfordert allerdings eine gewisse Sorgfalt, aber das gilt letztlich für alles. Wurde diese Sorgfalt angewandt, ist ein USB-gefütterter DAC völlig immun was Rechner/BS/Software angeht.
Wie allgemein bei jeglicher Verbindung der Masse des DACs mit der des Rechners kann es zu Problemen kommen, nicht im DAC selbst, sondern in den Audio-Kabeln zum Empfänger (Amp) -- durch die Ausgleichsströme auf dem Schirm der womöglich unsymmetrischen Kabel. Die Schleife muss man dann auftrennen, und da bietet sich immer die digitale Seite an. Dort ist USB in der Tat etwas im Nachteil weil USB2-fähige Isolatoren sind technisch recht anspruchsvoll und deswegen entsprechend teuer, wohingegen für AES/SPDIF/ETHERNET Übertrager ausreichen und TOSLINK ja eh optisch ist.
__________________
Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

Geändert von KSTR (23.05.2019 um 11:38 Uhr).
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  #7  
Alt 23.05.2019, 14:40
XFINITY XFINITY ist offline
 
Registriert seit: 05.02.2019
Beiträge: 68
Standard

Bedankt



Somit bleibt für mich die USB Strecke bestehen und bestätigt meine Erkenntnis das die Aussagen von Euch stimmig sind!
Ich habe nach nun ca.: zehn selbst gehörten unterschiedlichen DACs, den DAC gefunden, der die Umsetzung der USB-Schnittstelle "fast" völlig unbeeindruckt über Rechner/BS/Software liefern kann und zudem "alte" 44.1 CDs in neuem Klang-Licht erstrahlen lässt (Upsampling).

Hm, wie langweilig es sich anfühlt "Angekommen zu sein" ist irgendwie doch ein unglücklicher Umstand

PS: klar geht immer noch was, aber ich bin da in Sachen € verbrennen, eher der Dagobert Duck unter den hifi Fans
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  #8  
Alt 26.05.2019, 07:38
aston456 aston456 ist offline
 
Registriert seit: 18.12.2010
Beiträge: 399
Standard

Hier findet sich eine differenzierte Diskussion zu diesem Thema:
https://www.audiosciencereview.com/f...s-better.1943/
Demnach scheint es ein Unentschieden zwischen SPDIF und USB zu geben.
Das ist doch ein erfreuliches Ergebnis.
Gruß,
Kai
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