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  #51  
Alt 02.02.2016, 00:41
Franz Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 8.600
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Ein Dankeschön für die Berichterstattung. Immer wieder schön, sowas zu lesen.
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  #52  
Alt 03.02.2016, 10:35
shakti shakti ist gerade online
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 1.251
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MitForist Tom hat ebenfalls im "West-Drift- Forum" einen weiteren aufwendigen Bericht vom Lampizator Workshop geschrieben, den ich dieser Community nicht vorenthalten moechte:



Hallo zusammen,

nach dem Umzug im Bekanntenkreis am Sonntag und dem Besuch der Philharmonie in Köln am Montag (Max Raabe war zufällig auch da und hatte sein Pallast-Orchester gleich mitgebracht…) gibt es nun auch ein paar Worte von meiner Seite.

Kollege Maldix hat schon reichlich vorgelegt und viel geschwärmt – dem ich mich nur anschließen kann. Trotzdem gebührt es sich, dem Gastgeber selbst ein paar Zeilen zu widmen.

Ich war am Samstag schon sehr früh dort, da mein Anfahrtsweg nur 35 km beträgt. Shakti hatte im Vorfeld den DAC-Workshop als eine Art Händler-Vorstellung / Verkaufsveranstaltung angekündigt, da auch der Hersteller extra aus Polen anreisen würde. Die Atmosphäre war jedoch absolut ungezwungen, sehr freundlich – von einer Verkaufsveranstaltung möchte ich daher also gar nicht sprechen. Natürlich ging es um die DAC von Lampisator – aber das war ja auch klar.


Den ersten Part hat Juergen im großen Raum absolut souverän und mit einer großen Routine durchgeführt. Locker, sehr humorvoll und extrem interessant wurden der „Big5“, „Lite7“ sowie „Golden Gate“ vorgestellt. Als Teststück machte das Album „Jazz at the pawnshop“ mit der Introduction und dem Limehouse Blues als XRCD von FIM den Anfang.


Beim „Big5“ handelt es sich um das Top-Model der mittleren Baureihe, mit diesem Modell ist die Plattform bzw. das Architekturmodell ausgereizt. Es werden die für diese Modellreihe hochwertigsten Komponenten (Kondensatoren, etc.) verbaut, die am Markt verfügbar sind bzw. aus Herstellersicht das Optimum darstellen. Das geschlossene Gehäuse ohne nach „oben wachsende“ Röhren ist sehr schlicht gehalten und gefällt mir persönlich optisch sehr gut – schlicht und zeitlos. Der BIG5 spielt ungeheuer dynamisch auf und geht sehr klar, hochauflösend und direkt zu Werke.


Der im Anschluss gehörte „Lite7“ stellt den Einstieg in die größte Baureihe dar und lässt sich auch im Nachhinein bis zum „Golden Gate“ ausbauen. Preislich liegt er durch die Verwendung „einfacherer“ Bauteile dieser Architektur auf dem gleichen Level wie der „Big5“. Werkmäßig sind hier zwei Röhren vom Typ 101D verbaut, der „Lite7“ erlaubt aber das sog. „Tube rolling“ – die Röhren können also ausgetauscht werden.


Im ersten Durchgang hörten wir ein Set 300B-Röhren. Im Vergleich zum „Big5“ klang der Limehouse Blues deutlich wärmer, runder, der „Big5“ spielte vor allem im Bass-Bereich deutlich schlanker – der „Lite7“ machte hier einfach mehr Druck. Von der Dynamik lag der „Big5“ etwas vor dem 330B-Set – das änderte sich durch den Wechsel auf die 101D merklich. Der Bass-Bereich vielleicht eine Spur weniger druckvoll, dafür minimal präziser und der Hochtonbereich lag deutlicher im Fokus als mit den 300Bs.

Hier entscheidet schlussendlich der persönliche Geschmack, denn mit der dritten Röhre (Modell hab ich leider nicht mehr present) klang es wieder merklich anders in den verschiedenen Bereichen. Juergen beschrieb dass ganz passend mit verschiedenen Gewürzen zu einem guten „Grund“essen, z.B. dreierlei Pfeffersorten. Sie machen das Gericht nicht grundsätzlich zu einem neuen / anderen Gericht, können aber bestimmte Bereiche besonders betonen.

Ich persönlich würde die „Espresso-Abstimmung“ der 101D-Röhren wählen. Den „Big5“ könnte ich mir mit der sehr neutralen/hellen Abstimmung sehr gut als idealen DAC für mein Stax-Set vorstellen…


Und dann kam der „Golden Gate“ – das absolute Sahnestück des Herstellers. Dieser DAC vereint eigentlich alle Tugenden und Eigenschaften der beiden „kleineren“ Modell „Lite7“ und „Big5“ – extreme Dynamik, Feinstauflösung und Präsenz, dabei herrlich weich und rund im gesamten Klangbild und einem Bassbereich, der messerscharf und druckvoll, einfach auf den Punkt spielt.

Wenn der Limehouse Blues vorher schon nahezu perfekt klang, war das hier die schlichte Offenbarung. Was da an Details noch zusätzlich freigelegt wurde – irre!

Und es handelt sich „nur“ um einen DAC – also nur ein Bestandteil der gesamten Kette. Ein „Tube-Rolling“ haben wir am „Golden Gate“ auch noch nicht durchgeführt. Wenn sich die Unterschiede klanglich ebenso stark zeigen wie beim „Lite7“ liegt hier ebenfalls noch ein enormes „Spiel“-Potential.


Im weiteren Verlauf der ersten Session wurde noch die Misa Criolla als K2HD-CD von FIM gespielt – einmal mit Jose Carreras sowie mit Mercedes Sosa.
Auch hier ließen sich die Unterschiede zwischen den Gräten sowie Röhren in gleicher Weise nachvollziehen.

Beim anschließendem Wunschkonzert hörten wir u.a. Trouble's What You're In sowie das bereits erwähnte Sort of Revolution aus meiner aktuellen Lieblings-CD „Wheels Turn Beneath My Feet“ von Fink. Das klang mit dem „Lite7“ schon wirklich extrem gut, auch wenn die YB den Bass-Bereich etwas schlanker präsentiert haben, als ich das sonst gewohnt bin.


In der Nachmittags-Session bin ich dann rüber in das Heimkino zu den „Netzwerk-Jungs“. Hier wurde zwischen dem PS-Audio (Modell ?), einer La Rosita „Pi“ und dem Hifi-PC von Lampisator an einem „Big7“ incl. Vorstufe verglichen. Auch wurden verschiedene Strom-, NF- und USB-Kabel getestet. Da ich hier aber immer nur temporär dabei war, habe ich nicht alle Unterschiede hautnah miterleben können.

Die restliche Anlage bestehend aus Breitband-LS und Röhrenendstufen von Outsider spielte ebenfalls sehr fein auf und schaffte es auch mit den 2x 5 Watt mühelos, den ca. 70 qm großen Hörraum hervorragend mit Musik zu füllen. Hier würde ich als Unterstützung einen oder zwei Subs integrieren – fertig ist die gehobene Hifi-Anlage zu einem mehr als fairen Preis.


Gegen Ende des wirklich sehr gelungenen und ereignisreichen Tages konnten wir auf der großen Anlage noch ein paar Teststücke mit dem „Lite7“ und 300B hören.

Überhaupt ist der gesamte Hörraum sowie die zwei parallel installierten Anlagen eine absolute Augenweide und zählt zum Besten, was ich bisher gehört habe. So gut kriegt das kein (mir bekannter) Händler hin – von den Messen mal ganz zu schweigen.

Daher auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön an Juergen und natürlich auch an die Dame des Hauses, dass einem breiten und interessierten Publikum ein solcher Workshop bzw. solche Möglichkeiten des Musikhörens geboten werden.


Das Juergen sichtlich Spaß an der Präsentation hatte und für die Musik „lebt“, konnte man den ganzen Tag über hautnah erfahren. So konnten wir den Testtrack der Westdrift – den Remix von Blood and Stone der Audiomaschine – mit hohem Pegel auf beiden Anlagen hören.

Zuerst auf den Hörnern – ein absolutes Erlebnis!
Die Energie der ersten Bass-Welle haut einen förmlich vom Hörplatz, ohne das es irgendwie dröhnt oder sonst unangenehm wird. Raummoden oder sonstige „Probleme“ im Raum sind nicht auszumachen.
Das gleiche Stück auf der YB spielte deutlich detailreicher und analytischer, aber ebenfalls absolut umwerfend. Ganz großes Highend-Kino, auch wenn es der Track über die Hörner einfach geiler rüberkommt.


Der DAC-Workshop wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben – ein wirklich atemberaubender Hifi-Tag. Ich freue mich jetzt schon riesig, wenn ich auch an einer der weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr teilnehmen darf.

Des Weiteren würden mich der kleine Hörraum mit den Kompakt-LS vom IMF sowie die Plattendreher sehr interessieren. Das Vinylregal von Juergen ist ja sehr umfangreich gefüllt – das wäre allein schon ein ganzes Wochenende wert.

Das ich abends meine Anlage zu Hause nach 5 Minuten wieder sehr enttäuscht ausgemacht habe, sollte nicht unerwähnt bleiben…


Moechte Tom wirklich fuer diesen schoenen Bericht danken, die Unterschiede wurden toll gehoert und sehr gut beschrieben, da kann sich glaube ich jeder etwas drunter vorstellen.

Gruss
Juergen
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