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KH - Kopfhörer - Testberichte & Rezensionen Hier können Forenteilnehmer ihre Kopfhörer Hörerfahrungen einstellen

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  #1  
Alt 03.05.2018, 22:28
fidelio fidelio ist offline
 
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Beiträge: 677
Standard Test ABYSS DIANA vs. ABYSS AB1266 PHI

Hallo zusammen,

Kopfhörer besitzen IMO einen signifikanten Vorteil bezüglich ihres akustischen Wirkprinzips, welchen Stereo-Lautsprecher vermutlich niemals erreichen werden - sie versetzen den geneigten Gralsritter des Klanges direkt und unmittelbar in die Musik.

Denn selbst die besten 2-kanaligen Systeme schaffen grundsätzlich ein Klangfeld vor dem Zuhörer und beschränken selbigen auf die Beobachtung einer mehr oder weniger randscharfen Illusion der tatsächlichen musikalischen Ereignisse, wahren aber dennoch eine gewisse räumliche Distanz zum Erlebnis.

Um diesen vermeintlichen Abstand gänzlich zu überwinden, werden oftmals hohe monetäre Mittel aufgewendet, ohne dabei aber vollständig die musikalische Integrität eines Referenzkopfhörers zu erzielen. Von einer gleichwertig energetischen Reproduktion der klanglichen Geschehnisse einmal ganz abgesehen.

Denn die Musikwiedergabe über Kopfhörer erzeugt eine einzigartige Illusion der Realität – die eigenen Ohren ersetzen quasi die entsprechenden Stereomikrofone vor Ort. Der reale Raum des Aufnahmeortes wird so praktisch surreal in den Kopf transferiert – mit allen akustischen Konsequenzen.

Aufgrund dieser wahrgenommenen Übereinstimmung zwischen Ohr und Mikrofon werden so nicht nur Stimmen und Instrumente bezüglich ihrer Intensität sehr authentisch dargestellt, auch die oftmals subtilen Schattierungen in der Musik werden von Weltklassekopfhörern gleichsam 1:1 feinfühlig und emotional intoniert. Im besten Falle mit absolutem Gänsehautfaktor.

Allerdings – und dies ist der oft unabwägbare Nebeneffekt der Wiedergabe über Kopfhörer – das Hörerlebnis ist stark abhängig von der Platzierung der Mikrofone. Mag eine fast schon fühlbare Präsenz des ganz persönlichen Ausnahmekünstlers in unmittelbarer Nähe noch veritable Glücksgefühle auslösen, so kann die immediate Gegenüberstellung eines Piano oder Chello in nur wenigen Zentimetern Abstand unter Umständen schon irritierend wirken.

Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema wären. Tontechniker Joe Skubinski, Inhaber und Gründer von JPS-Labs, deren Geschichte 1990 als Kabelproduzent von hochwertig konfektionierten HIGH-END Verbindungen begann, setzte sich im Jahre 2008 das nicht gänzlich unbescheidene Ziel, den besten jemals gebauten Ohrlautsprecher der Welt zu produzieren. „Standing on the surface of the microphone“ Diese fast schon legendäre Aussage von Joe Skubinski gab dabei die Entwicklungsrichtung für die neu geschaffene Kopfhörerabteilung der Amerikaner vor.

Ende 2013 wurde einem erstaunten Fachpublikum schließlich mit dem ABYSS AB1266 das Erstlingswerk von JPS-Labs und das Ergebnis der 5-jährigen Forschungsarbeit präsentiert. Welcher nicht nur mit allen bisherigen Designvorstellungen brach, sondern klanglich unvermittelt in die Spitzenphalanx der Weltelite vordrang.

Die leicht eigenwillige Konstruktion des magnetostatischen Flächenstrahlers verhalf dem AB1266 zu einem unvergleichlich beeindruckenden räumlichen Darstellungsvermögen, das bis zum heutigen Tage nur von einem einzigen Kopfhörer übertroffen werden konnte – dem neuen ABYSS AB1266 PHI.

Der Referenzkopfhörer von JPS-Labs ist auch Gegenstand der nunmehr folgenden Rezension, ebenso wie das brandneue Modell DIANA der kleinen Manufaktur aus New York. Und obwohl ein direkter Vergleichstest der beiden ABYSS Kopfhörer zugegebenermaßen etwas unfair anmutet, so werden sich im Verlaufe meiner klanglichen Betrachtungen doch mehr Gemeinsamkeiten heraus kristallisieren, als sich diesbezüglich Gegensätze auftun.

Ich möchte mich übrigens an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich beim deutschen ABYSS Importeur Uwe Heile vom Hifistudio Falkensee bedanken, welcher für eine schnellstmögliche Bereitstellung der DIANA verantwortlich zeichnet. Vielen Dank auch an Joe Skubinski für den zeitnahen und jederzeit kompetenten E-Mail Support zur Klärung der verschiedensten fachlichen Fragestellungen. See you in Munich, Joe!

Verpackung & Ausstattung

Glücklicherweise wird dieses Testkriterium keine Seiten füllen. Denn aus monetären Gründen habe ich mich bei dem käuflichen Erwerb meines ABYSS AB1266 PHI für das Lite-Modell entschieden. Wobei dies keinesfalls auf eine leichtere oder technisch abgespeckte Version eines vermeintlich größeren Bruders hinweist. Der Kopfhörer selbst ist in allen 3 erhältlichen Varianten nämlich vollkommen identisch ausgeführt.

Der Interessent verzichtet neben der grundsätzlich jedem AB1266 PHI beiliegenden 4-pol-XLR-Kabelverbindung in 2,50 m Länge sowie dem obligatorischen 6,3 mm Klinkenadapter, lediglich auf einen zusätzlichen und doppelt ausgeführten Kabelsatz mit 3-poligen symmetrischen Anschlüssen in unterschiedlich hochwertigen Materialqualitäten. Sowie auf einen etwas martialisch anmutenden Kopfhörerständer aus massivem Aluminium.

Nicht zu vergessen die coole und schwere Transport-Ledertasche mit zahlreichen Möglichkeiten zur Aufbewahrung der verschiedensten Reiseutensilien wie KH, DAP, AMP und CO. Reisetasche? Wer zur Hölle schleppt denn bitte einen ABYSS AB1266 PHI ständig mit sich herum? Dazu würde sich doch wohl eher die neue ABYSS DIANA eignen.

Selbige wartet nämlich nicht nur mit einer sorgfältig und solide verarbeiteten kleinen Transporttasche auf, sondern weist mit dem 1,50 langen und abnehmbaren Kabel mit 3,5 mm Klinkenbuchse direkt auf ihre Vorliebe für mobile Spielpartner hin. Ein 6,3 mm Klinkenadapter fehlt natürlich ebenso wenig, wie die Möglichkeit einer symmetrischen Verkabelung gegen Aufpreis. Letztere lag meiner DIANA zu Testzwecken an entsprechend potenten Kopfhörerverstärkern idealerweise schon bei.

Auch bezüglich der Primärverpackung wahrt der ABYSS AB1266 PHI den preislichen Abstand. Während der Referenzkopfhörer in einer veritablen Holzschatulle ausgeliefert wird, begnügt sich die kleinere Schwester mit einer mehr oder weniger schlichten Kartonage. Sei’s drum. Selbige verschwinden bei mir sowieso immer gleich in unserem Abstellraum.

Verarbeitung & Tragekomfort

Nun gut. Dieses Kapitel könnte jetzt allerdings doch einige Seiten für sich beanspruchen. Denn die Verarbeitung beider ABYSS Kopfhörer ist nicht nur absolut überragend, sie setzt durchaus Maßstäbe in diesem Segment.

Der ausschließlich in mattschwarz erhältliche ABYSS AB1266 PHI bringt 620 Gramm auf die Waage. Ohne Kabel. Und dies ist Fluch und Segen zugleich. Denn was dem Tragekomfort eher abträglich scheint, bringt ohne jeden Zweifel auch klangliche Vorteile mit sich. Denn die systeminternen Resonanzen tendieren gegen Null, wie der spätere Klangtest noch zeigen wird.

Die massive Konstruktion dieses Ohrlautsprechers aus hochfestem Flugzeugaluminium, an welchem im Übrigen nicht ein einziges Kunststoffteil aufzufinden ist, lässt materialtechnisch bedingten Verfärbungen absolut keine Chance. Das nahtlos integrierte, orthodynamische Design mit penibel selektierten Treiberpärchen ist zudem mit einer integrierten und patentierten Vorrichtung zur Vermeidung von Resonanzen ausgestattet.

Der maßgefertigte Antrieb in Form von Hochleistungs-Neodym Magneten ist mit einem optimierten Schlitzmuster, die Frontschürze aus einem kohlenstoffarmen Stahl ebenfalls mit einer zusätzlichen Resonanzkontrolle versehen. Dem Thema Resonanzarmut misst Mastermind Joe Skubinski offenbar bereits konzeptionell eine tragende Bedeutung bei.

Sowohl die Verwendung der sehr dünnen Diaphragmen mit geringer Masse, als auch perfekt auf die Membraneigenschaften abgestimmte akustische Filter in Form von geschäumten Aluminiumgeflechten auf den Außenseiten der Treibergehäuse, sorgen für einen extrem offenen und weitläufigen Klang des ABYSS AB1266 PHI. Die spezielle Konstruktion benötigt interessanterweise auch keine rückseitigen Magnetstrukturen, so dass unerwünschte Schallreflexionen vermieden werden.

Ein Kopfband aus echter Tierhaut sowie magnetisch abnehmbare und in 20° Schritten fein justierbare Ohrpolster aus hochwertigem Lammleder komplettieren den hohen Verarbeitungsstandard der amerikanischen HIGH-END Schmiede.

Dem steht die kleine Schwester DIANA in absolut nichts nach. Auch dieser ABYSS Kopfhörer ist herausragend verarbeitet. Um das angestrebte Leichtprofil der ABYSS DIANA letztlich zu realisieren, wurden in einem Zeitraum von 2 Jahren vollkommen neue und produktspezifische Wandlergehäuse für die magnetostatischen Treiber entwickelt.

Die Treibergehäuse zeichnen sich durch eine ultradünne und dennoch hochsteife Rahmenkonstruktion aus, welche aus einem Block Flugzeugaluminium präzise gefräst und schließlich auf nur noch 100 g Material reduziert werden. Dieser enorme Fertigungsaufwand trägt maßgeblich wiederum zur hohen Resonanzfreiheit des Kopfhörers bei.

Die ABYSS DIANA kleidet sich ferner in drei unterschiedlichen farblichen Outfits (mattschwarz, braun, weiß) und ist außerdem mit einem hochflexiblen und leichten Kopfbügel ausgestattet, welcher sich theoretisch nahezu jeder Kopfform anpassen soll.

Eine harte Polymerkeramik verleiht den Metallteilen dabei ihre individuelle Farbe und die anschmiegsam weiche und atmungsaktive Leder/ Alcantara® Kombination bei Kopfband und Ohrmuscheln sorgt für ein jederzeit angenehmes Tragegefühl. Der vergleichsweise größte Pluspunkt zum AB1266 PHI ist aber natürlich das bemerkenswert geringe Eigengewicht des kleinen ABYSS. Denn die zierliche DIANA wiegt lediglich 330 g. Ein positives Vorzeichen?

Der Tragekomfort eines AB1266 war schon seit dem Erscheinen des allerersten ABYSS im Jahre 2013 ein weltweites Dauerthema in den diversen Foren.

Dabei monieren viele Besitzer zum einen das hohe Eigengewicht des AB1266, zum anderen aber auch den schwierig zu erzielenden optimalen Sitz der eigenwilligen Konstruktion von Joe Skubinski. Denn je nach Positionierung des Ohrlautsprechers auf dem Kopf mit einem unterschiedlich starken Seal, verändert sich geringfügig auch die Tonalität des Kopfhörers.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber direkt Entwarnung geben. Ist der AB1266 PHI erst einmal sorgfältig auf die persönlichen Anforderungen des Trägers eingestellt, ergibt sich in Folge auch ein perfektes Hörerlebnis. Geduld ist eben eine Tugend. Auch das Gewicht des ABYSS relativiert sich aufgrund der nahezu optimalen Gewichtsverteilung auf dem Kopf. Überhaupt kein Vergleich zu einem Modell der Marke AUDEZE.

Tja, das Leben könnte so einfach sein. Ist es aber nicht. Denn wir müssen nunmehr über ein eher heikles Thema betreffend der zweiten Kandidatin sprechen, welches potentielle Interessenten letztlich in zwei Gruppen spalten wird. Nämlich in diejenigen Gralsritter des feinen Klanges, denen die DIANA perfekt passt. Und – in alle anderen Personen.

Denn die kleine Diva macht es leider nicht mit Jedem. Glücklicherweise gehöre ich zu der ersten Gruppe. Der Kopfhörer ist praktisch wie auf Maß auf mich zugeschnitten. Und dies bedeutet in allererster Linie: perfekte Passform – optimaler Klang.

Diese IMO völlig unnötige Zielgruppendifferenzierung ist in der grundsätzlichen Konstruktion der ABYSS Kopfhörer begründet. Durch den Verzicht auf eine zusätzliche Möglichkeit zur vertikalen Anpassung an die jeweilige Kopfform, kann die Basisauslegung der Kopfbandweite logischerweise immer nur eine Kompromisslösung darstellen.

Die nahezu resonanzfreie Auslegung aller ABYSS Ohrlautsprecher bezieht laut Aussage des Herstellers die Treibergehäuse konstruktiv mit ein und beschränkt sich demzufolge auf ein Minimum an Bauteilen. Ein zusätzliches Horizontalgelenk beispielsweise, würde diesem Prinzip logischerweise zuwider laufen.

Beim großen Bruder AB1266 PHI wurde diese Problematik über eine zentrale Einstellschraube zur Verstellung der Basisweite im Kopfbügel mehr oder weniger elegant gelöst. Die ABYSS DIANA dagegen verfügt lediglich über unterschiedlich stark ausgeformte, magnetisch arretierbare und somit drehbare Ohrmuscheln, welche in Kombination mit der ebenfalls magnetischen Höhenverstellung aber ein leider nur rudimentäres Arrangement bei Gruppe 2 zulässt.

Dabei spielt nicht unbedingt die Kopfgröße, sondern vielmehr die Kopfform eine entscheidende Rolle. Bei einer stark abfallenden Wangenpartie beispielsweise, schließt die DIANA in diesem Bereich unter Umständen nicht ausreichend ab und verfügt folglich auch über keine entsprechende Abdichtung.

Ein Lösungsansatz wäre IMO die Bereitstellung weiterer Ohrpolstersätze seitens des Herstellers, welche über unterschiedliche Winkelungen noch mehr Spielraum bezüglich der Positionierung des Kopfhörers gestatten würden. Und selbstverständlich sollten diese zusätzlichen Optionspolster bereits im Lieferumfang enthalten sein.

Im Gegensatz zum AB1266 PHI, welcher auf einen 100% igen Seal nicht zwingend angewiesen ist, hat dieses Leakage bei DIANA fundamentale Auswirkungen auf die Basswiedergabe und beeinflusst zudem auch massiv den Grundton des Kopfhörers auf negative Art und Weise. Die Reproduktion von Stimmen und Instrumenten im Mitteltonbereich wirkt dadurch etwas zu hell und präsent, der virtuelle Raum besitzt zudem eine nur relativ geringe Bühnenbreite sowie eine noch spärlichere Darstellung in die Tiefe.

Die somit doch stark eingeschränkten Wiedergabeeigenschaften des kleinen ABYSS sind in der zuletzt genannten Konstellation also eher weniger geeignet, wahre Leidenschaft für die junge Dame zu entwickeln. Wenn die Vorzeichen bezüglich der Passform allerdings günstig stehen (Gruppe 1), könnte sich aus der kurzfristigen Liaison mit Dirty DIANA unter Umständen eine wahrhaftige und dauerhafte Liebesbeziehung entwickeln. Siehe Klangtest.

Technik

Das griechische Symbol Phi (Φ) hat in der Wissenschaft unterschiedliche Bedeutungen. In der Physik steht es unter anderem für die magnetische Flußdichte. Und selbige wurde beim neuen ABYSS AB1266 PHI signifikant angehoben, um die bereits zuvor referenzverdächtigen klanglichen Eigenschaften des amerikanischen Kopfhörers nochmalig zu steigern.

Dies macht sich laut Joe Skubinski insbesondere durch eine höhere Präzision und Ortungsschärfe aufgrund maximal möglicher Phasentreue der anliegenden Musiksignale bemerkbar. Mikrophasenverzerrungen sind nach eigener Aussage so gut wie nicht mehr messbar.

Die Impedanz des Kopfhörers wurde weiterhin von ursprünglich 46 auf 42 Ohm reduziert, die Empfindlichkeit von 85 auf 88 db/mW gesteigert, um so die Auswahl an adäquat aufspielenden Partnern zu erhöhen. Ob diese Änderungen dabei tatsächlich die prognostizierte Wirkung zeigen – wir werden es sehen. Oder besser noch hören.

Für die relativ kleine New Yorker HIGH-END Schmiede stellte es zweifellos eine große technische Herausforderung dar, die klanglichen Fähigkeiten des großen Bruders PHI beizubehalten und das neue Kopfhörerprojekt DIANA gleichsam zu miniaturisieren.

Denn wie bei jedem ABYSS Design sind Funktionssicherheit und Langlebigkeit nach wie vor wesentliche Konstruktionsmerkmale. Der hohe Fertigungsaufwand trägt maßgeblich zu der Resonanzfreiheit des Kopfhörers bei und ermöglicht dadurch eine sehr punktgenaue Fokussierung aller musikalischen Ereignisse im räumlichen Kontext.

Die offenen Fibonacci-Lochmuster wurden zudem akustisch perfekt auf die technischen Eigenschaften der 63 mm messenden Diaphragmen abgestimmt und sollen, wie beim großen Bruder, für eine auffallend transparente und offene Reproduktion der Musik verantwortlich zeichnen. Die ABYSS DIANA soll so im direkten Vergleich zum ABYSS AB1266 PHI somit nur geringfügige klangliche Einbußen aufweisen.

Der wesentlich bessere Wirkungsgrad von 91 db/mW bei einer Systemimpedanz von 40 Ohm verspricht darüber hinaus auch eine deutlich breitere Auswahl bezüglich potentieller Spielpartner. Mobilgeräte nicht ausgeschlossen.

Vorbereitung

Um für die nachfolgende Rezension ein möglichst faires technisches Umfeld zu schaffen, beschränke ich mich in erster Linie auf meine stationären Kombinationen zur endgültigen klanglichen Beurteilung der beiden Testkandidaten.

Da die ABYSS DIANA aber auch dem Zusammenwirken mit Mobilgeräten grundsätzlich nicht abgeneigt ist, erhalten sowohl der IBASSO DX200 und der QUESTYLE QP2R, als auch der ALO CONTINENTAL DUAL MONO und der BAKOON HPA 01M in Kombination mit meinem IMAC, optimiert über die aktuellste AUDIRVANA Software, eine gewisse Spielzeit an der wählerischen Diva.

Die stationären Lösungen setzen sich wie folgt zusammen. Der AURALIC ALTAIR, welcher seine Digitaldaten in HIGH-RES Auflösung über seine integrierte SSD-Festplatte bezieht, reicht selbige über eine NORDOST WHITE LIGHTNING Verbindung an den FELIKS AUDIO EUFORIA weiter, der die nunmehr analoge Kost unsymmetrisch über seine 6,3 mm Klinkenbuchse an den entsprechenden Spielpartner ausgibt.

Um das klangliche Potential aber möglichst umfassend auszuschöpfen, teste ich beide Kopfhörer ebenso in einer weiteren, symmetrischen Anschlussvariante.

Der AURALIC ARIES MINI, kombiniert mit dem hauseigenen ULTRA LOW NOISE Netzteil, überträgt die via SSD-Festplatte digital implementierten, musikalische Datenströme über ein AUDIOQUEST CARBON USB-Kabel an einen DAC21 Digital/ Analog Wandler. Der Referenzwandler von BAKOON AUDIO beschickt die Verstärkersektion des PATHOS INPOL EAR über ein AUDIOQUEST YUKON schließlich mit den mir seit Jahren wohlbekannten klanglichen Pretiosen aus den Rubriken Klassik, Jazz, Blues, Pop und Rock.

Weitere Informationen bezüglich meiner beiden Testgeräte erhaltet ihr selbstverständlich auf den Seiten des Herstellers: https://abyss-headphones.com oder auch auf der Homepage des deutschen Importeurs: https://berlin-hifi.de

Klangtest

Meinen vollständigen Testbericht zum ABYSS DIANA und zum ABYSS AB1266 PHI findet ihr auf Musicalhead unter:http://musicalhead.de/2018/05/03/tes...ss-ab1266-phi/

Wie immer wünsche ich euch viel Spass beim Lesen!

Lieben Gruß
Wolfgang
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Geändert von fidelio (04.05.2018 um 19:21 Uhr).
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  #2  
Alt 03.05.2018, 23:27
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
Registriert seit: 03.01.2017
Beiträge: 105
Standard

Fidelio, ich mag deine Reviews sehr, aber deine Einleitung halte ich für einen kompletten Euphemismus.

Es steht jedem frei, welche Wiedergabeform man persönlich bevorzugt, und diese intime Art der Musikpräsentation über Kopfhörer kann definitiv ihre Reize haben. Aber wenn man, wie hier beschrieben, so tun, als müsste man über Lautsprecher einen "mentalen Abstand" überwinden und eine In-Kopf-Lokalisation wäre authentisch, ist es ja nun eine komplette Umdeutung der Realität! Und realistische Proportionen sind bei der Kopfhörer-Darstellung ja nun wirklich nicht gegeben. Nicht umsonst wird die Bühnenpräsentation über Kopfhörer als das große Manko beschrieben und es wird versucht, diese Probleme mittels technischer Mittel (Crossfeed, Smyth Realiser...) zu überwinden.
Und ich glaube auch nicht, dass sich jemand bei einem Live-Konzert über eine Bühne vor dem Zuhörer beschwert
Ebenso ist die Abwesenheit der Merkmale des natürlichen Hörens (Kein natürlicher Delay von einem zum anderen Ohr, größtenteils Ausschalten der persönlichen HRTF, keine natürliche Frequenzänderung bei Kopfbewegungen, keinen Körperschall...) mit Sicherheit nicht authentischer!

Hast dich aber gut von Stereophile inspirieren lassen, da wurde Joes Werbemasche auch schon als Vorlage genommen und fast die gleiche Einleitung geschrieben

Kopfhörer haben andere Vorteile wie Auflösung und Bass-Präzision. Eine natürliche Musikpräsentation/Bühne gehört nicht dazu!
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  #3  
Alt 04.05.2018, 00:28
Fledermaus Fledermaus ist gerade online
 
Registriert seit: 12.08.2014
Beiträge: 199
Standard Test Abyss Diana vs. Abyss AB1266 PHI

Hallo Wolfgang,

das ist ja eine Überraschung zur späten Stunde. Wieder mal ein klasse Testbericht, dieses mal über die Ausnahmekopfhörer von Abyss. Deine Berichte werden ja von mal zu mal besser und ausführlicher, weiter so. Ich habe ihn mit großem Vergnügen gelesen und muß sagen das ist ja schon fast ein literarisches Kunstwerk. Jedenfalls macht der Bericht richtig Apetit auf mehr und ich freue mich schon darauf diese beiden Kopfhörer nächste Woche auf der HighEnd in München live hören zu können.
Schönen Abend noch und

viele Grüße

Hans
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  #4  
Alt 04.05.2018, 00:42
remue remue ist gerade online
 
Registriert seit: 05.10.2010
Beiträge: 576
Standard

Zitat:
Zitat von Dirac_28 Beitrag anzeigen
Fidelio, ich mag deine Reviews sehr, aber deine Einleitung halte ich für einen kompletten Euphemismus.

Es steht jedem frei, welche Wiedergabeform man persönlich bevorzugt, und diese intime Art der Musikpräsentation über Kopfhörer kann definitiv ihre Reize haben. Aber wenn man, wie hier beschrieben, so tun, als müsste man über Lautsprecher einen "mentalen Abstand" überwinden und eine In-Kopf-Lokalisation wäre authentisch, ist es ja nun eine komplette Umdeutung der Realität! Und realistische Proportionen sind bei der Kopfhörer-Darstellung ja nun wirklich nicht gegeben. Nicht umsonst wird die Bühnenpräsentation über Kopfhörer als das große Manko beschrieben und es wird versucht, diese Probleme mittels technischer Mittel (Crossfeed, Smyth Realiser...) zu überwinden.
Und ich glaube auch nicht, dass sich jemand bei einem Live-Konzert über eine Bühne vor dem Zuhörer beschwert
Ebenso ist die Abwesenheit der Merkmale des natürlichen Hörens (Kein natürlicher Delay von einem zum anderen Ohr, größtenteils Ausschalten der persönlichen HRTF, keine natürliche Frequenzänderung bei Kopfbewegungen, keinen Körperschall...) mit Sicherheit nicht authentischer!

Hast dich aber gut von Stereophile inspirieren lassen, da wurde Joes Werbemasche auch schon als Vorlage genommen und fast die gleiche Einleitung geschrieben

Kopfhörer haben andere Vorteile wie Auflösung und Bass-Präzision. Eine natürliche Musikpräsentation/Bühne gehört nicht dazu!
Verglichen mit dem Konzert von Kraftwerk in Düsseldorf und dem 3D Download 44,1 Khz/24b oder DVD minimum-maximum (gehört an Focal Utopia, AKG, 721 pro, 812, 872, Sennheiser Hd 800s, sei es nun mit A&K Playern, i Basso DX 200 oder mit exzellenten KHV und Playern, fehlt es mir bei allen Kopfhörer-Kombis an Power, Dynamik, Bühne, räumliche Staffelung.

Höre ich das Gleiche über eine gute Anlage aus Lautsprecher, Verstärker, Raumakustik, gebe ich dem jederzeit den Vorzug.
__________________
Equịpment: M2 Tech Young, PC Win 10, Jplay, Fidelizer 8.0, Silberkabel in eigener Herstellung. Modifikation mit Biophotone.

https://www.remue-audio.de/
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  #5  
Alt 04.05.2018, 07:06
Dirac_28 Dirac_28 ist offline
 
Registriert seit: 03.01.2017
Beiträge: 105
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Zitat:
Zitat von remue Beitrag anzeigen
Verglichen mit dem Konzert von Kraftwerk in Düsseldorf und dem 3D Download 44,1 Khz/24b oder DVD minimum-maximum (gehört an Focal Utopia, AKG, 721 pro, 812, 872, Sennheiser Hd 800s, sei es nun mit A&K Playern, i Basso DX 200 oder mit exzellenten KHV und Playern, fehlt es mir bei allen Kopfhörer-Kombis an Power, Dynamik, Bühne, räumliche Staffelung.

Höre ich das Gleiche über eine gute Anlage aus Lautsprecher, Verstärker, Raumakustik, gebe ich dem jederzeit den Vorzug.
Sehe ich auch so und ich war schon auf hunderten Konzerten in meinem Leben. Allein die Dynamik und Energie kann aufgrund des fehlenden Körperschalls niemals mit Kopfhörern reproduziert werden.

Bei einer Lautsprecheranlage kann man durch schlechte Raumakustik und falsche Aufstellung viel verhunzen. Wenn man mit einem guten Kopfhörer hört, und mit der Kopfhörerpräsentation klar kommt, hat man ohne großen Aufwand eine sehr hohe Qualität.
Wenn aber bei einer Lautsprecheranlage Raumakustik und Positionierung stimmen, würde ich selbst eine relativ günstige Anlage jedem noch so teurem Kopfhörer vorziehen.
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  #6  
Alt 04.05.2018, 08:33
music is my escape music is my escape ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2013
Beiträge: 597
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Zitat:
Zitat von Dirac_28 Beitrag anzeigen
...aber deine Einleitung halte ich für einen kompletten Euphemismus.
Hallo und guten Morgen,

Ich würde noch einen Schritt weitergehen und ohne zu zögern behaupten, dass es unangemessen euphemisierend ist, besagte Einleitung lediglich als Euphemismus zu bezeichnen.

Weshalb das so ist, hast Du anschließend bereits sachlich korrekt und zudem wunderbar diplomatisch angeführt.

Ich mache es mir etwas leichter und bezeichne diese Einleitung als das, was sie in meinen Augen darstellt: eine unsägliche Schwurbelei voller pseudotechnischer Scheinargumente eingebettet in eine Armada pseudophilosophischer Worthülsen die irgendwie schlau und tiefsinnig und eloquent wirken wollen, in Wahrheit aber einfach nur nichtssagend (zum Thema, nicht zum Verfasser) und zudem sehr selbstverliebt daherkommen.

So toll es ist, dass hier regelmäßig Verlinkungen auf kleine Tests der aktuellen Objekte der Begierde gepostet werden, aber (nicht nur, besonders jedoch) in diesem Fall wäre weniger wirklich mehr gewesen und da geht es nicht einmal vorrangig um die mittlerweile bis zum Erbrechen oft geführte Diskussion LSP vs. KH.

Nichts für ungut,
Thomas
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  #7  
Alt 04.05.2018, 08:40
music is my escape music is my escape ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2013
Beiträge: 597
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Zitat:
Zitat von Dirac_28 Beitrag anzeigen
Hast dich aber gut von Stereophile inspirieren lassen, da wurde Joes Werbemasche auch schon als Vorlage genommen und fast die gleiche Einleitung geschrieben
Tatsächlich... Verblüffend!
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  #8  
Alt 04.05.2018, 11:10
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 677
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Hallo zusammen,

ich möchte an dieser Stelle etwas klarstellen.

Die final erstellte Einleitung findet ihr zwischenzeitlich auf meinem Blog. Bei der hier im Forum Geposteten handelt es sich um eine frührere Version, welche ich irrtümlicherweise und leider auch zu später Stunde ins Forum gesetzt habe. Leider läßt sich dieser Fehler ja 30 Minuten nach der Veröffentlichung nicht mehr korrigieren, nachdem er mir aufgefallen war.

Mit auch ein Grund dafür, warum ich bereits vor einigen Monaten meinen eigenen Blog erstellt habe. Denn die fehlende Möglichkeit, im Nachhinein Testberichte zu einzelnen Gräten sinnvoll zu ergänzen oder auch zu korrigieren, halte ich nach wie vor für ein großes Manko in diesem Forum.

Ferner ist mir klar geworden, nachdem ich nun wieder die „freundlichen Kommentare“ gelesen habe, welche sich, von Hans einmal abgesehen, wie so oft in keinster Weise auf die beiden ABYSS Kopfhörer beziehen, dass es für mich zukünftig keinen Sinn mehr macht, in diesem Forum weiterhin noch Testberichte zu veröffentlichen. Denn mein Fass ist genau jetzt übergelaufen.

Ich habe für die unbezahlte Erstellung dieser Rezension wieder einmal 3 Tage meiner Freizeit investiert. Die zahlreichen Hörabende gar nicht mal mit einberechnet. Diesen Aufwand (über 60 Testberichte) betreibe ich inzwischen seit nunmehr 2,5 Jahren, ohne dafür bislang auch nur einmal monetär entlohnt worden zu sein. Was im Übrigen auch völlig OK für mich ist.

Was allerdings nicht OK ist, sind, nicht nur bezogen auf diesen Beitrag, die zum Teil schon unverschämten Wortmeldungen von insbesondere denjenigen Foristen, welche ansonsten in keinster Weise zur tatsächlichen Produktivität in diesem Forum beitragen.

Meine Intention ist es grundsätzlich, möglichst alle Forenteilnehmer immer umfassend und aktuell über die neuesten Entwicklungen im Kopfhörersegment zu informieren. Und gleichsam die Reputation unseres Forums in der öffentlichen Wahrnehmung zu steigern. Was mir, ganz unbescheiden, auch oft genug gelungen ist.

Es tut mir um alle Leser in unserem Forum leid, welche meine Rezensionen unter Umständen stillschweigend genossen haben und bedanke mich gleichsam für die vielen netten Worte in den vergangenen Jahren, auch per PN.

Um die Übrigen eher nicht. Auf Menschen, welche ihre zynischen oder gar unqualifizierten Kommentare auf zumeist 3 Zeilen beschränken, kann ich auch in Zukunft dankend gerne verzichten.

Lieben Gruß
Wolfgang
__________________
Meet the Musicalhead.de

Geändert von fidelio (04.05.2018 um 11:35 Uhr).
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  #9  
Alt 04.05.2018, 11:54
didi didi ist gerade online
 
Registriert seit: 21.03.2013
Beiträge: 588
Standard

Hallo Wolfgang,

ich kann dir nur in allen Punkten recht geben und dir zu deiner Entscheidung gratulieren.

Auch ich habe mich in der Vergangenheit immer mehr zurückgezogen und es vermieden im Forum konstruktive Berichte oder Erfahrungen über Geräte und Kopfhörer zu schreiben.

Es ist mittlerweile wirklich eine Katastrophe wie einige Mitglieder die Qualität des Forums zerstören!

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Block und werde deine Berichte dort mit Freude und Interesse verfolgen.

Viele Grüße

Didi
__________________
Diverse Kopfhörerverstärker und Kopfhörer.
Aber die wahre Leidenschaft ist und bleibt das Musikhören!
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  #10  
Alt 04.05.2018, 12:13
Sonetto Sonetto ist offline
 
Registriert seit: 24.07.2017
Beiträge: 12
Standard

Hallo Wolfgang,

als einer der von Dir zitierten stillen Mitleser in diesem Forumsbereich, bedanke auch ich mich für die spannenden, sehr informativen und vor allem auch die ganze Spannweite unseres Hobbys umfassenden Berichte von Dir. Ich freue mich schon auf weitere Rezensionen in Deinem Blog und Dir auch viel Erfolg damit.

Grüße Sonetto

(Ich weiss schon, warum ich in diesem Forum nie aktiv geworden bin ...)
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