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KH - Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

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  #121  
Alt 22.01.2012, 14:25
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Hi,

Ihr seid ja gut zu Gange in Sachen Röhren und das ist gut so, zu wissen, dass da Mannen sind, die auch in dem Bereich mit Information zur Seite stehen.

Ich wollte nochmals auf den Cavalli selbst eingehen, weil mich öfters PNs oder Mails erreichen mit der Frage versehen, wie notwendig eine solche Ampmaßnahme wäre. Meist sind diese Fragen mit einem HD800 oder LCD-3 verknüpft.

Notwendig? Eine gute Frage, die man zunächst wie bei allem mit der berühmten Gegenfrage beantworten müßte: Was ist wirklich notwendig? Eine höchst subjektive Angelegenheit, würde ich meinen.

Meine Antwort dennoch ja! Ein klares Ja! Hierzulande vertretene Schmieden oder Fertigungsstätten werden aber auch nachlegen. Das wird so am Bodensee sein, es wird bei BMC so sein, das wird einen Norbert Lehmann betreffen, Hifiman stellt ein Leistungskaliber hin und auch MalValve schlägt zu. Unabhängig zunächst mal davon, welcher Amp von all denen, die noch in Planung sind, am Ende jemandem am meisten zusagt. Das bleibt am Schluss eine persönliche Entscheidung.

Die wichtige Angelegenheit ist, dass es überhaupt entsprechende Kaliber gibt bzw. geben wird.

Ich kann mit einem Ferrari durchs Dorf fahren. Was spricht dagegen? Dafür wird ihn sich aber wohl kaum jemand allein zulegen. Oder mit einer Limousine, die alles hat. Ich werde ganz sicher meinen Spaß nicht nur auf das ebenfalls gegebene Wohlgefühl bei 50km/h in der Ortschaft beschränken, sondern mache das Teil auch mal auf, fahre eine lange Strecke, lass die Muskeln spielen und und und.

Muss ich das haben? Nein.

Bei der Musik und insbesondere bei sehr komplexer Musik kommt noch etwas anderes hinzu, was ich mit meinem KFZ-Beispiel gar nicht greifen kann. Die Vorgabe existiert bereits. Es wäre dann eher so, dass ich mich mit einer entsprechenden Fahrzeugklasse im Wettbewerb mit mehreren befinde und als letzter das Ziel durchfahre. Der Sinn dieser Angelegenheit ist aber ganz sicher, nicht als letzter anzukommen.

Wenn ich Klassik höre, ergibt sich für mich ebenfalls kein richtiger Sinn, wenn ich lediglich dem Thema beiwohne, alles aber nur mit halber Kraft, halbem Raum, halber Souveränität umgesetzt wird. Mir fehlt dann etwas ganz entscheidendes. Nicht der Kick, gegen den habe ich aber auch nichts, sondern die Größe und Selbstverständlichkeit. Ohne diese beiden Punkte wirkt es so, als wäre alles noch zuviel zusammengestaucht, zu sehr aufeinander klebend, nicht frei genug atmend, sich auch nicht schnell und kräftig genug entfesselnd, dynamisch eingebremst, räumlich noch eingebremst sowie mangels Auflösung, Farbe, Feinsinn noch nicht ganz fertig. Schnell wird aus dem ausgewachsenen Pferd so ein Ponny.

Auch das Ponny macht Spaß. Ist die Vorgabe für das ausgewachsene Pferd allerdings gegeben, nutzt das Ponny nichts. Es bleibt dann am Ende für die entsprechende Angelegenheit zu klein, zu schmächtig, zu kraftlos.

Aus diesem Grunde ist für mich ein Cavalli auf jeden Fall in Bezug auf einen KH-Boliden eine klare Sache. Ich würde ihn auch selbst in Bezug auf einen beyer DT 880 oder einen HD 600 als klare Sache verstehen. Warum? Ganz einfach. Wenn jemand mitbekommen hat, welche Muskeln, welche Bühne, welche Lässigkeit, Präzision, Farblichkeit auch diese beiden Hörer auf die Beine stellen können, dann möchte man Selbige logisch nicht mehr anders hören. Betreibe ich meinen DT 880 beispielsweise am HD53N, dann ist es so, wie zuvor beschrieben. Eine feine Angelegenheit. gehe ich mit selbigen Hörer an den Cavalli, dann knallt es und zwar in jedweder Hinsicht. Wenn man das nicht kennt, ist es unmöglich von einer Person zu verlangen, sich eine Vorstellung davon zu machen, was ein DT 880 oder ein HD 600 zeigen können.

Geht der Weg dann zu den Flagschiffen, dann auf jeden Fall. Das Fass, das damit aufgemacht ist, verlangt ganz klar danach. Wenn ich Wert auf diese große Wiedergabe, groß eben in allem, lege. Wenn ich damit zufrieden bin, dass ein LCD-3 eher als Teenager auftritt, ganz klar bedeutet hier Teenager nichts schlechtes, dann betreibe ich ihn an den üblichen Verdächtigen. Es bleibt aber dann in allem kleineres Kino, das kann man drehen und wenden wie man will. Ich muss einfach wissen, was ich haben will.

Ich kann ein Fagott so hören, dass ich einen sauberen Ton habe mit einem gewissen Maß an körperlichem Ausdruck, um das Instrument A als das zu erkennen, was es ist und B auch meinen Anspruch in vertretbarer Sättigung zu befriedigen. Das ist genau das, was unsere üblichen Ampkandidaten im Prinzip machen. Genau dort bedienen sie. Und damit ist man deutlich weg von dem, was man erhält, wenn man den gleichen KH beispielsweise in die Klinke einer Pianocraft einstöpselt. Alles keine Frage.

Damit bin ich aber noch nicht wirklich dort, wo das Knöpfchen mal so aufgeht, dass ich spürbar an einer Konzertaktion teilnehme. Die sieht anders aus, nochmal eine ganze Liga anders. Das gleiche Fagott so dargestellt, zeigt einen anderen Körper, ein anderes Tonspektrum, deutlich mehr Ausdruck, mehr tatsächliches Vorhandensein und vor allem nochmals eine ganz andere Klangfarbe. Wenn man sich das dann auf den kompletten Orchesterapparat transportiert, ist es keine Kunst, sich vorzustellen, was es bedeutet, wenn das gesamte Szenario richtig entfacht wird, Größe, Ausdruck und Farbe bekommt. Wenn plötzlich der Pulk der ersten Violinen auchmal als eine dreidimensionale Einheit mit Tiefendarstellung vor einem auftaucht. Dann setzt ein weiterer als Block begreifbarer oder vermittelter zweiter Streicherapparat ein, mit Dimension, Hörner kommen hinzu, einfach mal weniger draufgeklatscht erfahrbar, sondern mit der Luft dazwischen versehen erscheinend. Weiter aus der Raumtiefe ein völlig klares Percussion-Szenario und alles stört sich nicht, verschmiert und verschliert nicht. Die Bleche setzen ein, erst wunderbar dezent, dann mit voller Kraft schmetternd und dabei nie den Bogen überreizend, nie nervend, aber unwahrscheinlich viel Energie frei setzend, usw usw usw.

So und dann noch in ausladender Räumlichkeit, alles in völliger Überschaubarkeit, zu jeder Sekunde stressfrei, aber höchst authentisch, möchte ich gerne einem Orchester bzw. einer Komposition lauschen. So wird nicht nur eine schöne Musik und gute Melodie daraus fürs Ohr, sondern auch mal ein Orchesterapparat als große Arbeits- oder Aktionsmaschine daraus.

Was glaubt denn jemand, welch ein Unterschied für die Wahrnehmung wächst, wenn er Arthur Honnegers Pacific 231 per LCD-3 und V200 serviert bekommt oder per LCD-3 und Cavalli zu Gehör bekommt? Wenn das Orchester die ganze Fahrt einer Dampflok darstellt? Schnaufend, die schweren Zylinder bewegend. Das ist überhaupt kein Vergleich. Der Cavalli lässt aus dieser Instrumentendarstellung eine eine mächtige Dampflok, ein Arbeitstier entstehen, während disese gesamte Szenario am V200 - jo, nicht übel, aber recht nett entsteht.

Deshalb mein Tip und wenn es zehnmal ganz sicher keine Schnäppchenaktion ist: Wenn man es vollkommen machen möchte, dann stellt man seinem LCD-3 einen Cavalli an die Seite. Es rentiert sich hinten und vorne und ist ja auch eine Entscheidung auf Jahre hin.

Dabei geht es nicht nur darum, dass wie erwähnt hier Größe, Erwachsenheit mit ins Spiel kommen, nein, auch das sowohl technisch wie auch harmonisch zu betrachtende Zusammenspiel zwischen LCD-3, aber auch HD 800 und einem Cavalli ist von allererster Güte oder einfach anders gesagt: pure Sahne.

Gruß,
Otwin
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  #122  
Alt 27.01.2012, 18:54
dBel84
 
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another photo quizz for pronatural :Whistle:



..dB
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  #123  
Alt 30.01.2012, 14:12
pronatural pronatural ist offline
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Hello Donald,

this is a real classic from the USSR from
Voskhod Joint Stock Company - Kaluga Radiovalve Plant

Year 1978.
Kaluga is 190 km southwest from Moscow and a nice little Town.

Diese Röhren sollen besser sein als Reflector Röhren.
Das kann ich aber nicht sagen, da ich nie welche verglichen habe.

Sind diese Röhren im LF gut?

Ich kenne nur diese 12AX7 von Voskhod:
Angehängte Grafiken
 
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
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Bleibt wie Ihr seid ...

Geändert von pronatural (30.01.2012 um 14:32 Uhr).
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  #124  
Alt 03.02.2012, 08:12
pronatural pronatural ist offline
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Hallo Ihr Cavalli Liquid Fire Besessenen,

mal eine kleine technische Frage.

Der LF wir ja mit der Option der beiden 1/4“ Klinken
in 50 /100 Ohm und 0/50 Ohm ausgeliefert. Welche
Kombination ist den für welchen Kopfhören am besten
geeignet?
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
{:-)

Bleibt wie Ihr seid ...
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  #125  
Alt 03.02.2012, 12:21
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Hi Helge,

In einem zurück liegenden Gespräch sagte mir einmal Carlos Candeias: Wenn ein Kopfhörer vernünftig gemacht ist, läuft er am niederimpedanten Ausgang. Bei meinem Liquid Fire habe ich ja nur die beiden Optionen entweder 50 Ohm obere Klinke oder 100 Ohm untere Klinke. Zu 0 Ohm kann ich deshalb nichts sagen. Ich betreibe aber vorzugsweise alle Kopfhörer an dem 50 Ohm Ausgang. Die 100 Ohm kamen hier und da zwar auch kurz in Betrieb, aber an 50 Ohm laufen die Hörer besser.

Gruß,
Otwin
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  #126  
Alt 03.02.2012, 14:08
pronatural pronatural ist offline
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Registriert seit: 15.06.2010
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Hallo Otwin,

das klingt plausibel. Der LCD-2 oder LCD-3 macht es den Aps. ja von Hause aus schon
leicht. Ich bin noch nicht ganz dahinter gekommen warum man mit dem Ausgangswiederstand
des Verstärker spielt (optional 0/50 oder 50/100 Ohm) und nicht mit dem Regelbereich des
Potentiometers, den TDK hat ja unterschiedliche Werte zur Verfügung (10,50,100 o. 250k/log),
falls es dem einem oder anderen Anwender zu wenig Regelbereich
für die KH/KHV Kombination gibt.

Vielleicht weiß Donald da noch etwas zu. Würde mich auf jeden Fall interessieren
was da die bessere Lösung ist.
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
{:-)

Bleibt wie Ihr seid ...
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  #127  
Alt 03.02.2012, 14:41
bruce
 
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Zitat:
Ich bin noch nicht ganz dahinter gekommen warum man mit dem Ausgangswiederstand
des Verstärker spielt (optional 0/50 oder 50/100 Ohm) und nicht mit dem Regelbereich des
Potentiometers,
Ist für mich auch nicht ganz einsichtig, der Quellwiderstand des Amps interagiert doch mit der Impedanz des Kopfhörers, was dann mehr oder minder je nachdem sich auf den Frequenzgang, also ganz direkt auf den Klang auswirkt. Ich hätte gedacht, dass man am unverfälschesten mit möglichst niedrigem Quellwiderstand, sprich hohem Dämpfungsfaktor hört. GegenEMK des Kopfhörers sollte eigentlich zu vernachlässigen sein.

Geändert von bruce (03.02.2012 um 14:48 Uhr).
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  #128  
Alt 03.02.2012, 15:15
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Hi,

Nun ja, dieses Spiel zweier zur Verfügung stehenden Impedanzen ist recht cool zu sehen. Ein HD53N beispielweise zeigt das ebenfalls auf. Im Normalfall entstand nicht die Frage, wo man andockt. Am besten am 0 (10) Ohm Ausgang. Bei symmetrischem Betrieb fällt dieser 10 Ohm Serienwiderstand ja ganz raus, weil die Kurzschlussgefahr nicht gegeben ist.

Trotzdem gab es aber auch Kopfhörer, die sich an den 100 Ohm wohler fühlten. An 10 Ohm kam es zu einem leicht zu stringentem Klang. Obwohl an den 100 Ohm dann ein kleines Soundpölsterchen auf das Signal kam, war es vom Gesamteindruck aber entspannter.

Somit bleibt es am Ende auch ein Stück weit im Bereich einer persönlichen, geschmacklichen Entscheidung.

Gruß,
Otwin
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  #129  
Alt 03.02.2012, 15:54
2007
 
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Otwin, ich bin deinen Beschreibungen verfallen.
Klitzekleiner Pferdefuß - die beschriebene Traumkombination bekommt man testweise kaum zu Gehör.
Vielleicht auf der HighEnd 2012 ?
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  #130  
Alt 03.02.2012, 16:01
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Zitat:
Zitat von 2007 Beitrag anzeigen
Otwin, ich bin deinen Beschreibungen verfallen.
Klitzekleiner Pferdefuß - die beschriebene Traumkombination bekommt man testweise kaum zu Gehör.
Vielleicht auf der HighEnd 2012 ?
Ich nix Information haben. Wüßte nicht, wie das gehen sollte. LCD-3 mit Sicherheit. Aber der Rest ...?
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