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Blindtests und "Verblindete Tests" Dieses Forum beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von "Verblindeten Hörtests"

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  #21  
Alt 06.06.2019, 10:51
skeptiker skeptiker ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 82
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Ein Mitglied unseres Hifi-Zirkels meinte, er praktiziere auschließlich den
BT-Smart für alle Arten von Gerätevergleichen die der Vorstufe vorgeschaltet sind. BT-Smart liefere ihm das beste Verhältnis aus Aufwand und Erkenntnis.


Dazu bedarf es natürlich mindestens zwei Personen. Einer stellt sich vor die Geräte und verdeckt die Einsicht. Er bestimmt womit gestartet wird.



Pegelabgleich so genau wie möglich, Verkabelung zum Vorverstärker gleich, Umschaltpausen so kurz wie möglich.


Was dabei herauskommt hat sich bis jetzt immer als "belastbar" herausgestellt.


Gefällt mir


Gruß
skeptiker
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  #22  
Alt 06.06.2019, 11:37
OpenEnd OpenEnd ist offline
OpenEnd Admin
 
Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 7.828
Standard

Hallo Freunde,

hier im Blindtestbereich könnt ihr über das Thema diskutieren, bis der Arzt kommt. Nettiquette vorausgesetzt.

Interessant wäre, zu erfahren, wie man Autosuggestion wirksam begegnen kann.

Grüßle vom Charly
__________________
Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
Bin überzeugter Agnostiker
Wohnort: Obertraubling bei Regensburg
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  #23  
Alt 06.06.2019, 11:40
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 10.351
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Ganz einfach: Man suggeriert sich, daß man durch "Blindtests" keine Autosuggestion mehr hat.
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  #24  
Alt 06.06.2019, 11:44
Elbe1 Elbe1 ist offline
 
Registriert seit: 20.04.2018
Beiträge: 329
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Blindtest ist vielleicht hilfreich, wenn es ein Langzeitblindtest ist.
Nur wie kann man den realisieren, wenn man je einen Monat ein Gerät verbindet testen möchte?
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  #25  
Alt 06.06.2019, 11:56
Wonneproppen Wonneproppen ist offline
Missetäter
 
Registriert seit: 19.12.2013
Beiträge: 4.196
Standard

Mitunter würde es helfen, wenn nicht ältere Herren mit ihrem Resthörvermögen definieren wollten, was "man" hören kann.
__________________
Wer mich nicht lieb hat, muss noch an sich arbeiten.
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  #26  
Alt 06.06.2019, 11:57
skeptiker skeptiker ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 82
Standard

Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
Hallo Freunde,

Interessant wäre, zu erfahren, wie man Autosuggestion wirksam begegnen kann.

Grüßle vom Charly

Klare Antwort:


Geht nicht! Macht aber aber auch nichts.



Damit lässt sich doch arbeiten.

Gruß
skeptiker
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  #27  
Alt 06.06.2019, 13:21
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 989
Standard

Zitat:
Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen

Interessant wäre, zu erfahren, wie man Autosuggestion wirksam begegnen kann.
Hallo Charlie,

ich persönlich ziehe für mich da zunächst erst mal so eine Art Trennlinie:

A) "Zusammenhang-erzeugende" Suggestion" (= z.B. wissen, was gerade läuft)

B) "Over-all-Einfluss-erzeugende Suggestion (persönliches Wohlbefinden, Raumbeleuchtung/Atmosphäre etc... etc....

C) Suggestionseffekte aufgrund abweichender, äußerer Umstände


Punkt A...... sollte man auf jeden Fall vermeiden. Denn das Wissen um ein Produkt bzw. einen Hersteller nützt 0,0, es tritt ausschließlich der angesprochene (negative) Effekt auf. Lässt sich aber recht einfach vermeiden, so wie es z.B. Skeptiker bereits beschrieben hat

Punkt C..... in dem man erst mal die "dicksten Brocken" aus dem Weg räumt, die da lauten:

Timing:
-zu wenig Zeit für das Einhören aufgrund zu schneller Umschaltphasen
-zu viel Zeit beim Umschalten für das Einhören (= "out of mind"-Effekt)

...... wobei hier sicherlich (sogar sehr gerne) konstruktiv darüber diskutiert werden kann, was für ein Zeitfenster angemessen bzw. ideal ist

Raumtemperatur
- abweichend/ nicht identisch und/oder nicht der persönlichen Wohlfühltemperatur entsprechend (=technische/physische Einflüsse auf das Equipment themenbezogen mal außen vor)

Licht/Beleuchtung
- siehe Raumtemperatur-

Wer Punkt C tiefgreifender perfektionieren möchte: In Wolfgangs Beitrag finden sich auch noch weiterreichende Ansätze.

Punkt B

.... hierunter fällt im Prinzip so gut wie alles, was unser Gehirn bereits von sich aus suggeriert.

Einordnung/Betrachtung der drei Punkte:

Punkt A und C sind eindeutig kontraproduktiv, zur Wahrung einer unbedingt zu erhaltenden "objektiven Subjektivität" führt an den genannten Maßnahmen kein Weg vorbei.

Völlig anders hingegen Punkt B: Hier stellt sich die berechtigte Frage, wie sinnvoll es tatsächlich und überhaupt ist, daran "herumzudoktern". Schließlich soll das "erlebte" ja in allererster Linie Aufschluss darüber geben, ob einem etwas gefällt oder nicht. Und auch, um für sich selbst Transparenz zu schaffen, wie viel einem das gehörte (zzgl. Dingen wie Optik und/oder Haptik) in € letztendlich individuell wert ist.

By the Way: Eine meiner Meinung nach leider viel zu häufig anzutreffende, imo völlig irrige Annahme:
Blindtests wären ausschließlich dazu da, die Argumente all jener zu untermauern, es gäbe bei Elektronik keine klanglichen Unterschiede. Genährt durch den Umstand, dass viele dieser Standpunkt-Verfechter den Begriff "Blindtest" leider tatsächlich für ihre Zwecke missbrauchen.

Sicherlich auch aufgrund dessen wird dann sehr oft völlig übersehen, wie wertvoll und unterstützend sie -richtig eingesetzt- oftmals sein können.
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

Geändert von keinkombigerät (06.06.2019 um 13:34 Uhr).
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  #28  
Alt 06.06.2019, 13:51
keinkombigerät keinkombigerät ist offline
 
Registriert seit: 09.04.2018
Beiträge: 989
Standard

Zitat:
Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
Mitunter würde es helfen, wenn nicht ältere Herren mit ihrem Resthörvermögen definieren wollten, was "man" hören kann.


--------------------------------------------------------------------------
Natürlich ist jedes Hörvermögen unterschiedlich, somit auch Höreindrücke individuell.
Verallgemeinerungen wie von dir beschrieben habe zumindest ich hier in diesem Forum aber bisher noch nicht erlebt. Ganz abgesehen davon: Selbst im Alter von 95 Jahren kann man beispielsweise durchaus noch allgemein gültige Aussagen treffen, ohne sich selbst als Maßstab nehmen zu müssen.
__________________
Gruß

Patrik


Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung
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  #29  
Alt 06.06.2019, 14:37
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 10.351
Standard

Alles, was hier oder anderswo über Höreindrücke geschrieben wird, ist per se subjektiv. Und bleibt es auch. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen.. Das heißt aber nicht, daß sie keine Relevanz hätten. Kenne ich z.B. jemanden gut, und sind mir seine Horgewohnheiten, seine Hörpräferenzen und Anlage bekannt, kann ich seine Höreindrücke schon für mich besser einordnen, als wenn ein mir Unbekannter irgendwas erzählt.
Um solche Eindrücke einigermaßen für mich einzuschätzen brauch ich auch nicht zu wissen, ob sie unverblindet oder verblindet gewonnen wurden.
Für mich sind Blindtests völlig irrelevant. Mit einem normalen Hören haben sie für mich nicht das Geringste zu tun und werfen mehr Fragen als Antworten auf.


Wer sie jedoch zur eigenen Urteilsbildung braucht, der soll sie halt durchführen. Viel Spaß dabei.
Mit Zitat antworten
  #30  
Alt 06.06.2019, 15:42
skeptiker skeptiker ist offline
 
Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 82
Standard

Zitat:
Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
Hallo Charlie,

ich persönlich ziehe für mich da zunächst erst mal so eine Art Trennlinie:

A) "Zusammenhang-erzeugende" Suggestion" (= z.B. wissen, was gerade läuft)

B) "Over-all-Einfluss-erzeugende Suggestion (persönliches Wohlbefinden, Raumbeleuchtung/Atmosphäre etc... etc....

C) Suggestionseffekte aufgrund abweichender, äußerer Umstände


Ich setze da mal ein D) dazu.


D) ist mein Gerät, war teuer, sieht am besten aus




--------------------------------------


Was die jeweilige Hörzeit betrifft, habe ich die für mich belastbarsten Ergebnisse erreicht wenn die Umschaltphasen (keine Umstöpselphasen!!!) nicht länger als maximal 3 - 5 Sekunden betragen.



Die eigentlichen Hörphasen nicht länger als 2 Minuten.


Sonst greift in meinem menschlichen Audiosystem dermaßen stark die individuelle Autokorrektur ein, dass ich letztlich vor allem meine Adaptionsfähigkeit bewerte.


Gruß
skeptiker
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