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KH - Kopfhörer - Testberichte & Rezensionen Hier können Forenteilnehmer ihre Kopfhörer Hörerfahrungen einstellen

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  #1  
Alt 25.04.2018, 22:00
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 722
Standard Test FELIKS AUDIO ECHO

Hallo zusammen,

heute teste ich für euch weltexklusiv den brandneuen Kopfhörerverstärker ECHO der kleinen polnischen Manufaktur FELIKS AUDIO. Vielen lieben Dank noch einmal an Lukasz Feliks für die schnelle und unbürokratische Zusendung des allerersten Seriengerätes.

Der polnische Hersteller produziert bereits seit Mitte der 90’er Jahre technisch ausgefeilte und anspruchsvolle Röhrenverstärker, ursprünglich als Subunternehmer für Auftragsarbeiten von renommierten HIGH-END Marken aus aller Welt.

Seit einigen Jahren jedoch sorgen die innovativen Polen mit der hauseigenen Marke FELIKS AUDIO für mächtig Furore im nach wie vor stetig wachsenden Röhrensegment, speziell mit Ihren beiden international hoch gelobten Spitzenverstärkern ELISE und EUFORIA.

Bei mir daheim spielt seit einigen Wochen das TOP-Modell EUFORIA unter anderem in kongenialer Zusammenarbeit am hochohmigen Referenzkopfhörer AUDIO TECHNICA ADX5000. Aber auch Ohrlautsprecher mit weit niedrigerer Impedanz bereiten dem phänomenal neutral aufspielenden EUFORIA keinerlei Schwierigkeiten. Insbesondere wirkungsgradstarke Aspiranten wie der FOCAL UTOPIA oder auch ein AKG812 PRO laufen am polnischen Spitzenverstärker zur absoluten Hochform auf.

Aus diesem Grunde war ich selbstverständlich sehr gespannt auf das neueste Einsteigermodell des sympathischen kleinen Familienbetriebes aus Lubliniec. Wie seine größeren Brüder arbeitet auch der ECHO im klangförderlichen OTL Modus, vorzugsweise mit Spielpartnern im optimalen Impedanzbereich von 100 – 600 Ohm zusammen.

Der kleinste Röhrenverstärker von FELIKS AUDIO ist allerdings auch der feingeistigen Interaktion mit niederohmigen Kopfhörern nicht abgeneigt, wie sich im späteren Klangtest noch herausstellen wird.

Verarbeitung & Ausstattung

Die Verarbeitungsqualität des vollständig in Handarbeit hergestellten Kopfhörerverstärkers kann angesichts des vom Hersteller avisierten Verkaufspreises von 399,- Euro nur als überragend bezeichnet werden.

Allein schon die seitlich angebrachten und paarweise ausgewählten Echtholzpanele sind handwerklich perfekt verarbeitet und harmonieren optisch ausgezeichnet mit den mattschwarzen und metallisch glatten Flächen des KHV, welche nur durch den mittig platzierten Ringkerntransformator mit aufgebrachtem silbernen Firmenlogo unterbrochen werden.

Man merkt dem FELIKS AUDIO ECHO darüber hinaus in nahezu jedem Detail die über 20-jährige Erfahrung des polnischen Herstellers in der Produktion von erstklassigen Röhrengeräten an.

Eingangsseitig verfügt der ECHO über zwei 6N1P Treiberröhren, die Endverstärkung übernimmt wiederum ein 6N6P Doppeltrioden-Pärchen. Streng selektierte elektronische Bauteile und liebevolle Detaillösungen wie beispielsweise vergoldete Keramiksockel zur Aufnahme der Röhren zeugen zudem von dem Bestreben von FELIKS AUDIO, bereits bei dem potentiellen Neueinsteiger in unser kurzweiliges Kopfhörerhobby einen starken und bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Zumal der ECHO einer grundsätzlichen Experimentierfreude bezüglich des einfachst durchzuführenden Röhrenwechsels jederzeit aufgeschlossen gegenübersteht und ganz nebenbei noch mit einer formidablen Vorverstärkerfunktion aufwartet. Da der KHV zudem mit einem automatischen BIAS-Schaltkreis versehen ist, entfällt auch die lästige Neujustierung der Röhren nach einem potentiellen Tausch.

Der kleinste KHV des polnischen Herstellers beeindruckt weiterhin mit stabil ausgeführten und vergoldeten Chinchbuchsen auf der Rückseite, sowie mit einem linksseitig platzierten 6,3 mm Kopfhöreranschluss auf der Frontplatte. Der Schalter zur Inbetriebnahme des Gerätes befindet sich im Übrigen unmittelbar neben der rückseitigen Netzsteckerbuchse.

Sicherlich zeugen einige kleine Details, wie beispielsweise die zahlreich auf dem Gehäuse verteilten schwarzen Kreuzschlitzschrauben, oder auch ein Drehpotentiometerknopf aus mattschwarz lackiertem Kunststoff, von kaufmännisch determinierten Zwängen. Welche dem hervorragenden Gesamteindruck des ECHO allerdings in keinster Weise einen Abbruch tun.

Der zukünftige Besitzer eines FELIKS AUDIO ECHO kann sich somit nicht nur an einer ausgezeichneten Verarbeitungsqualität erfreuen, sondern ebenso die bemerkenswerte Güte der einzelnen Bauteile bestaunen.

Der materialtechnisch betriebene Aufwand ist für ein Gerät dieser Preisklasse tatsächlich vorzüglich und in dieser Form wohl auch nur deshalb möglich, weil die Geräte nach wie vor ausschließlich direkt ab Werk vertrieben werden.

Vorbereitung

Die vier Röhren des FELIKS AUDIO ECHO, welche nach Angabe des Herstellers möglichst in einer festgelegten Reihenfolge implementiert werden sollten, werden von mir vor ihrem ersten musikalischen Einsatz zunächst 50 Stunden im Dauerbetrieb eingebrannt.

Um dem ECHO außerdem ein adäquates Umfeld zu bieten, wähle ich als geeignete Signalquelle meinen AURALIC ALTAIR, welchen ich über ein NORDOST WHITE LIGHTNING Kabel mit den Chincheingängen des Kopfhörerverstärkers verbinde.

Als passender Ohrlautsprecher für den noch jungfräulichen Kopfhörerverstärker empfiehlt sich zunächst mein GRADO RS1. Der fast schon legendäre On-Ear KH der amerikanischen Manufaktur passt möglicherweise auch preislich sehr gut in ein etwas enger gefasstes Budget. Außerdem sollte er den ECHO bezüglich der Leistungsanforderung auch vor keine allzu großen Probleme stellen.

Aber auch der AUDIO TECHNICA ADX5000, welcher sich bereits am EUFORIA als nahezu idealer Partner erwiesen hat, erhält seine Spielzeit am neuen ECHO, auch, um gegebenenfalls die klanglichen Grenzen im Vergleich zum EUFORIA aufzuzeigen. Der ADX5000 fällt monetär selbstverständlich aus einem vernünftigen Rahmen und dient somit primär eher der Wahrheitsfindung.

Als musikalisches Testmaterial dienen mir wieder einmal die üblichen Verdächtigen aus Klassik, Jazz, Pop und Rock. Die entsprechenden Digitaldaten in HIGH-RES Auflösung werden dabei entweder unmittelbar von QOBUZ über den AURALIC ALTAIR gestreamt oder direkt von seiner externen Festplatte abgerufen.

Weitere Informationen zum neuen FELIKS AUDIO ECHO erhaltet ihr natürlich auch auf den Seiten des Herstellers: http://www.feliksaudio.pl

Klangtest

Meinen Testbericht zum FELIKS AUDIO ECHO findet ihr wieder einmal auf meinem Blog unter: http://musicalhead.de/2018/04/25/tes...ks-audio-echo/

Viel Spass beim Lesen.

Lieben Gruß
Wolfgang
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  #2  
Alt 26.04.2018, 01:12
HearTheTruth HearTheTruth ist gerade online
 
Registriert seit: 04.09.2008
Beiträge: 3.132
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Grüße Dich

Danke für den tollen Test.
Das Gerät hat mein Interesse geweckt und ich werde mal mit Feliks Kontakt aufnehmen,zumal auch noch ein Vorverstärkerausgang für meine Aktivboxen
implementiert ist.
LG
Rolf
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Geändert von HearTheTruth (26.04.2018 um 02:02 Uhr).
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  #3  
Alt 26.04.2018, 07:26
music is my escape music is my escape ist offline
 
Registriert seit: 30.11.2013
Beiträge: 641
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Und ich dachte, dass der Echo abgeschafft wird....

Schickes kleines Ding und preislich recht ansprechend, ein direkter Vergleich bspw. mit den Geräten von Shiit wäre interessant.

Optisch auch sehr gelungen!

Grüße,
Thomas
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  #4  
Alt 26.04.2018, 13:12
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
Beiträge: 722
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@HearThe Truth:

Hallo Rolf,

ist auch kein Problem, Kontakt zu FELIKS AUDIO aufzunehmen, soweit ich informiert bin, wäre Lukasz Feliks dein direkter Ansprechpartner.

Ist im Übrigen auch ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Kannst ihm gerne einen netten Gruß von mir bestellen.

Feliks Audio
ul. Tuwima 2A
42-700 Lubliniec
POLAND
email: info@feliksaudio.pl
www.feliksaudio.pl

Lieben Gruß
Wolfgang
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Geändert von fidelio (26.04.2018 um 13:19 Uhr).
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  #5  
Alt 26.04.2018, 20:16
fidelio fidelio ist offline
 
Registriert seit: 18.10.2015
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Hallo zusammen,

sorry, kleine Korrektur in Sachen Verarbeitung beim ECHO:

das Drehpotentiomenter besteht nicht aus Kunststoff, wie im Test beschrieben, sondern aus mattschwarz lackiertem Aluminium.

Nur zu eurer Info, wen's interessiert...

Lieben Gruß
Wolfgang
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  #6  
Alt 12.06.2018, 13:28
Sepp Sepp ist offline
 
Registriert seit: 22.09.2008
Beiträge: 1.142
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In Ergänzung zum Testbericht von Wolfgang, den ich voll unterschreibe.

Der Echo für 399 Euro erweckte mein Interesse.

Das*Paretoprinzip, benannt nach Vilfredo*Pareto, auch 80-zu-20-Regel genannt, besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Für den Echo werden 20% des Preises vom Euforia aufgerufen. Zufall - vielleicht 😎.

Mein Versuch dem Echo die "80% Klangqualität" zu entlocken, begann mit einer 60 stündigen Einspielzeit. Nach etwa 40 Stunden platzte der Klangknoten. In den restlichen Stunden ergaben sich keine signifikanten Veränderungen mehr.

Vor Arbeitsaufnahme sollte ihm eine Aufwärmphase von 45 Minuten gegönnt werden. Der handwarme Trafotopf ist das Zeichen für den Hörstart.

Das musikalische Ergebnis hat Wolfgang schon beschrieben. Dem kann ich nichts hinzufügen.

Für mich hat (m)ein V 200 dagegen ein klares klangliches Nachsehen.

Otto Normalverbraucher und selbstbewusste Genießer mit spitzem Stift sehen hier das Ende ihrer Fahnenstange erreicht.

Leider fehlt mir dazu die notwendige Portion Selbstbewusstsein. Der Echo als "Röhreneinstiegsdroge" wird allgemein seine Wirkung entfalten. 😎

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt 😂.

Die Abhörkette
Laufwerk Swoboda/Sony SCD-777 ES
Auralic Aries mini mit Tidal
RME ADI 2 DAC (Leihgabe)
AKG 812
Beyerdynamik T 1(Leihgabe)
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  #7  
Alt 12.06.2018, 14:57
maasi maasi ist offline
 
Registriert seit: 28.12.2008
Beiträge: 1.168
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Zitat:
Zitat von Sepp Beitrag anzeigen

Otto Normalverbraucher und selbstbewusste Genießer mit spitzem Stift sehen hier das Ende ihrer Fahnenstange erreicht.

Leider fehlt mir dazu die notwendige Portion Selbstbewusstsein. Der Echo als "Röhreneinstiegsdroge" wird allgemein seine Wirkung entfalten. 😎
Hallo Sepp,

das heißt im Ergebnis, dass Du vom Paretoprinzip gleich wieder abweichst.

Somit kommen wir zur Grunderkenntnis aller "Highender" bzw. aller Nicht-Otto-Normalverbraucher: Die letzten Klangprozente sind die teuersten...

VG Uli
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  #8  
Alt 13.06.2018, 08:43
Sepp Sepp ist offline
 
Registriert seit: 22.09.2008
Beiträge: 1.142
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Zitat:
Zitat von maasi Beitrag anzeigen
Hallo Sepp,
das heißt im Ergebnis, dass Du vom Paretoprinzip gleich wieder abweichst.
VG Uli
Tja Uli, das Fleisch ist schwach, doch ab und zu muss man sich einnorden. Der Echo ist dafür ein ordentliches Werkzeug. Er zeigt einem den Grad der eigenen Schwachheit auf.

Im Übrigen höre ich den Echo auch unterschiedlich.
Es kommt auf den eigenen Hörwillen an. Bei 399 Euro Kaufpreis sträubt sich das schwache Fleisch ihm grundsätzlich vorurteilslos zuzuhören. Ein permanenter Kampf zwischen Bauch und Hirn.
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  #9  
Alt 27.06.2018, 04:20
HearTheTruth HearTheTruth ist gerade online
 
Registriert seit: 04.09.2008
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Bin mal auf den kleinen Echo gespannt.Er dürfte auf mein schwaches Fleisch innerhalb der nächsten Tage aufprallen. Ich hab ja immer auf den Brocksieper Earmax SE gesetzt, aber so hat es sich ergeben,das eine andere Röhre mit etwas mehr Leistung zum halben Preis meinen Weg kreutzte.
Da ich ja eigentlich nie ein Gerät ungehört kaufe,spüre ich diesmal ein gewisses Kribbeln im Bauch. Na mal abwarten.
LG
Rolf
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Sonarworks True Fi; SPOTIFY; ACER Aspire E17; Lehmann Audio Linear ; Rega DAC, Stein Clear ; Kenwood KD 990;
LS Sonus Natura Monitor Aktiv; Basen "The Rest" Creaktiv; Groneberg Netzleisten und Verkabelung
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  #10  
Alt 27.06.2018, 11:24
Sepp Sepp ist offline
 
Registriert seit: 22.09.2008
Beiträge: 1.142
Standard

@Rolli

Da bin ich mal gespannt.😎
Mit dem Lehmann besitzt du ein gutes Gegenstück.
Er bildet in jedem Fall eine Triangel körperhafter und punktgenauer ab.🤣
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