Hallo zusammen,
ich habe seit einigen Tagen den Bolero vorliegen, der u.a. mit PfleidRecording aufgenommen wurde. Ich habe den Bolero noch in 5 anderen Versionen vorliegen. Die Unterschiede sind so eklatant, dass ich bei 2 Aufnahmen dachte, meine Anlage wäre defekt. Wer hat ebenfalls Hörerfahrungen mit PfleidRecording?
So stelle ich mir authentische, fehlerfreie Wiedergabe vor, für die natürlich ein Punktstrahler ohne Frequenzweiche vonnöten ist.
Nachfolgend noch einige Anmerkungen von Herrn Pfleiderer entnommen - Quelle:
www.pfleid.de - zur Info
Grüsse vom Punktstrahler
"Alle Tonaufnahmeverfahren vor dem PfleidRecording wurden allein auf der Grundlage der Messtechnik entwickelt. Damals wusste man noch nichts über erste schallstarke Reflexionen, hielt Phasen-oder Zeitfehler als nicht für hörbar und konnte nicht sachgerecht mit Akustik umgehen.
Deshalb haben alle zuvor benützten Verfahren akustische Fehler, die erst mit dem heutigen akustischen Wissen erkannt werden können.
So hat das bei akustischen Instrumenten und der Aufnahme von klassischer Musik bis vor kurzem allgemein angewandte Aufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen die Fehler, dass sich beim Zusammenmischen der Signale der Haupt- und Stützmikrofone ein neuer, im Konzertsaal nicht vorhandener Klang ergibt und die zwei unterschiedlichen Ortungen für das gleiche Instrument zum Verlust der wirklichen Ortung führen. Der Ortungsverlust aber beeinträchtigt die Wiedergabe der Tiefenstaffelung, der Natürlichkeitsempfindung und ruft künstliche räumliche Effekte hervor. Da dieses Tonaufnahmeverfahren aber bis vor kurzem bei über 95 Prozent aller Aufnahmen mit klassischer Musik angewendet wurde waren eben über 95 Prozent dieser Aufnahmen nicht so wie sie hätten sein können. Dies ist eine Feststellung von der sich jeder durch den Vergleich mit PfleidRecording-Aufnahmen überzeugen kann.
PfleidRecording hingegen, berücksichtigt erstmals die Belange der Akustik und funktioniert so, dass das Gehör zu akustisch hochwertigen Klangeindrücken kommt. Deshalb erzielt man hier den richtigen Klang nicht durch das Zusammenmischen beliebig aufgestellter Mikrofone, sondern man sucht den Punkt wo im Konzertsaal der richtig überlagerte Klang der Muskinstrumente bereits vorhanden ist und gleichzeitig auch die Tiefenstaffelung der Musikinstrumente fix und fertig nur übernommen werden muss. Das so gewonnene Signal braucht nicht mehr klanglich nachbearbeitet werden und hat authenischen Wert. Gleichzeitig muss die Tonaufzeichnung aber so nah an dem Aufnahmeobjekt erfolgen, dass die Aufnahmeraumakustik nur so leise mit aufgenommen wird, dass sie bei der Lautsprecher-Wiedergabe nicht mehr hörbar wird und die Wiedergaberaum-Akustik nicht stört. Diese Forderungen ergaben sich aus meinen akustischen Forschungsarbeiten und daraus ergab sich die Theorie wie ein akustisch richtiges Tonaufnahmeverfahren funktionieren muss. Ich beschrieb drei Lösungsmöglichkeiten von denen ich mir vorstellte, dass sie die gewünschte Wirkung haben könnten:
1. als Mikrofon-Matrix mit vielen Mikrofonen über dem ganzen Orchester
2. als geringerer Aufwand mit nur einer Mikrofonreihe von fünf Mikrofonen über dem vorderen Rand des Orchesters und
3. als Mindest-Aufwand mit nur drei Mikrofonen über dem vorderen Rand des Orchesters
Ich selbst hatte bis zu meinem Ausscheiden aus dem Berufsleben leider keine Zeit mehr um die Verfahren zu erproben und festzustellen welcher der drei Lösungswege das optimale Ergebnis bringt. So kam es, dass PfleidRecording bis zu den ersten Versuchen im Jahr 2008 immer nur in der Theorie existierte und das auch noch in drei möglichen Ausführungen. Bei den ersten Probeaufnahmen zeigten bereits die ersten Versuche mit dem Verfahren, das als Mindest-Aufwand nur drei Mikrofone über dem Vordern Rand eines Orchesters benützt, solch beeindruckende Ergebnisse, dass die beiden anderen Möglichkeiten gar nicht weiter verfolgt wurden. Alle bei uns käuflich erwerbbaren PfleidRecording-Aufnahmen wurden mit drei Mikrofonen über dem vorderen Rand des Orchesters gemacht.
Da in der täglichen Tonaufnahmepraxis nicht selten nachträgliche Klangkorrekturen verlangt werden entwickelten wir das Pfleid-Marot-Mixing, bei dem die Korrekturmassnahmen nicht durch Filter erfolgen, die Zeitfehler bewirken, sondern durch Reflexionen. Die können z.B. durch zusätzliche Mikrofone in der Mitte über dem Orchester gewonnen werden, oder man benutzt das Signal der drei Mikrofone am Bühnenrand dazu. Diese Reflexionen haben den Vorteil, dass der Direktschall der Instrumente immer unbeeinflusst bleibt und sich keine Zeitfehler ergeben.
Leider wird mein erster Lösungsansatz mit einer Mikrofon-Matrix immer wieder nur als die einzige PfleidRecording-Lösung gehalten und kritisiert. Da wir aber von Anfang an immer nur mit der Minimalkonfiguration mit drei Mikrofonen gearbeitet haben, geht diese Kritik an der Sache vorbei."