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KH - Kopfhörer (Full Size) Alles zu offenen & geschlossenen Kopfhörern

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  #3031  
Alt 20.02.2019, 15:26
cucera cucera ist offline
 
Registriert seit: 21.04.2013
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Warum es keine Serienproduktion der neuen Gilmore Designs, außer von zweifelhaften chinesischen Nachbarn, gibt, ist einfach zu beantworten. Die von Trance_Gott genannten würden kommerziell hergestellt mindestens 10-15.000 € kosten, wofür natürlich den Markt sehr klein ist.
__________________
Beste Grüße
Dan

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parttime audiophile parttime sceptic
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  #3032  
Alt 20.02.2019, 15:29
cucera cucera ist offline
 
Registriert seit: 21.04.2013
Beiträge: 1.103
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Zitat:
Zitat von FritzS Beitrag anzeigen
Circlotron - im Westen nichts Neues!
...

Nicht wirklich ein großes Problem, das auf höhere Ausgangsspannungen umzumünzen.
Im Verstärkerbau gibt es außer Class D sowieso seit 40 Jahren nicht echt neues.Im Verstärkerbau gibt es außer Claus geh sowieso seit 50 Jahren nichts neues.

Und leider ist ein Elektrostaten Ciclotron vom Aufwand teuer herzustellen. Frank Cooter hatte in paar gebaut, lagen aber auch im 5stelligen Preisbereich. Jude hat einen, und wohl auch mal ein Video dazu gemacht.
__________________
Beste Grüße
Dan

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parttime audiophile parttime sceptic
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  #3033  
Alt 20.02.2019, 15:37
FritzS FritzS ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2009
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Zitat:
Zitat von cucera Beitrag anzeigen
Im Verstärkerbau gibt es außer Class D sowieso seit 40 Jahren nicht echt neues.Im Verstärkerbau gibt es außer Claus geh sowieso seit 50 Jahren nichts neues.

Und leider ist ein Elektrostaten Ciclotron vom Aufwand teuer herzustellen. Frank Cooter hatte in paar gebaut, lagen aber auch im 5stelligen Preisbereich. Jude hat einen, und wohl auch mal ein Video dazu gemacht.
Das Problem bei den Dingern liegt ja auch in einem anderen Bereich, man hat nun 2x2 aktive Ausgänge mit Gleichspannung-Hochspannung dahinter - und das muss nun für alle Eventualitäten abgesichert werden, es darf nur Wechselspannung passieren. Sonst hast im „worst case“ Fehlerfall einen „Elektrischen Stuhl“ auf dem Kopf sitzen!

Das ist den Elektro Sicherheits-Normen und dem CE geschuldet! Nicht alles was technisch möglich wäre ist auch praktisch durchführbar!
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Fritz
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Waren zu Gast: AKG K1000, K702, Beyer T90, MYSPHERE 3.2
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  #3034  
Alt 21.02.2019, 10:38
FritzS FritzS ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2009
Beiträge: 2.172
Standard Kelvin Gilmore Headphone Amps

Kelvin Gilmore ist sehr splendid. Ich habe ihm auf head-fi angeschrieben und er hat mir eine riesige Sammlung von seinen Überlegungen, Entwürfen, Schaltplänen zukommen lassen. Das alles durchzulesen, zu sichten, dauert Wochen.

Wer dies ebenfalls benötigt, einfach bei ihn nachfragen.
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Fritz
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  #3035  
Alt 21.02.2019, 10:40
FritzS FritzS ist offline
 
Registriert seit: 02.12.2009
Beiträge: 2.172
Standard Ian Siegal (Blues) im Gwölb

War gestern wieder „Erden“ - Ian Siegal (Blues) im Gwölb.
Da kommt kein Kopfhörer mit, nicht einmal das über 50k teure Sennheiser Flaggschiff!
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Fritz
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  #3036  
Alt 22.02.2019, 00:28
Stefan777 Stefan777 ist offline
 
Registriert seit: 06.01.2014
Beiträge: 102
Standard Review und Einordnung verschiedener Lambdas

Hallo zusammen,


hier ist nochmal eine richtig ausführliche Einordnung verschiedener Lambdas, die ein Bekannter von mir (ein wahrer Stax-Enthusiast!) kürzlich durchweg mit eigenem hochklassigem Equipment durchgeführt hat. Viel Spaß dabei und wem das zu ausführlich oder sonstwie anstößig ist, möge bitte einfach weiterklicken.



Zunächst spielt der SR-407 auf am sirius mit Pat Metheny 80/81 auf cd:

Lambdatypischer Klang, ein waschechter Lambda. Die Verarbeitung und Kabel erstklassig, das gilt auch für den Tragekomfort, ein Schmuckstück. Sehr, sehr gute Auflösung, Mitten und Höhen bestimmen das Klanggeschehen. Der Bass ist gut ausgeprägt und kontrolliert, so der erste flüchtige Eindruck. Die Mitten und Höhen excellent, eine gute Weiterentwicklung. Der Bass wunderschön trocken, das gefällt. Oberbass zu ausgeprägt, Fehlanzeige. Räumlichkeit nicht zu betont, guter Gleichfluss. Eine zu helle Abstimmung kann ich nicht ausmachen. Der Kontrabass sehr akzentuiert und herrlich trocken . Dynamisches und direktes Spiel sehr harmonisch. Die Bühne sehr überschaubar. Da entgleist nichts.

Ich kann keine gravierenden Schwächen feststellen. Ich empfinde Höhen, Mitten und Bass im Gleichgewicht und ausbalanciert. Es ist immer ein großer Moment, so etwas neu zu erwerben, er kam 2011 auf den Markt, für einen Lambda ein Jungspund.

Der Spannungsbogen hält sich in Grenzen, er macht seine Sache gut, keine Effekthascherei. Rundum ein sehr guter Lambda. Einfach anzutreiben, keine große Herausforderung für den amp. Verzerrungen lassen sich nicht ausmachen. Das Saxophon spielt ohne Übertreibung und keineswegs aggressiv.

Es wird nun verglichen mit dem sr404. Der 407 verwendet ja ein neues Treibermaterial, diese Neuerung wird auch offiziell herausgestellt. Ich finde, recht gelungen.

S404, äußerlich identisch bis auf die Treiber. Ich finde, einen Tick räumlcher, weniger dynamisch, der Bass ist flacher und nicht so tief. Das Spiel des sr407 ist direkter. Hier beim sr404 seichter und etwas verhaltener. Der Bass weniger druckvoll.

Stax geht hier beim sr407 einen neuen Weg mit Dynamikzuwachs, es sollte auch nicht mehr sein, eine Steigerung ist der sr507 aus der Erinnerung heraus, mir war dieser zu bassstark. Wo ergeben sich nun Unterschiede im Einsatz? Eigentlich keine. Die Instrumente haben etwas mehr Körper am sr 407. Der Spannungsbogen beim sr404 ist gleich null, auf mich wirkt der sr404 sehr neutral, Charakter ist anders. Für mich ein sehr neutraler Lambda mit einer gewissen Basschwäche. Das Schlagzeug hat drive und ist feinzeichnend. Feinzeichnung für den sr 404 ist das richtige Wort. Das trifft auch auf den Kontrabass zu. Sauber aber mit definitiv weniger Volumen. Hübsch anzuhören, mehr aber auch nicht.

sr 404 le, der 404 in der Luxusausgabe, limitiert und einer der schönsten stax in schwarz und mit Echtlederpads. Ein Hingucker. Er hat eindeutig mehr Volumen, Dynamikzuwachs und mehr Oberbass, dies aber wunderbar unterstützend. Das Saxophonspiel gewinnt an Qualität und das Schlagzeug ist packender. Er ist der bessere sr404 mit einem wunderschönen Spannungsbogen. Ich teile die Einschätzung von Herrn Schulze auf seiner Seite, ein Volltreffer. Ein klasse Teil.
Da gibt es nichts auszusetzen. Räumlichkeit genug, alles sehr überschaubar. Für mich ein großer Lambda und eine nachvollziehbare Steigerung gegenüber dem sr404. Was doch die pads und das Kabel ausmachen. Der sr 404 le fesselt einen und schaltet um auf konzentiertes Zuhören, so spannend kommt er daher. Hier nervt nichts. Was soll hier der sr407 noch mehr bieten?

Zurück zum sr 407. Weniger Räumlichkeit, trockenere Spielweise, etwas gedeckter und ein wenig dunkler. Der sr 404 le wirkt fordernder. Die Instrumente stehen beim 407 dichter zusammen. Der Bass ähnelt dem sr 404 le, noch einen Tick tiefer. Der 404 le hat hier etwas mehr drive. Ich ordne den sr 404 zwischen dem sr 404 und le ein. Was der Vorteil des 404 ist seine Neutralität und sein feinzeichnender Fluss. Der sr 407 ist direkt, definitiv.

sr lambda signature, der von 1987. Ich bin gespannt.

Direkte Spielweise, nein, das trifft hier nicht zu. Die Bühne ist größer, die Höhen und Mitten sehr fein auflösend, mitunter zu fein. Die Auflösung dieser ist aber hier am größten, 1 Mü lässt grüßen. Der Bass etwas zu weich und mit weniger Dynamik gegenüber 407 und definitiv gegegenüber 404 le. Raum und Raum das ist seine Stärke und sehr ausgeglichen, aber ein Basswunder ist er nicht. Er gibt sich sehr erwachsen und gereift. Aber der Spannungsbogen ist hier abgeflacht. Sein Gesamteindruck ist seine Stärker und dann diese Räumlichkeit, die das feine Spiel umgibt, das fasziniert, der grand seigneur der lambdas.

Meine Einstufung

1. sr 404 le
2. sr lambda signature
3. sr 407
4. sr 404

Zum Abschluss kommt der l 700 als weiterer Vertreter der Pros und als letzte Entwicklung neben dem l 300 le.

Der signature spielt räumlicher, eindeutig. Der l 700 ist der druckvollste und nachhaltigste Lambda. Mächtig, treibend mit wunderbarem Körper in den Mitten und im Bass. Körper, Körper und nochmals Körper. Er vereint alle Stärken, zauberhafte, hochauflösende Höhen, herrliche seidige und kraftvolle Mitten, ein wunderbarer körperhafter Bass. Die Feinheit und den spielenden drive eines sr 404 hat er nicht. Das Schlagzeug ist erhaben und vollmundig, ja vollmundig ist der passende Begriff, ein ganz Großer. Ich unterstreiche, der beste und vollkommenste Lambda.

Neue Reihenfolge

1. l 700
2. sr 404 le
3. lambda signature
4. sr 407
5. sr 404

Ich ordne nun den sr 404 le höher ein als den signature, der trotz seiner überragenden Räumlichkeit nicht diese erfrischende Spielweise eines 404 le und l 700 hat.

Nun soll ein ganz alter zum Zuge kommen. Ein lambda normal auch new off the box erworben und so eine Seltenheit und Rarität am paltauf und so noch niemals verglichen.

Frech, direkt, sehr, sehr aufösend. Die Höhen und Mitten glasklar. Der Bass herrlich druckvoll, er ist sehr schnell, als ginge es darum als erster ins Ziel zu kommen. Das Saxophonspiel so wie es sein soll, rotzrech, der Saxophonspieler kommt direkt von der Straße und macht sein Ding. Die Höhen wesentlich prägnanter, ebenso die Mitten. Der Bass, das Schlagzeug Punch ohne Ende. Er möchte die anderen in ihrer etablierten Art an die Wand spielen. Er hat die beste Performance beim Schlagzeug, absout kontrolliert und den höchsten Spannungsbogen. Hier kommt meine schon vor Jahren geäußerte Vermutung zum Tragen. Die beste Membranstärke von 2 mü, sie putzt alles weg. So stabil im Klangbild ist keiner der anderen fünf hier getesteten. Bedenken Sie bitte, er kam 1979 auf den Markt nach dem sigma und zuvor der sr 5. Auch ist erwähnenswert, dass die 2 mü zunächst im sigma 1977 verbaut wurden. Ich hatte bereits vorher in meinem review über die 4 sigmas die einzigartige Bassperformance des sigma berichtet. Von wegen schwammige Bass. Sigma und lambda normal sind eine Bassgranate, die es zu zünden gilt an einem sehr leistungsstarken amp, der paltauf hier grandios für die normal und die ganze Sigmareihe. Lambda normal und sigma brauchen ein Maximum an Power, hier an der Röhre geht das Konzept auf. Der lambda überzeugt auf der ganzen Linie. Ja, vielleicht ein wenig mehr Raum, aber wofür, hier darf sich nichts verflüchtigen, alles steht perfekt, das fresche und kraftvolle Spiel kann beginnen. Verzerrung such hier ein Fremdwort, wie auch an einem Paltauf. Bedenken Sie, dass Teil kostet gebraucht um die 300 EUR, meiner war teurer, 499 EUR und NOS, ein schäppchen. Der Paltauf liegt bei 5200 EUR in der Spezialversion für mich angefertigt. 5200 EUR treffen auf 499 bzw, 300 EUR. Und wie das funktioniert, für mich die beste Lambdakombi, auch hier beweist sich wieder, bitte in den Verstärker investieren. Ich denke, es lohnt sich den sirius auf normal nachzurüsten, Herr Schulze bietet das für den zweiten Ausgang am Sirius an. Das wird ein Fest.

Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen, nochmals der L 700, vielleicht überwiegt zu sehr die Euphorie.

L 700 am paltauf und dann am sirius.

Verhalten, schön anzuhören, aber wo bleibt das kraftvolle Spiel im Bass und hier im Schlagzeug, wo bleibt die tour de force. Das ist mir zu verhalten, da fehlt der Kick.

Am sirius, ähnlich, zu brav, etwas neutraler als am paltauf. Der Bass kann sich weniger entfalten. Weniger direkte Spielweise, nein, die amps sind es nicht, es ist der Charakter des L 700, gewiss generös, mächtig und mit Volumen, aber es fehlt diese Direktheit, der drive, die unverfälschte und nicht zurückhaltene Art des Lambda normal, dieses einfach fresche und dreiste Spiel.

Ich schalte um auf den lambda normal. Perfekt und bestätigt, für mich alles richtig gemacht. Nie klangen Saxophon, Schlagzeug und Bass an einem Lambda besser. Mitten und Höhen nicht zu vergessen. Erneut eine neue Einstufung

1. lamda normal
2. sr 404 le
3. l 700
4. lambda signature
5. 407
6. 404

Warum nun den 404 le auf Platz 2, er erinnert eher an die Performance eines lambda, direkter und ein klasse Bass und sehr kontroliiertes und exaktes Schlagzeug. Die Mitten ein Tick seidiger als beim normal unnd auch die Höhen. Dennoch der Spaßfaktor unter den lambdas ist der normal, nennen Sie ihn den grado unter den Stax, ja das könnte zutreffen. Der l 700 kommt hier nicht ran.

Ein letzter Hinweis zum Tragekomfort, alle lambdas sitzen mit weniger Anpressdruck an den Ohren. Davon hat der l 700 eindeutig mehr, das kann sich legen mit der Zeit, da meiner ja neu ist.

Meine Empfehlung an die Staxentwickler, einen pro driver mit 2 mü im L 700 verbaut, diie etwas angewinkelte Stellung der Treiber könnte zu einem Zwitter sigma und normal führen, vielleicht ist dies die Lösung.

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  #3037  
Alt 22.02.2019, 00:31
embrya embrya ist offline
 
Registriert seit: 09.02.2018
Beiträge: 62
Standard Sigma

Zum Stag Sigma habe ich hier noch nicht viel gelesen. Er wurde 1977 als Sigma Normal (6 Pin) erstmals produziert und entgegen aller anderen Systeme sind hier die Treiber vorne (nicht seitlich montiert), was einen besonderen räumlichen Eindruck generiert. Hier waren die Treiber vom Lambda normal Bias verbaut (2 mü Membranstärke). Am Anfang war er mit einem runden Kabel, später mit einem Flachkabel versehen.
1987 gab es dann den Sigma Pro (5 Pin), da wurden die Treiber des Lambda Signature (1 mü) verbaut.

Der damalige Stax-Chef sah die Sigmas als sein Meisterstück an.

Ich selbst habe einen Sigma Pro 404 - dieser resultierte aus Servicearbeiten des Stax-Vertriebs, wo mit Treibern eines SR404 defekte Treiber ersetzt wurden.

Ich habe nun von dem Stax-Kenner, der hier schon mal kurz selbst aktiv war (dann der Account gelöscht wurde) einen ausführlichen Bericht zu den Sigmas, der vielleicht für den einen oder anderen von Interesse ist:

"Ich fahre fort mit Pink Floyd Pulse, zunächst sigma normal mit Flachkabel, Originalfoam. Der Klang ist getragen, mächtig, der Bass behäbig, sehr ausdrucksstark, eine herrliche Balance von Tiefbass und Oberbass. Dazu die seidigen Mitten, die die Stimme und Gitarre tragen. Das ist ein einmaliger Fluss. Die Stärke der Membran von 2 Mü findet hier seine Vollendung in einem Gehäuse, dass genau alle Vorteile einer solchen Membranstärke zum Besten gibt. Das oben beschriebene Klangbild ist nur mit einer solchen zu erreichen und im Hause Stax - hier die Altentwickler - bekannt. One of these days, Another brick in the wall, High hopes mit starken und extremen Bassläufen untermalt von Nick Masons Kraftvollem und erdigem Spiel werden hier perfekt wiedergegeben. Für die Stimmung dieser Liveaufnahme perfekt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Übrigens die Percussion haben Stahlkraft und sind eindeutig wahrzunehmen.

Ich schalte um am paltauf auf pro mit dem sigma 404, ebenfalls mit Originalfoam und Kabel und Treiber vom sr 404, dazu gesellt sich noch das Kopcband des sr 404 in perfekt dunklem Braun, die earpads sind in schwarz.

Das ist ein Klangbild, was nicht unterschiedlicher sein kann im Vergleich zum sigma normal. Das sind zwei Welten. Der sigma ist gezähmt, absolut kontrolliert, sehr, sehr feinzeichnend, Behäbigkeit ist ihm fremd. Glasklare Höhen und Mitten. Wo bleibt der Bass? Fehlanzeige, es ist ein anderer Kopfhörer. Der Bass ist schlank, schlank und nochmals schlank. Die oben drei genannten Titel werden angesteuert. Der sigma 404 spielt doch leiser als der sigma normal. Ich erhöhe die Lautstärke. Der 404 trennt sehr, sehr gut, er wirkt sehr analytisch. Es fehlt der erdige Bass, jedenfalls ist er definitiv deutlich heller als der normal, hochauflösender mit sehr starken Höhen. Es gilt nun herauszufinden, ob dies dem pro Ausgang am paltauf geschuldet ist, Leistung ist ja ordentlich vorhanden. Im Bass wird sie aber nicht umgesetzt, ist es nun der Kopfhörer oder der Verstärker oder beides. Parallel laufen ja schon die anderen amps seit Stunden warm.

Ich wechsel zum sirius. Die Helligkeit nimmt etwas ab, er wirkt hier auf Anhieb ausdrucksstärker und eine Spur dynamischer. Auflösung und Transparenz auf dem Niveau des paltauf. Er spielt absolut verzerrungsfrei, die Abtastung des Ortofon m2 black mit 1,73 g Auflagekraft ist hier perfekt, besser geht es nicht. Es könnte auch sein, dass das Originaldämmmaterial des sigma nicht mehr vollständig hier zum Einsatz gelangte, was ich ausschließe, ich greife vorweg, es ist die Signatur des 404, jedenfalls ist der Bass hier druckvoller. Ein Sigma ohne das gelbe Dämmmaterial ist bekanntereeise nicht zu gebrauchen. Abschließend werde ich den 404 nochmals beleuchten hinsichtlich seines Klangcharakters im sr 404, gerade was das Bassverhalten anbetrifft. Ich ziehe hier zunächst den sirius vor. Das Klangbild ist jedenfalls absolut sauber, keinerlei Verfehlung, absolute Güte und glasklare Trennung der Instrumente. Hier wird bei ausreichender Beleuchtung am offenen Herzen operiert und wieder zusammen gefügt. So muss es sein.

Nun zum bhse mit sigma 404. Fehlanzeige, hier fehlt einfach die Kraft, der geht nur mit sr009 und he 60.

Luminare, in Richtung sirius, aber weniger Raum und Auflösung, die Instrumente rücken näher zusammen. Der Bass ist sehr gut und dynamisch, es feht aber auch hier am Druck.

Nun wie versprochen, welche Klangcharakteristik hat der sr404 im Original. Ich greife zum sirius. Er ist hell, sehr hell, das gilt nicht nur für die Höhen, sondern auch für die Mitten bei zurückgesetztem Bass. Sehr gute Auflösung, ja direkte Spielweise. Ich bezeichne den Bass als schlank und stimmig zum Gesamteindruck. Dies wird so auch umgesetzt beim Modell sigma mit sr 404 Treibern. Die direkte Spielweise verliert aber in dieser Umsetzung dann, das muss man wissen und mögen. Wo sind dann nun die Vorteile, einen 404 im sigma zu verbauen, wir müssen bedenken, dass diese Variante angewndet wurde nicht offiziel von stax, sondern dezidiert vom Vertrieb. Es lässt sich aber eindeutig belegen, dass es die Abstimmung der 404 Triber sind, die zu einem weniger druckvollen Bild führen als wie beim sigma normal. Somit liegt es nicht am Dämmmaterial des sigma, das hier vollständig ist. Der 404 in der so für ihn typischen Ausprägung ist ein gelungenes Teil, wer hier aber einen mächtigen Bass erwartet, der ist hier fehl am Platz, definitiv.

Nun schalte ich zurück zum sigma 404 und beurteile erneut am sirius. Lösen wir uns vom druckvollen Bass eines sigma normal und dessen getragenere Abstimmung. Der sigma 404 ist eigenständig und hat mit dem Original nichts zu tun. Der Vorteil ist die Räumlichkeit, die hier gewinnt. Eine sphärische Darstellung des Klangbildes der 404 Treiber wird hier im sigma erreicht. Aber der Bass verliert deutlich, da er hier nicht direkt einstrahlen kann wie beim sr 404, daher weniger direkt. Der sirius kompensiert das aber am besten im Vergleich zu den anderen amps.

Ich denke, dass diese Art der Abstimmung nach anderem Material sucht. Bevor ich dieses Unterfangen in Angriff nehme, dürfen wir den sigma signature nicht vergessen. Er kommt am sirius zum Einsatz. Wer bisher behauptete, dass ein sigma 404 zwischen sigma normal und sigma signature liegt, irrt gewaltig.

Sigma signature, 404 und signature zeichnen gemeinsam in den Höhen. Beim signature einen Tick weniger, Mitten und Bass völlig anders. Die Stimme voller und weniger auflösend. Das Klangbild entwickelt sich eindeutig aus dem Mittenbeteich heraus. Der Bass ist bei weitem nicht so voluminös wie beim sigma normal. Interessant, der Oberbass ist beim signature ausgeprägter. Das kennt der normal nicht und überhaupt nicht der 404. Ich hatte ja den sigma signature sehr gut in Erinnerung am luminare und versuche es später. Die Höhen und Mitten scheinen am sigma signature zu gefallen, dennoch der Bass ist mir weniger strukturiert, was erstaunt, das sagt man normalerweise dem sigma normal nach. Hier ist aber zu bedenken, dass dieser optimal am paltauf spielt, hier schwimmt nichts. Welches Potenzial hat er dennoch? Er schlägt eindeutig den sigma 404, reicht aber nicht an den normal heran. Er glänzt mit einer helleren Abstimmung, aber frischer würde ich dadurch nicht behaupten. Nun zu der spannenden Frage, welche Musikrichtungen decken die sigmas ab? Der sigma normal am paltauf ist eindeutig zu bevorzugen bei erstklassigen Aufnahmen mit erdigem und breiten Klang. Musik mit einem wuchtigen Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug, die hier ein dominantes Fundament liefern, findet hier ihren Meister. Das gilt auch bedingt für den sigma signature. Er ist einfach heller und vielleicht insgesamt feiner und tendiert mehr in noch mehr Auflösung, was dem sigma normal aber nicht fehlt. Ein sigma signature geht für vieles, für Klassik würde ich ihn nicht unbedingt einsetzen, der normal geht mit Klassik nicht.

Nun abschließend für den sigma signature den Test am luminare. Er hat nicht die Bühne wie der sirius, wirkt etwas homogener in Richtung sigma normal. Der sirius ist sauberer und dynamischer im Bass. Somit bleibt der luminare für mich der ideale Spielpartner für den normalen signature pro, dem die Röhre guttut.

Für welche Musik ist nun der sigma 404 geeignet, nun wieder am sirius.

Anne Bisson Blue Mind, live im Studio 2008 in Quebec eingespielt, mastering bei Bernie Grundman nachträglich für die LP 2016 in 45. Stimme, Klavier pur, hier darf nichts verzerren, absolute Auflösung und Reinheit im Klangbild. Hier punktet der sigma 404, Bass und Schlagzeug ergänzen. Kleine, wunderbare Besetzung, Interpretation auf höchstem Niveau. Es ist eine Doppel LP.

Klavier und Stimme ungebrochen natürlich. Das ist seine Domäne. Das geht natürlich auch vorzüglich am sigma signature, aber das wird dann gerade im Bassbereich zu viel, der Oberbass kann hier übermächtig werden, ist aber auch prinzipbedingt des signature im sigma Gehäuse. Die Stimme klingt wunderbar vollmundig mit dem sigma signature, dafür spielt das Klavier einen Tick unsauberer, aber auch voluminöser. Das alles hat auch seinen enormen Reiz. Der Flügel hat hier Größe, vermittelt Länge und den Anschlag in Nuancen mit mehr Schmelz. Der Bass kann wuchtig sein, aber auch ausufernd, das ist beim sigma signature evident. Das ist hier zu viel.

Nun zurück zum sigma 404 und dann abschließend mit dieser Musik am sigma normal.

Sigma 404 mit Anne Bisson am sirius. Faszinierend die Auflösung, diese Reinheit und Klarheit, Bass und Schlagzeug fügen sich nicht dominant ein und unterstützen im Gleichklang, ja, das ist das richtige Wort. Mehr verschmelzend und nicht abgrenzend, Unterordnung für das Gesamte. Der Anschlag am Flügel nachfühlbar und mit äußerster Präzision. Das erinnert stark an einen sr009, den ich nun am sirius anschließe. Die Stimme wirkt ein wenig zurückgesetzt, nicht so vordergründig, einen Tick wärmer mit etwas mehr Timbre. Aber so wunderschön klar wie beim sigma 404 nicht. Der Bass ist beim sr009 unschlagbar, absolut kontrolliert und Tiefe dort, wo benötigt. Hier schwimmt nichts, punch, wo notwendig, aber bitte nicht zu viel. Der Bass ist beim sr 404 seine Schwäche, je nachdem aber auch seine Stärke.

Abschließend der sigma normal am paltauf. Die Stimme und die Mitten erinnern eher an den sr009, auch ist hier die Stimme verhaltener und sehr, sehr natürlich. Der Flügel natürlich nicht so differenziert wahrnehmbar wie beim sigma signature, respektive so analytisch wie beim sigma 404. Der Bass hat eine Schwärze, das kann ihm kriner nachmachhen.

Mein Fazit, vergleichen Sie die Sigmas nie quer, sondern innerhalb der Reihe. Setzen Sie diese nach Stimmung und Musikmaterial ein, aber immer im geschlossenen Kreis der drei sigmas bzw. der vier, es gibt ja noch die Variante sigma normal mit Rundkabel, die Anne Bisson noch mehr Intimität einhaucht. Was doch ein Rundkabel ausmacht, die Stimme ist noch kräftiger, etwas Räumlichkeit geht verloren. Dafür empfinde ich diese Variante die mit Abstand beste, wenn es um Mitten geht und das gilt für alle Stax ohne Ausnahme. Er hat die natürlichsten Mitten und gibt Stimmen in seiner ehrlichsten und unverfälschsten Weise wieder. So sind es letztendlich vier sigmas, die sich wunderschön abgrenzen lassen. Sie versinken mit den Sigmas in einer speziellen Musikwelt, die Sie fast die anderen Modellreihen vergessen lässt. Dies kann schnell passieren, vor allem, wem Natürlichkeit über alles geht. Aber aufgepasst, die anderen sind auch verdammt und unverschämt gut. Nein, ersetzen können die sigmas diese nicht, aber vortrefflich ergänzen, aber bitte kein Quervergleich, der ging mit dem sr009 in die Hose und macht keinen Sinn."

Geändert von embrya (22.02.2019 um 00:37 Uhr).
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  #3038  
Alt 22.02.2019, 17:13
Diego Dee Diego Dee ist offline
 
Registriert seit: 13.04.2018
Beiträge: 74
Standard

Zitat:
Zitat von Auszug aus dem üppigen Beitrag von Stefan777
Neue Reihenfolge(n)

1. l 700
2. sr 404 le
3. lambda signature
4. sr 407
5. sr 404

1. lamda normal
2. sr 404 le
3. l 700
4. lambda signature
5. 407
6. 404
Ich hatte "nur" einen frisch gerichteten (von Firschi) SRM T1, aber diesen Reihenfolgen kann ich nicht zustimmen.
OK, wir haben alle einen unterschiedlichen Hörgeschmack(bzw. Hörkurve), ich verfüge nicht über das absolute High End Amping, aber:
Ausgerechnet den 404LE würde ich nicht so hoch bewerten.

Den hatte ich vor ein Paar Wochen und ich war von dem Ding zwar geflasht aber nicht im positiven Sinn.
Die Höhen sind viel zu bissig, das fand ich scheußlich.Das hat nix mit "frisch" oder "frech"zu tun, ich fand das sogar grobschlächtig und deshalb hab ich das Teil schnell wieder aus meiner Sammlung geckickt.
Neuerdings habe ich einen L700 und genau der zeigt mir wie geil ein STAX klingen kann wie übrigens der Signature auch auf seine spezielle Art.


Der 404 LE wäre in meinem persönlichen Ranking einiges weiter unten aber niemals vor dem L700!

L700
Signature
-
-
Lambda Pro
-
und der 404 LE irgendwo hier.

Neugierig hat mich die Einschätzung des Lambda Normal gemacht.
Vielleicht hab ich mal Gelegenheit einen zu testen.
Daß der beim unbekannten Verfasser vor allen Lambdas steht finde ich beachtlich.
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