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  #1  
Alt 26.01.2012, 00:17
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.258
Standard ACCUTON Lautsprecher mit myro Frequenzfilter

.
myro setzt Accuton Lautsprecherchassis seit Mitte der 90er Jahre in einer Vielzahl von Lautsprechermodellen ein.
Accuton Lautsprecherchassis gehören ohne Zweifel zur "Crème de la Crème" und werden von renommierten Lautsprecherherstellern verwendet.


Am Beispiel des ACCUTON C 220-6-222 möchte ich die Besonderheit und Wirkung der myro Frequenzfilter aufzeigen.

ACCUTON C220-6-222 http://www.accuton.de/media/datashee...C220-6-222.pdf


Die analogen Frequenzfilter der myro Frequenzweichen bilden das Spiegelbild des zu korrigierenden akustischen Phänomens unter Berücksichtigung der Impedanz, bzw. unter Einbeziehung von deren Korrektur.
Sie haben zudem die Aufgabe einen Hoch- bzw. Tiefpass zu ermöglichen, der für eine zeitsynchrone, phasenlineare Übernahme zum angrenzenden Übertragungsbereich geeignet ist. Im Falle des C220-6-222 ist dies bei dem Modell myro TIME der Übergangsbereich zur Accuton Mitteltonkalotte.

Der Accuton C220-6-222 weist bis ca. 700 Hz. einen nahezu perfekt resonanzfreies Übertragungsverhalten auf. Die Eigenresonanz des Systems im Bassbereich ist extrem stark bedämpft. Oberhalb von 700 Hz, insbesondere ab ca. 2.700 Hz treten starke Membranresonanzen auf.
Diese sind typisch für steife Membranen.Trotz der relativ guten inneren Dämpfung der Accuton-Membran weisen die Resonanzen, insbesondere die Hauptresonanz bei 3.800 Hz, eine hohe Güte auf. Das bedeutet, die Schalldrucküberhöhung bei der Resonanz ist sehr ausgeprägt.

Die folgende Messgrafik zeigt den Frequenzgang des C220-6-222 ohne Frequenzfilter (rote Kurve) und mit myro Frequenzfilter (blaue Kurve).



myro Frequenzfilter sind keine der üblichen Filter X-ter Ordnung.
Es wird demzufolge kein Tiefpass mit z.B. 12 oder 18 dB/Oktave oder mehr erzeugt, der den realen Übertragungsverlauf mit seinen Resonanzphänomenen unberücksichtigt lässt und das Schallsignal zeitversetzt.
Jede Resonanz bewirkt auch eine zeitliche Verschiebung der zu übertragendem Töne. Resonanzen klingen außerordentlich aggressiv und verschmieren das Klangbild. Die Transparenz geht verloren. Gleiches gilt für die Verständlichkeit.

Wie in der Frequenzkurve des C220-6-222 ohne Filter (rote Kurve) zu sehen ist, resoniert die Membran bei verschiedenen Frequenzen.
Die myro Frequenzfilter korrigieren die Resonanzen bis über 20 kHz (blaue Kurve).
Details über die Frequenzweichenschaltung werden verständlicherweise nicht veröffentlicht.
Mehr als 40 Bauteile in diversen Schaltungen sorgen für den sauberen Frequenzverlauf und den entsprechend gutmütigen Phasenverlauf des Accuton C220-6-222.
Die einzelnen Schaltungen wirken zumeist äußerst subtil, nahezu homöopathisch.
Hier wird also nicht mit der Brechstange agiert, hier ist Feinstarbeit angesagt.

Das Klangbild ist folglich frei von Härte und wird in höchster Auflösung dargeboten. Da bei dieser Qualität des Zusammenspiels die Zeitzusammenhänge des Originals erhalten bleiben, erleben wir eine räumliche Differenzierung des Klangbildes, die ihresgleichen sucht.
Die unglaublich räumliche Tiefe der Darbietung überrascht.
Zugleich entsteht eine Nähe, eine Unmittelbarkeit, die das Gefühl von akustischem Voyeurismus aufkommen lässt.
Wir erleben die Musiker hautnah!
Es ist nahezu so, als würde uns die Sängerin direkt ins Ohr hauchen und das Saxophon unseren Brustkorb fluten.

Zeitsynchronität bedeutet auch "Impuls-Energie auf den Punkt gebracht".
Die Transienten - die Leuchtfeuer der Musik - erklingen in natürlicher Form.

- Dynamik und pure Energie! -


Ein Bericht von
AIR
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Geändert von AIR (31.01.2012 um 16:04 Uhr).
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  #2  
Alt 27.01.2012, 19:49
Dr. Peter Mayer
 
Beiträge: n/a
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.
Technologie und Leidenschaft

Die Beschreibung der myro Technologie lässt vielleicht eine Ahnung aufkommen, welch unglaublicher Entwicklungsaufwand sich dahinter verbirgt.
Nicht nur der Aufwand beim aktuellen Projekt TIME ist beachtenswert, vielmehr noch zählt die jahrzehntelange Erfahrung von Michael Weidlich, dem Designer und Entwickler der myro Modelle.
Mehr als einhundert Lautsprecher-Modelle sind es nun schon, zeitkohärente Lautsprecher, vielfach hochkomplex.
Bei der HEAVENS GATE, unserem High End Bühnenlautsprecher, der eher an eine Skulptur erinnert als an eine PA-Box, formte Michael Weidlich aus 9 Lautsprecherchassis einen zeitkohärenten Lautsprecher. Das Schaltungsdesign der Frequenzweiche war unique.
Die TIME mit ihren 7 Lautsprecherchassis stellt jedoch auch dies in den Schatten. Schon der konzeptionelle Ansatz der TIME-Entwicklung ist ein Novum.

Die TIME

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  #3  
Alt 17.08.2012, 10:27
Raal Raal ist offline
 
Registriert seit: 30.01.2011
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Wäre im Bass der Time der S220 nicht auch eine Überlegung wert gewesen?

Viele Grüße
Andreas
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  #4  
Alt 17.08.2012, 12:44
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.258
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Hallo Andreas,

den Accuton S 220-6-222 hatte ich auch im Visier.
Hatte schon gehofft, auf die Gitter verzichten zu können und die Simulation zeigte etwas mehr Tiefbass.
Laut Thiel & Partner liegen die Unterschiede bei den Parametern zwischen S 220-6-222 und C 220-6-222 im Bereich der Serien-Toleranzen; - also kein Vorteil für den S 220. Der C 220 wurde mir wegen der steiferen Membran eindeutig als der bessere empfohlen.
Vielleicht gibt es den S 220 nur für die Anwender, die Angst vor Membranbruch haben.
Wir haben den C 220 allerdings schon über die lineare Auslenkung hinaus belastet, was dann auch hörbar ist aber die Membranen nicht beschädigt hat.

Beste Grüße
AIR
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  #5  
Alt 17.08.2012, 13:12
Raal Raal ist offline
 
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Da muss man sich dann aber schon fragen für was S220 gibt, wenn er eh nie empfohlen wird.

Zitat:
Die Darstellung der Membranresonanzen ist etwas weniger trivial:

- Bei dem S220 sind es mehrere, die auch von einem zum nächsten Chassis stark abweichen können

- Bei dem C220 ist es eine sehr ausgeprägte, die sich aber mit einem Notch-Filter korrigieren lässt und recht konstant ausfällt
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  #6  
Alt 17.08.2012, 14:14
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
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Beim C220-6-222 sind es sehr viele Membran-Resonanzen. (rote Kurve)



Die Frequenzweichenschaltung, die zur Eliminierung der Membran-Resonanzen und zur Linearisierung des Tiefpasses führt beinhaltet 9 Resonanz-Filter. (blaue Kurve)
Der Aufwand lohnt sich!
Der Klirr geht gegen Null!
Und bei signal-/zeitrichtiger Summe der verschiedenen Wege entfallen auch die sonst üblichen Einschwingverzerrungen.

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  #7  
Alt 17.08.2012, 14:18
Raal Raal ist offline
 
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Na wieviele sind es dann erst bei S220, wenn beim C220 schon mehr sind.

Hast du schon Infos zum neuen Cell 8 Zoll Treiber? Soll ja nur einen Aussendurchmesser von 192mm haben aber die gleiche Membranenfläche wie der C220.
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  #8  
Alt 18.08.2012, 10:27
Raal Raal ist offline
 
Registriert seit: 30.01.2011
Beiträge: 743
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Hallo Air,

Ist es möglich mit zwei C220-6-222 in jeweils 30 Liter aktiv entzerrt auf F3 30Hz und das bei 100db zu kommen? Ich und Cay-Uwe denken der lineare Hub reicht hierfür nicht aus, Dirk Vaehsen meint es geht. Wie sind deine Erfahrungen hierzu?

Viele Grüsse
Andreas
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  #9  
Alt 18.08.2012, 11:04
AIR AIR ist offline
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Registriert seit: 01.12.2008
Beiträge: 2.258
Standard

Hallo Andreas,

im Grunde genommen habt Ihr dem Dirk eine Anforderung präsentiert, die rein rechnerischer Natur ist, die sich in der Wirklichkeit der Musikwiedergabe aber nicht als nützliches Kriterium erweisen wird.
Wenn Dirk Euren Vorgaben gemäß antwortet, liegt er sicherlich richtig.
Der Mann weiß was er tut.

Wie wollt Ihr aber sicherstellen, dass Ihr beim Musikspielen die 100 dB bei 30 Hz nicht überschreitet?

Was nun, wenn plötzlich Tiefbassanteile überproportional laut in der Musik vorkommen, was dann?
Wer weiß schon, bei welcher Poti-Stellung wie viel Watt in welchem Frequenzbereich hinten rauskommen?

Nicht dass das Musikhören zur Zitterpartie wird und dann womöglich doch die Accuton Chassis geschreddert werden!

Nimm zwei ist nicht immer gesund!

LG
AIR
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  #10  
Alt 18.08.2012, 11:30
Raal Raal ist offline
 
Registriert seit: 30.01.2011
Beiträge: 743
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2 pro Box sollen es eh werden, aber eben nicht 4 pro Box wie bei dir

Schreddern wäre wirklich ganz schlecht. Die aktuellen Tests macht ja der Cay-Uwe mit dem Wavecor SW223.

Ich dachte einfach mal ich frag hier bei dir nach, denn Du hast sie ja auch geschlossen verbaut. Was ist dann ein nützliches Kriterium?

Vom Hub her könnte es sich lohnen 2 Wochen zu warten für die neuen Cell Tiefmitteltöner. Zudem würde da der Versatz dann eigentlich weg fallen.

Viele Grüsse
Andreas
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