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KH - Otwins Kopfhörer Olymp Hier ist der Bereich, in dem sich IKL freie Hörer über höchstwertiges Equipment austauschen können.

 
 
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Alt 26.03.2014, 13:05
lotusblüte lotusblüte ist offline
 
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Standard Jena Labs



Hi,

Dieser Thread beschäftigt sich mit den Produkten der Firma Jena Labs mit Sitz in Portland Oregon, auf die mich der liebe Brian Kurz (damals noch bei Cavalli Audio beschäftigt) vor etwas mehr als zwei Jahren aufmerksam machte - insbesondere drehte es sich dabei um ein Anschlusskabel für die Kopfhörer aus dem Hause Audez'e.

http://www.jenalabs.com/

Selbiges orderte ich mir kurzerhand auf seine Empfehlung hin bei Jena Labs und zusätzlich deren NF-Verbindung "Symphonie". Das besondere bei Jena Labs ist das Kryogenisierungsverfahren (Kältebehandlung in flüssigem Stickstoff mit anschließender, kontrollierter Anpassung an die Umgebungstemperatur in mehreren Schritten), dem alle Produkte unterzogen werden.

http://www.jenalabs.com/cryogenics/cryo-jena.html

Somit konnte ich mir folgend an Hand des KH-Anschlusskabels sowie der NF-Verbindung selbst ein Bild von der Wirkung machen und kam zu dem Ergebnis, dass die Sache Hand und Fuß hat.





Beim Audez'e Anschluss handelt es sich um ein 2x4adriges Jena-Kabel. Je 2 Adern werden pro Kanal für + und je 2 Adern pro Kanal für - genutzt.

Und auch ein Alex Cavalli konnte bei seiner Liquid Fire-Präsentation gut lachen, denn auch dort hatte die Jena Labs-Verkabelung am Audez'e ihren gehörigen Anteil an der Gesamtperformance.





Die Anschaffungskosten solcher Kabel sind nicht von Pappe, weshalb alleine deshalb schon derjenige, für den eine Investition an selbiger Stelle fällig wäre, die deutlich über der als landläufig gepflegten liegt, ganz sicher kein Interesse zeigen wird. Und das ist auch gut so, denn alles andere würde eh am Ende nur zu dem Gerangel führen, das jeder zur Genüge kennt. Auch auf den KH bezogen, würde am Ende die Frage stehen: "Soll ich beispielsweise für einen Kopfhörer um die 1600€ noch zusätzlich 500€ oder 700€ investieren?". So oder so ähnlich ganz sicher, ist und kann es sich nur um eine Sache dabei handeln, der jemand offen gegenübersteht, ohne Vorurteile und für den die Kabelverbindung zwischen zwei Komponenten einen berechtigten Stellenwert hat.

Unser lieber User Hagen (Revival) fährt ja in seinem Setup (Playback Designs, Bryston), mit welchem er bereits ein paarmal vor Ort beim Interessenten war, zwei Jena Labs Kabel, so weit ich mitbekommen habe, das Symphonie und das recht neue Aurora. Er kann vielleicht an dieser Stelle mit ein paar eigenen Eindrücken dienen.

Soweit von meiner Seite aus der Jena Labs-Hinweis. Alles weitere kann jeder der Herstellerseite entnehmen.

Als ich mich seinerzeit den Kabeln dieser Schmiede widmete, hatte eine Sache dabei ganz klar Vorrang: Wenn sich musikalisch nichts ergibt, das für mich wirklich Hand und Fuss hat und dabei dreht es sich nicht um hier ein Detailchen und da ein Flöhchen sondern um klare Dinge, die ohne wenn und aber das entfernen eines bestehenden Nadelöhr's signalisieren, käme eine solche Angelegenheit für mich nie in Frage. Ich war und bin kein Zubehörfetischist und stecke mein Geld lieber in die Komponenten. Ich bin aber auch ein Musikliebhaber, gerade im Bereich der Klassik sehr wichtig, dem es nicht egal ist, wie viel Potential in Form von Substanz, Ausdruck, Größe, Leichtfüßigkeit, Echtheitsgehalt von der Quellinformation her durchgelassen wird. Und wenn sich mir ein wenn auch vielleicht kleinerer Engpass zeigt und sich gleichzeitig eine Möglichkeit auftut, mehr liveartige Darbietung mit allem, was zu diesem Eindruck mit dazu gehört, zu erreichen, dann bin ich einer solchen Maßnahme gegenüber nicht verschlossen.

Das Jena Labs KH-Anschlusskabel so wie das NF Symphonie konnten jeder an seiner Stelle bestehende Engpässe beseitigen. Und weil sich das Ganze eben nicht in Richtung eines hin und her überlegen entwickelte, was denn nun klanglich genau wo und nach wohin verändert wird sondern sich die Sache ohne vertun in Richtung livehaftigere Darbietung (Schnelligkeit, Dynamik, Größe, Kraft und Fundament) entwickelte, ohne dabei einen Klangzirkus zu veranstalten, stand auch mein Fazit relativ zügig: Es sind die Dinge, die nicht zwingend werden - nichts in unserem Hobby Hifi ist zwingend - aber, es sind genau die Dinge, die etwas taugen. Die, die für denjenigen bedeutend sind, der sich nicht in einer endlosen Klangschmückung aufhält, die nichts anderes ist, als ein ewiges hin und her - heute ein bißchen so und morgen wieder die nächste neue Erkenntnis. Für denjenigen, der für sich den Sinn in einem Weg sieht, der weniger mit einer sogenannten Klang bezogenen Vermittlung zu tun hat sondern lediglich die Information, die bereits per Software gegeben ist, so gut es geht ohne Engpass bis ans Ende durch zu lassen.

Und ein solcher Weg - für nichts anderes steht auch ein Playback Designs - hat genau so wenig mit einer Klang bezogenen Vermittlung zu tun, wie das live im übrigen auch. Überall dort, wo sich der Klang als solcher vordergründig in der musikalischen Vermittlung darstellt, ist das Thema bereits passiert. Das einzige, was man dort hat, ist die permanente Teilnahme an etwas, das klingt, aber nicht so wie es im Prinzip zu sein hätte, an etwas das spielt, das passiert, das geschieht. Diese Dinge, wenn sie denn die eigentliche Vermittlung darstellen, führen zur Musik.

In einer Fußgängerpassage, wo man sich kurz bei den Livemusikern aufhält, würde nie die Betrachtung beim Klang als solchem liegen sondern beim Spiel des oder der Musiker selbst, obwohl die akustischen Bedingungen wegen Umgebungsgeräuschen etc. ganz sicher nicht optimal sind.

Der Klang des Instrumentes liegt bereits auf der Aufnahme. Es ist nicht die Aufgabe, das, was vorliegt hin und her zu züchten. Man kann es, wenn man Spaß daran hat, aber ich sehe den Spaß bei dem, was bereits klanglich gegeben ist. Das versuche ich so unberührt es geht - gänzlich geht das nie, wir haben es immer mit Technik zu tun - durchzulassen. Dort liegt auch für mich der größte Liebreiz. Es soll nicht heißen: Oh, wie geil das klingt. Es soll heißen: Oh, wie geil der spielt. Der Klang ist der zusätzliche das Ohr verwöhnende Bonus, über den man sich gar keine weitere Gedanken machen sollte. Damit wäre eine Betrachtung und die Wiedergabe selbst mehr live gerecht.

Sicherlich, Klang ist es am Ende irgendwie immer, mit dem wir zu tun haben - auch ein Konzertflügel klingt oder ein gestrichener Kontrabass. Nur wird sich niemand live vor diesem gestrichenen Kontrabass über Gebühr damit beschäftigen, wie der klingt. Der Kopf übernimmt dieses klangliche, in sich ecken und kantenlose, selbstverständliche von Beginn an als wohltuend, aber eben auch, was viel wichtiger ist, als gegeben und gelangt deshalb sofort an das eigentlich wichtige: Das musikalische Ereignis, das stattfindet - das, was der Musiker an seinem Instrument vollbringt. Es ist nicht in erster Linie etwas, das klingt sondern etwas, das klingend stattfindet.

Dort genau liegt für mich der Unterschied. Eine auf Klang getrimmte Wiedergabe sieht deshalb die Früchte in der Klangtrimmung, weil sie das eigentliche musikalische Ereignis als solches nicht stattfinden lässt. Es klingt etwas, es passiert aber quasi nichts. Live passiert das nicht bei einem natürlichen Instrument, aber innerhalb unserer mit Technik beladenen Wiedergabe ist der Weg des am Ende stattfindenden Ereignisses, des "Vorhang auf" ganz schnell verbarrikadiert, weil sich der Kopf nur mit einem Klang beschäftigen kann.

Frontend's wie ein Playback Designs und Kabel, wie sie von Jena Labs gemacht werden, sorgen dafür, dass eine Wiedergabe nicht dort landet sondern dort, wo die Musik sich als übernehmbares, stattfindendes Ereignis vermittelt. Es sollte die künstlerische Arbeit, die Arbeit am Instrument sein, die die Musik ausmacht. Das ist aus meiner Sicht der richtige Weg. Nicht klangliche - sondern musikalische Vereinnahmung, ohne dass der Klang als solcher sonderlich ins Gewicht fällt, außer, dass man ihn als in sich ausbalanciert feststellt, aber ohne sich damit weiter oder konzentriert beschäftigen zu müssen.

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (26.03.2014 um 22:26 Uhr).
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