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Otwin privat Dieses Forum wird von Otwin gestaltet und moderiert

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  #1  
Alt 26.04.2012, 14:45
lotusblüte lotusblüte ist offline
nicht königlich klanghohl
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 4.224
Standard Der neue JJ Float QA: Die Legende lebt!

Hallo Kopfhörerfreunde,



Wer kennt oder kannte ihn nicht, den guten alten Jecklin Float Elektrostat, der seit seiner Einführung im Jahre 1972 bis heute nichts an Ausstrahlung verloren hat. Genau genommen schrieb man das Jahr 1969, als der Schweizer Tonmeister Jürg Jecklin benanntes Kopfhörermodell entwickelte. Stellt man sich die Frage nach seinem damaligen Ansporn, so fällt die Antwort recht einfach aus: " Ziel der Entwicklung war vor allem eine bessere Überwachbarkeit der Regiemanipulationen bei Aufnahmen, als dies bei Abhörkontrollen mit Lautsprechern in akustisch nicht optimalen Regieräumen möglich ist." (Zitat fono forum Sonderdruck von 9/1971).

In der darauf folgenden Zeit wurde das Float-Electrostatic-Modell weitere zweimal überarbeitet, was allerdings bezüglich dem Kopfhörer weniger mit einer technischen Verbesserung zu tun hatte, als vielmehr der Tatsache geschuldet war, dass über die Jahre andere Werkzeuge bei der Herstellung zum Einsatz kamen.

Da ein solcher Elektrostat aber nicht einfach an die Lautsprecheranschlüsse oder die Klinkenbuchse eines Verstärkers angedockt werden kann - man benötigt eine entsprechend hohe Versorgungsspannung, die von mehreren hundert - bis hin zu über 1000 Volt reichen kann - braucht es ein zusätzliches Speiseteil, in welchem einerseits dem Hörer das Musiksignal gereicht wird und andererseits die Netzspannung hochtransformiert wird.


Bildquelle: Quad-music.de

So kennt man es: Hörer und typisches Speiseteil. Übrigens kümmert sich Quad-music seit Jahren liebevoll um das restaurieren von in die Jahre gekommener Jecklin Float-Hörer.

Aber auch das Speiseteil wurde in den Jahren nach seiner Entwicklung mehrmals überarbeitet und diese Überarbeitung hatte dann im Gegensatz zum Hörer tatsächlich mit technischer Verbesserung zu tun, denn das Kästchen zeigte sich nicht an allen Verstärkern nur von seiner besten Seite. Die Frage nach Übertragerqualität stand immer im Fokus, wobei es auch nicht zu guter letzt darum ging, die Qualität des Hörers vor allem im Bassbereich zu steigern, indem selbiger Frequenzbereich nach unten hin erweitert wurde. Soweit der Rückblick in Kurzform.

Just zum 40. Geburtstag nun also das neue Modell, dass sich da Jecklin Float QA nennt - QA bedeutet Quad-Atelier, eine kleine Spezialabteilung innerhalb der Quad-Musikwiedergabe. Tonmeister Jürg Jecklin selbst hatte vor knapp zwei Wochen in der Schweiz auf deren feiner, regelmäßig stattfindenden Hifi-Messe "Klangschloss" seine neue Kreaktion dem Publikum vorgestellt.


Bildquelle: avguide.ch

Außer dem Altmeister selbst kann, glaube ich, niemand anders als Manfred Stein von Quad-music, besser Auskunft darüber geben, welchen Anstrengungen die Entwicklung des neuen Float-Modells unterlag. Hier wurden sich wirklich Gedanken gemacht und die Anforderungen, die vor ca. 2 Jahren mit Jürg Jecklin dabei definiert wurden, kann man in etwa so zusammen fassen:

der neue float muß bequem werden

der neue float soll leichter werden und das Gewicht soll sich so
verteilen, dass der Tragekomfort verbessert wird


die möglichen Übertragungseigenschaften der eigentlichen
elektrostatischen Wandler sollen voll erhalten bleiben, die
umschliessende Muschel darf also keine negativen Einflüsse haben


das Speiseteil (indem bei bisherigen Versionen die verwendeten
Trafo`s das Limit darstellten) soll kompromißlos mit den besten
Trafo`s aufgebaut werden


die Steckverbindung soll leicht sein, mechanisch stabil und in Bezug
auf Hochspannung langzeitstabil


Nun ist Papier ja bekanntlicherweise geduldig - Definition von Standards oder Anforderungen ist das eine, die Umsetzung das andere. Somit begann dann für Manfred Stein und sein Team eine interessante Phase, voller Studien, Veränderungen


Zwei Studien von etlichen

bis hin zu den ersten Prototypen - es war richtig Arbeit angesagt.



Und auch die Prototypen, die in mühelvoller Arbeit entstanden, wurden immer wieder überprüft sowie weiter verfeinert, bis es dann endlich vor ein paar Wochen so weit war, und die ersten fertigen Modelle entstanden.

So in etwa wird er ausschauen, der Neue:



Gedulden müssen wir uns aber noch ein wenig bis zur Einführung - Manfred Stein arbeitet noch am letzten Schliff bezüglich des Kopfpolsters. Der Rahmen des Jecklin Floats besteht aus gefrästem Birkensperrholz, die Kopfauflage aus Neopren und die beiden Bügel sind aus Aluminium. Leichter ist er geworden, stellt aber mit seinen 550g bezüglich der Kopfhörer, die wir kennen, kein Leichtgewicht dar. Schließlich hat das Material der für KH-Verhältnisse nach wie vor gigantischen Treibern ja auch seinen Anteil. Die Anschlüsse sind besser, wertiger geworden - beispielsweise in Form einer LEMO-Steckverbindung - und auch klar, dass das Speiseteil verbessert wurde. Beispielsweise durch den Einsatz hochwertigerer Transformatoren, deren Übertragungseigenschaften ohne nennenswerten Abfall hinunter bis 20Hz reichen.


Was bleibt mir am Ende noch zu zu sagen, außer, dass ich mich als Kopfhörerfreund riesig freue über diese fantastische Meldung? Am besten ein paar bemerkenswerte Sätze von Manfred Stein, denen ich mich gerne anschließe und denen es auch aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen gilt.

"Das Ziel der Arbeit im QUAD Atelier soll es stets sein, die in den Produkten enthaltenen lange bewährten Eigenschaften zu erhalten und im Sinne der Erfinder "weiter zu denken". Wenn Produkte über derart lange Zeiträume gebaut werden, haben diese längst bewiesen, dass ihre Entstehung einzigartig war. Es kann also nur darum gehen, untergeordnet unter der ursprünglichen Idee, die Produkte über Anpassungen "in die Zukunft zu bringen".

Ich bleibe weiter am Ball und vielleicht ergibt sich ja demnächst ein Besuch beim Hersteller - übrigens wird der Float QA hierzulande gefertigt. Die Kombi dürfte preislich bei rund 2000€ liegen, aber bitte mich nicht mit dieser Angabe nageln - da sind bis zur Einführung auch noch Veränderungen möglich. Demnach bitte nur als groben Richtwert sehen. Dann schauen wir mal und hoffen, dass die nächsten 6-7 Wochen wie im Fluge vergehen.

Die Legende lebt!

Hersteller-Webseite: http://www.quad-musik.de

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (26.04.2012 um 19:31 Uhr).
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  #2  
Alt 26.04.2012, 22:44
lotusblüte lotusblüte ist offline
nicht königlich klanghohl
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 4.224
Standard

Hi,

Noch ein weiteres Foto des Kopf-/Ohrlautsprechers mit dem vom Gehäuse her noch unfertigen Speiseteil.



Die Versorgungsspannung des Floats liegt bei 1400V. Dann wollte ich noch kurz zu bedenken geben: Bitte nicht allzu hart mit der Fotoqualität ins Gericht ziehen. Dies hier sind alles Aufnahmen von Entwicklerseite aus, die mal einen ersten Eindruck des Wirkens, der Studien sowie von den Prototypen verschaffen sollen und nicht so geschossen, um ein Produkt zu präsentieren oder ins perfekte Licht zu setzen. Ich bin sehr dankbar und habe mich auch gefreut, überhaupt dieses Material bzw. die Eindrücke zur Verfügung gestellt zu bekommen. Im Moment also ein wenig Nachsicht - es wird noch besseres Material kommen.

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (27.04.2012 um 01:04 Uhr).
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  #3  
Alt 27.04.2012, 06:25
soundfanfischer soundfanfischer ist offline
Musiker und Mastering
 
Registriert seit: 01.08.2011
Beiträge: 327
Standard

Hallo Otwin,

kannst du mir sagen wo in etwa der alte Float mit Speisteil heute anzusiedeln wäre? Oder ist er so speziell das man ihn nicht mit aktuellen KH vergleichen kann?

LG Gerry
__________________
Legastheniker

www.gerry-fischer.at
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 27.04.2012, 09:48
Amerigo Amerigo ist offline
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 1.723
Standard

Danke für die Info, das sieht richtig interessant aus.

Gruss

David
__________________
We are stuck with technology when what we really want is just stuff that works.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 27.04.2012, 11:08
lotusblüte lotusblüte ist offline
nicht königlich klanghohl
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 4.224
Standard

Zitat:
Zitat von soundfanfischer Beitrag anzeigen
Hallo Otwin,

kannst du mir sagen wo in etwa der alte Float mit Speisteil heute anzusiedeln wäre? Oder ist er so speziell das man ihn nicht mit aktuellen KH vergleichen kann?

LG Gerry
Hallo Gerry,

Das ist sehr schwer zu beantworten. Meine Erfahrungen gehen auf die 70er Jahre und noch ein wenig in den 80er Jahren mit Jecklin zurück - also ne ordentlich lange Zeit her. Hinzu kommt noch die Auswahl an gutem Verstärker - ich meine halt nicht den Standard Yamaha, Pioneer, Kenwood von damals, der mit dem Jecklin soweit ganz nett zu Werke ging, sondern man wollte ja auch ein Stück weit mehr Audiophilität ernten. Und das kostete Geld. Heute ist die Situation eine andere. Heute bekomme ich beispielsweise an den LSP-Klemmen eines HD53N mit seinen 14-18Watt Leistung die gleiche Qualitätsgüte hingestellt, wie er sie vorne am symmetrischen KH-Ausgang auch hat und das für 1000€. Nur ein beispiel von vielen.

Der Jecklin muss an den Vollverstärker oder die Endstufe, oder kann auch wie in meinem Beispiel an einen HD53N - vielleicht sogar an meine kleine Triode, wer weiß.

Dann denke ich, hat man im Teamwork (Jürg Jecklin und das Team um Manfred Stein) nochmal an guten Schräubchen gedreht, nicht nur an dem Speiseteil. Wie man sieht, betrafen die Gedanken die komplette Konstruktion. Das Birkensperrholz beispielsweise ist das Ergebnis etlicher Studien, die betrieben wurden - ganze zwei Jahre ist da experimentiert, verbessert, verfeinert worden. Im Vordergrund standen dabei nicht nur das Gesamtgewicht, dass man gerne reduzieren wollte, sondern auch die klare Anforderung an eine möglichst von negativen Einflüssen befreite Übertragungseigenschaft des elektroststischen Wandlers.

Wo er sich klanglich demnach heute genau im Vergleich einordnet - schwer zu sagen. Aber in zwei Wochen weiß ich es, da ich dann bei Quad-Musik bin. Mit seiner sehr großen Treiberfläche und durchdachter Konstruktion samt kräftigem Netzteil ist alles drin an Möglichkeiten. Ich bin sehr gespannt.

Ganz speziell würde ich gefühlsmäßig das zu erwartende Klangergebnis nicht bezeichnen wollen. Speziell ist die Konstruktion bzw. eine freie, nicht ohrumschließende Schallentfaltung, deshalb auch passender die Bezeichnung Ohr-Lautsprecher - das kennen wir ja außer dem Jecklinmodell auch vom K1000 her. Nur, dass im hiesigen Falle eine weit aus größere Wandlerfläche gegeben ist. Bei einem solchen Ohr-Lautsprecher, vor allem mit der Wandlergröße, ist die Cahnce recht groß, dass rein gefühlt für den ein oder anderen ein räumlich Lautsprecher ähnlicherer Bezug wächst - immerhin erreichen hier Schallanteile beider Seiten auch die gegenüberliegende. Die gesamte Kopfseite ist mehr in die Reflexionen mit integriert sowie auch sogar Hals- bzw. Schulterbereich. Das sind keine riesigen Dimensionen, aber auch nicht wegzudiskutieren.

Die daraus resultierenden Klangeindrücke kann und darf man natürlich bezüglich einem großen KH-Bereich, der sich durch Ohr aufliegende - bzw. Ohr umschließende Modelle definiert, sicher als speziell bezeichnen. Unterschiedlich wird dann die Wirkung bei verschiedenen Personen ausfallen. Für den einen werden genau die speziellen Gegebenheiten auch zu einem sehr wichtigen Klangbestandteil - für den nächsten vielleicht weniger wichtig ausfallen. Wenn es richtig gut gemacht ist, kann ein sehr freier und auch großer Raum resultieren mit astreinem kopffreiem Orchesteraufbau. Interessant bleibt dann außer der Betrachtung, wie sauber und ausgewogen das Frequenzband durchlaufen wird, das Verhältnis zwischen klarer Wiedergabe und dem Schuss Wärme sowie auch der Klangfarbe, den wir brauchen, damit aus einer Wiedergabe das musikalische Futter für die Seele wird.

Was tut man dann beim durchchecken? Ganz locker und unvoreingenommen an das Klangergebnis herangehen. Da viele von uns mittlerweile - du kennst ja deine eigene Situation besser als jeder andere und weißt, wie gut du durch deine Probanden verwöhnt wirst - richtige KH-Topware besitzen, wird das Eis natürlich auch immer dünner. In den 70er und selbst den 80er Jahren sah eine adäquate Vergleichsmöglichkeit noch ganz anders aus. Ich will damit sagen wir sind bereits sehr verwöhnt und unsere Ansprüche an Klanggüte sehr hoch. Per LCD-3 oder HD800 an einem Cavalli ein wirklich großes Kino zu erzeugen, ist kein Problem mehr. Wie oder mit was wollte man das beispielsweise in den Siebzigern in einen Vergleich schicken? Ging nicht wirklich.

Aber, und da kommt halt das aber, wie immer. Nicht nur allein Größe, anständig Fundament und dergleichen sind für eine Klanggüte verantwortlich. Locker leicht könnte man sich heute eine groß und stark im Antritt aufspielende Kombination zusammenbretzeln und ein alter Stax Lambda würde ihr doch noch die Kelle zeigen in Bezug auf andere wichtige Klangakzente. Nurmal als Beispiel. Oder ein K1000 würde zeigen, wie es gerader geht. Auch nur ein Beispiel.

Einerseits sind wir und unsere Equipmentmöglichkeit gewachsen, gereift, andererseits gibt es aber Dinge, die bereits in der Vergangenheit im Kern, direkt an der Wurzel unverschämt gut waren. Wenn Solches dann sinnvoll in die heutige Zeit transportiert wird, ja, dann kann es durchaus auch im positiven Sinne krachen.

Gruß,
Otwin

Geändert von lotusblüte (27.04.2012 um 15:50 Uhr).
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  #6  
Alt 27.04.2012, 17:18
lotusblüte lotusblüte ist offline
nicht königlich klanghohl
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 4.224
Standard

Zitat:
Zitat von soundfanfischer Beitrag anzeigen
Hallo Otwin,

kannst du mir sagen wo in etwa der alte Float mit Speisteil heute anzusiedeln wäre? Oder ist er so speziell das man ihn nicht mit aktuellen KH vergleichen kann?

LG Gerry
Hallo Gerry,

Was mir dazu noch einfällt: Der alte Float unterschied sich über die Jahre schonmal bezüglich dem Einsatz des aktuellen Speiseteils - die Einspeisung unterlief mehrerer Veränderungen. Und dann kam es auch darauf an, an welchen Amp der Jecklin angeschlossen wurde. Wenn ich ihn beispielsweise an einem Vollverstärker damals betrieb, der ein mehr runderes und mit etwas weniger Feinsinn gesegnetes Klangbild aufwies, war das Ergebnis per Jecklin auch nicht anders zu erwarten. Betrieb ich ihn hingegen an einem Amp, der mehr Feinsinn schaffte, bekam ich auch mehr Feinsinn in mein Float-Klangbild.

Heute ist da etliches möglich, vor allem auch im durchaus bezahlbaren Bereich, weshalb ich auch nicht mehr die Probleme vom andocken her sehe, mit denen ich früher selbst konfrontiert war. Das passt schon. Und dann muss er halt zeigen, aus welchem Holz er ist, der Neue - ich werds sehen und hören.

Gruß,
Otwin
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  #7  
Alt 27.04.2012, 18:45
Truesound Truesound ist offline
 
Registriert seit: 29.07.2011
Beiträge: 1.730
Standard

Hallo Zusammen!

Anfang der 70er Jahre war der Jecklin schon eine Hausnummer.Von 1973 bis heute hat sich aber eine ganze Menge Fortschritt im Bereich der dynamischen Kopfhörer getan und das über eine Zeitspanne von 40 Jahren. Wer hätte sich vor 40 Jahren das real vorstellen können was aus einem dynamischen KH noch herauszuholen ist....bleibt abzuwarten und wenn es soweit ist den neunen Jecklin Probe zu hören. Der ein oder andere könnte sicher daran Gefallen finden.

Grüße Truesound
__________________
Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 27.04.2012, 19:13
pronatural pronatural ist offline
{:-)
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 742
Standard

Hallo Otwin,

wie du weist, bin ich kein normaler „Fan“ der Marke „Jeklin Float“, sondern ein
infizierter Jünger, der in den 90'gern seinen JJ Float abgöttisch geliebt hat.
Die Suche bzw. die Auswahl war damals nicht besondere groß, aber nicht minder
interessant, da ein AKG K1000, STAX'es und besagter JJ Float für den KH Fan schon
exotische Spitzenklasse waren. Vergleiche?!, gab es damals nicht „en masse“,
zumindest für mich nicht, da die dynamische Welt eigentlich keine wirkliche HiFi'istische
Existenz für einen KH Freak darstellte.
Für mich war, aus der Erinnerung, der JJ Float eine musikalische Soundmaschine mit
dem nötigen Schmelz und musikalischen Feingefühl. Ich bete und hoffe, dass der „Neue“
ebenfalls die Topliga des KH-Olymps erreicht und eine „elektrostatische Größe“ wird,
wie er es damals für mich war.
Kurz um, ich komme nicht umhin den eidgenössischen KH mal wieder zu testen, oder
im besten Fall zu bestellen.
Der Kopfhörergemeinde sei gesagt, dass dieser KH eine wirkliche Spaßmaschine in allen
Bereichen war und hoffentlich wieder ist. „Spaßmaschine“ = „Formula 1“ also professionelles
Equipment mit absolutem TOP-Liga-Anspruch im KH Himmel.

Ach ja, der JJ Float war mir persönlich am Tube-Amp immer am liebsten … welch Zufall …
Viele Grüße an alle „Lord Helmchen“.
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
{:-)

Bleibt wie Ihr seid ...
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  #9  
Alt 27.04.2012, 20:14
lotusblüte lotusblüte ist offline
nicht königlich klanghohl
 
Registriert seit: 10.07.2008
Beiträge: 4.224
Standard

Zitat:
Zitat von pronatural Beitrag anzeigen
Ich bete und hoffe, dass der „Neue“
ebenfalls die Topliga des KH-Olymps erreicht und eine „elektrostatische Größe“ wird,
wie er es damals für mich war.
Hallo Helge,

Er muss mehr werden als das. Wenn er heute neben dem, was es gibt, qualitativ von sich reden machen will, muss er in Summe mehr zeigen. Und da denke ich gehen die Anstrengungen auch hin. Dafür denke ich hat man sich an den Tisch gesetzt und begonnen, sich Gedanken zu machen. Der Kern der Sache würde genügen, um einem T1 oder auch HD800, einem Audeze oder auch Hifiman, zu zeigen, was noch gehen kann. Da sehe ich nicht das Problem. Die alle sind zwar super, bilden für uns die Topliga, bedeutet aber nicht, dass sie nicht zu stemmen sind. Dass man es am Ende versteht komplett so umsetzen, wird sich zeigen müssen. Das ist die Kunst. Ein so großer Elektrostat hat das Zeug im Wesen dazu, um die entscheidende Schippe drauf zu setzen - der Entwickler muss es umsetzen können.

Ein sogenannter Kopflautsprecher und das sehe ich nun sicher konstruktiv nicht nur als problemlose Zone, kann einen anderen tonalen Schnitt erzeugen, auch einen freieren, glaubwürdigeren Raum servieren, als ein ohrumschließendes Modell. Diese Möglichkeiten bestehen - sie müssen am Ende nur als Ganzes sinnvoll erscheinen. Deshalb bleibt es für mich spannend. Der Float QA kann eine gute Alternative werden, er kann es aber auch richtig krachen lassen im Gebälk gegenüber dem bisherigen. Und zwar so, dass man sich gesamtklang- und gesamtklangbildlich nicht für etwas entscheiden müßte, sondern ein KH ein in allen Belangen geeintes Bild aufbauen kann.

Nicht die eierlegendewollmilchsau, weil es die nie geben kann, aber das KH seitige völlig beruhigte Buch zuschlagen können. Aus tiefster Überzeugung heraus.

Das ist anständiger Tobak, aber warum nicht? Ich bin einfach offen und lasse mich überraschen, wohin die Reise geht.

Gruß,
Otwin
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 27.04.2012, 20:36
pronatural pronatural ist offline
{:-)
 
Registriert seit: 15.06.2010
Beiträge: 742
Standard

Hallo Otwin,

eine Reise ist immer ein gewisses Risiko, bzw. ein Abenteuer.
Ich würde mich sehr gerne auf ein „JJ Float QW“ Abenteuer einlassen,
da dieses meine Interesse an Veränderung derzeit am meisten erreicht.
Ich werde diesem KH die nötige Aufmerksamkeit widmen, da dieser
KH an jedem handelsüblichen Verstärker zeigen kann wo er hin will.

Es liegt jedem in der Hand zu entscheiden welcher Verstärker der „richtige“
ist. An dieser Stelle wird die Auswahl aber eher die konventionellen LS Verstärker
betreffen, da diese sehr gut mit diesem KH-Konzept harmonieren.
__________________

Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

Pronatural
{:-)

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