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ViaBlue Forum - edle Kabel und Zubehör Dieses Forum befasst sich mit Produkten von VIABLUE

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  #1  
Alt 06.10.2012, 08:42
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Beiträge: 14.174
Standard Neue Dimensionen: ViaBlue SC 6 Bi Wire - Hifi Revolution 2012

Guten Morgen Freunde,

ich habe euch ja in einigen Threads bereits im Vorfeld für die kommende Woche meinen Bericht zum neuen ViaBlue Kabel versprochen - und seitdem gehen ja unentwegt Postings und Mails und Anrufe ein, ich solle mich doch sputen.

OK - ich mache heute den Anfang.

Für mich ist das alles sehr schwer, denn ich muß bei einer ehrlichen Berichterstattung auf Grund gemachter Erfahrungen nicht nur über den eigenen Schatten springen, ich muß auch Dinge vermitteln - oder es zumindest versuchen - die man schlecht in Worte packen kann.

Das End Resümee wird entgegen allen Diskussionsergebnissen , die bisher zum Thema Kabelklang in Foren getätigt wurden - lauten - es wird sehr polarisieren.

Letztendlich fühle ich mich nur einer Sache verpflichtet - euch die Wahrheit zu schreiben - jeder kann diese selber hinterhören und wird schnell herausfinden, daß meine Höreindrücke - wie so oft - einfach nur so sind wie sie sind.

Trotzdem mein inniger Rat - hier - vorab - und schon an dieser Stelle:

1) Lest nicht weiter, wenn ihr zu hohen Blutdruck neigt oder gar leicht sauer reagiert, wenn etwas nicht eurer Weltvorstellung entspricht.
2) Wenn ihr trotzdem weiter lest auf eigene Verantwortung - werdet ihr das - was ihr lest - schwer bis gar nicht glauben können - ich spreche da aus eigener Erfahrung - ich hätte diese Geschichte jedenfalls niemanden geglaubt - dann seit so lieb und probiert es selber aus und teilt mir offen mit - ob ihr auch so eine Begegnung erlebt habt, wie ich.


Ja. Begegnung.

Mir kommt hier der Film in den Sinn: Begegnung mit der dritten Art.
Der dürfte rund 30 Jahre auf dem Buckel haben.

Damals hat man noch gelächelt, wenn man von Raumschiffen, Außerirdischen und dergleichen hörte. Heute ist man da nicht mehr so sicher

Als bei mir am Donnerstag der Postbote klingelte fühlte ich mich unfefähr so, wie Richard Dreyfuß in besagtem Kinofilm, als er über tote Kühe und einem landenden Riesenraumschiff staunte -

nicht weniger staunte ich, als ich das "gelandete Raumschiff" auspackte -

doch dazu später.

Ich muß weiter ausholen, für die, die mich nicht so gut kennen.

Kurz zusammengefaßt - ich bin seit mittlerweile 40 Jahren Hobby Musik Freak (ich vermeide das Wort High Ender, ich mag das nicht - denn mir geht es einfach nur um die Seelensprache der Musik).
Von Kind an spielte ich ein halbes Dutzend Instrumente und letztlich präferierte ich ab dem 14. Lebensjahr nur noch die Gitarre und gab die anderen Instrumente auf.

Mein Traum war es immer mal die großen Rock Musiker dieser Welt kennenzulernen - wie Iron Maiden, Mat Sinner, Alexander Beyrodt usw.

und der Traum wurde Wahrheit.

In der Jugend fand man mich eigentlich nur auf Live Konzerten und hinterher backstage mit Musikern - eidieweil ich für Schüler Zeitungen, Heavy Metal Magazinen , Fanclubs und dergleichen ehrenamtlich arbeitete (wir reden hier von einer Zeit ohne Internet, auch wenn sich das kaum noch einer vorstellen kann, daß es so was mal gegeben hat) - irgendwann schrieb ich die Plattenkritiken für Shockwaves, in den 80ern ein begehrtes Heavy Metal Magazin in der Schweiz - geführt von Nico Müller, einem Mann aus dem Freundeskreis der heute noch bekannten Band Destruction.

Daher hatte ich zu Hifi schon recht früh ein anderes Verhältnis, als andere Menschen, die nicht aktiv in der Materie drinstecken und den Live Sound im Ohr haben. Klar, da hört man halt auch lauter als andere

Auch agierte ich ehrenamtlich als Tour Manager einiger Bands wie Tush oder half den Fan Club von Accept zu führen.

Egal- quasi im nahenden Greisenalter durfte ich dann im Jahre 2006 und 2007 meinen Traum realisieren und auch mal mit meinem Idol Mat Sinner ein Album recorden - wir vertonten die Genesis der Bibel als Rock Epos -
dazu schaffte ich mir Equipment an und alles wurde in Eigenregie gemacht.

Ich konnte meine langjährigen Erfahrungen im Mischen und recorden von Songs mit anderen Bands, die ich im Nachwuchsbereich förderte - wie Suffering Absurd - endlich für mich selber nutzen.

Was ich damit sagen will?

Ganz einfach - ich will nur vorab andeuten, ich weiß halt, wie Musik klingt. Und was Musik in unserer Seele bewirkt.

Entsprechend stellte ich in den letzten Jahrzehnten meine Equipments zu Hause zusammen und all die hunderten, wenn nicht tausenden von Menschen, die mich in den letzten 20 Jahren besucht haben(viele davon aus dem Ausland) - darunter etliche Dutzende in diesem Forum anwesend- können bestätigen - daß es bei mir zu Hause heiß hergeht auf extrem hohen Niveau.

Egal, ob die Musiker unter euch, die Dirigenten, die Hobbyisten, die Entwickler, die Händler - ihr alle habt mich zwar als verrückten Freak kennengelernt, aber auch als jemanden - der konsequent alles seiner geliebten Musik und deren möglichst plastischen und dynamischen Wiedergabe unterworfen hat - dem das Live Erlebnis über alles geht.

Amerigo hier hat das mal toll geschrieben: Was Werner noch fehlt ist der ranzige Bratwurstgeruch aus der Konzerthalle

Da die Dinge, die ich in den folgenden Tagen über die neue Revolution am Kabelmarkt berichten werde - so absurd klingen werden - und entgegen den bisher gemachten Erfahrungen sprechen -

erwähne ich das alles im Vorfeld nochmal -

in der Hoffnung, ihr werdet das wohlwollend berücksichtigen beim Lesen meiner Zeilen -

und dann -

so lieb sein -

und das Via Blue Kabel selber ausprobieren -
bevor ihr den Mann mit der Zwangsjacke an meine Adresse schickt.

OK-

laßt uns mal ganz nüchtern an diese Sache herangehen -

es war schon gut, daß ich einige Tage ins Land streichen ließ-
bevor hier eine Berichterstattung durchstartet.

So vor ca. 7 oder 8 Jahren kam ein Händler mit Klipsch Lautsprechern zu mir ins Haus geschneit - er ist hier anwesend und liest hoffentlich nicht nur mit, sondern steuert auch was bei - denn außer mir - dürfte er der Einzige sein, der die neue ViaBlue Entwicklung ebenfalls gehört hat.

Er hat das ja hier im Forum erwähnt, weigerte sich bisher aber vehement auf öffentliche Anfragen zum Sound zu reagieren - ich verstehe mittlerweile auch warum. Es würde ihm nie jemand glauben. Alleine schon deswegen, weil er ein Händler ist.

Es ist unser Werner Enge - und ich betone - wir haben uns nicht abgesprochen oder bis jetzt Kontakt zu dem Thema gehabt - ich hoffe daher, seine Eindrücke ähneln den meinen.

Werner kam damals im Rahmen eines Workshops zu mir und ich berichtete über die neuen Klipsch RF 7 Lautsprecher die wirklich bis heute zu den besten und dynamischsten Lautsprechern zählen, die ich so kenne.

Bei der Gelegenheit - wenn er sich schon 800 km durch die deutsche Autoprärie wühlte und den Lappen und Leib und Leben riskierte - brachte er mir ein Lautsprecherkabel mit, daß einfach excellent ausgesehen hat.

Es war das Via Blue SC 4 Bi Wire.

Werner Enge machte kein Aufhebens darum, denn als er hier vor Ort war, erfuhr er von mir mit stolzgeschwellter Brust, daß ich daheim für meine Tannoys nur die Referenzstrippen von Prof.Dr. Richard Bews verwende, die handgefertigt werden in Essex- daß an meine Tannoys nur diese edlen Solid Core Leinen dran dürfen ich ich jahrelang alles mögliche gegengetestet habe - nix hatte eine Chance blablabla. Natürlich hatte die Sache auch seinen Preis von etlichen Tausend Euros..........und klang wirklich schier gigantisch.

Trotzdem machten mich die ViaBlue Leinen schon auf Grund ihrer Optik neugierig.

Als ich jedoch erfahren habe, daß da ein komplettes Kabelset gerade mal knappe 400 Euro kostet, verflog mein Interesse schnell.

Ja, so ist das, wenn man sich in den Kabelwahn hochgearbeitet und gehört hat in all den Jahrzehnten.

Werner Enge war dann so nett und hat die ViaBlues mal hiergelassen und ich hörte mal kurz rein - das war schon verdammt gut, aber nach ein paar Stunden klemmte ich ab und schickte sie zurück.

Werner Enge meinte damals, das sei ein Fehler, denn die Biester seien extrem zäh beim Einbrennen und ich hätte denen doch mal 2 Wochen gönnen sollen.

Ungefähr ein Jahr später erinnerte ich mich daran und hatte dann endlich mal etwas Zeit gefunden für einen weiteren Kabeltest. Ich forderte die Strippen wieder an und checkte sie an meinem damaligen Hauptequipment an Teac P 70 D 70 Kombi an ASR Emitter 2 Exclusive Battery und der Tannoy Westminster T.W.


Das Unmögliche geschah, nach ca. 2 Wochen hartnäckigen klanglichen Auf und Ab im Rahmen des Einbrennprozesses zogen diese Wunderkabel ein ganzes Stück weit an meinen geliebten Tannoy Referenzstrippen vorbei- die ich vorher etliche Jahre lang im Emitterfanclub abfeierte und die sich bei Hörduellen mit sicher hundert anderen hochpreisigen Kabeln lieferten und stets als Favorit hervorgingen.

Was soll ich sagen, ab diesem Zeitpunkt wechselte ich an allen Equipments auf Via Blue LS Kabel und kurz danach fanden die genausoguten Via Blue Signalkabel ebenfalls in meinen Ketten Einzug.

Das blieb natürlich nicht ohne Folgen, denn in den kommenden Jahren und nach schier endlosen Forendiskussionen wechselten auch quasi alle meine Freunde auf Via Blue Verdrahtung und die Märkte wurden förmlich überschwemmt mit gebrauchten Hochpreisstrippen.

Das zerstörte natürlich unser Weltbild von Kabeln, die möglichst hochwertig und aufwendig verarbeitet sein müssen, von besonderen extrem teuren Leitermaterialien usw., denn die ViaBlue Geschichten waren stets superbillig und trotzdem extrem solide auf aufwendig verarbeitet -
aber es waren keine Silver Solid Cores

Natürlich waren in den letzten Jahren wieder Dutzende von Besucher in meinem Hause mit allen möglichen Kabeln im Gepäck - was soll ich sagen - die Via Blues blieben. Nichts reichte an die Natürlichkeit, Leichtigkeit , Beseeltheit dieser ultraschnellen Kabel heran.

Anscheinend war aber ViaBlue in Kombination mit Tannoy oder Klipsch Lautsprechern eine besonders magisch anmutende Verbindung, letztendlich - und dank Werner Enge - mutierte das ViaBLue SC 4 samt der Signalstrippe NF 7 zum Referenzkabel von Klipsch Europe!

So, das mal als Einstieg, es geht dieser Tage weiter- Stück für Stück werde ich euch in einen neuen Kosmos entführen.

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  #2  
Alt 06.10.2012, 12:41
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Standard

Weiter geht es im Text

Ihr könnt euch sicher vorstellen, daß ich recht schnell neugierig wurde was für ein Mensch und was für eine Firma hinter ViaBlue stehen, denn es kratzte dann doch gewaltig an meinem Weltbild, daß ich noch nie vorher in einem Hifi Magazin drüber gelesen habe und mir außer Werner Enge noch nie einer drüber berichtet hat.

Aber noch mehr saß mir der Schlag im Nacken, wie Lautsprecher-Kabel für 300-400 Euro eben mal locker meine 5.000 Euro Referenzen versenkten und später hinzus Chinchkabel für 70 Euro (ViaBlue NF 7)meine 3000 Euro Referenzen hinter sich ließen.

Also nahm ich vor etlichen Jahren Kontakt mit ViaBlue Chef Dipl.Ing. Jörg Loidl auf. Und was ich von dem so zu hören und zu lesen kriegte, das überraschte mich nicht wirklich. Der Mann kommt aus dem Profi Busineß und ist wohl eigentlich ein Tonmeister und Studiofreak.

Damals wollte Jörg nicht wirklich was mit Presse und Hifi Magazinen zu tun haben, erzählte mir, daß er 4 Mitarbeiter beschäftige, von dem ganzen Hochpreis Voodoo nix hält und damit auch nicht in Verbindung gebracht werden will. Tja, selbst Joachim Pfeiffer, der damals noch Chef bei der Audio war, hetzte ich ihm auf den Hals - Jörg Loidl ließ sich jedoch auf nichts ein.

Tests interessieren ihn nicht, sondern zufriedene Kunden und Mund zu Mund Propaganda. Außerdem wußte Loidl damals auch noch nicht, wie er eine plötzlich durch Tests zu Stande kommende Nachfrage abdecken solle, denn letztlich war sein Unternehmen klein und überschaubar.

Ich konnte damals kaum fassen, was für ein bescheidener und full earth standing auf neudeutsch easy to handle Mensch hinter ViaBlue gestanden hat.

Nun sind etliche Jahre ins Land gezogen und inzwischen hat Loidl auch eine neue Chinch Kabel Generation auf die NF 7 folgen lassen, die wohl etwas teurer geworden ist und dann bei um 130 Euro gelegen hat - however - auch die werkelt erfolgreich in meinem Hause und ich will da jetzt auch nicht ablenken - dazu gabs damals seperate Threads hier im Forum.

ViaBlue scheinen in Windeseile gewachsen und expandiert zu sein, das Händlernetz ist inzwischen enorm groß - wobei einige Händler aggressiv über ebay an den markt gehen. Da werden richtige Stückzahlen geschrieben.

Vorbei sind die Zeiten des Geheimtipps, ViaBlue kennt inzwischen jeder und auch die Hifi Presse war nicht mehr länger auszubremsen.

Das Sortiment hat sich enorm erweitert - von TV Kabel, Digitalkabel, Lautsprecher - Terminals - und nunmehr 3 komplette Signal und Lautsprecherkabelprogramme-

und Gerätebasen, Spike Systeme und und und.....

was auffällt ist, daß etliche Sachen sogar patentiert sind, insbesondere im Bereich der Stecker.

Via Blue steht weiter komplett für handmade in germany und ist mittlerweile international zu einem großen Namen geworden.

Das erinnert mich an viele Erlebnisse mit meinen Hifi Freunden aus dem Ausland.


Da mir hier jetzt 2 Mal der Text verloren ging, schicke ich das erstmal ab.
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  #3  
Alt 06.10.2012, 12:48
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Standard Teil 3

Beispielsweise vermittelte ich den Emitter 2 von Robert mal an einen belgischen Forenbekannten, den Laurent van Cleemput.

Laurent war Moderator im größten französischsprachigen Forum und unsere Begegnung sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Er hat mir damals unbedingt sein Referenzkabel von MIT empfohlen, das 750 Bi Wire mit dem großen Terminator.

Er konnte es schier nicht fassen, daß ich ihm klar sagte, ich präferiere ein deutsches "Billigprodukkt" von Via Blue, das SC 4, welches dem MIT im weißen Gummischlauch in jeder Beziehung überlegen ist.

Laurent hat sich dann bei ViaBlue ein SC 4 besorgt und war völlig geplättet von dem Ergebnis, er erkannte seine Riesenhörner kaum wieder - alles andere ist Geschichte im Internet.

Mittlerweile macht er mit Via Blue Tri Wiring und das ganze nochmal doppelt........... dann kostet es wenigstens was

Oder mein Forenkumpel Dr. Paolo Dal Col, ein Jazz Spezialist vom Feinsten - er kam dann aus Milano zu Besuch - brachte etliche seiner Silber-Referenzstrippen mit und wurde nach dem Hörcheck bei mir - soweit ich mich erinnere - sogar Kunde beim Werner Enge und flutete dann das italienische Internet mit Via Blue Lobesarien.

Ich könnte hier noch jede Menge Geschichten erzählen - hebe mir das aber auf - für die nächsten Wochen und Monate in diesem Thread - denn eigentlich habe ich vor schnellstens den Kern der Sache freizuschälen- das neue ViaBlue SC 6 AIR mit Pipeline Technologie.
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  #4  
Alt 06.10.2012, 13:00
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Standard Teil 4 des Hörberichtes

Nun sind die Jahre ins Land gestrichen und ich bin "kabelmüde" geworden. Konnte mir auch nicht vorstellen, daß man noch was verbessern kann und daß ein Kabelwechsel überhaupt noch großartig etwas bewegen kann.

Hinzu kommt ja die alltägliche Internethirnwäsche in allen Foren, daß Kabel ja so unsäglich unwichtig sind und allenfalls das letzte i-Tüpfelchen an der Anlage darstellen.

Nun, ich habe das immer etwas anders erlebt in der Realität und schon so mancherlei seltsame Sachen bei Kabel gehört.

Als treuer ViaBlue Kunde habe ich natürlich die Möglichkeit genutzt und mich auf der Website in den Newsletter Versand eintragen lassen, hier informiert ViaBlue immer, wenn ein neues Produkt auf den Markt geschmissen wird und vor einigen Wochen hatte ich dann den Newsletter zu einem neuen ViaBlue LS Kabel. Das SC 6.

Da das Kabel erstmal auf Bildern genauso aussah, wie das SC 4 (und man nicht erkennen konnte, welche förmlich armdicken Ausmaße es in der Realität hat ) war ich erstmal nicht von den Socken, insbesondere, als ich den Preis gelesen habe, der ungefähr beim Dreifachen meines seit Jahren geliebten SC 4 lag.

Also fragte ich ja im Forum mal nach, ob das SC 6 denn einer kennen würde -
aber nur Werner Enge meldete sich - gab aber keinen Kommentar ab, was sich da klanglich geändert hat.

Hm.

Kurzerhand schrieb ich Jörg Loidl mal an, ob er mir was erzählen kann und war sofort beruhigt, denn das ist nicht einfach ein SC 4 mit neuen Namen zum 2,5fachen Preis, sondern eine völlige Neuentwicklung, die klanglich nochmal ordentlich was drauflegen soll.

Na ja, gesagt ist viel und schnell..........zu meiner Beruhigung gibt es aber das SC 4 weiterhin wie gehabt.

Jörg meinte dann, er würde gerne mal meine Meinung zu seinem neuen Kabel hören und mein Gesicht sehen, wenn ich das erlebe.

Nun, wie gesagt, müde der Kabeltests und zu 1000% überzeugt von meinen SC 4 Strippen - versuchte ich das im Keim zu ersticken (herrjeh, wäre ja wieder Arbeit und in den Erbsen zählen und denselben Track zum hundertsten mal hören und vergleichen, wo der Nachhallanteil der Stimme besser rüber kommt oder der Furz des Schlagzeugers plastischer in den Raum zieht )

However, der Jörg wollte mir dann mal 3 Meter zuschicken, die ich aber unmöglich an der Haupanlage hätte verwurschteln können. Ich bestellte dann 5 Meter Bi Wire als erforderliche Mindestmenge und nahm halt für die Sonderanfertigung etliche Wochen Lieferzeit in Kauf.

Das Warten hat gelohnt, soviel kann ich euch jetzt schon verraten.
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  #5  
Alt 06.10.2012, 13:03
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Standard Teil 5 des Hörberichtes

Ihr wißt ja, für Technik interessiere ich mich weniger -
bei mir zählt das Hörerlebnis.

Hier mal ein link zur Webseite mit erstmal total unauffälligen Bildchen (da man ja das Kabel in Relation zu rein gar nichts sieht) und eine trockene Produktbeschreibung -

jaaaaaaaaa-

ich weiß, jetzt kommen gleich wieder die Techniker und sagen, das ist nichts Besonderes.



http://www.viablue.de/de/lautspreche...wire_t6s.shtml

Für die "Klickfaulen" unter euch kopiere ich hier den Text von ViaBlue, dann brauche ich das nicht alles in eigenen Worten nochmal formulieren:

Zitat:
Produktbeschreibung:

Das ViaBlue™ SC-6 AIR Silver Lautsprecherkabel überträgt auf 6 Einzeladern in kreisförmiger Anordnung die drei Frequenzbereiche Hoch-, Mittel- und Tiefton isoliert voneinander. Die räumliche Trennung der Einzelleiter wird durch das ViaBlue™ Airpipe-System geschaffen. Durch die hierdurch enstehenden Distanzen zwischen den einzelnen Frequenzbereichen werden die bei Signalübertragungen auftretenden Zwischenströme drastisch reduziert und ein vollständig reales und unverfälschtes Klangbild ermöglicht.

Als Leiterbasiswerkstoff wird selektiertes, chemisch hochreines OFC Kupfer verwendet. Das komplexe Kabelsystem bestehend aus insgesamt 36 Signalleitern und somit 684 Einzellitzen mit einem Gesamtquerschnitt von 15 mm² sowie 10 speziell angeordneten Airpipes hat einen Gesamtdurchmesser von 26 mm.


Das SC-6 AIR Silver Lautsprecherkabel hat 6 Main-Conductors, paarweise aufgeteilt zu den 3 Frequenzpässen Hochton, Mittel- und Tieftonbereich ideal für sämtliche denkbaren Anwendungsbereiche wie Single-Wire, Bi-Wire, Bi-Amping und Tri-Wire.

Jede der 6 Main-Conductors ist unterteilt in weitere 6 Sub-Conductors, die kreisförmig um eine Airpipe angeordnet sind. Ein Sub-Conductor besteht aus 19 Litzen wobei Versilberungen für den Hochtonbereich klare, detaillierte, brillante Höhen ermöglichen, verzinnte Litzen den Mitteltonbereich detailgetreu und präzise übertragen sowie blanke Kupferlitzen druckvolle und klare Bässe realisieren.

Durch die Aufsplittung der Sub-Conductors in kreisförmig angeordnete 6er-Bündel werden sehr niedrige Kapazitäten von ca. 98 pF/m erreicht, die eine Voraussetzung zur vollständigen und schnellen Signalübertragung bilden sowie die Zwischenspeicherung von Ladung im Kabel selbst vermeiden.

Das gesamte Kabelsystem wird durch eine Softbandierung und einem flexiblen und seidenmatten Kabelmantel geschützt.

Das SC-6 AIR Silver Lautsprecherkabel liefert dank einer nahezu verlustfreien Übertragung von Audiosignalen ein beeindruckendes Klangbild, selbst über große Strecken. Die Feinabstimmung der einzelnen Frequenzbereiche verspricht in Summe eine natürliche und realitätsgetreue Musikwiedergabe mit Feinsinn für jedes Detail. Die Aufsplittung der einzelnen Frequenzwege sorgt für brillante, scharf abgegrenzte und in beeindruckenden Klangfarben abgebildete Musikelemente. Das freie und luftige Gesamtbild sorgt für eine opulente Räumlichkeit.

Die SC-6 Bi-Wire Lautsprecherkabel sind konfektioniert mit ViaBlue™ T6s Bananensteckern. Optional können die Kontakte durch Herausschrauben mit Kabelschuh Kontakten oder Flexible Pins Kontakten ersetzt werden.

Umflochten sind die SC-6 AIR Silver Lautsprecherkabel mit dem ViaBlue™ Cobra-Schutzgewebe, das auch optisch auf den ersten Blick die Dynamik des High-End-Lautsprecherkabels zeigt. Die bei ViaBlue™-Kabeln typisch eingesetzten Splitter schützen die Kabelenden gegen Abknicken und sorgen gleichzeitig für eine professionelle und durchdachte Kabelführung der Einzeladern.
Mir ist durchaus bewußt, daß an der Uni in Essex schon in den 80ern mit Luftpipelines experimentiert und gemessen wurde und Firmen wie LFD so was auch vermarktet haben - jedoch eben nicht so - weder vom Material noch klanglich - wie der Jörg das macht.

Fortsetzung dieser Tage

Geändert von Replace-Kellerkind (06.10.2012 um 13:07 Uhr).
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  #6  
Alt 06.10.2012, 18:20
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Standard Teil 6 des Hörberichtes

Hallo Freunde,

ich mußte vorhin unterbrechen - sorry - Robert hat es nicht ausgehalten und war schon zu Besuch hier, um das SC 6 zu belauschen - nun kann es weiter gehen.

Nur so viel, er wird es sich auch kaufen

Donnerstag morgen klingelte mich der unter schwerer Last stöhnende Postbote raus und ich war doch sehr verwundert, wer mir da ein Riesenpaket schickt?

Klar wußte ich, irgendwann im Oktober kommt mein ViaBlue Kabel hier an -
öh - aber da wartete ich auf eine Schachtel - wie sonst auch- und nicht auf ein Paket, in das locker ein Paar Kompaktlautsprecher gepaßt hätte.

Ächzend und schnaufend wuchtete ich das Ding auf den Tisch und meinte zu meiner Frau: Meine Güte, was hat mir der Jörg denn da geschickt? Dass muß ein Irrtum sein!

Hier der Brocken - alles dokumentiert



Voller Erwartung, was da nun drinnen steckt arbeitete ich mich durch das Paket und es kam ein edler Koffer zum Vorschein, der bereits durch ein Sichtfenster Einblick auf eine neue Dimension von Lautsprecherkabel gegeben hat.

Kinder, ich schnaufte nur noch überrascht und rief: Ach du ******e!

Junge junge, mit so einer unterarmdicken Leine hatte ich natürlich in keiner Weise gerechnet!



Schon war das heftige Gewicht des Paketes ob der 2 Mal 5 Meter Strippe erklärt.

Meine Frau stand kurz davor mich zu erwürgen, als sie das gesehen hat, denn ihr war - wie mir auch - klar - daß bei so einer dicken Leine wohl 2 X 5 Meter im Keller kaum ausreichen würden für an die Glenair.

Leute, ich war schweißgebadet! Was habe ich da nur wieder angestellt!

Normal arbeiten im Keller bei mir 2 Mal 6,5 Meter Kabel - ich habe dann aber vermessen, wenn ich ein Kabel quer durchs Zimmer lege, komme ich locker mit 5 Meter klar.

Aufgabenstellung also nun - hier die Glenair mit 5 Metern Kabel verbandelt zu kriegen:



Mit einer Anaconda in dem Ausmaß habe ich ja nicht gerechnet, die mir dann eventuell den Schall bricht, wenn sie vor dem Subwoofer ruht.

Also erstmal den Koffer geöffnet -
meine Güte - wie edel!


Nun war mir klar, daß Jörg Loidl seiner "no nonsense" und "low price" Devise zu 100% treu geblieben ist und warum dieses Irrsinnsteil auch bei ViaBlue auf rund 930 Euro kommt. Der Materialaufwand im Vergleich zum SC 4 beträgt ein Zigfaches!

Hier ein paar Bilder:






Echt der absolute Hit.

Habe dann das Kabel andächtig aus dem Koffer genommen - inzwischen lagen die Nerven vollends blank und das Hifi Fieber hatte mich wieder voll im Griff.

Jede einzelne Banane war nochmal in aufknipsbarer Folie verpackt -was ein Aufwand- das Kabel nochmal in Klettverschluß eingerollt, der Koffer voll gepolstert.

Also erstmal die Bananen entjungfert und aus der Folie geschält -
sofort fällt auf, wo der Name SC 6 herkommt - das SC 6 verfügt nun über 6 Leiter - und da ich auf Bi Wire konfektionieren ließ - war sinnigerweise der Bassbereich und der Mitteltonbereich auf 2 Bananen zusammengefaßt und der Hochtonbereich auf 2 weiteren.

Was ein edles Kabel!



Das mickrige rechts auf dem Bild ist mein "Patschehändchen".

Mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit hechtete ich in den Keller und kämpfte leidenschaftlich mit der Anaconda, denn nichts anderes als ein Kampf ist die Verlegung dieses bleischweren Unikats (wieviel Kilo Metall da wohl drin sind?)

Alleine der Materialwert ist enorm!


Nun muß ich weiter ausholen - eigentlich plante ich ja bis zum Eintreffen des ViaBlue meine neuen Lautsprecher im Keller stehen zu haben - und pendelte da ja bekanntlich (siehe seperater Thread) zwischen B u W 800 Diamond und Tannoy Kingdom Royal.

Beide Boxen hätten megagute Bananenterminals gehabt - daher habe ich mich bei dem SC 6 entschieden die passenden Riesenbananen von Via BLue draufmachen zu lassen.

Jedoch ging alles anders aus als ich dachte und ich faßte den Entschluß nach diversen Hörsessions meine Glenair zu behalten - da mich dieser Lautsprecher einfach mehr begeistert als alle anderen -

als ich das der Firma Via Blue mitteilen wollte, war das Kind schon in den Brunnen gefallen und der Postbote stand keuchend in der Tür.

Die Via Blue Bananen passen nun leider nur mit der Spitze in das Glenair Terminal rein - der Kontakt ist daher eher homöopathisch - leider.

Inzwischen habe ich natürlich bei ViaBlue 8mm Kabelschuhe angefordert und hoffe das vor Ort selber umkonfektionieren zu können.

OK - das SC 6 wurde an folgendes Equipment gehängt:
ASR Emitter 2 Exclusive battery neueste Version
Lector CDP 7 MK3
SPL PSD 4000
Tannoy GLenair/ST200



Also Leute - und nun wird es spannend - der große Moment kam.

Aber halt - großer Moment?

Ich war doch von meinen SC 4 gewöhnt, daß die ewig eingebrannt werden müssen und in den ersten Tagen eher krätzig, schrill und ab und dann wechselnd hin zu dumpf und belegt klingen.

Also durfte ich bei einem niegelnagelneuen Kabel nicht viel erwarten.

Aber erstens kam es anders und zweitens als ich dachte.

Als Referenz habe ich wieder meine eigene Aufnahme genommen, mit BarraBäzz und Mat Sinner - was ich selbst recordet und eingespielt habe, kann ich einfach am besten beurteilen.

Die ersten Töne haben mich schier erschlagen.

Was ist denn das????????????????????????????

Hallo?

In Worten?

Meine Güte, wie soll ich das beschreiben?

Das Kabel heißt SC 6 Bi Wire Air.

Und das ist das erste was sofort auffällt und einem den Atem stocken läßt -

LUFT!


Eine Luft zwischen den Instrumenten wie ich sie in der Art noch nie und auf keinem System erleben durfte.

Eine Leichtigkeit in der Wiedergabe - eine Homogenität und eine Auflösung -

die ich nur als reine Zauberei bezeichnen kann.

Kurzum die Glenair war kaum wieder zu erkennen.

Der Bassbereich - zum Niederknien! Rollende Tiefbässe - klar hat das SC 4 das schon supergut gemacht - besser als alle anderen - aber das SC 6 legt deutlich obendrauf.

Als erstes mußte ich meinen EQ PSD 4000 von SPL komplett aus der Anlage rausschalten - mir hätte es schier die Glenair in Stücke gerissen


Was eine Macht - was eine Kraft - was eine Urgewalt, der man hier ausgeliefert wird und vor allen Dingen, wie geht denn so was?

Ich habe das Lautsprecherkabel gewechselt, sonst nix.

Und da spielt eine andere Anlage - in einer anderen Liga.

Eine Liga, die ich in 40 Jahren Hifi Hobby noch nicht zu hören gekriegt habe.

Du liebe Güte - sollte ich das SC 6 klanglich beschreiben - dann mache ich es kurz: Dagegen klingt alles andere verfälschend und wie kaputt!

So krass ist das und nicht anders.

Das SC 6 spielt sehr deutlich lauter als andere Kabel - da kommt einfach mehr durch!

Besondere Eigenschaften, Eigensound - Fehlanzeige - diese Strippe ist ein Tor zu einer anderen Welt.

Es gibt keine Einzeldisziplinen oder Frequenzen , die das SC 6 besser beherrscht , kein wenn und aber, kein Abwägen - da kommt in jeder Beziehung mehr raus.

Irre viel mehr!


Ich hörte stundenlang diverse CD s durch und stellte dann bei der neuen Nightwish fest, daß meine Suwooferanbindung mit dem Velodyne DD 15 einfach nicht mehr paßt.

Der Velodyne ist mit einem 6,5 Meter 4 qmm Kabel verbunden am Emitter- das ViaBlue SC 6 hat nur 5 Meter, ich dachte nicht, daß man da ein Problem hören wird und wenn - daß man das via Phasendrehung(Zeitanpassung)am Woofer wieder korrigieren kann.

Fehlanzeige.

Das ViaBlue spielt derart pfeilschnell, daß es einem so vorkommt, daß der ausgezeichnete Velodyne DD 15 der Glenair einfach jeden Ton ein Stück hinterherquarkt!

Irgendwann habe ich dann den Velodyne ausgestellt, wirklich erforderlich ist der nun eh nicht mehr, denn das SC 6 bringt dermaßen viel mehr Kraft und Punch, so was schafft man mit keinem Woofer der Welt. Habe so was selbst noch nie erlebt.

Was ein Kabel! Was ein Geniestreich.

Leider konnte ich Jörg Loidl nicht mehr erreichen vorm Wochenende, ich wollte von ihm wissen, ob das (der Effekt des Hinterherrollens) die 1,5 Meter mehr Kabel zum Woofer hin sind und ich die einfach kürzen muß (Robert kam heute schon mit Werkzeug angetrabt, aber ich habe ihn zurückgehalten, bis ich Antwort habe) oder aber ob das Kabel evtl. durch seine Größe und der Positionierung vorm Woofer, der jetzt über einen leichten Hügel musizieren mußte - den Bass so ablenkt, daß die Energieverteilung im Zimmer nicht mehr paßt - dann müßte ich eine weitere ViaBLue Leine kaufen in 6,5 Meter Länge, die dann hinter den Woofer gelegt werden kann.

Tja, dieses Hobby - und seine Tücken!

Da ich leider so keine 100%igen Aussagen fürs Forum treffen konnte, klemmte ich die Leinen ab und trug sie hoch ins Wohnzimmer, wo die kleinen DC 8 BS von Tannoy herhalten mußten am Emitter 1.

Als ich nun auf mein SC 4 umsteckte im Keller, ihr glaubt gar nicht, was ich für ein langes Gesicht machte.

So, zum SC 6 an der Tannoy DC 8 folgt in Kürze ein weiterer Bericht.

Geändert von Replace-Kellerkind (06.10.2012 um 18:33 Uhr).
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  #7  
Alt 06.10.2012, 18:51
Emmilect Emmilect ist offline
 
Registriert seit: 05.10.2012
Beiträge: 340
Standard

Zitat:
Zitat von Kellerkind Beitrag anzeigen
...Mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit hechtete ich in den Keller und kämpfte leidenschaftlich mit der Anaconda ...
Einfach unbezahlbar, nur weiter so!!!
__________________
Beste Grüße

Geändert von Emmilect (06.10.2012 um 19:30 Uhr).
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  #8  
Alt 06.10.2012, 22:17
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
Registriert seit: 12.05.2010
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Standard

Zitat:
Zitat von Emmilect Beitrag anzeigen
Einfach unbezahlbar, nur weiter so!!!

Danke, aber jetzt falle ich ins Bett

Eventuell habe ich morgen etwas Luft und berichte dann zu der Sache mit der DC 8. Ich hoffe, der arme Robert ist gut nach Hause gekommen, der war wie ich schier fassungslos.

Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 07.10.2012, 07:53
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Standard Teil 7 des Hörberichtes

Weiter geht es.

Wie schon erwähnt traf ich im Keller auf hausgemachte Problemchen, die mich in einer endgültigen Beurteilung des SC 6 Bi Wire von ViaBlue nicht weiter brachten.

Da ich für meine anderen Equipments Längen von bis zu 10 Metern benötige blieb mir nun also nur noch meine Fernsehanlage zum Check.

Hier laufen folgende Bausteine

ASR Emitter 1 Basic neueste Ausfürhung mit 843 SQ OP
Lector CDP 7 MK3
Esoteric X03SE/Clock G03X
Tannoy DC 8 BS
(ein kleiner aber sehr feiner Kompaktlautsprecher der 3.000 Euro Klasse mit einem 20er Dual Concentric und neuestem Tulip Waveguide)



Nun hatte ich schwere Bedenken, ob ich das bleischwere ViaBlue Kabel überhaupt an die Lautsprecher angeschlossen bekommen, ohne daß diese vom Gewicht des Kabels heruntergerissen werden.

Aber dank der relativen Steifigkeit des Kabels hält es im "Stehen" an der Wand sein eigenes Gewicht und belastet nicht die Boxenterminals - trotzdem ist es relativ gut verlegbar.

5 Meter sind für diese Kombi natürlich völlig oversized, aber das sollte das Hindernis nicht sein. Jedenfalls paßten die TS 6 Bananen von ViaBLue hier supergut in die aufwendigen WBT Terminals der Mini Tannoys.

Irgendwie überkam mich das Gefühl hier den Motor eines Ferraris in einen VW Käfer einzubauen, um mich dann diebisch zu freuen, wenn die Kiste an der Ampel alle fetten anderen Schlitten samt armdrückenden Golf GTI und Mantafahrer hinter sich läßt

So sah das dann angeschlossen aus:

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  #10  
Alt 07.10.2012, 08:53
Replace-Kellerkind Replace-Kellerkind ist offline
 
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Standard Teil 8 des Hörberichtes

Ich konnte erstmal meine Augen nicht mehr von der Bestie lassen, einfach lecker:





Und so sah das dann am Emitter 1 aus:

Oben auf Ausgang 1 klemmt für die lange Raumseite die Tannoy Turnberry dran mit dem Via Blue SC 4 - untendrunter auf Ausgang 2 die Tannoy DC 8 BS mit dem SC 6.



Meine Frau kam herbeigeeilt und machte den Vorschlag, daß wir doch mal wieder eine Madonna Konzert DVD über den Denon 3930 DVD Player jagen sollten. Wir haben das schon lange nicht mehr angesehen, daß wir da den Sound der großen Tannoy WEstminster oder auch der Tannoy Kingdom 15 in meinem optimierten Hörraum über DLP Projektor gewöhnt waren.

Jeder Versuch, diese DVD am TV und den DC 8 BS zu genießen scheiterte nach einigen Minuten daran, daß wir nicht das Gefühl hatten einem Live Konzert beizuwohnen, sondern eine tolle Retorte bzw. Konserve zu hören und zu sehen und auf dem Mäuseklavier zu spielen.

Charly würde es professionelles High End Stanzen von Löcher in die Luft nennen.


Das sollte sich jetzt schlagartig ändern!


Meiner Frau blieb die Spucke weg und mir blieb das Herz stehen, der Atem stocken und ich schüttelte nur noch fassungslos den Kopf, wie eine dieser Hundefiguren, die die Leute sich hinten ins Auto stellen und die bei jeder Vibration hin und herwippen.

Leute, das muß man erlebt haben.

Seit 3 Jahren denke ich ja nun über eine andere Boxenlösung auf der breiten Raumseite für den TV nach - hatte auch schon die System 1200 dafür angeschafft - das Thema hat sich erledigt. Wollte ja nun auch noch die große Tannoy DC 10 A für dahin kaufen - vergeßt es.

Ich habe nie auch nur geahnt, wozu meine Tannoy DC 8 BS "Hupen" fähig sind! Eine Bühne wie im Waldstadion und auch hier macht das Kabel SC 6 seiner Zusatzbezeichnung "Air" dank der integrierten Pipelines alle Ehre.

Auch an dieser Anlage fiel mir zuallererst die unendliche Großräumigkeit der Abbildung auf und die enorme Luft zwischen jedem Instrument. Insgesamt war aber hier die Erfahrung noch wesentlich krasser, als an der Glenair im Keller. Die DC 8 BS machte hier nun mehr her, als die DC 8 T und die DC 10T, die ich ja bekanntlich beide schon auf dieser Raumseite für das Forum getestet habe. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Weiterhin hatte ich ja bis vor Kurzem einen ausgewachsenen Emitter 2 an der DC 8 BS hängen - und da kam nun wirklich nicht ansatzweise so viel raus, wie jetzt aus dem kleinen Emitter 1.

Mein Weltbild klappte zusammen wie ein Kartenhaus auf dem ein Titan rumtrampelt - schlimmer noch - nach über 40 Jahren Hifi, Musik machen, recording usw. stehe ich da wie die Maus aus folgendem Lieblingswitz von Scorpions Sänger Klaus Meine:

Tritt der Elefant auf die Maus
quellen der Maus die Augen raus.
Sagt der Elefant zur Maus:
Da guckste, wa?


Das neue Via Blue SC6 Bi wire macht akustisch einen mindestens 3 Mal so starken Unterschied aus wie der Wechsel von einem 7.000 Euro amp auf einen 15.000 Euro amp. Das ist hier bei mir erlebte und erfahrene Praxis, da gibt es nichts dran zu rütteln, das bezeugt euch meine Frau, das bezeugt euch auch der Robert(Emitter 2006), der mich gestern besuchte und alle Konstellationen in und auswendig kannte.

Ich habe euch ja zu Beginn dieses Threades gewarnt, ob der polarisierenden Aussagen, die ich im Sinne des ERLEBTEN, DURCHLEBTEN - um in Nachhinein nicht zu sagen ÜBERLEBTEN treffen muß, wenn ich euch nicht belügen will.

Ich muß da ganz weit über meinen Schatten springen und die seelischen Beine breit machen - denn - der amp - war bisher nach meinen Erfahrungen das A und O wenn es um Bühnenabbildung und Tiefbaßqualität ging.

Aber weiter im Text:

Wie auch schon an der Glenair geschildert ist es bei Weitem nicht nur das Mehr an Luft und Bühne, daß das SC 6 auszeichnet - das geht viel tiefer und ist ein MEHR an ALLEM.

Zunächst durfte ich bestaunen, wie der Tiefbassbereich ein Fundament erhielt, wie ich es nur aus großen Kalibern wie einer Glenair oder einer Kingdom gewöhnt bin. Wir waren hier einfach nur noch fassungslos. Weiterhin hat Madonnas Stimme, welche über die kleinen Boxen gerne ein wenig unnatürlich spitz geklungen hat jegliche "Spitzfindigkeit" schlagartig verloren und thronte fast 2 Meter groß dreidimensional im Raum projeziert vor dem TV.

Jeder Atemzug war hörbar, jede Bewegung der Zunge erfahrbar, die Spucke flog einem teilweise förmlich um die Ohren, der gesamte Kehlkopf war schier organisch erfahr- und nachvollziehbar.

Nachhallanteile, die vorher nicht einmal erahnbar waren, wurden perfekt herausgearbeitet und ein Teppich von synthetischen Klängen flutete mit Milliarden Klangfarben unseren rund 60 qm großen Raum.


Ich schaltete dann mal auf die Tannoy Turnberry um auf der langen Raumseite, die mit dem hervorragenden und bisher alles schlagenden SC 4 von Via Blue spielte und die klanglich normal mindestens 3 Ligas über der DC 8 BS anzusiedeln ist als einer der besten Standlautsprecher, die ich planetenweit kenne.

Was soll ich sagen, wir haben das nicht lange ausgehalten, denn die klang dagegen im Direktvergleich wie KAPUTT, eingeengt, dumpf, behäbig.

Das mußten wir hier erstmal verdauen. Ich konnte euch das nicht einfach aus dem Stehgreif schreiben und zu groß war auch die Angst hier wieder einen Riesendisput loszutreten oder mich mal wieder lächerlich zu machen.

Ich wollte die Sache diesmal nüchterner angehen und wir fielen erstmal wie die Steine ins Bett, nachdem wir fassungslos Live Konzerte von Madonna, Primal Fear, Neal Morse usw. genossen haben.

Gerade bei Neal Morse war das ja dramatisch zu erfahren, denn diese DVD hat ein Freund von mir, der hier mitliest, der Armin, welcher einer meiner älteren Glenairs übernommen hat, selber produziert und aufgenommen in seiner Kirchengemeinde in Kelkheim. Ihr kennt Neal Morse wahrscheinlich aus den Projekten Transatlantic (mit Mike Portnioy, der bei Dream Theater trommelte und Ron Stolte, der die Axt bei den Flower Kings schwingt) oder aber seiner alten Band Spock Beard, welche neben Dream Theater die unangefochtenen Prock Rock Könige sind im Olymp.

Wie auch immer, bisher stellten wir die Morse Live DVD immer nach kurzer Zeit aus, da akustische Gitarre eher wie geklontes Geschrabbel über die Minihupen einherspielte und der Holzkorpus nicht richtig herausgearbeitet wurde - nun war das alles anders. Eine Offenbarung.

Am nächsten Tag gingen wir dann über den Lector Player - und auch über den Esoteric Player - unseren Lieblings CD s nach und fühlten denen gewaltig auf den Zahn.

Und unser unglaublicher Eindruck vom Vortag wurde bestätigt - die normalerweise 10 Mal bessere Tannoy Turnberry klang im Direktvergleich mit der DC 8 BS, welcher nun das Wunderkabel von ViaBlue gegönnt wurde wie eine hohle Mülltonne. Sorry, wenn ich das so ausdrücke - ihr wißt alle, wie supergut die Turnberry bei mir spielt und die meisten haben das selbst bei mir gehört und auch schon drüber geschrieben teilweise - Begeisterung pur - trotzdem, wenn man auf die kleinen Biester umschaltet mit dem ViaBlue SC 6, dann macht die Turnberry am SC 4 keinen Stich mehr.

Schade, daß ich keine 10 Meter Leine von dem SC 6 habe, es ist nicht mal ansatzweise auszudenken, was eine Turnberry an diesen Leinen veranstalten würde, was mich zu meinem nächsten polarisierenden Statement kommen läßt -

das Kabel kann sogar noch wichtiger(Klangentscheidender) sein, als der Lautsprecher!


Ich habe dann Robert hier vom Forum angerufen und ihm meine Eindrücke am Telefon geschildert, geglaubt hat er es wohl nicht, ist aber dann vorbeigekommen gestern - letztlich hat er ja selber jede Menge Erfahrungen in den letzten Jahren mit LS Kabeln gemacht und hat ganze Kisten davon zu Hause und weiß, normal ist das nur ein Gewürz in der Suppe.

Nun, da habe ich ihm dann gestern Yello und die Planet DADA CD um die Ohren gejagt und bei Track 13 meinte er fassungslos, daß ich über die DC 8 BS mehr Bass und Tiefgang habe am Emitter 1 als er an Emitter 2 Exclusive mit Tannoy Glenair und 2 zusätzlichen Subwoofern!

Punkt.

Das müßt ihr hier nun verdauen und das wird euch nicht möglich sein, wenn ihr es nicht selber ausprobiert.

Habe Robert dann auch noch Prog Rock Beispiele usw. angespielt und später gingen wir in den Keller um an meiner Hauptanlage zu hören (Emitter 2,Glenair,Velodyne) und wir mußten uns erstmal umgewöhnen an den im Vergleich "Muffelsound".
Man muß dazu sagen, besagter Sound war für die meisten meiner Freunde und mich bisher die Referenz im Rock Olymp.

Ich weiß nicht, woran es liegt, auch konnte ich immer noch nicht mit Jörg Loidl in Kontakt treten.

Ich kann euch nur versichern, daß ich in den letzten 3 Jahrzehnten wirklich irrsinnig viele Kabel mit meinen Freunden ausprobierte und für mich seit vielen Jahren das Thema Kabel mit den hervorragenden und "spottbilligen" Via BLue SC 4 Bi Wire ad acta gelegt war.

Diese Wunderstrippen haben bei mir bekanntlicherweise 5.000 Euro Strippen von den Gründungsvätern des Kabelklanges (Hawksford und Bews/Uni Essex/LFD) ersetzt und getoppt.

Auch ich saß irgendwann auf Kisten von Strippen, egal ob MIT, Oehlbach, Monitor, Audioquest, Kimber, HMS......................

stets hatten Kabel für mich das Flair eine Anlage und Komponenten aufeinander einzustimmen - zu harmonisieren. Keineswegs den gleichwertigen Status zum Lautsprecherkauf oder der Raumakustik.

Das ViaBlue SC 6 erhält von mir einen völlig anderen Status.

Es eröffnet eine neue Dimension des Musik hörens und erlebens.

Ich bitte euch daher - von Herzem - da auch ich dem Geheimnis gerne auf die Spur kommen würde, warum das so intensiv ist -

probiert das aus.

Leiht euch mal im Handel die ViaBlues aus, checkt es an euren Anlagen, erstattet Bericht.

Für mich kommt das alles noch dicker.

Es gibt jetzt auch eine neue Signalkabellinie bei Via Blue, die so aufgemacht ist, wie die SC 6 Lautsprecherstrippen.

Ich befürchte, ich werde da bös investieren müssen, denn der Weg zurück auf andere Kabel - scheint schon am LS Kabel - eine Folter zu sein.

Will sagen: Das menschliche Ohr ist ein stures Ding, hat es was Besseres gehört, gewöhnt es sich schnell daran - an einen Schritt zurück - nimmermehr!

Daher - trotz aller Bitterei meinerseits, wenn die Geldbörse leer ist, hört es euch erst gar nicht an. Ihr würdet hinterher euer Equipment anders schlichtweg nicht mehr ertragen - soweit meine Befürchtung und Prognose.

Ich bin da jetzt einfach mal offen und ehrlich zu euch.

Eine Sache noch, die in Robert und mein Weltbild ja gar nicht reinpaßt:

Das SC 6 spielt irre laut.
Meine kleinen DC 8 BS sind damit auf Lautstärke 35 trotz viel niedrigeren Wirkungsgrades genauso laut wie meine 100 db Glenairs. Da stehen wir vor einem Rätsel. Als ob wären alle anderen bisherigen Kabel mit eingebauter 10 db Bremse versehen, was völlig unmöglich ist.

Ich habe nun einen Haufen Fragen an ViaBlue, das könnt ihr euch sicher vorstellen.

Hier im Forum ist Werner Enge ViaBlue dealer, ich bitte ihn auch mal seine Eindrücke zu schildern an anderer Elektronik- er fährt ja mit Klipsch an Aaaron - und kein BLatt vor den Mund zu nehmen - auch wenn sie evtl. nicht der meinigen Erfahrung entsprechen. Ich will das wissen.

Leute - ich bin hier nicht der Täter - ich bin das Opfer- einer Erfahrung, die ich so nicht für möglich gehalten hätte, die mein Weltbild zerdepperte und die ich noch nicht begreifen kann.

Wäre auch lieb - ich weiß, Robert schreibt nicht gerne, wenn er das gestern gehörte bestätigt, damit ich nicht so ganz alleine dastehe

Ich jedenfalls tät das keinem anderen glauben ohne es erlebt zu haben, darum bitte erlebt es selbst.

Ich denke mal die neue ViaBlue Linie wird die Welt mit ihrem bisherigen Wissen über Kabel völlig umkrempeln.

Da bin ich fest von überzeugt.

Zum Preis?

Leute, ich habe keine Ahnung, wie der Jörg Loidl diese Materialschlacht für den Kurs hinkriegt. Würde mich nicht wundern, wenn er Opfer eines Attentats wird.

Die Riesenhaftigkeit dieser Anacondas und die Anfaßqualität kommen auf Bildern nichtmal ansatzweise rüber. Andere Hersteller würden wahrscheinlich den kompletten Kabelpreis schon als Bonus für den mitgelieferten Koffer einfordern.

Geändert von Replace-Kellerkind (07.10.2012 um 08:57 Uhr).
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