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Übernahmefrequenzen bei Lutz

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    Übernahmefrequenzen bei Lutz

    Hallo Franz,

    hatte nicht damit gerechnet, dass ich Dir in Deinem Thread mit der Frage nach Übernahmefrequenzen auf die Füße treten könnte.
    Da war ich wie des öfteren zu wenig achtsam und gelobe Besserung.

    Also hier nochmals von vorne:

    Hallo Franz,

    das hört sich nach absoluter Sternstunde des Musikhörens an. Schön, dass Du uns daran ein bisschen teilhaben lassen kannst.

    Kannst Du etwas über die Übernahmefrquenzen und Steilheit der Filter sagen?

    Grüße

    Marc

    #2
    Hallo Franz,
    zum Hintergrund meiner Frage:

    mich interessiert die technische Umsetzung im Bassbereich weil ich meine Myro Time durch ein passives, identisch zum Hauptlautsprecher beschaltetes Tieftonmodul (je Seite zusätzlich zwei 20er Accuton) erweitert habe.
    Die zusätzlichen Bassmodule als auch die jeweils für die tiefsten Frequenzen zuständigen Treiber der Time werden mittlerweile von vier gebrückten NAD-Endstufen angesteuert und lassen sich dadurch trotz passiver Weichentechnik im Pegel regeln.
    Eine zusätzliche Laufzeitverzögerung durch aktive Weichen (bei digitaler F-Weiche sowieso egal) findet nicht statt.

    Grüße

    Marc

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      #3
      @Marc
      ueblicherweise lege ich die Übernahmefrequenz eines subwoofers abhaengig vom verwendeten Hauptlautsprecher fest, insofern ist eine Information der Uebernahmefrequenz beim besprochenen Hornsystem fuer Dein System nicht zielfuehrend.

      Ein gute Startpunkt zum ankoppeln eines subwoofers ist der -3db Punkt im unteren Frequenzbereich bei Deinen Hauptlautprechern.

      Finde mit dieser Grundeinstellung und eine Lautstaerke "nach Gefuehl" den am besten klingenden Hoerpunkt im Raum.

      Dann kannst Du die Trennfrequenz in kleinen Schritten aendern , den Pegel aber immer wieder anpassen (bei hoeherer Trennfrequenz leich ansenken, entsprechend anheben beim absenken der Trennfrequenz)

      So moeglich kannst Du auch mit der Flankensteilheit des Filters experimentieren, bis Du ein klanglich befriedigendes Ergebnis hast und der (die) subwoofer klanglich nicht mehr auffallen, da voellig integriert.

      Gruss

      Juergen
      Veranstalter privater & gewerblicher Audiophiler Events
      TechDAS, LAB12, Innuos, J Sikora, Audio Technica, Ortofon, Jelco, Ikeda , JBL, hORNS und mehr in der Vorführung

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        #4
        Hallo Jürgen,

        danke für die Antwort, glücklicherweise muss ich mich nicht mehr mit Übernahmefrequenzen rumschlagen, da die Filter ja fix und passiv ausgeführt sind und ohne Weichenänderung seitens AIR nicht mehr sinnvoll abgeändert werden können. Wie mühsam die Integration eines aktiven Subwoofers ist, habe ich schon leidvoll erfahren müssen und eigentlich davon die Schnauze voll; die ewigen Messungen mit RoomTools und das Überprüfen mit den Ohren ist mir mittlerweile zuviel. Mir reicht schon das ordentliche Auspegeln der Endstufen.

        Aber gerade deshalb finde ich Interessant, wie es bei Lutz so bruchlos umgesetzt werden konnte, und das auch noch mit zwei unterschiedlichen Subwoofertypen.
        Ich hoffe dass damit keine "Betriebsgeheimnisse" offengelegt werden müssen...

        Grüße

        Marc

        Kommentar


          #5
          Hallo Marc,

          wie gesagt, fühle ich mich nicht durch deine Nachfrage auf die Füße getreten. Sobald ich darüber Genaueres weiß, poste ich es hier. Kann dein Interesse daran durchaus verstehen.

          Kommentar


            #6
            Zitat von hotzenplotz Beitrag anzeigen
            weil ich meine Myro Time durch ein passives, identisch zum Hauptlautsprecher beschaltetes Tieftonmodul (je Seite zusätzlich zwei 20er Accuton) erweitert habe.
            Äh.... äh.... W-O-Z-U ??? :schreck:
            Wer mich nicht lieb hat, muss noch an sich arbeiten.

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              #7
              Hallo Marc,

              ich darf dir mal zu deiner Frage die Antwort von Lutz an mich posten:

              Hallo Franz,

              so einfach ist das leider nicht, sorry.

              Was die Übernahmefrequenz zu den Hörnern angeht kann ich allgemein nur sagen, dass ich es natürlich zunächst mit einer „schulbuchmäßigen“, d.h. relativ steilflankigen Abkopplung gerade des AL 1 nach oben hin versucht habe. Nach meinem Empfinden fehlte dann aber bei Streichern – vor allem bei den unteren Lagen der Violinen bzw. im Bratschen- bzw. oberen Bereich der Celli – etwas Fülle und Körperhaftigkeit, weshalb ich ganz froh bin, dass ich den AL 1 wegen seiner relativ kleinen Chassis auch höher laufen lassen kann. Dies geschieht freilich in einer mehr homöopathischen, aber eben doch hörbaren Dosis. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum meine Anlage mit einer Vollbereichshornanlage nicht vergleichbar sein dürfte; aufnahmeseitig wird eben leider nicht mit Hörnern sondern mit herkömmlichen Lautsprechern abgemischt, die natürlich stets eine gewisse Resonanz der Gehäuse mitbringen, was gemeinhin bei Streichern sogar als angenehm empfunden wird. So gibt es herkömmliche Boxen (Du weißt, welchen Hersteller ich vor allem meine), die auf Grund ihres ausgeprägten Gehäuseklangs meiner bescheidenen subjektiven Meinung nach zwar nicht ganz optimal bei impulsreichen Klängen wie Klaviermusik klingen, aber eben ganz hervorragend mit Streichern.

              Viele Grüße

              Lutz

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                #8
                Ich nehme an, dass die Hörner auch nicht unerheblich mit Resonanzen behaftet sein werden. feif: Einen ebenen Frequenzgang habe ich bei Hörnern noch nie gesehen, eher das Gegenteil. Ich führe darauf einen erheblichen Anteil an der Lebendigkeit der Wiedergabe zurück. Die Kunst des Entwicklers ist es, dass es klanglich nicht überhand nimmt.
                Wer mich nicht lieb hat, muss noch an sich arbeiten.

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                  #9
                  Zitat von Wonneproppen Beitrag anzeigen
                  Äh.... äh.... W-O-Z-U ??? :schreck:
                  Weil ich im Gegensatz zum lieben Herrn Weidlich gerne im Bass bade und meine LS mit 1,5 bis zwei Meter Abstand zur Rückwand aufstelle.

                  Für mein Hörempfinden ist das der Punkt, an dem ich mit der streng puristisch ausgeführten Zeitrichtigkeit nicht uneingeschränkt konform gehe. Nach der reinen Lehre ausgeführt, enthalten die mir bekannten LS mit einer idealen Sprungantwort bei vielen gängigen Aufnahmen zu wenig Bassenergie. Mir gegenüber sprach Michael von der Problematik, dass zur korrekten Übertragung der ersten Halbwelle bei tiefen Frequenzen immer mehr Membranfläche zur Verfügung stehen müsse. Dann wäre die Energieverteilung Bass/Mitten / Hochton ausgeglichen.
                  Für mein Hörempfinden als "Bass-Druckhörer" darf der Bassbereich zu den Mitten/Höhen aber mit mindestens drei db überhöht fallend verlaufen, so dass ich die Freiheit den Basspegel zu ändern nicht mehr missen möchte.

                  Was mir noch aufgefallen ist, das man diskutieren könnte:
                  Nach Austausch von parallel liegenden Elkos gegen Folienkondensatoren in den Bassweichen musste ich den Basspegel für meine Hörgewohnheiten erhöhen. Möglicherweise war ich es gewohnt in dem Frequenzbereich Verzerrungen/Klirr wahr zu nehmen, der durch den Austausch besagter Elkos geringer wurde.

                  Die parallelen MKP-Kapazitäten vor den zwölf Tieftöner von zusammen fast 6000 uF hatten einen überraschend deutlichen Klangunterschied zur folge: mehr Struktur, weniger Wummern und wenn es nicht so lächerlich wäre, würde ich sogar behaupten, einen Einspieleffekt gehört zu haben.

                  Grüße

                  Marc

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                    #10
                    @ Wonneproppen (prophylaktisch):

                    Bitte keine Nachfragen, warum ich mir keine anderen LS zulege. Die jetzige Konfiguration würde ich gegen keinen mir bekannten LS eintauschen wollen, auch nicht geschenkt.

                    Kommentar


                      #11
                      Guten Tag, die Herren!

                      Ich habe nicht ganz verstanden, warum die hier erörterten Fragen in einem ausgelagerten Thread behandelt werden sollen (ist aber auch Wurscht). Ich habe zur der Anlage, über die berichtet wurde, auch ein paar kurze Fragen. Hier ist es zwar auch OT, aber vielleicht nicht ganz so schlimm, wie im Berichtsthread. Deswegen also hier ...

                      1. Ich habe nicht ganz verstanden oder habe es halt überlesen, ob der Herr, der die Bassmodule gebaut hat, zu Avantgarde gehört oder nicht.

                      2. Mich würde außerdem interessieren, wie weit hinunter die Bässe gehen.

                      3. Mich hat es etwas gewundert, warum hier eine Vielzahl recht kleiner Bässe verwendet wird statt einer weniger großen Zahl 38er. Geht es um Schnelligkeit? Können derart kleine Bässe tatsächlich die Qualität großer Treiber liefern?

                      Beste Grüße
                      Sören

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo sören,

                        die Bassmodule stammen von ACT, der Mann dahinter ist Herr Gruber.

                        Hier einige Infos dazu: http://www.benedictus.de/produkte/al4x4sp.pdf

                        Deine dritte Frage wird in dem Hörbericht schon beantwortet. Ich darf nochmal daraus zitieren:

                        Zu diesen Chassis sagte mir Herr Gruber wörtlich, es würde sich um die derzeit besten handeln, die man für Geld und gute Worte kaufen könne. Die Besonderheit besteht darin, dass der Korb strömungsoptimiert wurde, ferner wurde kein normaler AlNiCo-Magnet wie üblich (das sind die scheibenförmigen) eingebaut sondern auch der Magnet wurde strömungsoptimiert und so klein wie möglich gebaut, um dem rückwärtigen Schall möglichst wenig Widerstand entgegenzusetzen. Das hat dazu geführt, dass hier sündhaft-teure Neodym-Magneten verwendet werden, wie sie sonst nur bei Hochtönern Verwendung finden. Dementsprechend teuer ist so ein einziges Chassis: ca. 300 €. Die 18WU sind die größten, die Scan Speak in der Top-Reihe „Illuminator“ fertigt (s. Broschüre in meiner ersten Mail). Sie wurden extra entwickelt, um für die heute üblichen, sehr schlank bauenden Boxen die Chassis als Tieftöner verwenden zu können. In der Tat wird das 18WU und sogar das kleinere 16cm-Modell sehr häufig in High End-Boxen eingesetzt, das 16er gerne für teure 2-Wege-Lautsprecher.
                        Bei mir spielen die AL 1 und damit diese Chassis wie gesagt nur in einem sehr engen Frequenzbereich mit vollem Pegel; auch hier – wie bei den großen AL 4 – galt die Devise: möglichst kleine Chassis, dafür viele, um mit Hilfe wenig zu bewegender Masse möglichst schnelle Bässe zu erzielen.

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                          #13
                          Zitat von sören Beitrag anzeigen
                          Guten Tag, die Herren!

                          Ich habe nicht ganz verstanden, warum die hier erörterten Fragen in einem ausgelagerten Thread behandelt werden sollen (ist aber auch Wurscht). Ich habe zur der Anlage, über die berichtet wurde, auch ein paar kurze Fragen. Hier ist es zwar auch OT, aber vielleicht nicht ganz so schlimm, wie im Berichtsthread. Deswegen also hier ...

                          1. Ich habe nicht ganz verstanden oder habe es halt überlesen, ob der Herr, der die Bassmodule gebaut hat, zu Avantgarde gehört oder nicht.

                          2. Mich würde außerdem interessieren, wie weit hinunter die Bässe gehen.

                          3. Mich hat es etwas gewundert, warum hier eine Vielzahl recht kleiner Bässe verwendet wird statt einer weniger großen Zahl 38er. Geht es um Schnelligkeit? Können derart kleine Bässe tatsächlich die Qualität großer Treiber liefern?

                          Beste Grüße
                          Sören
                          Hallo Sören, wenn ich Charly richtig verstanden habe darf man, solange man nicht willentlich stört und andere so sein lässt wie sie sind und respektiert, tun und lassen was man will....

                          Zum Sub:

                          Ich denke der Entwickler wollte mit den vielen Chassis auch das Problem mit den stehenden Wellen im Raum verhindern. Durch die unterschiedlichen Höhen der einzelnen Chassis und die gleichmäßige Verteilung von links nach rechts, hätte Lutz die einzige noch verbleibende stehende Welle in der Länge Probleme bereiten können.
                          Aufgrund der Raumgröße wohl ausserhalb des Störenden und damit auch dank der vielen Chassis, wie Franz berichtet, der perfekte Bass.
                          Hut ab!!!

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                            #14
                            Zitat von sören Beitrag anzeigen
                            Guten Tag, die Herren!

                            Ich habe nicht ganz verstanden, warum die hier erörterten Fragen in einem ausgelagerten Thread behandelt werden sollen (ist aber auch Wurscht). Ich habe zur der Anlage, über die berichtet wurde, auch ein paar kurze Fragen. Hier ist es zwar auch OT, aber vielleicht nicht ganz so schlimm, wie im Berichtsthread. Deswegen also hier ...

                            1. Ich habe nicht ganz verstanden oder habe es halt überlesen, ob der Herr, der die Bassmodule gebaut hat, zu Avantgarde gehört oder nicht.

                            2. Mich würde außerdem interessieren, wie weit hinunter die Bässe gehen.

                            3. Mich hat es etwas gewundert, warum hier eine Vielzahl recht kleiner Bässe verwendet wird statt einer weniger großen Zahl 38er. Geht es um Schnelligkeit? Können derart kleine Bässe tatsächlich die Qualität großer Treiber liefern?

                            Beste Grüße
                            Sören
                            Hallo Sören,

                            der andere Thread ist ein Hörbericht im Forum für emotionales Hören. Da haben technische Diskussionen nichts zu suchen.

                            Grüssle vom Charly
                            Bleibt demokratisch! Das ist ein hohes Gut.
                            Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung

                            Bin überzeugter Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie
                            https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von sören Beitrag anzeigen
                              3. Mich hat es etwas gewundert, warum hier eine Vielzahl recht kleiner Bässe verwendet wird statt einer weniger großen Zahl 38er. Geht es um Schnelligkeit? Können derart kleine Bässe tatsächlich die Qualität großer Treiber liefern?
                              Da haben wir ja Glück, dass ich gerade den passenden Artikel in der Myroklopädie erstellt habe. :zwink:

                              http://www.hifi-wiki.de/index.php/Wa...irkungsgrad%3F

                              Zitat von hotzenplotz Beitrag anzeigen
                              Ich denke der Entwickler wollte mit den vielen Chassis auch das Problem mit den stehenden Wellen im Raum verhindern. Durch die unterschiedlichen Höhen der einzelnen Chassis und die gleichmäßige Verteilung von links nach rechts, hätte Lutz die einzige noch verbleibende stehende Welle in der Länge Probleme bereiten können.
                              Ja und nein.
                              Im Prinzip ist eine Linienschallquelle akustisch unproblematischer als eine punktuelle Anregung des Raumes, ein Bassturm also besser als ein kompakter Subwoofer.
                              Zuletzt geändert von Wonneproppen; 25.01.2016, 17:59.
                              Wer mich nicht lieb hat, muss noch an sich arbeiten.

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