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Triode Corporation TRV-84HD Kopfhörerverstärker

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    Triode Corporation TRV-84HD Kopfhörerverstärker

    Hallo,

    Da der von mir vor kurzem erstellte Thread eigentlich dem Nachfolger TRX-HD82 gewidmet ist, eröffne ich für den mitlerweile nicht mehr erhältlichen TRV-84HD einen eigenen Thread.

    Vor nicht allzu langer Zeit fiel mir so ein Röhren-KHV-Kleinod mit der Bezeichnung Tri TRV-84HD auf.


    Bildquelle: usedcable.ru


    Ich selbst hatte zu jener Zeit keinen direkten Bedarf an weiterer Kopfhörerverstärkung, registrierte lediglich den kleinen Kerl (so klein war er mit den Maßen 160Wx150Hx350D eigentlich gar nicht), der auch von der Image Hifi getestet wurde:



    Bildquelle: imagehifi.com

    Der Test steht hier zum Download bereit:

    http://www.hifi2die4.de/presse/imag0209.htm

    Der deutsche Importeur bzw. Vertrieb für die Triode-Produkte ist hifi2die4:

    http://www.hifi2die4.de/tri_roere.htm

    Laut Versender ist der TRV-84HD heute auf den Weg zu mir gegangen und mit etwas Glück könnte er diese Woche eintreffen.

    Noch ein kleines Bildchen:


    Quelle: usedcable.ru

    Auf der Webseite eines asiatischen Shop's bin ich noch auf dieses Bild gestoßen, auf dem man den 84HD in der Schutzfolie neben dem großen Audiotechnica-KHV sieht.




    Übrigens habe ich auch den passenden Tuner zum Triode-KHV gefunden. Onda nennt sich das nostalgisch angehauchte Teil und stammt von Synthesis.


    Quelle: envogue-24.de


    Natürlich ebenfalls Röhre und er gefällt mir, optisch noch um so mehr in der Kombination mit dem Triode-Amp. Der Preis für diesen Tuner liegt mit 1400€ aber auch nicht schlecht. Na ja, mal sehen. Erstmal der KHV und schauen, was er taugt. Ich hätte natürlich auf den Nachfolger TRX-HD82 warten können, der in Kürze beim deutschen Triode-Vertrieb hifi2die4 eintrifft, aber zu sehr hat mich der Vorgänger optisch in den Bann gezogen. Ein Akt, an das Teil noch neu heran zu kommen, war das Ganze allerdings. In Deutschland keine Chance mehr und gebraucht taucht das werte Teil so gut wie nie auf, blieb mir nichts anderes übrig, als mich durch den europäischen Raum durchzuhangeln. Schließlich klappte es dann doch noch - Italien machte es möglich. Und Neuware.

    Demnach macht sich zur Zeit bei mir schon so etwas wie Vorfreude breit. Ich freue mich auf den KHV. Sieht man mal von der jüngsten Cavalli Liquid Fire-Begehung und der etwas zurück liegenden Erfahrung mit dem kleinen KHV von Antique Sound Lab als Vollröhre ab, so waren es in der Vergangenheit hauptsächlich die Brocksieper-Modelle, angefangen vom normalen Earmax, über die Pro-Variante bis hin zum SE, die für ein sehr gelungenes Röhren-Feeling sorgten. Es gab Musik, die ich nicht anders als über den Earmax hören wollte und es gab auch Musik, beispielsweise größere Klassik-Werke, wo ich mir ein Stück mehr Souveränität, Struktur oder auch am Zügel arbeiten im Klang wünschte. Vielleicht auch ein Stück differenzierter Darstellung des Orchesterapparates.

    Nun wird sich demnächst zeigen, wie ein 84HD damit umgeht. Und worauf ich mich natürlich auch freue, ist das erkunden, wie sich welcher Kopfhörer an der Triode verhält.

    Gruß,
    Otwin
    Zuletzt geändert von lotusblüte; 28.03.2012, 15:27.
    Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

    #2
    Hallo Otwin,

    Glückwunsch. Ich freue mich für Dich und bin schon gespannt auf Deine Schilderungen.
    Ich war damals nach dem lesen des image hifi Testes schon richtig begeistert vom Design.

    Gruß Jürgen
    Innuos Zenith MK3,Biophotone USB 10. Singxer-SU-1 solidcore modifiziert ,Pioneer LX800,Sugden DAC 4, Auralic Taurus Pre,Plinius P8 Endstufe. Audium Comp 3 Lautsprecher/Sunfire Atmos. Kuzma Stabi/Stogi/S,TAD Excalibur Black,Goldnote PH10.Denon 9200,Hifiman HE1000V2,Lehmann Black Cube mit Upgrade,Biophotone NF8,Wired Audio Conductors Strom,Digital und NF, HMS Suprema,Fortissimo,bfly, Audiophil Schumann Generator, Quantum Noise Resonator

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      #3
      Zitat von jkorn Beitrag anzeigen
      Hallo Otwin,

      Glückwunsch. Ich freue mich für Dich und bin schon gespannt auf Deine Schilderungen.
      Ich war damals nach dem lesen des image hifi Testes schon richtig begeistert vom Design.

      Gruß Jürgen
      Hallo Jürgen,

      Danke. Nicht dass mir unter den 9kg mein Creaktiv-Rack zusammen bricht. Mir ging es damals, nachdem das Teil in der image erschien, ebenso. Leider bestand zu jener Zeit für mich kein Bedarf an einem weiteren KHV und später wars dann aus den Augen, aus dem Sinn. Gespannt bin ich desweiteren, ob dieser KHV dann mal für länger bleiben darf. Normalerweise und unabhängig von der jeweiligen Qualität hatten sowohl die Kopfhörer als auch die Kopfhörerverstärker in den letzten Jahren eine recht knappe Aufenthaltsphase - drei Monate war meistens schon die Ausnahme. Sollte es die Triode demnach auf ein halbes Jahr bringen, dann wäre das für mich bereits außergewöhnlich lange.

      Gruß,
      Otwin
      Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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        #4
        Hi,

        Mit meinem Teilchen könnte es ein wenig schneller gehen, als mit dem Red Wine für den lieben Sven. Vorgestern im Süden Italiens gestartet, befindet er sich heute in der Zustellung. Wenn ich den Fahrer heute morgen nicht ganz früh verschlafen habe, sollte der Tri im Verlaufe des Tages eintreffen.

        Gewünscht hätte ich mir auch, dass Sennheiser mit ihrem HD700 möglichst zeitgleich in die Gänge gekommen wäre, aber wie es ausschaut, verzögert sich die Auslieferung bei denen. Der HD700 würde mich generell sehr interessieren, also auf verschiedene Amps hin bezogen, aber natürlich auch am Tri. Seine 150 Ohm Impedanz finde ich sehr interessant. Normalerweise haben wir es entweder mit deutlich höheren Widerständen zu tun, so bei 250-300 Ohm oder mit deutlich niedrigeren, zwischen 30 und 70 Ohm. 150 Ohm ist da bei Spitzenkopfhörern bereits die Ausnahme.

        Dann heißt es jetzt noch ein bißchen warten und schauen, was der Tag bringt.

        Gruß,
        Otwin
        Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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          #5
          Hi,

          So, das Teil ist mitlerweile gelandet und ich bin sehr zufrieden. Ein Gefühl, dass bereits beim auspacken entstand. Ich mag andständige, sichere Verpackungen und im hiesigen Falle dreht es sich um Verpackung in der Verpackung und außen darum nochmal ein Schutz, den man auf dem Bild nicht sieht, da ich ihn entfernt habe, um ans Innenleben zu gelangen. Vorbildlich, würde ich dazu sagen.



          Auch die beiliegende Zuleitung ist von anständigem Querschnitt und anständiger Machart.



          Der Verstärker selbst ist nochmals mit einer Schutzhülle versehen.



          Das dazu gehörige Manual ist nicht üppig, aber mit allem notwendigen ausgestattet.



          Das Ganze von der Seite



          sowie die Rückansicht mit Kaltgerätebuchse, den beiden Cinch-Eingängen und dem Lautsprecheranschluss.



          Von vorne mit Sieb



          und näher dabei.



          Auch der Deckel des Übertragertopfs kann sich sehen lassen.



          Dann noch die Front.



          Leider sind die Photos nicht von bester Qualität - ich bekomme nicht mehr genügend Licht ins Zimmer - denke aber, dass es für einen Eindruck ausreicht. Nach dem Netz ausphasen hab ich die Triode dann am Tuner angeschlossen und erstmal geprüft, ob elektrisch alles okay ist. Und das war es auch. Kein Brumm, kein Rauschen, kein Zwitschern, er bleibt mucksmäuschenstill, auch bei Vollausschlag des Potis. So sollte es sein. Auch kein Übersprechen zwischen Line-Eingang 1 und 2.

          Das Bewegen des Potis macht Freude - angenehm mit entsprechend passender Gegenkraft. Die Lautstärke selbst fährt sich schön sachte hoch und so lande ich etwa zwischen 10 und 11 Uhr bei angenehmem Pegel. Klanglich möchte ich momentan noch gar nicht viel beschreiben, außer vielleicht zwei Punkte, die sich recht schnell zeigten.

          Wenn man mit einer Klangbalance zu tun hat, in der alles sitzt, nichts nervt, dann sorgt dies für das berühmte Lächeln auf den Lippen und so macht der Kerl das zu Beginn. Es macht einfach Freude ihm zu lauschen - ecken- und kantenlos vermittelt er. Von dieser gesunden Basis aus darf er sich dann durch einspielen nach überall hin noch weiter entwickeln und auftun. Das zweite, was mir auffällt, ist, dass er durchaus ein souveränes Verhalten zeigt. Er läßt nicht einfach im Sinne von smoothem, gutmütigem Klang alles fallen, sondern führt die Musik auch am Zügel. Vielleicht genau das Stück am Zügel gehen, dass mir beim Brocksieper noch fehlte.

          Soweit mal die ersten Eindrücke. Wenn er sich so weiter macht, wie er begonnen hat, wird daraus ein feines Teil mit genügend Linie und durchaus, so wie Cai Brockmann es beschrieb, versehen mit dem gewissen Etwas, das eine gute Röhre auszeichnet.

          Gruß,
          Otwin
          Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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            #6
            Hallo Otwin,

            tolle Live-Bilder!
            Ich finde das teil wirklich wunderschön...gerade in diesem Rot.
            Ich wette, daß der HD-800 an diesem Verstärker zu großer Form aufläuft. Auf den HD-700 bin ich auch besonders gespannt, da ich noch nach einer Verstärkung und klanglichen Ergänzung meines Audeze suche.

            Viel Spaß beim "einhören"

            Jürgen
            Innuos Zenith MK3,Biophotone USB 10. Singxer-SU-1 solidcore modifiziert ,Pioneer LX800,Sugden DAC 4, Auralic Taurus Pre,Plinius P8 Endstufe. Audium Comp 3 Lautsprecher/Sunfire Atmos. Kuzma Stabi/Stogi/S,TAD Excalibur Black,Goldnote PH10.Denon 9200,Hifiman HE1000V2,Lehmann Black Cube mit Upgrade,Biophotone NF8,Wired Audio Conductors Strom,Digital und NF, HMS Suprema,Fortissimo,bfly, Audiophil Schumann Generator, Quantum Noise Resonator

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              #7
              Hallo Otwin,


              wenn ich solche Bilder sehe werde ich sehr neidisch. Zum einen weil die Qualität trotz deiner beschriebenen Lichteinflüsse aus deiner Sicht grade mal ausreichend sind – solche Bilder bekomme ich niemals bei besten Lichteinflüssen hin -. Zum anderen ist das Gerät wirklich traumhaft schön.
              Und so eine Vollröhre … mhmmm ….
              Ich freue mich schon auf deinen Frontbericht und kann es kaum abwarten. :grinser:

              Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

              Pronatural
              {:-)

              Bleibt wie Ihr seid ...

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                #8
                Hi,

                es ist wirklich ein lecker Teilchen!!!

                Herzlichen Glückwunsch. Ich wünsche dir dass diese Triode Vollröhre beim HD800 mal so richtig im musikalischen Sinn die Sonne aufgehen läst.

                rost:

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                  #9
                  Hallo Leuts,

                  Erstmal vielen Dank. Es ist wahrlich ein lecker Teilchen und es spielt sich gut ein - entwickelt immer mehr Gelenkigkeit, Souveränität sowie Feinsinn im Klangbild. Frapierend ist halt bei solchen Röhrenumsetzungen die dreidimensionale Raumgestaltung. Aber das kennen wir. Wir wissen, dass genau dieser Punkt wie eine Domäne bei einer gut gemachten Vollröhre zu sehen ist.

                  Der 84HD ist kein Draufschläger, er ist der Klangmeister, der das Bild selbstverständlich aus der Ruhe heraus aufbaut. Es ist wie Cai Brockmann es treffend beschrieb: "Praktisch völlig störgeräuschfrei und mit ausgesprochem audiophilem Charakter ausgestattet, erlaubt der Tri ein tiefes, quasi ohrdruckfreies Abtauchen in die Musik. Der Amp pflegt eine subtil connoisseurhafte Darstellung des musikalischen Geschehens mit geradezu traumhaften Klangfarben und beweist ein exquisites Gespür fürs große Ganze, indem er auch feinste Details eindeutig detektiert und dennoch perfekt integriert." ... "obwohl der Tri ja keineswegs mit Fett und Sahne um sich wirft. Vielmehr transportiert der quirlige Vollröhren-Verstärker die Musik bewundernswert gelenkig und rhythmisch transparent - besitzt dieses gewisse Etwas, das einen wirklich guten (Röhren)-Amp auszeichnet."

                  Damit wären quasi die wichtigsten Dinge beschrieben.

                  An meinen kleinen Dynaudios Exite X12 hatte ich ihn natürlich auch angeschlossen und wie zu erwarten war, sind die 3 Watt dann nicht mehr ausreichend für diesen Betrieb. Gar nicht mal die Lautstärke in Verbindung mit einer schönen Zimmerberieselung wäre das Problem, sondern eher, dass dem Amp die Kraft fehlt. Wenn das eintritt, verliert das Klangbild seine Luft und Leichtigkeit. Aber wie zu erwarten war - weshalb mich das auch nicht sonderlich erstaunte - sind die 3 Watt für die X12 zu wenig. Es war halt ein Versuch. Ich denke, hier würden gute 2x8 oder 2x12 Watt in meinen 12m² und für den Zweck einer gehaltvollen Berieselung dicke genügen. Aber wie sagt man: Man kann halt nicht alles haben.

                  Zur Zeit bewege ich mich noch ein wenig mit dem Entwickler in Japan im Austausch. Ich hatte ihm signalisiert, dass es sehr schade ist, dass die Produktion des 84HD beendet wurde. Gerade für eine solche Perle - sehr schade. Er hat mir irgendwas von einem Debut in 4 Monaten geschrieben und ich bin noch am klären, ob er damit eine weitere Auflage des 84HD meint, exakt so wie er ist oder ob es um Veränderungen geht. Ich hatte ihn gebeten, mich diesbezüglich wenn er möchte auf dem laufenden zu halten.

                  Am Montag werde ich mich samt Triode erstmal zu meinem Händler Attsaar begeben, um mich in ein Bild zu versetzen, wie eine Vielzahl von verschiedenen Kopfhörern am 84HD arbeitet. Mein Ansinnen war es ja, dem HD800 einen musikalischen Schneid zu entlocken, so dass man in dieser Kombination so etwas wie eine außergewöhnlich gute harmonische Ehe sehen könnte. Aber ohne einen HD800 im Wesen zu verbiegen und ohne ihm von den Dingen etwas zu rauben, auf die er sich ausgezeichnet versteht.

                  Das wäre die Kunst. Deshalb liegt mein Blick auch in erster Linie auf dem HD800. Und sollte es richtig einrasten - so wie ich mir das zur Zeit wünsche - dann bin ich mir auch nicht zu fein, einen HD800 zum xten Male zu kaufen. Ich mach das aber nur, wenn an der Triode auch wirklich das erwartete Bild entsteht. Ich freue mich demnach auf den Montag, so gar in etwa so, wie ein kleines Kind.

                  Ich hatte in den letzten Jahren mit etlichen Amps zu tun und immer stand dabei das Machbare, das an die Grenzen gehen im Fokus. was nicht bedeutet, dass die Musik und der Genuss dabei zu kurz kamen. Aber mit dem Tri fällt nun dieser Druck mal ganz und bei dem Kerlchen geht es mir in allererster Linie um das Bettchen, das man sich selbst macht, weil man sich da hineinlegt. Was ich damit sagen möchte: Ich möchte mir ein lauschiges Plätzchen aussuchen, herrliches Wetter genießen, einen feinen Rotwein im Glasel haben und mich einem schönen Buch hingeben, die Seele baumeln lassen, in keinen Vergleich ziehen müssen und Gott einen guten Mann sein lassen. Genau dazu verführt mich dieser Triode-Amp. Und es ist gut so, es ist schön, es ist Zeit für die Sinne, Zeit für den Genuss, Zeit, nicht alles perfekt zu machen, aber das was man macht, zu leben.

                  Ich freu mich darauf.

                  Ich freue mich aber auch auf die Erfahrung über den HD800 an der Vollröhre. Diesen Kopfhörerkandidaten hatte ich mir bisher 4 mal gekauft, kein Scherz und immer wieder verkauft. Dies bedeutete einfach, dass der HD800 etwas macht, wo es einen immer wieder hinzieht, auf der anderen Seite aber auch etwas macht, was nach kurzer Zeit wieder zum stopp führt. Was ist das, wenn man sich lange genug mit dem HD800 beschäftigt?

                  Sein technisches Vermögen ist recht unangetastet, weshalb es für die meisten Nutzer auf Anhieb schnell zu dem Eindruck führt: Boah, da hat man recht viel Wasser im Glas. Eben ein hohes Maß an Durchzeichnung, Raumöffnung, Detailierung, eine souveräne überschauende Gangart und so weiter - eben all das, damit anfänglich dieser von allem erstmal massig genug Eindruck entsteht. Dabei eine Linienführung, die für viele mehr akkurate Darstellung bedeutet als vielleicht von den Hifimännern oder Audezes gewohnt.

                  Diese Betrachtungen sind nicht so schwer, aber auch nicht die alleinige Wahrheit. Wenn man sich den Ton beispielsweise eines LCD-3/ LCD-2, eines HE-6, eines T1 oder auch eines Precide AMT anhört, genauso aber auch ein Stax aus der Signature/ Lambda-Serie, dann ist unschwer festzustellen, dass der Ton über diese Kopfhörer ein Stück mehr Klarheit, auch Glätte in sich hat. Das kommt nicht daher, dass eine Glätte mangels Auflösung entstehen würde, sondern daher, dass der HD800 seinen Ton mit einem Stück gröberen Schmirgels versieht. Er ist nicht der fein struckturierteste oder feinsinnigste Kopfhörer, den es gibt. Aber er hat als Topmodell allemal genug davon, um nicht aus dieser Klasse auf Anhieb heraus zu fallen. Beispielsweise verfügen die kleineren Brüder HD600/650 nicht über solchen Feinsinn, um im Oberhaus mitzureden.

                  Nun bedeutete für mich zum einen eben dieses leicht gröbere Schmirgel und zum anderen, die ein wenig weniger Emotion bildende Wiedergabe oder anders gesagt, die leicht technischer vermittelte Wiedergabe, dass mit dem HD800 eben im musikalischen Sinne nach einer gewissen Zeit ein wenig Langeweile Einzug hält. Er sorgt musklaisch betrachtet, farblich betrachtet, emotinell betrachtet nicht unbedingt für anhaltende Kurzweil. Er kann sich nur über seinen soweit präzisen oder korrekten Gesamtschnitt definieren - er hat sowas von einer Art proportioneller Korrektheit, weshalb man beim Wechsel mit ihm erstmal diesen Eindruck in den Kopf bekommt, während einen ein Hifiman grad noch musikalisch berührt hat. Dennoch gerät nach dem Wechsel zum HD800 dann das Orchester wieder in sowas wie eine bestimmte Ordnung gepaart mit einem korrekten Aufbau. Das ist der Trumpf eines HD800, aber wie gesagt nicht die alleinige Wahrheit. Die Kopfhörer, die für mehr Kurzweil sorgen, auch weniger den Blick auf dem Technischen haben sowie weniger gröberen Schmirgel zeigen, machen schlicht nicht mehr falsch, als man vor einem Orchester sitzend auch als musikalischen Zusammenhang begreifen würde.

                  Also, alle Punkte würden in den Topf gehören. Da gehört auch beispielsweise ein Stück mehr schwarzer Hintergrund dazu, als den, den der HD800 zulässt.

                  Ich hatte auch den HD800 an genügend Transistoramps gehört, um in der ganzen Zeit zu verbuchen, dass er sich seine leichte technische Gangart nie abgewöhnen kann, egal woran man ihn fährt. Mit dem BCL ein wenig so, mit dem Violectric wieder so und mit dem HD53N so. Nur bezüglich des angesprochenen Punktes kein wirklicher Gewinner.

                  Am OTL-EternalArts stellt sich zwar eine bestimmte Klangharmonie ein, aber leistungsmäßig ist das dann kein HD800 mehr. Auch der Raum, den er normal kann, wirkt beengter. Und er hat nicht mehr ganz die Klarheit, über die er normal verfügt. Also für mich unterm Strich keine Lösung.

                  Dann kam der Cavalli Liquid Fire als Hybrid und mit genügend Pfeffer unterm Hintern. Und siehe da. Ohne dass dem HD800 sein Raumvermögen angetastet wird, ohne dass er die Klarheit verliert, die er kann, kommt plötzlich mehr Farbe ins Spiel, die ganze Tonalität wirkt etwas ganzheitlicher, gebundener, weniger nach gröberem Schmirgel klingend. Glattere, sauberere Töne und dennoch lieblicher. Der HD800 hat endlich ein gutes Stück Musikalität und Emotion in den Klang bekommen. Man beginnt, ihm mit Neugier zuzuhören, was das Indiz für weniger Fokus auf der technischen Definition ist als auf dem musikalischen Zusammenhang.

                  Zusätzlich holt der Cavalli den HD800 auch von der Kraft her ordentlich an den Hörnern. Nein alles was recht ist. Ein HD800 am Cavalli wird zur richtig starken Nummer. In jeglicher Beziehung.

                  Ich weiß aber, dass in Sachen Klangharmonie auch bei einem HD800 noch mehr gehen kann. Vielleicht ist er dann nicht mehr ganz so groß und vielleicht nicht mehr ganz so stabil oder souverän wirkend, wie am Cavalli. Es käme darauf an, wieviel von all dem noch gegeben ist, reicht es für komplexes großes Werk dann immer noch für einen persönlich mit dem kleinen Vorteil einer nochmals gesteigerten Harmonie im Klang, noch schönere Klangfarben, noch ein Stück mehr Esprit für die Seele?

                  Das will ich heraus finden - darum geht es mir. Deshalb nochmals der Versuch mit dem HD800 am Tri.

                  Gruß,
                  Otwin
                  Zuletzt geändert von lotusblüte; 30.03.2012, 15:15.
                  Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                    #10
                    Hallo Otwin,


                    bin gespannt wie sich das gesamte Bild für dich entwickelt.
                    Der traumhaft schöne Amp. lässt schon eine gewisse Begierde
                    in mir wachsen.
                    Lustig ist, dass derzeit viele Verstärker aus Japan (Stax, Triode Corporation, Leben, Luxman, …)
                    in der KH Zene anzutreffen sind. Ist aber auch kein wirkliches Wunder, die Nippons
                    konnten ja schon immer gute KH Sachen bauen.


                    Viel Spaß beim testen …

                    Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

                    Pronatural
                    {:-)

                    Bleibt wie Ihr seid ...

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                      #11
                      Zitat von pronatural Beitrag anzeigen
                      Hallo Otwin,


                      bin gespannt wie sich das gesamte Bild für dich entwickelt.
                      Der traumhaft schöne Amp. lässt schon eine gewisse Begierde
                      in mir wachsen.
                      Lustig ist, dass derzeit viele Verstärker aus Japan (Stax, Triode Corporation, Leben, Luxman, …)
                      in der KH Zene anzutreffen sind. Ist aber auch kein wirkliches Wunder, die Nippons
                      konnten ja schon immer gute KH Sachen bauen.


                      Viel Spaß beim testen …
                      Hallo Helge,

                      Ich bin selbst gespannt darauf. Auf jeden Fall - soviel lässt sich auch so sagen - tritt man mit dem 84HD immer eine musikalisch faszinierende sowie auch feinsinnig gestrickte Klangreise an. Mehr Souveränität oder Standfestigkeit macht er gegenüber einem Brocksieper. Es bedeutet für mich keine Mühe auch einen größeren Orchesterapparat glaubwürdig aufgebaut und auch differenziert genug zu übernehmen. Und die Klangfarben sprechen ihre ganz eigene Sprache. Will heißen: Die Kunst einer sehr farbenreichen Darstellung ohne zu sehr ins malen zu tendieren. Im Prinzip hat man es mit einer präzisen, durchhörbaren Situation zu tun, auch der gesamte Bassbereich dickt weder auf noch hält er zuviel Info im Schatten. Von daher gesehen erfüllt die Triode meine Ansprüche in Sachen technisch korrekter Wiedergabe. Die Voraussetzung für mich, um überhaupt bei Klassik und insbesondere auch bei größeren Besetzungen keine grundsätzlichen Schwierigkeiten entstehen zu lassen.

                      Einer der wichtigsten Punkte für mich ist jedoch die Stimmigkeit, für die die Triode sorgt. Das wird einem jedesmal bei den ersten Tönen sofort klar. Da liegt auch meines Erachtens nach eine hohe Kunst drin. Stimmigkeit, Geschlossenheit und dennoch genügend feines Band. Etwas Sattes vor sich haben und dennoch darin die Klarheit erkennen.

                      Also egal, wie mein Versuch morgen per HD800 ausgehen wird, bleibt dieser Amp auf seine Art "die zarteste Versuchung seit es Schockolade gibt":dank:. Ich wähle dieses Zitat extra, da die Wiedergabe per 84HD auch so etwas in sich trägt. Da wächst dann die Lust auf immer mehr.

                      Mir persönlich machts richtig Freude. Ich freue mich auf die ersten Töne und ich freue mich auf die nach 2 Stunden. Anhaltende Kurzweil und das am Schlips packen und in die KH-Welt hinein ziehen.

                      Mehr wollte ich nicht. Das ist schonmal voll aufgegangen. Nun suche ich mir in aller Ruhe nur noch den KH-Kandidaten aus, der aus meiner Sicht die bestmögliche Arbeit mit diesem Amp vollbringt.

                      Was natürlich zweifelsohne wie ein Trumpf für solch eine Vollröhren-Umsetzung spricht, ist beispielsweise: Applaus. Man braucht sich nurmal den Applaus auf einer guten Live-Scheibe oder noch besser bei einer Live-Übertragung über Tuner anzuhören mit dem Raum, der sich da zeigt und die Echtheit, die so per Vermittlung entsteht. Das alleine spricht bereits ganze Bände. Eine Sache mit wirklicher Faszination.

                      Gruß,
                      Otwin
                      Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                        #12
                        Hallo Otwin,

                        das ist eine klare Ausrichtung die Du da beschreibst. Es gibt viel gute Verstärkerkonzepte aber
                        eine Triode, … da weiß man - wenn Sie gut gemacht ist - woran man ist. Dieses Gefühl für
                        Musikalität und gesamtheitliche strukturelle Auflösung können nur wenige Lösungen bieten.
                        Und es geht nicht um eine spezielle Ausrichtung, sondern die reale Darstellung von
                        musikalischen Ereignissen.
                        Ich bin mal gespannt welchen KH Du als Gespielin für eine gelungene Kombination
                        aussuchst. Mein uninteressanter Tipp in welche Richtung es gehen könnte wäre der T1,
                        gut dass ich nicht wette …

                        Ich wünsche noch viele schöne Erlebnisse

                        Pronatural
                        {:-)

                        Bleibt wie Ihr seid ...

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                          #13
                          Zitat von pronatural Beitrag anzeigen
                          Hallo Otwin,

                          Ich bin mal gespannt welchen KH Du als Gespielin für eine gelungene Kombination
                          aussuchst. Mein uninteressanter Tipp in welche Richtung es gehen könnte wäre der T1,
                          gut dass ich nicht wette …
                          Hi Helge,

                          Och, ich mach da nicht viel Federlesen. Egal, wenn es der T1 ist im Verbund, dann kauf ich mir morgen einen T1 vom Fleck weg - wenn man ja nicht bereits alles gehabt hätte. Egal ob Audeze, Sennheiser, beyer, Hifiman - einer wirds.



                          Für so eine Pracht wird sich ja wohl der geeignete Spielpartner finden. :dancer:

                          Gruß,
                          Otwin
                          Zuletzt geändert von lotusblüte; 01.04.2012, 17:07.
                          Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                            #14
                            Hallo Freunde,

                            So, wie bereits angekündigt, lief ich heute nachmittag bei Attsaar mit meiner Triode ein, um mich ein wenig durch verschiedene Hörer durchzuhangeln. All zu lange hätte ich gar nicht gebraucht, um für mich das passendste Ergebnis zu finden, aber sich Zeit lassen schadet nie.

                            Zunächst einmal könnte man sagen, dass kein Kopfhörer rückwärts oder mit Problemen am 84HD lief - Spaß machte es mit allen Kopfhörern. Allerdings mußte ich oder wollte ich ja mehr herausfinden, als das grundsätzliche nicht rückwärts laufen, das auch viele anderen Amps mit einer Vielzahl von Hörern zunächst einmal nicht anders absolvieren.

                            Der Hifiman HE-6 ist nicht ganz der geeignete Partner, da er nicht mit der ihm möglichen Lockerheit auftritt. Die Triode veranstaltet mit ihm bei kräftigen Schüben oder Attacken zwar kein direktes den Boden wegziehen oder die Puste ausgehen - ich wunderte mich eh, dass sie mit dem HE-6 so stabil arbeitete - aber, ich kenne den HE-6 doch lockerer in seiner Arbeit. Demnach also ein Zeichen dafür, dass er sich zumindest ein Stück schwer tut an der Leistungsbereitschaft des Triode-Amps.

                            Die kleineren Hifimänner konnte ich leider nicht testen, da Attsaar weder den HE-5LE noch den HE-4 offen liegen hatte, sondern allen noch krachneu in der Verpackung. Das hole ich aber irgendwann aus Neugier nochmal nach.

                            Der beyer T1 hat mich auch nicht sonderlich musikaisch erreicht. Er spielte in seiner typischen Charakteristik, die nicht übel war am Amp, aber ich könnte nicht sagen, dass sich ein großartiges Flair aufbaute, etwas, das den T1 schon ein wenig als Kleinod oder Perle ins Licht stellte. Auch ihn konnte ich am reinen Transistoramp schon besser erleben, einfach mit mehr Esprit und Faszination.

                            Die Audeze's legten eine anständige Nummer hin, allerdings nicht so korrekt satt auf dem Punkt tonal klingend, wie ich sie über den Liquid Fire beispielsweise erleben durfte. Irgendwie fehlt ein wenig der letzte korrekte Punkt. Es kann sein, dass die Röhre zusammen mit dem klanglich gutmütigen Audeze-Verhalten einfach einen Drift erzeugt, der dann nicht mehr als tonal ganz waschecht auf dem Punkt sitzt. Allerdings reden wir hier schon über ein sehr weites oben, fernab von einem grundsätzlichen positiven sowie gelungenen Einschätzen. Aber darum ging es mir ja nicht in erster Linie. Es ist mit den Audezes schon saugutes Kino, auch klar, mit Wärme und Farbe, Lieblichkeit etc., auch über den Raum ist nicht zu meckern, aber ...

                            Der HD800 zeigte einfach an der Triode den besten sowie auch glaubwürdigsten auf dem Punkt sitzenden Schnitt. Er ließ an der Triode alles am besten einrasten, direkt aus dem Ärmel und ohne dass der Kopf Arbeit bekommt - Feeling aus dem Bauch heraus war angesagt. Und dieses Feeling hat an der Triode gleichermaßen keiner der anderen Hörer erzeugt. Sie waren alle gut oder sehr gut, aber der HD800 arbeitet über seine bekannten Qualitäten wie Raumdarstellung/ Größe und Präzision hinaus auch nochmals das gewisse Etwas heraus. Deshalb ließ ich mich auch mit dem HD800 automatisch ganz tief in den Sessel fallen, so als wärs das, als bräuchte man nichts mehr anderes. Ein sehr gutes Gefühl und auch ein wichtiges und eigentlich genau das, was ich wollte. Mit der Triode erklang ein lebendiger Vivaldi, auch sehr geschmeidig und fließend genau so im Bereich der Süchtevermittlung, wie Rachmaninovs Symphonische Tänze ordentlich Gripp, Biss sowie auch Druck aufbauten. Es hat einfach ein wenig der Bär gesteppt, aber immer völlig cool, völlig relaxt und übersichtlich. Harnoncourt's Stimme bei der Thematik über Bruckners's Neunte Symphonie zuzuhören, ist ein Hochgenuss. Das ist verdammt echt, hat etwas verdammt lebensechtes. So könnte man weiter machen, ändert aber nichts.

                            Der Senni ist es geworden, ich hab ihn mir auch direkt bei Attsaar neu zugelegt, weil mir für diesen Tag eh klar war: Egal, wer es wird, den ich nicht habe, geht mit. So wurde es erneut der HD800 und ehrlich gesagt hats mich auch gefreut, dass es so kam. Irgendwie hatte ich mir das gewünscht.

                            Für die Cavalli-Besitzer kurz, weil diese Gedanken ganz sicher im Kopf kreisen: keine Sorge, es gibt per Sennheiser und Cavalli nichts, was nun in einem anderen Licht zu sehen wäre. Der Liquid Fire hat ganz sicher noch mal etwas mehr auf den Rippen, geht mit mehr Kraft und Souveränität an die Sache, weshalb ich der Meinung bin, dass es per Cavalli und HD800 schon ein etwas gestandeneres Kino ist. Obwohl ich sagen kann, die Triode haut dem HD800 selbst ganz schön hinter die Löffel - da fehlt nichts, aber ich denke der Cavalli ist der kräftigere Amp. Wie ich schon sagte, man kann an der Stelle das Buch beruhigt zumachen.

                            Die Vollröhre am HD800 gibt mir allerdings noch mal etwas in der Musik oder der Tonalität, wie ein Gehalt mit etwas mehr Flair und Lieblichkeit, es zieht mich auf diese Art faszinierend in die Welt, die der HD800 vor mir aufbaut. Ich mags so, ja, so hat ein HD800 für mich eine Magie, ein Band bekommen, was ich sehr schätze.

                            So, was gab es weiter noch? Der kleinere Senni HD600 hat mir ebenfalls nicht übel gefallen - ihn sehe ich jedoch lieber am Transistoramp. Dort macht er klanglich mehr Sinn.

                            Der K701 als KH aus der mittleren Schicht entpuppte sich allerdings prächtig an der Triode. Das war richtig geil. So als wenn beide Teile füreinander gemacht wären. Aus einem K701 wird deshalb kein HD800 und er konnte auch nicht das liebliche Band so erzeugen, dass ein HD800 an der Triode zeigte, aber wer sich nicht ganz oben bedienen möchte, hätte mit dem K701 an der Röhre ein richtiges Brett.

                            Was auch sehr gut funktionierte, war ein Precide Ergo II. Auch dieser Hörer wird auf Grund seiner Qualitätsstufe nun morgen nicht zu meinem Favoriten, aber auch hier gilt: Wer sich dort bedient und wem dieser KH richtig gut gefällt, der sieht am 84HD diesen Kopfhörer lächeln.

                            Das wars soweit vom heutigen Tage. Es hat viel Spaß gemacht und ich trat um ein Paket schwerer wieder meinen Heimweg an, auch mit einem Lächeln im Gesicht.

                            Es gefällt mir - eine runde Sache.

                            rost:

                            Gruß,
                            Otwin
                            Zuletzt geändert von lotusblüte; 02.04.2012, 22:05.
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                              #15
                              Toller Bericht, vielen Dank ! (und extra Dank für den Vergleich zum Cavalli)
                              Da ich selbst (ausschließlich) einen HD800 besitze, hätte ich nach so einem Bericht sehr Lust dieses heiße (da rote) Röhrenteil auch einmal zu hören :daumen:

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