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Kopfhörer: Qualität und Abstimmung

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    Kopfhörer: Qualität und Abstimmung

    Hallo,

    Der Kopfhörer-Entwickler hat im Prinzip mit zwei Bereichen zu tun: Einmal mit der Qualität bezüglich der eingesetzten Materialien, wie kompletter Treiber, Gehäuse und Polster und zum anderen mit der sogenannten Abstimmung seines Hörers, bei der er sich entscheidet, wie viel Pegel auf den Frequenzgang bezogen entsteht.

    Beides muss unterschiedlich betrachtet werden - bestes Beispiel dafür bietet immer noch das Hause beyerdynamic in Form der Kopfhörermodelle DT880 und DT990. Beide Modelle verwenden exakt den gleichen Treiber und das Gehäuse verhält sich ebenfalls weitestgehend gleich, bis auf die Tatsache, dass der DT880 ein halboffener Hörer und der DT990 ein offenes Modell ist. An Hand der nachfolgenden Grafik sieht man den Pegelunterschied in Bezug auf die Frequenz.


    Quelle: headphone.com

    Man kann so beispielsweise erkennen, dass der DT990 ein anderes Verhalten im Bass bis in den Mittenbereich hinein vorweist, vom Pegel her stärker ausgelegt ist und auch im Hochtonbereich eine Anhebung erfahren hat. Was man jedoch niemals an Hand einer solchen Grafik erkennen würde, wäre die Qualität des jeweiligen Kopfhörers, weshalb diese Graphen keine Qualitäts-Rückschlüsse zulassen, lediglich eine Aussage bezüglich der Abstimmung eines Kopfhörers ermöglichen. Im Falle der beiden beyer-Modelle ist es nämlich auf Grund des identischen Treibers so, dass es rein von der Ton-Qualität her gesehen, keinen Unterschied gibt. Rein theoretisch könnte es sich bei einem dieser Modelle um einen Kopfhörer handeln, der dem anderen tatsächlich qualitativ deutlich unterlegen ist - der Graph würde lediglich dessen Abstimmung zeigen.

    Interessant ist es auch an Hand der nächsten Grafik zu sehen, wie sich das Abstimmungsverhältnis verändert, wenn sich bei gleichbleibender Treiber-Qualität lediglich die Spulenimpedanz ändert. Impedanzänderung bedeutet hier: Niedrige Impedanz=dickerer Draht und damit schwereres Gesamtkonstrukt, bestehend aus Spule, Magnet und Membrane. Höhere Impedanz=dünnerer Draht, damit am Ende leichter.

    Noch interessanter wird es, wenn man sich einmal die Abstimmung zwischen DT880 und DT990 bei einer DT880-Impedanz in Höhe von 32 Ohm betrachtet. War zuvor der DT880-Hochtonbereich bei 250 Ohm unter dem Pegel des DT990, so übersteigt die DT880-32 Ohm-Variante nun den Wert des offenen Bruders zwischen 2 und 10khz.


    Quelle: headphone.com

    Demnach wird auch hier erkennbar, dass dies alles keine Rückschlüsse auf die eigentliche Tonqualität hin zulässt.

    Die Qualität bringt der Entwickler einerseits durch einen guten Treiber (Material und Konstruktion, beispielsweise Spulendraht oder der Magnet selbst so wie auch die Art und das Material der verwendeten Membrane) zustande und andererseits durch das komplette Gehäuse incl. Kopfbügel, wobei da auch wieder die beiden Bereiche Material und Konstruktion eine Rolle spielen. So wird man auch sehr leicht verstehen, dass es einem Hersteller nicht möglich ist, in einem Kopfhörer für 100€ die gleiche Qualität einfließen zu lassen, wie beispielsweise in einen Sennheiser HD800, obwohl beide Graphen bezüglich Abstimmung theoretisch nicht weit auseinander liegen müßten.

    Hört man sich demnach einen beyer DT880 an und konzentriert sich weniger auf die Abstimmung, die tonale Gewichtslage sondern mehr auf die Tonechtheit, stellt man ganz schnell fest, dass sich zwischen ihm und einem DT990 absolut nichts tut - eben wegen einer reinen Qualität auf Augenhöhe. Etwas verwirrend ist diese Angelegenheit schon, da man sich erst mal davon befreien muss, eine bestimmte Vorliebe zu bedienen bezüglich der Abstimmung.

    Qualität braucht hier im Prinzip nicht weiter betrachtet zu werden, es ist selbstredend, dass der Hersteller versucht, seinem Top-Modell die machbare Qualität zu spendieren. Dafür braucht er einen exzellenten Treiber und auch bei seinem Gehäuse muss er aufpassen, sich keine Resonanzen einzufangen und auf noch vieles mehr muss da geachtet werden, was sich auch größtenteils messen lässt. Nicht umsonst dauert eine ordentliche Kopfhörerentwicklung Jahre. Mag man sich gar nicht recht vorstellen bei so kleinen Teilen, ist aber so.

    Mit der Abstimmung legt der Entwickler fest, ob sich der Hörer mehr im neutralen Sinne zeigen soll oder bewußt einen Sound zulassen soll, um damit eine bestimmte Hörerschaft zu bedienen. Viele Personen haben es gerne etwas angehoben im Bass oder auch in der Höhe, weil sie das für sich mit mehr Fan und Aktion festmachen, wohin gegen es beispielsweise den echten Klassik bezogenen Menschen eher weniger zu entsprechenden Anhebungen hin ziehen wird.

    Ein Grado ist im tonalen Sinne ein Qualitätshörer, hat jedoch eine Abstimmung, die im Hochtonbereich schon etwas Pegel reinschießt. Der Hörer wird so intelligent abgestimmt, dass es lediglich ein zuschießen von Energie bedeutet, aber kein überziehen des Hochton darstellt. Das ist auch der Grund, warum man bei einem Grado mit seiner Hochtonenergie immer noch von einem tongetreuen Verhalten und einer nicht überzogenen Abstimmung ausgehen darf.

    Zum Abstimmungsbereich zählt auch die auf das Lautheitsempfinden hin mit einfließende Korrektur seitens des Herstellers. Er wird über Referenz nahe Gegebenheiten sich in einem entsprechenden Testraum durch Testpersonen einem der Lautsprecherwiedergabe ähnlichem Lautheitsempfinden annähern. Nichts anderes passiert dadurch.

    Auch die Polster bzw. ihr Material fließen in die Gesamtabstimmung mit ein, wobei es nicht unerheblich ist, wie durchlässig das verwendete Material ist. Weil der Hersteller den Rest seiner Abstimmungsparameter am besten kennt, weiß er auch, welches Polster mit welchem Material in der Gesamtabstimmung positiv einzusetzen ist. All das passiert nicht rein zufällig, in dem der Hersteller einfach nur darauf zu achten hätte, wie schön das Polster ausschaut bzw. wie angenehm der Hautkontakt ist. Das spielt zusätzlich noch mit eine Rolle, aber in erster Line mal die Abstimmung. Durch eine Veränderung der Polster verändert sich das Frequenzverhalten des Kopfhörers in Bezug auf das, was an unserem Ohr ankommt, je nachdem, welche Frequenzen mehr oder weniger durchgelassen werden und sich dadurch halt der Pegel selbiger ändert. Auch die Wahl zwischen einem halboffenen und offenen Modell ist ein Teil einer Gesamtabstimmung.

    Wenn auch solch ein Kopfhörer ein so kleines Teil ist, gibt es doch jede Menge Stellen, die zu beachten sind. Soweit mal ein bißchen was zu Qualität und Abstimmung.

    Gruß,
    Otwin
    Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

    #2
    Impedanzänderung bedeutet hier: Niedrige Impedanz=dickerer Draht und damit schwereres Gesamtkonstrukt, bestehend aus Spule, Magnet und Membrane. Höhere Impedanz=dünnerer Draht, damit am Ende leichter.
    Kleine Korrektur : bei gleicher Abstimmung, also gleich ausgelegter Membran-Bedämpfung (an 0R Quelle) und gleichem leistungsbezogenem Wirkungsgrad ist die Kupfermasse der Schwingspule zwangsläufig identisch, egal welche Kennimpedanz verwendet wird. Und wenn, wird eher die hochohmige Variante schwerer, da die Lackisolierung dort mehr Fläche und Volumen verbraucht. Natürlich wissen wir nicht, was Beyer genau gemacht hat... und nicht, wieviel Unsicherheit in den Messungen von headphone-com ist....
    Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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      #3
      Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
      Natürlich wissen wir nicht, was Beyer genau gemacht hat... und nicht, wieviel Unsicherheit in den Messungen von headphone-com ist....
      Du meinst, du weißt es nicht im Falle beyer DT. Warum kommt dann der Senf von dir, wenn du es nicht weißt? Ist nur mal ne Frage. Ich meine hier ging es doch um zwei beyer-Modelle. Warum dann erst der Hinweis, höhere Impedanz sei wegen XXX schwerer, um anschließend zu sagen: jedoch weiß ich nicht, wie es im Falle beyer ausschaut?
      Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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        #4
        Ja weißt du es denn, ob die Prämissen gegeben sind? Wenn sie gegeben sind (und das ist nicht unwahrscheinlich) gilt mein Statement.... und schützt Mitleser vor Aufnahme einer Falschaussage, nämlich dass die höherimpedante Spule automatisch deswegen leichter sei, nur weil der Draht dünner sei... dass der Draht auch länger werden muss hast du unterschlagen.

        Nimm eine 32Ohm Spule, wickel sie ab, spleiße sie auf und wickle neu. Doppelter Widerstand pro Spleiß, also 4-fach insgesamt. Länge hat sich verdoppelt. Der Dämpfungs/Antriebs-Koeffizient (BL)²/Re ist damit auch gleich, und eben die Masse sowieso.
        Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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          #5
          Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
          Ja weißt du es denn, ob die Prämissen gegeben sind? Wenn sie gegeben sind (und das ist nicht unwahrscheinlich) gilt mein Statement.... und schützt Mitleser vor Aufnahme einer Falschaussage, nämlich dass die höherimpedante Spule automatisch deswegen leichter sei, nur weil der Draht dünner sei... dass der Draht auch länger werden muss hast du unterschlagen.

          Nimm eine 32Ohm Spule, wickel sie ab, spleiße sie auf und wickle neu. Doppelter Widerstand pro Spleiß, also 4-fach insgesamt. Länge hat sich verdoppelt. Der Dämpfungs/Antriebs-Koeffizient (BL)²/Re ist damit auch gleich, und eben die Masse sowieso.
          Himmel Herrgott nochmal,

          Hast du eigentlich den Satz "Impedanzänderung bedeutet hier" auf das hier hin verstanden?

          Sag mal, soll das jetzt so weiter gehen, wie in x anderen Threads, wo sich wie ein Pitbull festgebissen wird? Irgendwie bekommen Leute wie du, die technisch versiert sind nicht wirklich die Biege. Du bist doch Freidenker - dann denk doch mal etwas freier und wenn du dir dann meine Abhandlung anschaust, wird es doch wohl von dir nicht zu viel verlangt sein, ein Verhältnis herzustellen. Das Verhältnis zwischen dem Teil mit dem Gewicht der 32 Ohm Spule und dem eigentlichen Tenor, der sich hier hauptsächlich mit dem Bereich Qualität und dem Bereich Abstimmung befasst.

          Ist das zu viel verlangt, selbst wenn auch im Falle beyer die 600 Ohm Spule das gleiche Gewicht hätte wie die 32 Ohm Spule, zu erkennen, dass dies nicht ein wesentlicher Teil des eigentlichen Themas bedeutet. Oder sollen wir jetzt den Kopfhörer bis zur letzten Messung auseinander nehmen mit allen Angaben der entsprechenden Messinstitute, dann tagelang darüber philosophieren, wer wie exakter sich dem Meßbaren angenähert hat usw?

          Die Aussagen bezüglich beider beyer Varianten kamen direkt von vor Ort aus der technischen Abteilung von einem Herrn, der direkt darin involviert ist. Wenn der mir nun eine falsche Angabe gemacht hat und die 600Ohm-Spule wäre gesamt nicht leichter als die 32Ohm-Variante, dann sorry, wurde mir etwas falsches mitgeteilt.

          Ich ergänze mal noch bezüglich deiner Bemerkung, dass sich wegen gleicher Spulen-Kupfermasse das Verhältnis nicht ändert und höchstens wegen größerer Menge an Lackauftrag das Gewicht insgesamt schwerer sei bei der 600Ohm-Variante: Aus der technischen Abteilung heraus kam die Stellungnahme, dass es Ziel sei, den Treiber mit 600 Ohm von der Gesamtmasse her leichter zu gestalten, um insgesamt das Gesamtkonstrukt leichter, schneller reagieren zu lassen. Da es sich hier aber um die identische Membrane handelt, blieb einzigst über, das Gewicht der Spule zu verringern. Und da die Spule mit der Membrane in direkter Verbindung steht, kann die Membrane mit weniger Gewicht als Rucksack leichter arbeiten. Nun muss ich erst mal davon ausgehen, dass diese Schilderung auch der Wahrheit entspricht.

          War's das dann mal soweit oder brauchst du Belege incl. aller Dokumente auch mögliche Patente und Gebrauchsschutz betreffend?
          Zuletzt geändert von lotusblüte; 04.11.2013, 20:13.
          Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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            #6
            Wieder einmal ein sehr interessanter Bericht von Dir, Otwin.
            Danke für Deine Arbeit.

            Gruß,
            Oliver
            Gruß,
            Oliver
            :bye2:

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              #7
              Zitat von Firefox1 Beitrag anzeigen
              Wieder einmal ein sehr interessanter Bericht von Dir, Otwin.
              Danke für Deine Arbeit.

              Gruß,
              Oliver
              Oliver,

              Keine Ursache. Die Zeilen sollten ein wenig auf diese beiden Bereiche hinweisen. Tiefste technische Hintergründe, warum auf den Millimeter gesehen das eine mit dem anderen wie in Abhängigkeit steht, kann ich eh nicht liefern - erstens hab ich so tief den Plan nicht davon, ich bin kein Techniker und zweitens geht es da um Dinge, die jeder Normalverbraucher nicht mehr begreifen würde. Man braucht sich nur mal die Zeilen des "mit K1000-Entwicklers" auf Headfi durchzulesen, um zu begreifen, wie schnell da Ende ist.

              Gruß,
              Otwin
              Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                #8
                Hi Hubert,

                http://www.head-fi.org/t/57805/history-of-the-akg-k1000

                Gruß,
                Otwin
                Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                  #9
                  Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
                  Aus der technischen Abteilung heraus kam die Stellungnahme, dass es Ziel sei, den Treiber mit 600 Ohm von der Gesamtmasse her leichter zu gestalten, um insgesamt das Gesamtkonstrukt leichter, schneller reagieren zu lassen. Da es sich hier aber um die identische Membrane handelt, blieb einzigst über, das Gewicht der Spule zu verringern. Und da die Spule mit der Membrane in direkter Verbindung steht, kann die Membrane mit weniger Gewicht als Rucksack leichter arbeiten. Nun muss ich erst mal davon ausgehen, dass diese Schilderung auch der Wahrheit entspricht.
                  Dann ist doch alles in Butter, und ich hatte in diesem konkreten Fall hierunrecht.
                  Mir war halt so beim Lesen, als würdest du auf den allgemeinen Fall bezug nehmen, ob der vorausgehenden Zeile "Interessant ist es auch an Hand der nächsten Grafik zu sehen, wie sich das Abstimmungsverhältnis verändert, wenn sich bei gleichbleibender Treiber-Qualität lediglich die Spulenimpedanz ändert."... es hat sich eben mehr als die Spulenimpedanz geändert, nämlich auch Kerndaten des ganzen Systems. das war halt nicht offensichtlich.
                  Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                    #10
                    Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
                    es hat sich eben mehr als die Spulenimpedanz geändert, nämlich auch Kerndaten des ganzen Systems. das war halt nicht offensichtlich.
                    Ja, aber du weißt doch selbst, dass unter der Betrachtung einer veränderten Impedanz - nun versetze dich in die Lage eines Laien, der sich außer der Veränderung der Ohm Zahl keinen weiteren Rückschluss auf weitere Daten bilden kann - zunächst nur diese 32 Ohm, 250 Ohm, 600 Ohm zur Kenntnis genommen werden. Würde man nun beginnen, dies exakt in Abhängigkeit zu ebenfalls veränderten Größen zu sehen, käme dies einer Abhandlung gleich, die richtig ins Detail geht. Das können Personen wie du leisten, weil du dafür den gesamten Kenntnisstand zur Verfügung hast und auch das dazu notwendige Verständnis mitbringst, um solche Dinge auch ableiten zu können.

                    Das mein Lieber wäre aber genau genommen ein Thema, wo sich glaube ich jeder Normalo oder Laie verabschieden müßte, weil

                    Klaus, ich weiß das schon, was du drauf hast.

                    Gruß,
                    Otwin
                    Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                      #11
                      Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
                      Kleine Korrektur : bei gleicher Abstimmung, also gleich ausgelegter Membran-Bedämpfung (an 0R Quelle) und gleichem leistungsbezogenem Wirkungsgrad ist die Kupfermasse der Schwingspule zwangsläufig identisch, egal welche Kennimpedanz verwendet wird. Und wenn, wird eher die hochohmige Variante schwerer, da die Lackisolierung dort mehr Fläche und Volumen verbraucht. Natürlich wissen wir nicht, was Beyer genau gemacht hat... und nicht, wieviel Unsicherheit in den Messungen von headphone-com ist....
                      Welchen Messverstärker nimmt der eigentlich...der Messverstäker sollte schon sehr niederohmig und dabei linear sein....? Beim Tieftonverhalten braucht man noch das Phasendiagramm vom KH....
                      Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

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                        #12
                        Zitat von lotusblüte Beitrag anzeigen
                        Ja, aber du weißt doch selbst, dass unter der Betrachtung einer veränderten Impedanz - nun versetze dich in die Lage eines Laien, der sich außer der Veränderung der Ohm Zahl keinen weiteren Rückschluss auf weitere Daten bilden kann - zunächst nur diese 32 Ohm, 250 Ohm, 600 Ohm zur Kenntnis genommen werden. Würde man nun beginnen, dies exakt in Abhängigkeit zu ebenfalls veränderten Größen zu sehen, käme dies einer Abhandlung gleich, die richtig ins Detail geht. Das können Personen wie du leisten, weil du dafür den gesamten Kenntnisstand zur Verfügung hast und auch das dazu notwendige Verständnis mitbringst, um solche Dinge auch ableiten zu können.

                        Das mein Lieber wäre aber genau genommen ein Thema, wo sich glaube ich jeder Normalo oder Laie verabschieden müßte, weil

                        Klaus, ich weiß das schon, was du drauf hast.

                        Gruß,
                        Otwin
                        Otwin man könnte es aber auf der Homepage von innerfidelity bzw headphone.com in einem Grundlagenartikel erläutern was dahintersteckt....

                        Es geht dann nicht darum das dort ein Leser mal eben einen Masterstudiengang durchzieht, sondern das zumindestens die Grundzusammenhänge klarer werden....

                        Den Grundzusammenhang was bei KHVs mit größerer Ausgansimpedanz passieren kann hatte ich an der Stelle schonmal kurz und knapp umschrieben...
                        http://www.open-end-music.de/vb3/sho...17&postcount=8
                        Zuletzt geändert von Truesound; 04.11.2013, 22:38.
                        Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

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                          #13
                          Zitat von Truesound Beitrag anzeigen
                          Otwin man könnte es aber auf der Homepage von innerfidelity bzw headphone.com in einem Grundlagenartikel erläutern was dahintersteckt....

                          Es geht dann nicht darum das dort ein Leser mal eben einen Masterstudiengang durchzieht, sondern das zumindestens die Grundzusammenhänge klarer werden....

                          Den Grundzusammenhang was bei KHVs mit größerer Ausgansimpedanz passieren kann hatte ich an der Stelle schonmal kurz und knapp umschrieben...
                          http://www.open-end-music.de/vb3/sho...17&postcount=8
                          Truesound (Mensch, ich würd dich mal lieber bei deinem Vornamen nennen, immer die blöden Nicks)

                          Das ist mir alles klar und glaube mir, eine begrüßenswerte Sache, an Hand von Messungen nicht im dunkeln tappen zu müssen - abgesehen von dem, was man sich nun wirklich unschwer mit zwei gesunden Ohren erarbeiten kann, ohne das subjektive Teufelchen ran zu lassen.

                          Aber, aber, aber - du weißt doch selbst, zu was das am Ende führt. Wenn es einmal los geht, die technische Erklärung, Erläuterung, Zusammenhang, dann folgt doch auf ein Post das nächste. Im yAudio Thread hast du doch gesehen, wie schnell dann bei elektrischen Zusammenhängen ein Post das nächste jagt.

                          Das ist aber hier nicht Sinn und Zweck der Angelegenheit. Es soll hier in erster Linie immer noch ein Bereich sein, in welchem all das, was wir per Gehör erfahren, auch als Themenfokus bestehen bleiben, auch wenn der Techniker das so nicht alles übernehmen kann.

                          Und außerdem, du siehst doch selbst an Hand einem simplen Beispiel - der Funk Platine. Am Ende würde es genau darüber Streit geben, geben müssen ganz einfach. da geht gar kein Weg dran vorbei.

                          Du beweißt mir per Daten, dass da nicht noch das ist, über was ich "schwurbele", wenn ich von erwachsenem Kino rede, das die Funk so nicht hinlegt - aus meiner Sicht.

                          So und ich sage dir dann trotz all deiner Messdaten - Teenagerliga.

                          Wo bitte denkst du denn, sollte eine solche Thematik enden? Über ganze Jahre hinweg wird sich um genau dieses Thema gestritten mit welchem Ende? Doch dem, dass die größere Akzeptans beim rein gemessenen bleiben wird, weil der Techniker mit dem datenblatt winkt und doch durch die Blumen sagt: Alles weitere ist für mich nicht greifbar, nicht beweißbar und dad jibbet dann och net.

                          Haben wir alles hinter uns mit bisher keinem Erfolg. Deshalb muss man sich entscheiden, entweder für das eine oder das andere. Es gibt keinen Techniker, der auf mehr schwört als seine Messergebnisse.

                          deshalb, das bringt aus meiner Sicht nichts.

                          Ich nehme hier mal einen Satz von dir aus einem gerade laufenden anderen Thread - der Kontext spielt dabei jetzt keine Rolle:

                          "Hören kann jeder wie und womit er will -keine Frage....besser ist aber wenn die Entscheidung dann auch auf bewußtem Wissen beruht"

                          Siehst du. Das meine ich. Du wirst niemals etwas anderes gleichsetzen dem, auf was sich deine ganze Überzeugung aufbaut. Und genau deshalb würden so ellenlange technische Abhandlungen die nächsten bedingen usw. Und du müßtest am Ende immer genau gegen das an übers Gehör entstandener Aussage halten, dort wo laut deinen Daten nichts sein kann.

                          :stop:

                          Nein, möchte ich so nicht, ganz davon abgesehen, dass es für mich eh nicht aussagekräftig genug ist. Was man aber tun könnte, da ich dir nicht unrecht gebe, lediglich keinen Sinn darin sehe, diese Dinge im gleichen Thread unter zu bringen, wäre das, was du oben gemacht hast, einen entsprechenden Link setzen. Einen Link zu einer Abhandlung, die aus technischer Sicht Licht in das Thema bringt. Dem wäre ich nicht abgeneigt. Oder mach ganz einfach einen Thread, beispielsweise: Kopfhörer und technische Zusammenhänge. So könnte man beim entsprechenden Thema auf diesen Thread immer einen Link setzen.

                          Gruß,
                          Otwin
                          Zuletzt geändert von lotusblüte; 05.11.2013, 09:48.
                          Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                            #14
                            Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
                            Dann ist doch alles in Butter, und ich hatte in diesem konkreten Fall hierunrecht.
                            Mir war halt so beim Lesen, als würdest du auf den allgemeinen Fall bezug nehmen, ob der vorausgehenden Zeile "Interessant ist es auch an Hand der nächsten Grafik zu sehen, wie sich das Abstimmungsverhältnis verändert, wenn sich bei gleichbleibender Treiber-Qualität lediglich die Spulenimpedanz ändert."... es hat sich eben mehr als die Spulenimpedanz geändert, nämlich auch Kerndaten des ganzen Systems. das war halt nicht offensichtlich.
                            Hi,

                            Im Falle beyerdynamic ist es tatsächlich so, dass die Spulenmasse beim 600 Ohm Modell incl. größerer Drahtlänge und der ersten Lackschicht sowie der darüber liegenden thermischen Schicht um ca. 7% leichter ist als bei der 32 Ohm Variante. Die magnetische Dichte wächst auch um ca. 7-8%. Würde man es als Gesamtertrag zusammenfassen, läge die Ausbeute bei etwa um die 15%. Noch tiefer rein werde ich jetzt aber nicht gehen.

                            Gruß,
                            Otwin
                            Zuletzt geändert von lotusblüte; 06.11.2013, 11:16.
                            Mysphere 3.1 from 1989 to 2017

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                              #15
                              Danke für die Info, Otwin.
                              Es ergibt sich dadurch ein klareres Bild. Weniger bewegte Masse, erhöhte Fußdichte (weil der Magnetspalt etwas schmaler werden konnte, offenbar), daurch immer noch ähnliche Dämpfung... resultiert dann idT in ähnlichem Bass/Mitteltonverhalten aber etwas mehr Output in den Höhen (wegen der geringeren Masse).
                              Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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