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RCA-Switcher als Umschalter für Coax-SPDFI ?

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    RCA-Switcher als Umschalter für Coax-SPDFI ?

    Hallo zusammen,

    mal eine ganz "schräge" Frage: Lassen sich handelsübliche RCA-Audio-Switcher (mit Relais) eigentlich auch zur Umschaltung von SPDFI-Coax verwenden ?
    Gruß

    Patrik


    Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

    #2
    Hi Patrik,


    Antwort von Radio Eriwan: "Im Prinzip jeiiin, aaaber..."

    An den Kontaktübergängen im Relais kann es aufgrund des nicht angepassten Wellenwiderstandes zu Rückspiegelungen des SPDIF-Signales in Richtung Sender kommen. Diese Signale vermischen sich... also interferieren... mit dem Ursprungssignal und können dieses deformieren bzw. "neue Rechtecke" hinzufügen an unerwarteten Stellen, wo sie nicht hingehören.

    Das kann sich gehörmäßig als Knistern im Audiosignal bemerkbar machen bis hin zu kompletten Verlust der Synchronisation des SPDIF-Recieverbausteines des nachfolgenden DAC.

    Je nachdem wie stark sich dieser Effekt in der Praxis auswirkt bzw. wie störungsresistent die Eingangsschaltung bzw. die PLL des Recieverbausteines ausgelegt ist, kann das aber auch - abseits aller Theorie und akademischer Betrachtungsweise - je nach Anspruch hinreichend gut funktionieren.

    Versuch macht kluch. Hast Du einen solchen Umschalter gerade mal zur Hand?


    Besten Gruß...


    - der Jörch -
    Zuletzt geändert von agentlost; 12.11.2019, 17:45.
    Oberste Prämisse soll sein, den chronisch unreflektierten Abusus ressortspezifischer Terminologien zumindest während einer temporär befristeten Evaluationsphase auf ein Minimum zu reduzieren.

    Kommentar


      #3
      Hallo Jörch,

      danke für deine hilfreiche Rückinfo :dank: Ich glaub, dann lass ich das mal doch lieber sein :grinser:
      Gruß

      Patrik


      Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

      Kommentar


        #4
        Hallo Patrik,

        ich habe seit vielen Jahren den elektronischen SPDIF/TOSLINK Umschalter/Umsetzer CAS-2.V3SE von Funk Tonstudiotechnik mit gutem Erfolg im Einsatz, dessen Nachfolger hier beschrieben ist. Für Dich wahrscheinlich Overkill, aber es gibt sicher auch kleinere und günstigere von anderen Herstellern.

        Nur so als Tipp... rost:

        Grüße,
        Winfried
        Perception is Reality!

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          #5
          auch "handelsunübliche" Relaisumschalter kann man verwenden.


          Conrad Relaiskarte mit bi-stabilen Relais bestückt und angesteuert über http://www.hanneslux.de/avr/pollin_ir8/index.html. Geht.


          Im damaligen Zustand meiner Anlage habe ich keine Klangeinbuße festgestellt - oder wollte sie nicht feststellen, weil IR so schön bequem ist (siehe mein Funk).


          Wie der Jörch schrieb: "Versuch macht kluch."

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            #6
            Das kann sich gehörmäßig als Knistern im Audiosignal bemerkbar machen bis hin zu kompletten Verlust der Synchronisation des SPDIF-Recieverbausteines des nachfolgenden DAC.
            Vom Ergebnis her hört sich das an wie Jitter auf dem Signal.
            Erst bemüht man sich, eine möglichst "schöne" Signalform zu generieren und durch die Weiterleitung möglichst wenig zu deformieren und dann quält man das arme Signal durch solche fragwürdigen Switche.
            Selbst den Funk hört man heraus, wenn er eingeschleift ist.

            Gruß, Kai
            PS: Auf den Verhau vom Ulli gehe ich lieber nicht ein, ich stufe das mal als Jugendsünde eines älteren Herren ein und lege den Mantel des gnädigen Schweigens darüber.

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              #7
              Hi Kai,

              Zitat von aston456 Beitrag anzeigen
              ...Selbst den Funk hört man heraus, wenn er eingeschleift ist...
              Wie äußert sich das deiner Meinung nach? Ich hab den Funk Umschalter auch in meiner Anlage. Laut Funk optimiert das Gerät die Flanken des Signals, es sollte also potentiell eher besser werden....
              Gruß
              söckle

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                #8
                Wie ich schon ausgeführt habe, hört sich das wie Jitter respektive wie eine hochfrequente Überlagerung an.


                Wenn da nicht sowas wie hier beschrieben https://www.aktives-hoeren.de/viewto...7d6c1&start=60 eingebaut ist, dann können die Signalflanken nicht optimiert werden.
                Schon gar nicht mit irgendwelchen Ausgangsübertragern.


                Der XLR-Ausgang hat nun einen eigenen Ausgangstreiber - ich habe mich für den 6fach-Inverter 74AC04 entschieden. Er kann Flanken mit einer Steilheit von wenigen ns und ordentlich Strom liefern. Ich schalte den ersten Inverter als Schmitt-Trigger zur Entkopplung vom Cinch-Netzwerk und treibe damit je zwei parallel geschaltete Inverter, die auf das passive Ausgangsnetzwerk gehen. Zwei dieser Ausgangsstufen kriegen noch den verbleibenden sechsten Inverter davor, so dass zwei Gatter Pin 2 und zwei das spiegelbildliche Signal an Pin 3 liefern. Solche Schaltungen sind im Prinzip ein alter Hut, aber was dann immer wieder gerne falsch gemacht wird:

                Der negative Ausgang hat einen Inverter mehr im Signalweg als der andere, und jedes Gatter bewirkt eine kleine Signalverzögerung. Deshalb muss man im positiven Pfad ein einstellbares Verzögerungsglied einfügen, und dafür kann man ganz einfach ein RC-Glied nehmen mit ein paar 100 Ohm und ein paar pF. Damit erklärt sich der blaue kleine 20Gang-Präzisionstrimmer auf der Platine, der mit Sicherungslack in seiner Stellung fixiert ist. Damit kann man die Flankensteilheit perfekt einstellen - man sieht auf dem Oszi, wie sich beim Drehen des Potis ein Minimum in der Anstiegszeit ergibt. Die erzielbare Steilheit ist damit ähnlich wie die des Cinchausgangs.
                Das selbe Prinzip gilt auch für Cinch.


                Gruß,
                Kai

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                  #9
                  ...mit welcher Hardware Funk arbeitet weiß ich natürlich nicht. Aber er dokumentiert ziemlich ausführlich:

                  http://www.funk-tonstudiotechnik.de/digium.htm

                  Im Manual auf Seite 6 ist zu den Flanken eine Grafik zu sehen. Jitter ist auch dokumentiert...
                  Gruß
                  söckle

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                    #10
                    Hallo Kai,
                    Zitat von aston456 Beitrag anzeigen
                    dann können die Signalflanken nicht optimiert werden.
                    der CAS-2 stellt einen "Duty-Cycle" 50:50 ein. Das ändert das Spektrum des Signals. Vermutlich eine sinnvolle Maßnahme.
                    Zitat von aston456 Beitrag anzeigen
                    PS: Auf den Verhau vom Ulli gehe ich lieber nicht ein, ich stufe das mal als Jugendsünde eines älteren Herren ein und lege den Mantel des gnädigen Schweigens darüber.
                    Sehr gnädig.rost:
                    Wollte zwei Dinge zum Ausdruck bringen:
                    • nur, weil etwas "geht", muß es nicht gut sein
                    • es irrt der Mensch, solang er strebt. (Goethe)
                    Beste Grüße
                    Ulli

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                      #11
                      Zumindest die Koaxialausgänge = Cinchausgänge haben Übertrager am ausgang vorgeschaltet, wie man hier http://www.funk-tonstudiotechnik.de/CAS-2.V4-INFO.pdf im Blockschaltbild erkennen kann.
                      Und Übertrager verschleifen das SPDIF Signal.


                      Möglicherweise ist die sog. Duty Cycle Korrektur so etwas ähnliches, wie der Gert entwickelt hat, dann sind die Ausgangsübertrager aber kontraproduktiv und ich frage mich, wo Funk das grüne Signal gemessen hat.

                      Ich habe den Vorgänger "gehört" und man konnte ziemlich genau heraushören, wann er im Signalweg war und wann nicht.
                      Und wenn das die einzigen Verbesserungen sind
                      Verbesserungen gegenüber Vorgänger CAS-2.V3/SE:
                      1. Die Überspielebene ist jetzt auch abschaltbar
                      2. Die Intensität der LEDs ist intern stufenlos einstellbar
                      , dann hat sich daran auch nichts geändert.
                      Weiterhin gilt zu bedenken, daß man sich weitere "Stoßstellen" für Reflexionen des Signals einhandelt, wenn man Cinch-Kabel in Cinch-Buchsen stöpselt, anstatt ein ungeteiltes Cinch-Kabel von A nach B zu legen.

                      Cinch ist einfach MURKS, wenn es um korrekte Impedanzen und Reflexionen geht. BNC ist die Steckernorm der Wahl.

                      Das PCM SPDIF Signal ist eine empfindliche Pflanze, die man sorgsam behandeln muss, damit sie nicht verwelkt. :grinser:

                      Viele High-Ender betreiben einen riesigen Aufwand mit ultrateuren Analogkabeln und teuren Wandlern, um dann das Signal durch zu kurze (Reflexionen) Digitalkabel oder durch irgendwelche sonstigen Signalverhunzer zu schicken und wundern sich dann, daß es immer noch mies klingt.


                      Gruß,
                      Kai

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                        #12
                        Zitat von modmix Beitrag anzeigen
                        der CAS-2 stellt einen "Duty-Cycle" 50:50 ein. Das ändert das Spektrum des Signals.

                        Und technisch passiert das WIE, lieber Ulli?


                        Gruß,
                        Kai

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                          #13
                          ^ Die Duty-Cylce-Korrektur findet sich in jedem Digitalgerät von Funk. Also eins besorgen und den betr. Schaltungsteil reverse-engineeren wenn man wissen will wie er das macht ;-)
                          Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                            #14
                            Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
                            ^ Die Duty-Cylce-Korrektur findet sich in jedem Digitalgerät von Funk. Also eins besorgen und den betr. Schaltungsteil reverse-engineeren wenn man wissen will wie er das macht ;-)

                            Du weißt doch sonst immer alles (besser), da wirst Du uns doch jetzt nicht im Stich lassen?

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                              #15
                              Morgen Kai,,
                              Zitat von aston456 Beitrag anzeigen
                              Vom Ergebnis her hört sich das an wie Jitter auf dem Signal.Auf den Verhau vom Ulli gehe ich lieber nicht ein, ich stufe das mal als Jugendsünde eines älteren Herren ein und lege den Mantel des gnädigen Schweigens darüber.
                              Brauchst du aber nicht. Dies sieht absolut professionell aus.(ohne Smiley)
                              Bei jedem Profi sieht das in der Entwicklungsphase eines Gerätes so aus (sog. "Igel").
                              rost:

                              Gruss

                              Thomas
                              http://www.highfidelity-aus.berlin/
                              Gewerblicher Teilnehmer

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