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Fritzbox Tuning-Tipp: WLAN-Funktion outsourcen

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    Fritzbox Tuning-Tipp: WLAN-Funktion outsourcen

    Liebe Hörsportfreunde,

    ich hätte nicht mit so einem großen Klanggewinn gerechnet, weshalb ich hier kurz davon berichten will.

    Zum Ausgangspunkt: Neulich habe ich meine Fritzbox 7490 mit einem Beci-Netzteil aufgerüstet und eine deutliche Verbesserung des Streaming-Klangs (Tidal und NAS-Bibliothek) meiner Kette festgestellt. Weitere große und kleine Maßnahmen haben in den vergangenen Tagen für ein zusätzliches Plus gesorgt.

    Als Home Officer hatte ich das Problem, dass meine Fritzbox auf meinem Schreibtisch steht, etwa einen halben Meter von mir entfernt. Wenn meine Frau per Smartphone das WLAN nutzt, strahlt mir das hier am Schreibtisch die Birne voll, was nicht so gesund sein soll. Da ich jetzt viel mehr Zeit daheim am Schreibtisch verbringe, wollte ich das ändern.

    Also habe ich mir für 15 € einen gebrauchten Wireless Access Point (WAP) besorgt. Ein Kästchen mit 2 Antennen, das irgendwo in der Wohnung ein neues WLAN aufspannt. Ich habe es per LAN-Kabel mit einer Devolo-Dose in der Steckdose im Wohnzimmer verbunden (an einem Switch hat’s nicht funktioniert) und die WLAN-Funktion der Fritzbox abgeschaltet.

    Die vage Hoffnung nebenbei war, dass so die HF-Strahlung in der Fritzbox deutlich reduziert wird und sich dadurch der Klang verbessert. Abschalten kann ich das WLAN zum Musikhören in der Fritzbox schon aber nicht grundsätzlich, weil ich meinen Streamer per Smartphone und WLAN steuern muss. Das Ergebnis hat meine Erwartungen deutlich übertroffen: Hörbar mehr Raum zwischen den Instrumenten, die Bühne ist nach oben gewachsen, die Musik klingt noch dreidimensionaler, Töne kommen jetzt ab und zu sogar aus anderen Richtungen, es sind noch weniger Schärfen vorhanden und die Musik macht noch mehr Spaß. Ich bin echt begeistert. Falls Ihr Euren Router bisher noch mit WLAN nutzt und noch so einen WAP herumliegen habt, könnt Ihr es ja mal ausprobieren. Bei mir hat das Outsourcing der WLAN-Funktion echt was gebracht. Als Streamer nutze ich den Moon MiND 180, als DAC den Audio-GD NFB-7 sowie eine ganze Armada von Netzfiltern und einige JSSG-Abschirmungen.

    Gruß
    Stefan
    Zuletzt geändert von Lichtstrom; 21.03.2020, 10:48.
    Krisenzeit ist Schlaumeierzeit.

    #2
    Zitat von Lichtstrom Beitrag anzeigen

    Also habe ich mir für 15 € einen gebrauchten Wireless Access Point (WAP) besorgt. Ein Kästchen mit 2 Antennen, das irgendwo in der Wohnung ein neues WLAN aufspannt. Ich habe es per LAN-Kabel mit einer Devolo-Dose in der Steckdose im Wohnzimmer verbunden (an einem Switch hat’s nicht funktioniert) und die WLAN-Funktion der Fritzbox abgeschaltet.
    Hallo Stefan,

    freut mich für Dich, dass die Änderung bei Dir einen großen Klanggewinn gebracht hat! Daran sieht man mal wieder, (fast) jeder Fall liegt anders.

    Denn eigentlich hätte ich Dir von so einer Devolo-Dose abgeraten. Dadurch werden die Stromleitung zur Antenne. > https://www.teltarif.de/powerline-de...ews/59169.html

    Außerdem wird der Störgrad des WLAN gemeinhin überschätzt. Die Strahlungen eines Handys sind schon bedeutend stärker. > https://www.futurezone.de/digital-li...ne-Router.html

    Aber letztlich entscheidend ist natürlich, dass Dir der veränderte Klang besser gefällt.

    VG Uli

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      #3
      Hi Uli,

      danke für Deinen Hinweis! Ich kann ehrlich gesagt überhaupt nichts Schlechtes über die Devolo-Dosen sagen. Hab auch schon viel Schlechtes gelesen. In der Praxis merke ich nichts davon. Bei Gelegenheit – man hat ja jetzt für Vieles Zeit – werde ich mal den Vergleich mit einer 20 m LAN-Kabel-Direktverbindung zwischen Router und Streamer machen. Oder meine Weltempfänger-Sammlung für ein paar Störungstests missbrauchen. :-) Da ich schon immer mit Devolo höre, kenne ich es nicht anders. Muss aber sagen, dass ich es nie für möglich gehalten habe, dass meine Kette zu so einer Klangqualität fähig ist. Musik macht so dermaßen Spaß damit, einfach nur super.

      Gruß
      Stefan
      Krisenzeit ist Schlaumeierzeit.

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        #4
        Zitat von maasi Beitrag anzeigen
        Aber letztlich entscheidend ist natürlich, dass Dir der veränderte Klang besser gefällt.
        Nee, das natürlich nicht. Es bringt ja nix, den Abstand zum WLAN-Sender zu reduzieren (was Sinn der Aktion war wg. Gesundheit) und sich dafür eine stärkere Strahlungsquelle ins Haus zu holen. Klang ist schon wichtig, aber Gesundheit ist noch wichtiger. Ich werde mal ein paar Tests machen.
        Krisenzeit ist Schlaumeierzeit.

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          #5

          Hallo Namensvetter

          Eine ähnliche Idee hatte ich ebenfalls. Eine Variante war, das alles, was sich in Routernähe befindet, vom Router als Wlan-Sender "bestrahlt" wird.
          Dies konnte ich mit dem JSSG Schirm auch klar deutlich hörbar reduzieren. Wäre es denkbar, das sich das gleiche bei Dir abspielt,
          und die neue, entfernte Sendeantenne nicht mehr direkt in die Kabel und alles in Routernähe einstreuen kann ?
          Liegt deine Devolo Box auf der gleichen Strom-Phase wie die Anlage? Und gleiche Frage für den Router.
          Müsste mir auch mal solch einen WAP besorgen und ihn abseits aller Kabel aufgestellt mal ausprobieren. Mein Streamer reagiert hörbar auf derlei Veränderungen.
          Freu mich für dich, wenn Onlinedienste nun endlich mit hoher Qualität ankommen.

          Gruss
          Stephan
          Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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            #6
            Hallo Stephan,
            ja, die Idee war, das HF-strahlende Element, die WLAN-Funktion, aus dem Gerät auszulagern, das die eingehenden digitalen SIgnale zentral verarbeitet und weiterleitet. Dass durch die integrierte WLAN-Funktion Qualitätsverluste entstehen, das hatte ich laienhaft vermutet. Dass Kabel darüber hinaus mit bestrahlt werden können, stimmt natürlich, war für mich aber erstmal sekundär. Davon abgesehen habe ich in die Fritzbox eingehende Kabel (Strom und DSL) per JSSG geschirmt. Der Klang meiner Kette war für ihre Verhältnisse bisher schon ziemlich gut.

            Der WAP befindet sich jetzt im Wohnzimmer auf halber Strecke zum Streamer, allerdings auch nur etwa einen Meter von einem dazwischengeschalteten Switch entfernt. Switch und WAP werden dazu noch vom selben Devolo-Gerät gespeist. Alles ziemlich suboptimal, deshalb habe ich auch mit keiner hörbaren Verbesserung gerechnet. Immerhin ist das Netzwerk-Kabel dreifach geschirmt. Wie gesagt: Eine Klangverbesserung war auch nicht das primäre Ziel der Übung.

            Ob die Devolo-Box auf der selben Stromphase liegt, wie die Anlage? Davon gehe ich aus. Ich habe an der Installation nichts verändert.

            Ich kann mir gut vorstellen, dass der Einsatz eines WAPs bei Dir etwas bringt, erst recht, wenn Dein Streamer sensibel auf HF-Einstrahlung reagiert. Einen Versuch ist es sicher Wert, die WAPs sind ja wirklich günstig zu kriegen.

            Schöne Grüße
            Stefan
            Zuletzt geändert von Lichtstrom; 22.03.2020, 00:23.
            Krisenzeit ist Schlaumeierzeit.

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