Announcement

Collapse
No announcement yet.

Rauschen von Steckernetzteilen

Collapse
X
 
  • Filter
  • Time
  • Show
Clear All
new posts

    Rauschen von Steckernetzteilen

    Hatte kürzlich Gelegenheit, das Rauschen eines ifi iPower Netzteil 5V mit einem 5V-Netzteil zu vergleichen, daß bei einem kleinen HDMI2NF-Adapter mitgeliefert wurde. Hier das Rauschspektrum der Teile im Leerlauf (y-Achse nicht geeicht):
    • grün: HDMI2NF Beipack
    • gelb: iFi
      • woher kommen die 3kHz und Vielfache?...
    Hätte nicht gedacht, daß der Unterschied so groß ausfällt.
    Ulli

    #2
    Hallo Uli,

    sieht so aus als wären die 3kHz schon die 1. Vielfache der 1,5kHz Delle?
    Wäre jetzt interessant ob sich die Unterschiede auch klanglich auswirken...

    Gruss Marc
    Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

    Comment


      #3
      Im Leerlauf gemessen? Was soll uns das sagen? Könntest du den Messaufbau mal schildern - danke.

      Comment


        #4
        Originally posted by boxworld View Post
        Wäre jetzt interessant ob sich die Unterschiede auch klanglich auswirken...
        Habe noch kein Hörergebnis des Eigentümers - wäre nicht überrascht, wenn es mit iFi besser (im üblichen Sinne feif spielt.
        Was natürlich nur dann mit dieser Messung als ursächlich für den Klangunterschied in Verbindung gebracht werden kann, wenn das er einzige Unterschied der beiden Steckernetzeile ist...:teach:

        Originally posted by matia100 View Post
        Im Leerlauf gemessen? Was soll uns das sagen?
        Da hast Du natürlich recht - wichtiger wäre das Verhalten unter realer Belastung.

        Bei Belastung mit Mundorf 22R (ohne audiophilen Widerstand messe ich natürlich nicht :mussweg:- war gerade zur Hand) ändern sich die Spektren mächtig (der Unterschied bleibt in der Tendenz). Habe ich in der Kürze der Zeit nicht weiter erfaßt :huld:

        Originally posted by matia100 View Post
        Könntest du den Messaufbau mal schildern - danke.
        Steckernetzteil am Trenntrafo (um Erdschleifen zu vermeiden). Ausgang der Steckernetzteile kapazitiv gekoppelt an LowNoiseAmp (x100 - von einem Bekannten aufgebaut). Ausgang des LowNoiseAmp über 10Hz HP an Lynx L22 zum Ansehen mit Arta.

        Ulli

        Comment


          #5
          Hallo Marc,
          Originally posted by boxworld View Post
          Wäre jetzt interessant ob sich die Unterschiede auch klanglich auswirken...
          Das tun sie.
          Ich habe die Ifis hier vor einem Monat in einem anderen Thread schon früher empfohlen:
          "Ich habe inzwischen in meiner Anlage zwei dieser Steckernetzteile (für DAC und Netzwerkplayer) durch die von iPower ersetzt.
          Kann ich nur weiterempfehlen. Kosten knapp unter €50 pro Stück und lösen das Problem an der Ursache. Selbermachen lohnt nicht."

          Das Schöne daran ist, man kann sich für das damit ausgerüstete Gerät schon mal ein eventuelles Netzfilter sparen und hat gleichzeitig die technisch optimale Lösung (zumindest für das betreffende Gerät).
          Ebenso wie Uli habe ich dramatisch bessere Werte (fast 50dB mehr Störungsdämpfung als bei üblichen Steckernetzteilen) gemessen.
          Das ist zumindest bei mir sofort hörbar.

          Gruss

          Thomas
          http://www.highfidelity-aus.berlin/
          Gewerblicher Teilnehmer

          Comment


            #6
            Moin Thomas,

            welcher echte "High Ender" benutzt Steckernetzteile :clowni:
            Ich kenne Ifi, habe ich am Raspi rost:

            Gruss Marc
            Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

            Comment


              #7
              Hallo Marc,
              Originally posted by boxworld View Post
              Moin Thomas,
              welcher echte "High Ender" benutzt Steckernetzteile :clowni:
              Die ganz echten.
              Mir jedenfalls ist der Gedanke, das herumsauende SNT außerhalb des Gerätes und möglichst weit weg von der Schaltung zu haben, nicht unsympathisch.
              rost:

              Gruss

              Thomas
              http://www.highfidelity-aus.berlin/
              Gewerblicher Teilnehmer

              Comment


                #8
                Netzteil für AVM Fritzbox 7490

                Hallo Leute,

                weil es hier gerade thematisch reinpasst, stelle ich mal eine Frage.

                Da ich meine Musik fast nur noch über WLAN streame, versorge ich meine Fritzbox über ein hochwertiges Linearnetzteil mit Strom. Nun möchte ich das Linearnetzteil für andere Zwecke freihaben und auf eine geeignete Lösung downgraden. Keinesfalls will ich aber das Standard-Steckernetzteil von AVM zurück!

                Ich hatte schon fast das ifi iPower 12V dafür bestellt, doch durch das Verkaufsangebot von Andi habe ich gestern gesehen, dass das iPower für meine Fritzbox 7490 - die braucht 12 V, 2,5A - wohl nicht geeigent ist.

                Welches bezahlbare Netzteil, das sauberen Strom ohne HF-Müll liefert, wäre für die Fritzbox 7490 geeignet?

                VG Uli rost:

                Comment


                  #9
                  Wie lange sind die Kabel? Finde dazu nichts.

                  Zu dem proklamierten 1uV Noise, das ist natürlich ein absolut exzellenter Wert und ich weiß wie hart es ist das zu schaffen (Selbstbau lohnt nicht, da hat Thomas ganz recht), aber eine Engstelle ist das Kabel+Stecker bzw die Übergangswiderstände allgemein.

                  Bei angenommen 10mOhm steigt das Rauschen, also die Fehlerspannung, auf 1mV (das tausendfache) bei einem Lastwechsel von 100mA im Verbraucher. Oder anders gesagt, der Verbaucher darf dann maximal 100uA lastwechsel-bedingte Stromänderungen aufweisen damit er noch etwas hat von dem spektaklär gutem Wert.

                  Die Netzteile sind ja Schutzklasse II (macht auch Sinn), da wäre eine wichtige Angabe der Ableitstrom bzw die Ableitkapazität, welche den Common-Mode-Rauschanteil bestimmt (der im Verbraucher keineswegs unwichtig ist, je nach Konstruktion und Verkabelung), der das Gesamtergebnis schnell dominieren kann.

                  Einfache Schaltnetzteile haben da gern mal mehrere hundert pF als EMV-Kondensator zwischen Primär- und Sekundärseite des Hochfrequenztrafos, das ist natürlich eine Katastrophe und mEn *der* Hauptgrund warum Schaltnetzteile so verrufen sind, während das differentielle Eigenrauschen im Audiobereich nicht so wichtig ist (die HF-Spikes müssen natürlich weg sein).

                  SNT mit medizinischer Zulassung sind da schon besser, aber bis man was findet was im Bereich weniger 10pF liegt kann man eine Weile suchen. Erst damit kann man die Vorteile von diffenentieller Ultra-Low-Noise-Spezifikation auch unter allen Umständen voll ausnutzen.
                  Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

                  Comment


                    #10
                    Hallo ,
                    Originally posted by maasi View Post
                    Ich hatte schon fast das ifi iPower 12V dafür bestellt, doch durch das Verkaufsangebot von Andi habe ich gestern gesehen, dass das iPower für meine Fritzbox 7490 - die braucht 12 V, 2,5A - wohl nicht geeigent ist.

                    Welches bezahlbare Netzteil, das sauberen Strom ohne HF-Müll liefert, wäre für die Fritzbox 7490 geeignet?
                    Die zweitbeste Lösung (nach IPower) wäre vielleicht der DCiPurifier, gleiche Technik, aber als Vorschaltgerät für übliche SNTs.
                    Macht bis 84W mit. Hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.
                    Bei Amazon €109,-.

                    Gruss

                    Thomas
                    http://www.highfidelity-aus.berlin/
                    Gewerblicher Teilnehmer

                    Comment


                      #11
                      Ripple & Noise

                      Nach diesem Messaufbau hat ein Beipacknetzteil von Nokia (AC-10E 5V/1.2A) um 265mV, die Ladegeräte von Apple 10W USB-Lader für um €10,-- in der Bucht mit um die 70-80mV schon deutlich weniger Rauschen, und die viel teuren Laborgeräte haben im übrigen nur leicht weniger Rauschen als die Apple-Lader.

                      http://www.crazy-audio.com/2013/09/r...-the-5v-rails/

                      Die medizinisch zugelassenen Netzteile haben alle regelmässig wieder um die 100-111mV Rauschen bei der 5V-Version, wie diese Beispiele zeigen:

                      http://www.neumueller.com/datenblatt...MDS-060AAS.pdf
                      http://store.dehner.net/WebRoot/ePag.../DUE15WCP1.pdf
                      http://store.dehner.net/WebRoot/ePag...FB1/atm030.pdf

                      Fragt sich nur, ob der Schritt von 70-80mV des Apple USB-Lader zum 1mV des iFi iPower wirklich hörbar ist ....

                      Comment


                        #12
                        Tach Gemeinde,
                        Wie der von mir hoch geschätzte Power-Supply-Guru Steven M. Sandler zu erläutern pflegt, ist für die Applikation ausschließlich wichtig, was am Ende beim Verbraucher ankommt.
                        Was bringt ein vergleichsweise geringer Rauschteppich, wenn ein Lastsprung zu Nachschwingen führt, was hilft eine wunderbare Sprungantwort im Leerlauf, wenn die später angeschlossene Last das Regelverhalten der Regelschleife noch beeinträchtigt...

                        Wichtig ist, wie das Nutzsignal - in diesem Fall eine möglichst konstante Gleichspannung - direkt an der Last aussieht. Danach ließen sich dann Rückschlüsse auf das Netzteil in der entsprechenden Applikation ziehen.

                        Noch eine kurze Frage zur Messauswertung: Wie sieht denn das gemessene Spektrum bei ausgestecktem Netzteil aus?

                        Grüßle,
                        Martin

                        Comment


                          #13
                          Hallo,
                          Originally posted by icarni View Post
                          Fragt sich nur, ob der Schritt von 70-80mV des Apple USB-Lader zum 1mV des iFi iPower wirklich hörbar ist ....
                          Beim IPower sinds dann doch eher 1µV ...:grinser:

                          Ansonsten muß das natürlich wie überall im Hifi jeder für sich selbst beantworten.

                          Gruss

                          Thomas
                          Last edited by tmr; 07.01.2017, 23:54.
                          http://www.highfidelity-aus.berlin/
                          Gewerblicher Teilnehmer

                          Comment


                            #14
                            Hallo Martin,
                            Originally posted by Nauty View Post
                            Wie der von mir hoch geschätzte Power-Supply-Guru Steven M. Sandler zu erläutern pflegt, ist für die Applikation ausschließlich wichtig, was am Ende beim Verbraucher ankommt.
                            Na klarrost:

                            Allerdings erwarte ich bei einem 50€-Gerätchen keine besondere Rauschfilterung an der Stromversorgung. Selbst microRendu reagiert klanglich auf das versorgende Netzteil feif:

                            Originally posted by Nauty View Post
                            Noch eine kurze Frage zur Messauswertung: Wie sieht denn das gemessene Spektrum bei ausgestecktem Netzteil aus?
                            Verstehe zwar den Sinn dieser Frage nicht - solange beide Netzteile über der Meßgrenze liegen, die diese doch für einen Vergleich unerheblich... denke ich...
                            Aber bitte (y-Achse immer noch nicht geeicht, aber nicht wissentlich geändert):
                            • grün: 100x-Verstärker mit kurzgeschlossenem Eingang
                              • nehme an, das läßt Du als "ausgestecktem Netzteil" gelten
                            • gelb: iFi
                            Beste Grüße
                            Ulli

                            Comment


                              #15
                              Hallo Ulli,
                              Der Sinn meiner Frage war tatsächlich, deiner Ursprungsfrage auf den Grund zu gehen: Wo kommen die 3kHz und Harmonische her?
                              Da ich meine bitteren Momente schon hatte, Stundenlang hinter einem unerklärlichen Effekt her zu suchen, der sich endeffektlich als Messartefakt herausstellte, ...

                              Durch eine Vergleichsmessung von aus- und eingestecktem Netzteil ließen sich systematisch auftretende Messartefakte erkennen und aus der Interpretation entsprechend ausklammern.

                              Deine Messung des LNA alleine lässt nun zwar passive Rausch- und Störquellen des Netzteils unberücksichtigt (Übergangswiderstände, Einkopplungen ins Kabel, ...), allerdings lassen sich dort auch geringe Peaks bei 1kHz und Harmonischen feststellen.

                              Diese sind also bereits im Messaufbau vorhanden, und werden vom angeschlossenen Netzteil "verstärkt". Das lässt wiederum darauf schließen, dass es sich bei den 1kHz und Harmonischen um eine Störung auf der Netzleitung handelt, die vom Netzteil ab 3kHz nicht bis zum Verschwinden im Rauschteppich gedämpft wird, weil beispielsweise die Regelschleife des Netzteils nur 2kHz Bandbreite aufweist und darüber nur passiv gefiltert werden kann.

                              Wie dem auch sei, die Messungen sehen "richtig" aus. Das wollte ich nur verifiziert haben :teach:

                              Grüßle,
                              Martin

                              Comment

                              Working...
                              X