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Thivan Eros 9 gegen Unison Research Max-1

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    #46
    Hallo,
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Aktive Entzerrung! Was bedeutet das?
    Ganz einfach; dass, was das Chassis von selbst aus nicht tun will, zwingt man ihm mit Verstärkerleistung auf! Wo bleibt da der Wirkungsgrad? :schreck:
    Im Sub-Bereich? Da sinkt der Pegel natürlich wie bei allen Lautsprecherboxen, aber bei einem Chassis mit niedriger Güte habe ich hier bessere Karten, z.B. mit einer Linkwitztransformation..
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Dadurch werden die Schwingspulen heißer, dadurch hochohmiger und das reduziert die Dynamik und den Schalldruck im Ganzen.
    Nein.
    Ich liege selbst bei einer aktiven Entzerrung (die ja nicht zwingend notwendig ist, sofern das Gehäuse groß genug ist) noch weit unter dem Dauer-Pegel, für den diese Pro-Chassis gebaut sind. Da ist mehr als ausreichende Kühlung vorhanden.
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Außerdem erzeugt die Federsteife der Luft in einem relativ kleinen Gehäusevolumen ein starke Gegenkraft auf die Membranen und die Schwingspulen verformen die Membranen noch mehr!
    Wer sagt denn, daß die Gehäuse klein sein müssen?
    Außerdem, die Konstrukteure von solchen Chassis sind ja auch nicht ganz dumm und umgehen vermeidbare Fehler. Die Grenzbelastungen im Pro-Bereich sind sowieso in jeder Beziehung um ein Vielfaches höher, als wenn man die gleichen Chassis im Heim-Bereich anwendet.
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Wegen des gewünschten Wirkungsgrades verwendet man im PA-Bereich größere Membranen als im HiFi-Bereich. Ein 10" oder 12" Chassis geht da schon mal als Mitteltöner durch. Und wo haben die Membranen die ausgeprägtesten Resonanzen? Richtig, im oberen Übertragungsbereich! Also innerhalb ihres Einsatzbereichs!
    Wo man dieser Einsatzbereich nun liegt, hat der Entwickler in der Hand.
    Selbstverständlich sieht eine Lautsprecherbox für den Einsatz im Heimbereich konstruktiv schon etwas anders aus als im Pro-Bereich, eben entsprechend den Anforderungen.
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Es zählt vor allem die Energie, die bei der jeweiligen Frequenz erforderlich ist, um eine Masse zu bewegen. Größere Membranen haben im Vergleich zu kleineren eine größere bewegte Masse. Sie machen zwar weniger Hub, aber die höhere Masse erfordert einen entsprechenden Energieeintrag. Je mehr Energie eingetragen wird, desto mehr Energie kann auch gespeichert werden!
    Eine Masse ohne den entsprechenden Antrieb zu betrachten, ist sinnlos.
    Und wie gesagt: wichtig ist der resultierende Wirkungsgrad.
    Schwere Masse ohne passenden Antrieb ergibt schlechten Wirkungsgrad.

    Außerdem ist das Verhältnis nicht linear.
    Beim Horn z.B. haben wir eine Geschwindigkeitstransformation, wo aus wenig Fläche und viel Hub, viel Fläche mit wenig Hub gewonnen wird.
    Nicht ohne Grund werden Hornlautsprecher für ihr Impulsverhalten und IMD-Freiheit geschätzt, von möglichen anderen Nachteilen jetzt mal abgesehen.
    Zitat von AIR Beitrag anzeigen
    Zum Überlastschutz steile Trennungen zu verwenden bedeutet: Eine völlig desolate Impulswiedergabe! (auch eine Form von schlechtem Wirkungsgrad!) Digital-Aktiv entzerrt bedeutet; man muss die Chassis zwingen etwas zu tun, was sie unter den bestimmten Gegebenheiten nicht tun = man braucht Gewalt = Energie = Verstärkerleistung = heißere Spulen, verformte Membranen etc..
    Das muß digital-aktiv entzerren eben nicht bedeuten.
    Man macht nichts anderes, als das, was man analog-aktiv auch machen würde:
    Im Subbereich eine Linkwitztransformation, wo Güte und Grenzfrequenz eingestellt werden können und die restlichen Filter kann man genauso einsetzen wie auf der analogen Ebene.
    Eine exklusive Option ist ein digitales Delay, wozu man analog (zumal dann noch passiv) erhebliche technische Klimmzüge machen muß.

    Zumindest mein Credo war schon immer, die Chassis zu nix zwingen, was sie nicht können, das gilt auch und vor allen Dingen bei Hochwirkungsgradlautsprechern.
    Da wird einem jeder Fehler akustisch um die Ohren gehauen.

    Und: Nicht alles was digital machbar ist, ist auch sinnvoll für den Klang.
    rost:

    Gruss

    Thomas
    http://www.highfidelity-aus.berlin/
    Gewerblicher Teilnehmer

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      #47
      Hier ist ja was los ... :daumen:



      ich lese mal leise mit. rost:
      Gewerblicher Teilnehmer

      www.SETA-AUDIO.de


      https://www.facebook.com/SETA-AUDIO-...-336855804420/

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        #48
        Hallo,

        Ich bin auch der Meinung dass es mitllerweile im PA Bereich bei vielen auf den Klang ankommt. Besucht mal ein Kraftwerk Konzert mit Wellenfeldsythese zB. Wenn man das mal hören durfte wird man feststellen dass so ein Erlebnis Zuhause nicht möglich ist. Oder geht mal auf ein Open Air mit elektronischer Musik. Oder hört euch mal eine Function One Resolution 1.5 oder 2 an. Am besten auch draußen. So eine glasklare Wiedergabe der Mitten und Höhen ohne jegliche Härte in fast beliebiger Lautstärke, da wird man nachdenklich.

        Oder hört euch mal ne Bohne BB 15 an, der JBL 15 Zöller haut Bassimpulse raus wie ich es noch nier bei einer Hifi Box gehört habe.

        Selbst mein KME SD 7 System ist in der Lage richtig hochwertig Musik zu machen wenn man weiss wie es zu handeln ist.

        Das sind keine Brüllwürfel und da steckt richtig viel Hirnschmalz und Erfahrung drin.

        Gruß
        Stefan
        Meine Meinung steht fest und nun hört endlich auf mich mit Tatsachen zu verwirren ;-)

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          #49
          ...das irgendwo mit Wellenfeldsynthese vorgeführt wird wusste ich nicht. Hört sich spannend an...

          Bohne Audio baut für meine Begriffe Hifi- Lautsprecher. Er setzt einen PA Tieftöner ein, ja. Aber die Box als ganzes ist auf Hifi- Wiedergabe getrimmt......
          Gruß
          söckle

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            #50
            Bohne Hifi, aber mit einem PA Bass.

            Gibt noch mehr Beispiele, die aktuelle BM 35 zb hat auch PA Chassis

            https://www.youtube.com/watch?v=np_bhcpE91A

            Da war ich dabei

            https://der-schwarze-planet.de/konze...sseldorf-2013/

            Gruß
            Stefan
            Meine Meinung steht fest und nun hört endlich auf mich mit Tatsachen zu verwirren ;-)

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              #51
              Hallo,Wer einen Mitteltöner mit solchem Partialschwingungen bis 5kHz betreiben will, hat selbst schuld.

              Papiermembranen bestehen meist auch nicht aus purem Papier oder Pappe, sondern jede Firma hat ihr Betriebsgeheimnis, wie und mit welchen Mitteln die Membran bestrichen und bedämpft wird, um bis zu einer gewissen Frequenz Steifigkeit und danach Bedämpfung erzielen.

              Wenns richtig gemacht wird (ist allerdings schon eine fast vergessene Kunst), muß oberhalb des Einsatzbereichs nichts mehr elektrisch weggebügelt werden - bei ausreichender Steifigkeit im Restbereich.

              Gruss

              Thomas
              http://www.highfidelity-aus.berlin/
              Gewerblicher Teilnehmer

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                #52
                Hi zusammen,

                ja ich war tatsächlich vor Ort. Lasst mich zuallererst sagen dass es sich auf alle Fälle rentiert nach Riedenburg zu fahren. Herr Krieger ist äußerst nett und zuvorkommend und hat ein profundes Wissen. Die Auswahl an Gerätschaften und Lautsprechern ist exzellent.
                Wer schon mal da war kennt natürlich den Umschalter und die Bedingungen vor Ort.
                Ich habe mit einer 8Watt Unison gehört und die Röhre kam erst bei Lautstärken jenseits dessen was man normalerweise hört (Kellerkind ausgeschlossen was mir Herr Krieger erzählt hat).
                Die Eros ist einwandfrei verarbeitet und sieht, zumindest in meinen Augen, auch sehr gut aus.
                Und ja, sie ist ein Schönfärber. Sie lässt die Musik einfach klingen (Fußwippfaktor) und ich bin mir sicher dass man sie mehrere Stunden hören kann ohne genervt zu sein. Das heißt leider auch dass sie manche Details einfach verschluckt, was aber nicht weiter schlimm ist, denn das fällt wirklich nur im direkten Vergleich auf - und da hätten wir die Krux - ich habe nämlich zum Vergleich die Max1 herangezogen, da ähnliches Konzept und ähnlicher Preis...
                Und die Max1 hatte ich so gar nicht auf dem Schirm (gut, ich habe damals den Test in der LP gelesen, hat mich aber nicht weiter interessiert). Jetzt habe ich das Teil zum erstenmal live gesehen und die Verarbeitung ist schon der Hammer genauso wie der Klang, Die Unison löst meines erachtens mehr auf und ist direkter (allerdings kann man die Unison über Widerstände auch noch "zähmen").
                Ich kann nicht wirklich sagen welcher LS mir besser gefallen hat, zumal es ja auch nicht mein Raum und meine Geräte sind.
                Fakt ist, ich darf mir ein Pärchen übers WE nach Hause holen und werde sehen was da passiert.
                Geil sind sie beide, ich habe aber den Eindruck dass sowohl Unsison als auch Eros die eine oder andere Musikrichtung bevorzugen....
                Mein erster Eindruck

                VG
                Chris
                P.S. die Eros hat ca. 400 Stunden drauf...

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