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Digitale Eingänge für DACs: Sp/DIF vs. AES/EBU vs. USB

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    #16
    Zitat von remue Beitrag anzeigen
    es gibt etliche Fachbetriebe in Deutschland, Österreich und England, die Kryogenetik beherrschen und ein Kühlverfahren bis -180 Grad entwickelt haben, das über mehrere Tage hoch und runter kühlt, so dass keine Schäden zu befürchten sind.
    Natürlich sind Schäden zu befürchten bei -180° und egal wie langsam man das zykelt, die Bauteile-Hersteller geben die zulässigen Lagertemperaturen ja nicht zum Spaß an. Vor allem bei Halbleitern und SMD-Technik sind die verschiedenen Temperaturausdehnungskoeffizienten der Materialien kritisch und massives Überschreiten der Grenzwerte führt, besonders im verbauten Zustand auf Platinen, schnell zu Mikro-Rissen die die Langzeitzuverlässigkeit massiv herabsetzen, d.h. es driften erst die Design-Parameter ab und später kommt zum Ausfall. Vor allem wenn noch Wasser enthalten ist (und das ist es fast immer wenn die Bauteile nicht vorher zum Entfeuchten gebacken wurden, genau das gleiche Problem wie beim Reflow-Löten -- wenn das enthaltene Wasser verdampft oder gefriert sprengt es die Gehäuse).
    Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

    Kommentar


      #17
      Störungen eliminieren

      Liebe Freunde der Zahlenmusik,

      in einem Punkt gebe ich meinen Vorrednern recht: ohne "Reclocker" geht nichts, ist nichts highendiges an Klang aus der Audioanlage mit DAC herauszuholen. Aber auch bei Reclockern muss man erst die Spreu vom Weizen trennen. Ohne Hilfe von außen ist man zumeist hoffnungslos verloren, verliert man sich im Sumpf der Anbieter und gibt möglicherweise eine Menge Geld für die "Katz" aus.
      An dieser Stelle möchte ich mich bei einem Kunden bedanken, der mir für meinen Mediaplayer und DAC die richtigen Tipps gegeben hat, den iFi iGalvanic3.0 als galvanischen Trenner und den iUSB3.0 micro als Noise-Cancellor empfohlen hat. Beide Geräte beinhalten einen Reclocker. Damit hat es bei mir "Bingo" auf der USB-Strecke gemacht. Von anderen "Digitalen" höre ich, dass der SotmUSB200ULtra auch hervorragende Dienste leistet.

      An dieser Stelle muss man wissen, dass bei der Benutzung eines PC als "Audio-Abspielgerät" von Musikdaten die Hochfrequenzseuche gleich mitgeliefert wird. Dieser "Dreck" darf auf keinen Fall den DAC erreichen! Daher Trennung+Rauschfilter. Nun stellt man sich wahrscheinlich die Frage, was hat das mit Reclocker zu tun? Der PC, egal ob Windows10 oder OSX, sind permanant mit zig/hunderten Hintergrunddiensten/Programmen beschäftigt und verpassen dadurch dauernd den akkuraten Übergabezeitpunkt für die Daten. Man spricht von "Jitter", dem sogenannten Taktzittern, der mehr oder weniger ausgeprägt sein kann. Ein Abschalten von Hintergrunddiensten durch Programme wie AO oder Fidelizer oder Prozessorkernzuordnungen wie ProzessLasso oder FidelizerPro, um die Audioanwendung zu optimieren wirken hier wahre Wunder. Auch ein Wechsel des Betriebssystems auf WindowsServer2012R2 oder WindowsServer2016 verbesseren dramatisch die zeitgenaue Datenausgabe. Diese Betriebssysteme ermöglichen eine viel höhere Abschaltmöglichkeit von -für Audiobetrieb- unnötigen Programmdiensten. Aber Vorsicht, nicht für jedes Board sind die entsprechenden Treiber verfügbar und sehr gute Computerkenntnisse sind ebenso erforderlich bei der Installation.
      Nimmt man einen handelsüblichen Streamer hat man zwar die Treiberprobleme nicht, trotzdem müssen die Übertragungsstrecken "sauber" gehalten werden.
      Mittlerweile ist für mich das "Taktzittern" das größte Problem auf der digitalen Seite und ich kann mittlerweile verstehen, wenn Leute Unsummen für eine tolle Clock ausgeben. Eine "Superclock" habe ich mittlerweile im DAC, die nächsten Superclocks plane ich in den Schnittstellen ein, und mal sehen, was dort als Ergebnis rauskommt. In der Zwischenzeit habe ich mich auch mit AES/EBU und RCA-digital beschäftigt, habe aber keine Stangenware gekauft, sondern von einem "Profientwickler" mir speziell eine für meinen PC bauen lassen! Wichtig ist, dass in diesen Schnittstellen genau eine galvanische Trennung mttels Übertrager drin ist, nicht mehr und nicht weniger. Heißt, entweder im PC oder im DAC, nicht auf beiden Seiten. Und ich kann nur sagen, mit XLR-Silberkabel von Oyaide einfach nur Hammer und das noch mit den Standardclocks, also derzeit ohne Superclock!
      Das ist jetzt der nächste Schritt: leider sind durch die Taktfrequenzen 44,1k, 48k, 88,2k, 96k, 176,4k 192k, usw. zwei Superclocks erforderlich, was die Sache natürlich extrem teuer macht. Man schaue sich mal die Preise für eine MutecRef10 an?!
      Also derzeitiger Favorit bei mir für die Musikdatenübertragung ist die AES/EBU im PC, wenn die Schnittstelle reclockt ist. Der weitere Vorteil dieser Schnittstelle ist, dass bei einem DAC-Wechsel keine neuen Treiber installiert werden müssen. Weiterhin konnte ich einen "AES-Spezialübertrager aus Reinsilber gewickelt" erwerben und im DAC einbauen lassen, der nochmals die Strecke eine ganze Klangklasse nach vorne gebracht hat.
      Vielleicht helfen meine Ausführung dem einen oder anderen bei der Suche nach dem heiligen "digitalen" Gral.
      Enjoyed the music
      Hans-Peter
      Zuletzt geändert von Zweihans; 08.05.2019, 19:55.
      Hans-Otto & Hans-Peter
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