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Quo vadis streaming?

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    Quo vadis streaming?

    Heute fand ich in der FAZ online diesen Artiel: https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16575275.html

    Wohin führt der Weg des Musikbusiness? Und wohin führt unser Weg des Musikkonsums? Wollen wir das? Sind uns die Künstler egal? Wo gibt es Alternativen?

    Würde gern hier eure Meinungen darüber erfahren.

    #2
    Ich sehe Streamingdienste wie Spotify als große Bereicherung für meinen Musikkonsum, da ich damit hauptsächlich neue Künstler entdecke, dir mir sonst nicht aufgefallen wären. Mir sind die Künstler keinesfalls egal, da ich regelmässig Konzerte besuche, Platten kaufe und auch viel und gerne bei Bandcamp einkaufe, um die Musiker direkt zu unterstützen. Bandcamp wäre meine Empfehlung für alle, die Musiker unterstützen wollen. Mit Bandcamp haben Künstler eine einfache Möglichkeit, selbstbestimmt Musik zu veröffentlichen, direkt zu vertreiben und auch via Crowdfunding unterstützt zu werden. Ich würde mir wünsche, dass der Weg des Musikbusiness dort hinführen würde, damit die Künstler unabhängiger werden könnten.

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      #3
      Ähhhh, nein. Dir werden von Spotify gezielt Künstler vorgestellt, die gleichzeitig auch zig anderen gezielt vorgestellt werden, die Du meinst, entdeckt zu haben, und zwar nach Kriterien, die selbst Dir fremd sind. Laß Dir nix vormachen. Der Spotify, der Facebook und wie sie alle heißen, sind die Feudalherren von einst, nur in modern halt. Der Bandcamp ist eine rühmliche Ausnahme.

      Der FAZ-Artikel, wenn man das so bezeichnen mag, ist eine Aneinanderreihung von längst bekannten Fakten, die gar keinen Sinn machen, überhaupt nicht den geringsten Bezug zur Aktualität haben und mir ist immer noch nicht klar, was uns der Redakteur eigentlich sagen will. Unfassbar, was die FAZ alles so bringt.
      Last edited by icarni; 14.01.2020, 00:19.

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        #4
        Ich denke, der Verfasser des online-Artikels wollte nur darauf aufmerksam machen, daß es in zunehmenden Maße eine Hinwendung zu gestreamter Musik gibt und daß herkömmlicher Musikkonsum, so wie wir ihn bisher gekannt und ausgeübt haben, im selben Maße dazu abnimmt und an Bedeutung verliert. Weiterhin denke ich, daß er mit seinem Artikel nicht uns Audiophile oder Hifianer im Sinne hatte. Er galt wohl eher Otto Normalhörer.

        Die Musikkultur ist mit streaming eine andere geworden. Das jedenfalls steht für mich fest. Weiß noch nicht, ob ich das positiv oder doch eher negativ bewerten soll. Bin da zwiegespalten, noch zu sehr geprägt von alten Konsummustern, aufgewachsen mit Schallplatte, Tonbändern, später CDs. Hab lange gebraucht, um streaming u.ä. zu akzeptieren, gar als das für mich Passendere zu verstehen. Ich glaube, die meisten möchten immer noch was an Tonträgern selbst in der Hand haben.
        Last edited by Franz; 13.01.2020, 23:54.

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          #5
          Facebook, Watsap, Instagram &Co. sind ja soooo toll.
          Alexa bereichert das Leben, Smart-TV weiß dann auch am Ende, wann unsere Unterhose schmutzig ist, da alles brav überwacht und in Algorithmen umgewandelt wird.
          Alles im Internet (!) lenkt den Nutzer, dient der Manipulation und windige Geschäfte machen es uns eben verlockend einfach, wodurch dann auch all diese Systeme nicht mehr hinterfragt werden.
          Braver User, ein Traum!
          Ich gestatte mir bei einigen Portalen, wie viele Social Network, den Vergleich mit den Lemmingen.
          Wer sich drauf einlässt, die Tragweite aber nicht verstehen möchte, muß sich am Ende nicht beschweren.
          Wer das so nicht möchte muß nun mal drauf verzichten.
          Denn so läuft das Geschäft im Internet.
          Durch Vereinfachung / sich unverzichtbar machen entsteht ein Massengeschäft.
          und da bleiben nun mal die meisten auf der Strecke.
          Sei es der stationäre Handel (bei dem man keine Daten kaufen kann, sondern Tonträger) oder auch die Hersteller.

          Ist aber doch alles soooo schön einfach...www und los geht das wahre Leben.

          Gruß
          Guido
          ...mehr Senf...

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            #6
            Ich denke mal daß Streaming Dienste durchaus dazu beitragen können, daß man Musik kennenlernt, auf die man sonst nicht so schnell gestoßen wäre. Außerdem ist es eine tolle Sache, die Musiktipps die man irgendwo liest, sei es in Foren oder sonstwo praktisch sofort anhören kann, auch ausgefallenere Sachen. Man kann ad hoc z.B. auch zig verschiedene Einspielungen klassischer Werke miteinander vergleichen, was früher nur möglich war wenn man über Jahrzehnte im großen Stil Platten gesammelt hat.

            Wie das mit der dem Einkommen der Musiker aussieht, kann ich von außen nicht beurteilen. Man muß aber auch sehen, daß es früher ohne Plattenfirma praktisch unmöglich war, ins Musikgeschäft einzusteigen um Musik aufzunehmen und zu vermarkten. Heute ist das mit geringen Mitteln auch in Eigeninitiative möglich, auch in durchaus guter Qualität, wenn das Gespür dafür vorhanden ist!

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              #7
              Ich denke auch, daß es Chancen und Risiken gibt, die man vorher nicht kannte. Es liegt an uns Konsumenten, in welche Richtung das Geschäft mit der Musik geht. Und diesbezüglich scheint mir in Zeiten der Globalisierung der Weg für streaming schon vorgezeichnet zu sein. Händische Tonträger werden zu einem raren Sammlerobjekt werden. Man mag das bedauern oder nicht, aber so wird es wohl kommen.

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                #8
                Originally posted by shovelxl View Post
                Facebook, Watsap, Instagram &Co. sind ja soooo toll.
                Alexa bereichert das Leben, Smart-TV weiß dann auch am Ende, wann unsere Unterhose schmutzig ist, da alles brav überwacht und in Algorithmen umgewandelt wird.
                Alles im Internet (!) lenkt den Nutzer, dient der Manipulation und windige Geschäfte machen es uns eben verlockend einfach, wodurch dann auch all diese Systeme nicht mehr hinterfragt werden.
                Braver User, ein Traum!...()...Ist aber doch alles soooo schön einfach...www und los geht das wahre Leben.

                Gruß
                Guido
                Morgen Guido,

                wie recht Du hast...! Alle Bestrebungen zielen in dieselbe Richtung. Wir sollen zukünftig kein Bargeld mehr besitzen, damit wir nicht darüber verfügen können wie es uns gefällt. Wir sollen zukünftig unsere Geldgeschäfte nur noch über das Internet abwickeln, damit genau überprüft werden kann wer wann welchen Betrag und mit welchem Zweck von uns erhält. Auch sollen wir zukünftig Gold nicht mehr in Barrenform oder in Form von Goldmünzen besitzen, sondern nur noch einen Zettel auf dem steht, wieviel Gold (vermeintlich) uns gehört. Wir sollen zukünftig autonom fahrende Autos benutzen, damit jederzeit geprüft werden kann wo sich dieses Auto wann befindet, und von wo nach wo es bewegt wurde. Wir sollen zukünftig Sprachsteuerung innerhalb unseres Hauses für alles Mögliche benutzen, damit problemlos festgestellt werden kann wer wann was zu wem gesagt hat. Wir sollen unser Stimme bei einer Wahl zukünftig nicht mehr durch ein Kreuz in einer Wahlkabine mit einem Kugelschreiber auf einem Blatt Papier abgeben, damit..., die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

                Warum sollte das beim Musikkonsum in den eigenen vier Wänden zukünftig anders sein. Eigentum und Besitz - in dem Sinne wie wir diese Wort kennen, also gekennzeichnet durch rechtliche und tatsächliche Verfügungsgewalt - macht uns unabhängig. Eine CD, Ein Tape oder eine Schallplatte lässt sich zum Eigentum zählen, welches beliebig besessen werden kann. Musik von einem Streamingdienst nicht, sie lässt sich lediglich gegen Entgelt nutzen solange der Anbieter es zulässt. Wer also unabhängig bleiben möchte ist gut beraten, seine wertvollen Schallplatten und CDs zu behalten. Streamingdienste lassen sich ja trotzdem zusätzlich nutzen, zum Kennenlernen z.B. ist das sehr praktisch.

                Viele Grüße: Wolfgang
                .
                Last edited by Janus525; 14.01.2020, 11:11.
                ________________
                www.qas-audio.de

                Comment


                  #9
                  Du hast Recht, Wolfgang. Aber ich glaube, nein, bin mir sicher, daß unsere Bequemlichkeit dazu führen wird, daß irgendwann alle umerzogen sind. Das ist die schöne, neue Welt. Noch zucken einige, aber auch die werden bald soweit sein.

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                    #10
                    Morgen Franz,

                    für die große Masse der Menschen wird das sicherlich zutreffen, andere werden sich gegen diese Art von Vereinnahmung und Überwachung wehren solange es geht. Und Bequemlichkeit ist der süße Klebstoff auf dem Fliegenfänger, auf den viele hereinfallen werden. Wobei Bequemlichkeit eigentlich nur zu zwei vermeintlichen Vorteilen führen kann: Sich physisch und geistig weniger bewegen zu müssen..., und um Zeit zu sparen. Frage: Ist beides wirklich erstrebenswert...?

                    Sich in jeder Hinsicht weniger bewegen zu müssen läuft gegen unsere Natur. Sowohl körperlich als auch geistig sind wir dafür gemacht uns zu bewegen. Tun wir das nicht, verkümmern wir.

                    Zeit einsparen funktioniert nicht. Zeit lässt sich ja nicht wirklich einsparen, bestenfalls lassen sich Prioritäten im Umgang mit den 24 Stunden und einer Minute, die uns allen täglich zur Verfügung stehen, verändern. Aber selbst wenn wir beim Begriff Zeitersparnis bleiben wollen, für was genau sparen wir die Zeit denn ein, wenn wir z.B.

                    - Fertiggerichte zu uns nehmen
                    - Uns autonom herumfahren lassen statt selber zu fahren
                    - Alles von zuhause aus per Internet erledigen
                    - Streamen statt eine Schallplatte aufzulegen usw.

                    Um uns intensiver mit unseren Kindern, mit unserem Partner, mit unseren Freunden, mit unseren Hobbies und Leidenschaften zu beschäftigen...? Oder nutzen wir die (vermeintlich) "gewonnene" Zeit für uns, um noch mehr Konsum von was auch immer zu realisieren...? Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Digitalisierung, auch nicht gegen Streamingdienste, also Spotify und Konsorten. Aber all das führt durch seine Schnelligkeit und Bequemlichkeit (für mich) zu mehr Oberflächlichkeit, zu weniger Gefühlstiefe und zu weniger Genuss. Darüber haben wir uns ja schon mehrfach ausgetauscht. Ich präferiere eben die (für mich) emotionale Qualität beim Prozess des Musikhörens, selbst wenn ich dafür großen Aufwand treiben - sprich mich bewegen - muss, weniger die faktische Schnelligkeit beim Zugriff.

                    Viele Grüße: Wolfgang
                    .
                    ________________
                    www.qas-audio.de

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                      #11
                      Ich bediene mich derzeit noch aller Möglichkeiten, die da sind. Also sowohl streaming - eher wenig genutzt - als auch Tonträger, die ich kaufe (CDs) und dann rippe und deren audio-Daten ich auf eine integrierte Festplatte schiebe. Damit verfüge ich über eine riesige Audiothek, kann beliebige Titel in Sekundenschnelle aufrufen und abspielen. Ja, Bequemlichkeit und Zugriffsmöglichkeit ist ein wichtiger Punkt für mich. Bin andererseits aber auch am Erhalt der analogen Wiedergabe interessiert. Das ist für mich ein Stück Kulturgut, was es unbedingt für künftige Generationen zu erhalten gilt. Denn: Was weg ist, bleibt weg. Unwiderruflich. Das darf nicht sein.

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                        #12
                        Es scheint so zu sein, dass der Mensch immer noch auf der Suche ist. Einst war es mal die Nahrung, die ja bekannterweise überlebenswichtig ist, nur heute setzt man sich bequem hin, und bestellt das, was das Herz begehrt. Diese Nimmmit-Mentalität - weil man es kann - sehe ich jedoch als sehr oberflächlich an. Letztendlich, befinden wir uns im Überangebot; von was auch immer,

                        Beziehe ich das jetzt auf Künstler und deren mediale Verfügbarkeit, sehe ich es als unmöglich an, jeden davon zu unterstützen. Streamingdienste, können dennoch ein Anlaufspunkt für Neues sein.

                        Selbst, habe ich mich nach einer Testphase von Spotify und Co. verabschiedet. Ich vermisse das überhaupt nicht. Meine CDs liegen als Flac-Dateien auf der Festplatte - von dieser habe ich eine Kopie, also für den Fall der Fälle.

                        Für mich habe ich entschieden, nicht alles zu "können" und "mitzumachen"


                        Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier (Mahatma Gandhi)


                        Last edited by wirbeide; 14.01.2020, 14:46.

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                          #13
                          Originally posted by Janus525 View Post
                          wenn wir z.B.

                          ...
                          - Uns autonom herumfahren lassen statt selber zu fahren
                          ...
                          Ich fände das super! Stell dir mal vor, was das für Möglichkeiten das für Kanufahrer, Gleitschirmflieger, Wanderer etc. eröffnen würde! Du fährst an den Ausgangsort deiner Tour und dein Auto wartet am Ziel auf dich.



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                            #14
                            Vielleicht mal folgende Überlegungen: Wenn es so ist, dass durch die fälschlicherweise sogenannte "Demokratisierung der Musik" viel mehr Künstler als vorher veröffentlicht werden (zumindest zahlenmäßig, auch wenn später das Ergebnis mehr oder weniger alles gleich klingt bzw. austauschbar ist), dann muss doch wohl der Konsument sein Sieb eben anpassen, engmaschiger vorgehen.

                            Denkbar wäre, dass man nur noch nach Plattenlabel sucht oder nach dem Toningenieur, der die Aufnahme verantwortet. Denn diese beiden sieben ja schon mal durch und treffen eine Vorauswahl mit welchem Künstler sie arbeiten und mit welchem nicht.

                            Wenn ein Toningenieur Shelly Yakus mal mit Stevie Nicks ein Album macht oder mal mit Van Morrison oder Dire Straits, dann kann ich doch davon ausgehen, dass was Gutes draus wird. Und wenn ich die Künstler bislang nicht gekannt habe, dann nehme ich sie als mir "vorgeschlagen" im Sinne der Streamingdienste an. Ist ja nur eine Überlegung.
                            Last edited by icarni; 14.01.2020, 16:14.

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                              #15
                              Ich fände eine Suchmöglichkeit nach Plattenlabels prima. Einfach mal Opus 3 oder ECM eingeben - und schwupps hätte man alle in der Musikbibliothek sich befindlichen Alben von denen vor sich. Deren Klangqualität ist für mich über jeden Zweifel erhaben.

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