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Realitätsanmutung

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    Realitätsanmutung

    Hallo Freunde,

    aus aktuellem Anlass möchte ich mal den Begriff Realitätsanmutung aus meiner Sicht definieren, damit keine Missverständnisse entstehen können.

    Realitätsanmutung in der audiophilen Wiedergabe ist für mich, wenn mich die akustische Wiedergabe an eine oder mehrere Konzerte oder Auftritte aus meiner Erfahrung erinnert. Wenn für mich bei der Wiedergabe über eine audiophile Anlage der Eindruck entsteht, dass die Basis für diese Wiedergabe ein reales Konzert gewesen sein könnte, dann mutet das für mich real an .... kurz gesagt Realitätsanmutung.
    Diese Realitätsanmutung ist meine höchst individuelle Betrachtung und wird aus meiner höchsteigenen Erfahrung gespeist.
    Die Wiedergabe in meinem Wohn- und Hörraum ist darauf optimiert. Die Zusammenstellung der Anlage, die Behandlung des Raumes, die Lautsprecheraufstellung, ist in dieser Richtung optimiert. Ich scheue mich nicht davor, die Wiedergabe so zu manipulieren, dass bei mir während des Abhörens die Freudentränen laufen und ich von der Musik bewegt und getanzt werde.
    Das ist meine Definition von musikalischem Erleben ... das ist Open End Music.
    Über High-End bin ich zu Open-End gekommen. Äquivalent dazu habe ich Jahre lang trockenen Wein getrunken und bin jetzt bei weniger trockenen, dafür aber vollmundigen Weinen gelandet.

    Grüßle vom Charly
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
    Bin überzeugter Agnostiker
    Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

    #2
    Realitätsanmutung in der audiophilen Wiedergabe ist für mich, wenn mich die akustische Wiedergabe an eine oder mehrere Konzerte oder Auftritte aus meiner Erfahrung erinnert. Wenn für mich bei der Wiedergabe über eine audiophile Anlage der Eindruck entsteht, dass die Basis für diese Wiedergabe ein reales Konzert gewesen sein könnte, dann mutet das für mich real an .... kurz gesagt Realitätsanmutung.
    Höre ich auch so.

    Ich scheue mich nicht davor, die Wiedergabe so zu manipulieren, dass bei mir während des Abhörens die Freudentränen laufen und ich von der Musik bewegt und getanzt werde.
    Das ist meine Definition von musikalischem Erleben ... das ist Open End Music.
    Ich brauch dazu keine Manipulationen, sie entfernen mich eher vom Original des Tonträgers. Je näher ich an HiFi komme, umso realistischer und natürlicher wird es. High End ist für mich nur eine Worthülse für Marketing.

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      #3
      Charly,

      die Möglichkeit die Musik zu manipulieren habe ich zwar nicht, aber sonst bin ich ganz bei Dir.

      Gruß, Gerd

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        #4
        Hallo Franz,

        wenn auf einem Tonträger gute Musik enthalten ist, die Wiedergabe aber eher bescheiden klingt, dann sorge ich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür, dass das besser wird. Im Moment suche ich nach einem Dynamic Expander, den ich in meinen J-River Player einhängen kann. Die vielfältigen Equalizer nutze ich schon. Dann suche ich noch eine SW, mit der ich nachmastern kann. Habe da schon ganz tolle Ergebnisse gehört.

        Dabei ist vollkommen klar, dass man mit den Tools vorsichtig umgehen muss.

        Niemand anders muss das tun. Es unterstützt meine Realitätsanmutung.

        Grüßle vom Charly
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        Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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          #5
          Charly,

          bei mir muß nicht zwingend jede Musik, gespeichert auf einem Tonträger, gut klingen. Es gibt gute und schlechte Aufnahmen. Ich nehm das so hin. Das tut meinem Spaß an der Musik aber keinen Abbruch. Ich unterscheide immer zwischen Musik an sich und Aufnahmequalität. Kommt beides zusammen, wunderbar. Aber auch eher bescheidene Aufnahmequalität mindert nicht die Freude an der Musik. Ich könnte da zig Beispiele anführen. Die Aufnahmen von Maria Callas etwa sind alles andere als hochqualitativ, sie sind eher als historisch anzusehen. Und trotzdem trifft die Musik mich mitten in`s Herz.

          Musik bedarf keiner Aufhübschung. Sie hat alles in sich. Ob die Musik dann einen anspricht oder nicht, das liegt im Ohr des Hörers.

          Dann suche ich noch eine SW, mit der ich nachmastern kann. Habe da schon ganz tolle Ergebnisse gehört.
          Benutze den HQ player von Sygnalist in Roon. Damit kann man auch herrlich herumspielen und das Signal mit einer DSP-engine manipulieren. Hab damit auch mal herumexperimentiert, aber bin am Ende immer wieder zurückgekommen auf die Wiedergabe ohne Manipulation des Signals. Kann deinen Standpunkt aber verstehen. Jeder nach seinem Gusto. Der ist und bleibt recht individuell.

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            #6
            Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
            Realitätsanmutung in der audiophilen Wiedergabe ist für mich, wenn mich die akustische Wiedergabe an eine oder mehrere Konzerte oder Auftritte aus meiner Erfahrung erinnert. Wenn für mich bei der Wiedergabe über eine audiophile Anlage der Eindruck entsteht, dass die Basis für diese Wiedergabe ein reales Konzert gewesen sein könnte, dann mutet das für mich real an .... kurz gesagt Realitätsanmutung...()...Das ist meine Definition von musikalischem Erleben ... das ist Open End Music. Grüßle vom Charly
            Hallo Charly,

            da bin ich sofort bei Dir...:daumen: Mich nervt das dauernde "Neutralitätsgequatsche" und das Gerede über die "Reine Lehre" des HiFi auch. Ich fühle mich dem nicht verpflichtet, was irgendein Mensch den ich nicht kenne, im Aufnahmestudio, am Regie- und Mischpult usw. bei einer Aufnahme für gut oder schlecht, richtig oder falsch gehalten hat. Wo kämen wir denn da hin...? Ich kenne ja nichtmal die Motive, weshalb dieser Mensch etwas bei der Aufnahme so oder so gemacht hat, was er nicht durfte..., nicht sollte..., nicht konnte..., nicht mochte..., oder was auch immer.

            Uwe Unterkeller von der Firma KNOPF-HiFi in Düsseldorf:

            http://www.knopfhifi.de/de/ueber-uns/knopf

            den ich nun seit fast 20 Jahren kenne und schätze, mit dem ich schon viele Gespräche zu solchen Themen geführt habe, sowohl im Geschäft als auch bei mir zu Hause, bringt es auf den Punkt wenn er zu seinen Kunden sagt:

            "Sie müssen sich letztlich entscheiden was Sie wollen, HiFi oder Musik...?"

            Wenn ich die Wahl habe entscheide ich mich für Musik. Lebendige, mitreißende, emotional zutiefst befriedigende Musik. Soll aber jeder machen wie er möchte, da würde ich nie jemandem reinreden wollen.

            Viele Grüße: Janus...rost:
            .
            ________________
            www.qas-audio.de

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              #7
              "Sie müssen sich letztlich entscheiden was Sie wollen, HiFi oder Musik...?"
              In letzter Konsequenz würde das bedeuten, daß man auf eine HiFi-Anlage dann verzichtet.:zwink:

              Wenn ich zu einem gut beleumundeten Koch in einem Restaurant essen gehen möchte, was erwarte ich dann? Daß ich das von ihm zubereitete Essen nachwürze?

              Ich hab es schon so oft erwähnt: Wer sich mit HiFi beschäftigt, muß sich zuallererst die Frage beantworten, wie er gerne hört und seine Anlage danach ausrichten. Das ist auch ein Entwicklungsprozess, aber darüber sollte man sich schon Klarheit verschaffen. Und letzten Endes ist und bleibt das sehr individuell. Da gibt es kein "richtig" oder "falsch", sondern ein "paßt zu meinem Hörgeschmack" oder "paßt nicht zu meinem Hörgeschmack". So ehrlich muß man schon sein, sonst reden wir auch hier immer nur aneinander vorbei.

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                #8
                Zitat von Franz Beitrag anzeigen
                In letzter Konsequenz würde das bedeuten, daß man auf eine HiFi-Anlage dann verzichtet.:zwink:

                Wenn ich zu einem gut beleumundeten Koch in einem Restaurant essen gehen möchte, was erwarte ich dann? Daß ich das von ihm zubereitete Essen nachwürze?

                Hallo Franz,

                nein, das bedeutet es nach meiner Auffassung nicht.

                Es bedeutet lediglich dass man sich entscheiden muss, ob man zum Essen in ein nobles Dreisterne-Restaurant geht, oder in die gemütliche Bauernstube nebenan. das Eine ist nicht per se schlecht, das Andere nicht per se gut. Es macht dann aber wenig Sinn sich im Sternerestaurant über die lächerlich kleinen Portionen zu beschweren..., oder in der Bauernstube darüber zu meckert dass einem die Finesse fehlt. Bei der Gastronomie ist es natürlich einfach, mal geht mal in das eine, und mal in das andere Restaurant.

                Und sei Dir sicher, auch im besten Restaurant würze ich das Essen nach wenn es mir zu fad erscheint, Sternekoch hin oder her...feif:

                Viele Grüße: Janus...
                ________________
                www.qas-audio.de

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                  #9
                  Nur eine wirklich gute Anlage kann man dazu bringen, den hohen eigenen Anforderungen zu folgen. Es sind ja oftmals nur Kleinigkeiten, die die eigene Realitätsanmutung befördern. Nachwürzen würde ich immer, wenn mir etwas nicht richtig schmeckt. Allerdings grundsätzlich erst, wenn ich das Essen probiert habe. In hochwertigen Lokalen habe ich aber noch nie das Gefühl gehabt, ich müsse nachwürzen.
                  Bei toller Musik, gemacht von Begabten, muß ich auch nichts in meinem Sinne verbessern. Bei schlechten Produktionen lohnt sich aber die Nachbearbeitung in Sachen Dynamik und Hervorhebung, bzw. Absenkung von klanglichen Aspekten. Warum sollte ich mir es antun, wenn ein unbegabter, unmotivierter Tondruide ein bescheidenes Produkt abgeliefert hat?
                  Bisher war es in der High-End Zeit so, dass ich diese schwachen Produktionen einfach nicht oder nur selten gespielt habe. Mit heutigen Tools kann man etwas tun.

                  Grüßle vom Charly
                  Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
                  Bin überzeugter Agnostiker
                  Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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                    #10
                    Charly, wenn ein "Tondruide" ein bescheidenes Produkt abgeliefert hat, muß ich es ja nicht goutieren, es bleibt bescheiden und wird auch nicht wirklich besser, wenn ich "nachwürze". Das macht man sich aber vor. Sei`s drum. Wer`s braucht, soll und kann es ja tun, niemand hindert ihn ja daran und wenn es ihm dann besser gefällt, dann soll es so sein.

                    Mein Ansatz ist ein anderer. Ich nehm das Produkt und die klangliche Ausbeute damit so hin, wie es ist. Ganz übles, was mir den Spaß an der Musik verleidet, höre ich mir nicht zweimal an. Zum Glück ist das wenig, was mich wirklich stört. Den Rest kann ich akzeptieren, und es gibt auch ganz Hervorragendes. An die HiFi-Technik stelle ich die Anforderung, daß sie genau eines nicht machen soll, nämlich "sound" zu kreieren, sondern "sound" weitestgehend auszutreiben. Einer meiner Hersteller von Audio-Produkten hat einmal geschrieben: "Die Klänge von Musikinstrumenten sind nämlich bereits so gut, dass man sie auch bei der Wiedergabe nicht “verbessern” muss. Und die Freude an diesen Klängen ist schöner als die Diskussion um unterschiedliche Lautsprecherklänge.“ Das trifft genau auch meine Überzeugung.

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                      #11
                      Hi,

                      was franz schreibt, kann ich zu 100% nachvollziehen. Auch ich regle nichts nach mit irgendwelchen Geräten. Es klingt wie es klingt. Und es ist nicht so, dass viele Aufnahmen schlecht sind. Eher das Gegenteil.

                      Wenn einige das meinen, stimmt in der Regel was nicht.

                      So wie Charlie das handhabt, finde ich trotzdem ok. Jeder wie er will. Warum auch nicht.

                      Nur eines, wenn man sich den Sound zurecht dreht braucht man ganz gewiss keine Geräte für zig tausende von Euro. Und schon gar nicht Zubehör für ähnliche Summen. Ein paar sehr gute LS und der Rest kann man vergessen. Natürlich das ganze gut aufgestellt. Und der Raum sollte einigermaßen gut sein.

                      Ein DAC für einen 5 stelligen Betrag ist da völlig deplatziert. Denn jeder auch nur noch so kleiner Eingriff in die Wiedergabe mit EQs etc. Beeinflusst den Klang da 100 mal mehr.

                      Mfg Franz

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                        #12
                        Zitat von Boxenschieber Beitrag anzeigen
                        Auch ich regle nichts nach mit irgendwelchen Geräten. Es klingt wie es klingt.
                        Wie muss oder sollte es denn klingen...was ist die "Referenz"????

                        Sobald ich mit anderen Geräten und in anderen Räumen höre als es der "Produzent" kann (also der Toning, der als Einziger zumindest die Möglichkeit hat das "Original" mit der Aufnahme zu vergleichen), "regle" ich doch rum..und wenn es das Umstellen der Boxen ist, oder einen neuen DAC, oder neue Endstufen etc. pp..
                        Ich weiss doch z. B. gar nicht wie weit auseinander standen die Instrumente, die sich in meinem Raum mit meiner Anlage an meinem Hörplatz wie 2m Abstand anhören... und ist die "Verdeckung" der Stimme durch die Insturmente so aufgenommen oder leigts an meiner Anlage... also ist das eine "schlechte" Aufnahme oder kann menie Anlage das nur nicht "richtig" wiedergeben..

                        Diese Ganze Disskussion um die vermeintlich "richtige" Wiedergabe ist müßig... allein schon die Beurteilung was wie richtig oder richtiger oder falsch ist bei einer "Referenz", die so gut wie unbekannt ist....

                        Musik muss Spass machen und - wie Charly es ja eingangs ausführte - Gefühle, Erinnerungen, Emotionen wecken... was zählt ist der persönliche "Eindruck"...

                        Grüße Joachim

                        PS.: Die Mähr, daß eine "techisch perfekte" Wiedergabe das Gehörte automatisch "Richtig" wiedergibt ist ja ohnehin nonsens...

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                          #13
                          Musik soll Spaß machen, ja klar. Spaß macht die Musik aber doch nicht nur, wenn ich ihr "auf die Sprünge helfe" und sie rein nach Gusto mit allen möglichen tricks manipuliere. Musik macht auch dann Spaß, wenn sie möglichst unmanipuliert wiedergegeben wird. Und dem Ergebnis im Tonstudio kommt man nunmal näher, je weniger am Signal geschraubt wird.

                          Das kann man nun mögen oder nicht, man darf sich ja für das eine oder andere entscheiden. Ich möchte nur darauf hinweisen, daß es den HiFi-Gedanken gibt und daß danach Entwickler von audio-Geräten und auch Hörer als Musikkonsumenten streben. Und daneben gibt es selbstverständlich auch diejenigen, denen das völlig egal ist und sich den Klang zu Hause so hinbiegen ( am ehesten geht das noch, indem man die Raumakustik total vernachlässigt ) wie es ihnen gefällt.

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                            #14
                            Hallo Franz,

                            mit der Raumakustik ist das so eine Sache. Nicht jeder möchte oder kann sich einen separaten Hörraum einrichten, möchte aber trotzdem eine Realitätsanmutung haben. Eine gute Anlage in einem guten Raum kann man immer noch verbessern, indem man Acourate einsetzt. Acourate kann halt auf digitalem Wege das ergänzen, was die Analogtechnik alleine nicht kann. Unvermeidbare analoge Unzulänglichkeiten können per Rechner korrigiert werden. Wie du weißt, ist diese Perfektion auch nicht jedermanns Sache.
                            Meiner Erfahrung nach braucht es eine wirklich gute Anlage, die meinen elektronischen Korrekturanforderungen überhaupt folgen kann.
                            Das Original einer Musik findet z.B. auf einer Bühne oder in einem Club oder an einem Lagerfeuer statt. In einem Studio wird nur ein Abbild einer originalen Darbietung erzeugt und für den heimischen Hörraum vorbereitet. Damit ein klassisches Konzert in einem Konzertsaal mit Pegelspitzen über 120dB in einem Hörraum bei kleinem Abmessungen Realitätsanmutung bei 85dB erzeugen kann, muss der Tondruide heftig am Signal schrauben.
                            Es würde sich schlimm anhören, wenn man nur den Pegel absenkt. Hätte mit Realitätsanmutung nichts zu tun.
                            Wenn der Tondruide mit seinem mehr oder weniger Können nach seinem Gusto daran rumschrauben kann, dann kann ich das auch. Ich kann Veränderungen schließlich auch rückgängig machen. Also keine Gefahr.

                            Grüßle vom Charly
                            Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
                            Bin überzeugter Agnostiker
                            Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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                              #15
                              Es wird doch prinzipiell "hingebogen"!
                              Die Wiedergabe über eine HiFi-Anlage und Boxen ist doch per se ein "auf die Sprünge helfen" der Aufnahme. Das Signal kommt nun mal nicht so an meine Ohren wie es die Boxen verlässt... also wird es per se verändert.

                              Wenn ich das Signal der Aufnahme technisch möglichst "unverändert" an meine Ohren bringen will, gibts nur Kopfhörer. Jedem ist aber klar, das das nicht dem "natürlichen" Hören entspricht - weshalb es ja auch völlig anders klingt als über Boxen im Raum (Bühnengröße von ein paar cm im Innern meines Kopfes halte ich nicht für "authentisch" - da kommt bei mir keinerlei Realitätsanmutung zu Stande).
                              Ganz abgesehen von der Tatsache, daß das Signal durch die elektrischen Anlagenkomponenten auch "hingebogen" wird (schon die Diskussion ob ein NOS-DAC oder FIR-DAC das Signal mehr oder weniger "verändert", zeigt das Problem... ganz zu schweigen von Kabeln, Power-Versorgung etc...).

                              Was wir doch alle mit unseren Anlagen machen, ist den Schall der an unseren Ohren ankommt, so hinzubiegen, daß unser Gehör den Eindruck gewinnt, es würde weitgehend "authentisch" oder "Real" oder "Richtig" klingen. Wir verifizieren das an der Qualität der wahrgenommenen Höreindrücke (Transparenz, Klangfarben, Lokalisationsschärfe, Dynamik, Bühnendarstellung etc. pp.). Je besser all diese Klangeindrucke von unserem Gehör wahrgenommen werden, desto authentischer, desto realer, desto richtiger empfinden wir das... ABER, die Referenz für unsere Empfindung ist unsere Erinnerung! Von der Signalquelle, mit der wir unsere Erinnerung vergleichen wissen wir meist noch weniger... da haben wir eigentlich auch keine brauchbare Referenz - bestenfalls wen wir der Erinnerung des Tonings und seiner "hingebogenen" Studioabhöranlage vertrauen (...denn der bemisst die Qualität seiner Abhöranlage ja auch nach SEINEM Eindruck).

                              Unsere Erinnerung ist zwar erstaunlich gut, aber eben keine "messbare" Größe. Und zudem haben wir

                              Das "Hinbiegen" machen wir alle durch die Auswahl und Zusammenstellung verschiedener Geräte und Komponenten und durch die Aufstellung der Boxen und der "Raumoptimierung" - manche nutzen dann auch noch elektronische Hilfen (Equalizer, Klangsteller etc.)... letztendlich auch nichts anderes, nur mehr und nachvollziehbarere Möglichkeiten des "Hinbiegens".

                              Grüße Joachim

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