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Kunstkopf-Stereophonie für Realitätsanmutung

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    Kunstkopf-Stereophonie für Realitätsanmutung

    Hallo Freunde,

    im voraus gegangenen Thread über meine Realitätsanmutung hat sich gezeigt, dass viele Menschen ihre Realitätsanmutung aus der räumlichen Darstellung der stereophonen Wiedergabe beziehen. Da fällt mir persönlich gleich die Kunstkopf-Stereophonie ein, die ich in den 70er Jahren in Berlin bei der Funkaustellung kennengelernt habe.
    Wäre es nicht eher die Zukunftslösung, gute Kunstkopfstereophonie weiter zu entwickeln, anstatt mit Lautsprechern nur halbe Lösungen zu erschaffen?
    Könnte man nicht den fehlenden Bassdruck in irgend einer anderen Weise zur Realitätsanmutung nachbilden?

    Grüßle vom Charly
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
    Bin überzeugter Agnostiker
    Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

    #2
    Klar doch,

    Bassshaker unter die Couch schrauben. :zwink:

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      #3
      Hallo Bernd,

      das wäre eine gangbare Lösung. Allerdings wäre man dann auf den Hörplatz auf der Couch gebunden, zumindest dann, wenn man Bass spüren möchte. Mein Ziel wäre räumliche Unabhängigkeit. Drahtloser Kopfhörer oder In-Ears, damit man sich bewegen kann.

      Grüßle vom Charly
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      Bin überzeugter Agnostiker
      Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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        #4
        Das wird sich schwierig bis gar nicht gestalten lassen. Es ist doch heute so, daß Musiker, die nicht immer zeitlich zusammenkommen können, ihren Part im eigenen (heimischen) Studio einspielen, und letztendlich im Studio "zusammengeführt" werden. Für Kunstkopfstereophonie müsste die Combo zusammenkommen und vor dem mit Mikrofonen versehenen Kunstkopf spielen, und zwar "on the fly", keine Fehler machen.

        Das ist für Normaleinspielungen (Studioalben) ein Aufwand, der nicht massenkompatibel ist. Nicht selten spielen Bandmitglieder mehrere Instrumente ein und im Studio wird dann gemischt. Es ist eine schöne Spielerei, aber leider eine Randerscheinung.

        Und haben wir dann nicht dasselbe Problem wie mit den Lautsprechern? Welcher Kopfhörer ist am geeignetsten, tonal und auflösungstechnisch nichts zu verdecken?
        Zuletzt geändert von Schärfer mit Senf; 12.02.2018, 11:37.

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          #5
          Hallo zusammen,

          vor mehr als einem Jahr hat Zweihans schon mal einen Subwoofer mit dem AKG K1000 kombiniert. > http://www.open-end-music.de/vb3/sho...0&postcount=64

          Ich fand das damals vom Ansatz her sehr interessant. Allerdings habe ich auf die aus meiner Sicht notwendigen Rahmenbedingungen hingewiesen:
          - offener KH
          - Gefahr von Timingproblemen im Bassbereich
          - sturmfreie Bude (wegen der fürchterlichen Geräusche, die ein insoliert laufender Subwoofer macht)
          Wenn diese Rahmenbedingung stimmen, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das gut funktioniert.

          Sam hingegen sah den Ansatz von Zweihans damals sehr kritisch.

          Vielleicht kann Zweihans noch etwas dazu sagen.

          VG Uli

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            #6
            Charly, du willst doch immer und überall Musik haben, dich dabei bewegen und dich ungebunden fühlen. Da solltest du schauen, wo du die besten in ears her bekommst in Verbindung mit einem portablen System. Sowas gibt`s ja qualitativ hochwertig auch schon.

            Man kann nicht alles gleichzeitig haben, man muß sich entscheiden.

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              #7
              Hallo Franz,

              ich muss Kopfhörer mal wieder richtig ausprobieren. Inzwischen gibt es ja Elektronik, die auch IKLs wie mir die Bühne vor dem Kopf aufbauen. Ich persönlich brauche den Bass-Shaker nicht. Kann durchaus den sauberen Bass des Kopfhörers genießen. Den Bass habe ich für diejenigen ins Spiel gebracht, die das haben möchten.

              Grüßle vom Charly
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                #8
                Zitat von Schärfer mit Senf Beitrag anzeigen
                Das wird sich schwierig bis gar nicht gestalten lassen. Es ist doch heute so, daß Musiker, die nicht immer zeitlich zusammenkommen können, ihren Part im eigenen Studio einspielen, und letztendlich im Studio "zusammengeführt" werden. Für Kunstkopfstereophonie müsste die Combo zusammenkommen und vor dem mit Mikrofonen versehenen Kunstkopf spielen, und zwar "on the fly", keine Fehler machen.

                Das ist für Normaleinspielungen (Studioalben) ein Aufwand, der nicht massenkompatibel ist. Nicht selten spielen Bandmitglieder mehrere Instrumente ein und im Studio wird dann gemischt. Es ist eine schöne Spielerei, aber leider eine Randerscheinung.
                Hallo Bernd,

                Du hast schon recht. Es wird schwierig werden, an Musikaufnahmen in Kunstkopfstereophonie heranzukommen. Könnte aber evtl. auch mit normalen Aufnahmen schon recht interessant sein.

                Zitat von Schärfer mit Senf Beitrag anzeigen
                Und haben wir dann nicht dasselbe Problem wie mit den Lautsprechern? Welcher Kopfhörer ist am geeignetsten, tonal und auflösungstechnisch nichts zu verdecken?
                Dafür scheint mir der Myshere 3.1/3.2 prädestiniert zu sein.

                VG Uli

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                  #9
                  Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                  Hallo Franz,

                  ich muss Kopfhörer mal wieder richtig ausprobieren. Inzwischen gibt es ja Elektronik, die auch IKLs wie mir die Bühne vor dem Kopf aufbauen.
                  Hätte ich deine Hörpräferenzen, wäre ich diesen Weg längst gegangen. Und du hast Recht: Es gibt inzwischen sehr hochwertige Kopfhörersysteme, die dir die Bühne vor dem Kopf aufbauen. Wäre ich nicht überzeugter Stereo-Hörer, der zu Hause genau das will, hätte ich längst Kopfhörer. Ich höre aber anders als die meisten, ich gehe ganz bewußt zum Hören in den Hörraum und nagele mich da für ein paar genußvolle Stunden an den sweet spot. Weil ich das will und nur so in den vollen Musikgenuß komme. Du bist aber in der Hinsicht anders veranlagt. Und da würde ich dir echt empfehlen, hochwertige Musikwiedergabe mittels portablen Geräten und sehr guten in ears mal auszuprobieren. Das kann richtig klasse sein.

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                    #10
                    Mich würde da schon speziell Kunstkopfstereo interessieren. Aus meiner Sicht müßte es doch möglich sein, über Studioequipment auch die Kunstkopf-Funktion nachzubilden, also aus einzelnen Tonspuren auch Kunstkopf zu kreieren.

                    Grüßle vom Charly
                    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
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                      #11
                      Zitat von Franz Beitrag anzeigen
                      Hätte ich deine Hörpräferenzen, wäre ich diesen Weg längst gegangen. Und du hast Recht: Es gibt inzwischen sehr hochwertige Kopfhörersysteme, die dir die Bühne vor dem Kopf aufbauen. Wäre ich nicht überzeugter Stereo-Hörer, der zu Hause genau das will, hätte ich längst Kopfhörer. Ich höre aber anders als die meisten, ich gehe ganz bewußt zum Hören in den Hörraum und nagele mich da für ein paar genußvolle Stunden an den sweet spot. Weil ich das will und nur so in den vollen Musikgenuß komme. Du bist aber in der Hinsicht anders veranlagt. Und da würde ich dir echt empfehlen, hochwertige Musikwiedergabe mittels portablen Geräten und sehr guten in ears mal auszuprobieren. Das kann richtig klasse sein.
                      Jeder muss sehen, wie er seine Hörpräferenzen befriedigt bekommt. Ich weiß aus früheren Beiträgen, daß bei Charly fast den ganzen Tag Musik läuft. Sein Anspruch geht aber über reine Berieselung aus jeder Ecke hinaus, eine gewisse Realitätsanmutung muss schon gegeben sein. Sicher, er wird außerhalb des Sweet-Spots sich im Klaren sein, daß er Kompromisse eingeht, wenigstens vermitteln die MEG320k die geforderte Natürlichkeit.

                      Ich höre - wenn überhaupt - nur im Auto ständig Musik, ohne fehlt mir was. Zuhause ziehe ich mich zurück ins Studio und pflanze mich in den Sessel und mache es wie Franz, ein paar Stunden (und wenn es abends nur eine bis anderthalb Stunden sind unter der Woche) abschalten, eintauchen in die hohen Klangweihen, wie man sie nur im Sweet-Spot findet. Das ist wie eine Droge - die einzige, die ich mir gönne.

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                        #12
                        Nachdem unsere Kinder schon seit Jahren aus dem Haus sind, hätte ich genügend Räume, die ich zum Hörraum machen könnte. Mache ich aber nicht, da meine Herzdame genauso verrückt nach Musik ist, wie meiner einer .... und wir beide auch noch einen sehr ähnlichen Musikgeschmack entwickelt haben. Wir hören gerne viel Musik auf hohem Niveau, ohne uns an den Hot-Spot zu binden. Habe mir im Souterrain ein Entwicklerbüro eingerichtet. Da würde sich dann eher Kopfhörerbetrieb für hohe Anforderungen anbieten.

                        Für viele Musikliebhaber mit kleinen oder schlechten Räumen wäre Kopfhörer doch genauso die Lösung. Bei ausgefallenem Musikgeschmack belästigt man auch nicht die Mitbewohner. Wie bringen wir Musikproduzenten dazu, Kunstkopf zu produzieren?

                        Grüßle vom Charly
                        Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
                        Bin überzeugter Agnostiker
                        Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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                          #13
                          Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                          Mich würde da schon speziell Kunstkopfstereo interessieren. Aus meiner Sicht müßte es doch möglich sein, über Studioequipment auch die Kunstkopf-Funktion nachzubilden, also aus einzelnen Tonspuren auch Kunstkopf zu kreieren.

                          Grüßle vom Charly
                          Nur annähernd, die Beugungseffekte, die vom Kopf generiert werden, kann man kaum nachbilden. Es ist ja schon schwierig genug, das richtige Mikrofon bzw. dessen Charakteristik zu finden. Via Kunstkopf soll ja der menschliche Hörapparat in seiner Perfektion nachgebildet werden, also auch Schall von hinten, abgeschwächt durch die Ohrmuschel. Ich kann via Plug-Ins Instrumente (einzelne Spuren) scheinbar nach vorne oder hinten verschieben, in die Breite gehen oder gar auf Lautsprecherebene verschieben, aber das Dilemma, was man beim Mischen hat (ich mache das über Genelec im Nahfeld), ist, sich keine Phasenfehler in den Mix zu holen. Denn wir haben das schon erlebt, daß ein Mix auf den Nahfeldmonitoren prima funktioniert, aber Mono geschaltet zusammenbricht, weil sich nah beieinander liegende Frequenzbereiche auslöschen. Nun mag man meinen, man höre kein Mono, wenn aber ein Musikstück überall funktionieren soll, ist das ein NO-GO. Gottlob gibt es auch Plug-Ins, die das schon im Vorfeld sichtbar machen.

                          Die Frage, die sich stellt, ist: wie aufwändig (teuer) darf ein Mix (Mastering) werden, wenn das tatsächlich machbar wäre? Wobei wir wieder bei der Randerscheinung für ein paar audiophile Spinner wären. Ich halte STEREO da für völlig ausreichend, und halte es da wie Franz, man muss das akzeptieren, was man bekommt. Die Combo bleibt im Konzert auf der Bühne, wenn ich mich wegdrehe oder weggehe. Will ich alles hören, bleibe ich auf dem für mich ausgesuchten besten Platz.

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                            #14
                            Bevor wir aber in Richtung allgemeiner Vorteile von Kopfhörern abgleiten, möchte ich doch eher wieder die Frage priorisieren, ob Kopfhörer, richtig betrieben, nicht die bessere Lösung für Realitätsanmutung darstellen.

                            Grüßle vom Charly
                            Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
                            Bin überzeugter Agnostiker
                            Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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                              #15
                              Zitat von OpenEnd Beitrag anzeigen
                              Bevor wir aber in Richtung allgemeiner Vorteile von Kopfhörern abgleiten, möchte ich doch eher wieder die Frage priorisieren, ob Kopfhörer, richtig betrieben, nicht die bessere Lösung für Realitätsanmutung darstellen.

                              Grüßle vom Charly
                              Für Kunstkopf ja, für Stereophonie nicht. Denn beim Kopfhörer fehlen dem rechten Ohr die Schallanteile für links und umgekehrt. Daß man trotzdem einen ausgeprägten mittigen Eindruck hat, liegt an der Tatsache, daß bspw. Schlagzeug (bspw. Bassdrum) größtenteils Monoanteile beinhalten. Und beim Mastern kann via Enhancer (keine Billig-Plug-Ins) frequenzabhängig Teilfrequenzen aus der "Breite" stufenlos herausgefiltert werden, was bei Gesang auch Sinn macht, denn sonst hättest du wahrscheinlich Münder wie Scheunentore.

                              Das Einzige, was bei dir funktionieren könnte, wäre die IKL loszuwerden bzw. sich die Bühne vorne "einzubilden". Das kann nicht Jeder, von daher: Randerscheinung.

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