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Aufnahmen mit spektakulären Soundeffekten

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    Aufnahmen mit spektakulären Soundeffekten

    Hallo,
    ich möchte heute mal einen Thread eröffnen, der aufnahmegenerierte spektakuläre Soundeffekte zum Thema hat.
    Vielleicht fällt dem einen oder anderen auch was dazu ein.

    Anfangen möchte ich mit Q-Sound.
    Das ist ein Verfahren, das 3D-Effekte mit einer Stereokombination erzeugt.

    Über die Technologie findet man hier etwas, eine Liste von Alben, die Q-Sound verwenden hier und auch Demo-Files kann man hier kostenlos herunterladen.

    Q-Sound ist ein verhältnismäßig altes Verfahren (1986), das zunächst zur Vertonung von Computerspielen entwickelt wurde.
    Je besser Wiedergabeanlage und-raum, desto stabiler die Q-Sound-Effekte.
    Reflexionen im Raum sind hier eher kontraproduktiv.

    Abgesehen vom unter Audiophilen wohl bekanntesten Q-Sound-Album von Roger Waters ("Amused To Death") möchte ich auf einige andere Alben hinweisen, die stellvertretend für den unterschiedlichen Umgang mit dieser Technologie stehen.


    Als erstes wäre da Madonnas "The Immaculate Collection" von 1991 zu nennen.



    Mein Anspieltipp wäre hier "Vogue".
    Ziemlich drastische knallige Effekte hinten von den Seiten.

    Nächstes Beispiel wäre Richard Wrights (Keyboarder von Pink Floyd) "Broken China" von 1996.



    Hier werden im ganzen Raum düstere und mysteriöse Klangwelten aufgebaut.
    Anspieltipp:"Black Cloud".

    Letztes "offizielles" Q-Sound-Beispiel wären die "Soul Cages" von Sting (1991).



    Sting benutzt hier die Technik, um seine aufgenommene Tracks etwas "bigger then life" darzustellen.
    Einige Schallquellen scheinen auch hier von der Seite zu kommen, aber meist wird mit Q-Sound der Nachhall vergrößert.
    Etwas untypischer, aber dafür spektakulärer Anspieltipp:"Island of Souls".

    Ein sehr schöner Effekt ist auch beim Abschiedskonzert von Cream 2005 in der Royal Albert Hall zu finden.



    Der Beifall zwischen den Tracks ist ohrenscheinlich ebenfalls mit Q-Sound bearbeitet, er kommt nämlich von den Seiten und hinten, so daß man als Zuhörer zu Hause mitten im Publikum sitzt.

    Eine etwas schräge, aber sehr interessante Aufnahme ist "Snail Charmers" von SKNail von 2015.



    "Vinyllastiger :grinser:" Contemporary Jazz ("Glitch Jazz").
    Anspieltipp:"I Shot The Robot".

    Gruss

    Thomas
    Zuletzt geändert von tmr; 15.02.2018, 17:21.
    http://www.highfidelity-aus.berlin/
    Gewerblicher Teilnehmer

    #2
    Hallo,

    meine Referenz in Sachen Q-Sound. Felix Laband "Dark days exit":



    http://www.open-end-music.de/vb3/sho...8&postcount=29

    Ursprünglich war das mal ein Tipp von Tom539. rost:

    VG Uli

    Kommentar


      #3
      Irrrre

      Danke Thomas für diesen Knaller-Thread!
      Ich steh auf solche Sounds und Effekte. Besonders die SKNail find ich ganz großartig.
      Uli, dein Tipp mit Felix Labland ist auch suuuper. Ich hatte immer das andere Album gehört. Track 7 ist so klasse.
      Bitte weiter so!
      Wohnort: 41366 Schwalmtal, an der holländischen Grenze

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        #4
        Zwar kein Q-Sound aber für mich immer noch der Klassiker:

        http://www.harmoniamundi.com/#!/albums/1017

        Kommentar


          #5
          Uli
          Laband ist eine knallharte Nummer, da müssen vorher schon paar Whiskey`s geschlürft sein.
          Ansonsten besteh Suizid-Gefahr!
          Bei Dir schon sehr schräg, komm mal rüber und hör hier!
          :eng:
          ...mehr Senf...

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            #6
            kennt ihr das

            https://www.youtube.com/watch?v=LRQQXJpdufw



            bis denn
            Musik kann gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein.

            Kommentar


              #7
              Zitat von rook Beitrag anzeigen
              Zwar kein Q-Sound aber für mich immer noch der Klassiker:

              http://www.harmoniamundi.com/#!/albums/1017
              Jo. Damit saßen wir Mitte der 80er grinsend beim HiFi Händler des Vertrauens...

              LG
              Rainer

              Kommentar


                #8
                Visions Of Excess - sensitive Disruption

                https://images-na.ssl-images-amazon....1QTcaXn13L.jpg

                Etwas schräg, aber wirklich beeindruckend.
                Hier als Empfehlungen: startle response
                Wohnort: 41366 Schwalmtal, an der holländischen Grenze

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von shovelxl Beitrag anzeigen
                  Uli
                  Laband ist eine knallharte Nummer, da müssen vorher schon paar Whiskey`s geschlürft sein.
                  Ansonsten besteh Suizid-Gefahr!
                  Bei Dir schon sehr schräg, komm mal rüber und hör hier!
                  :eng:
                  Hallo Guido,

                  gerne - bleibt es beim 24.02.?

                  VG Uli

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von rook Beitrag anzeigen
                    Zwar kein Q-Sound aber für mich immer noch der Klassiker:

                    http://www.harmoniamundi.com/#!/albums/1017
                    In der Tat eine exzellente Aufnahme ! Mein Cover sieht aber so aus:



                    Ist bei mir in 192/24 auf Festplatte.

                    VG Uli

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von tmr Beitrag anzeigen

                      Eine etwas schräge, aber sehr interessante Aufnahme ist "Snail Charmers" von SKNail von 2015.



                      "Vinyllastiger :grinser:" Contemporary Jazz ("Glitch Jazz").
                      Anspieltipp:"I Shot The Robot".
                      Hallo Thomas,

                      irre, echter Q-Sound ! Etwas schräg ist es aber wirklich :zwink:.

                      VG Uli

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von maasi Beitrag anzeigen
                        In der Tat eine exzellente Aufnahme ! Mein Cover sieht aber so aus:



                        Ist bei mir in 192/24 auf Festplatte.

                        VG Uli
                        Hat jemand noch die Erstausgabe auf Vinyl wo die Modulation bis in die Auslaufrille geht?

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                          #13
                          Ja, habe die alte LP

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Alpineberlinette Beitrag anzeigen
                            Ja, habe die alte LP
                            Hallo,
                            ich hab und hatte immer diese Version der La Folia von ATR:



                            In den Achtzigern war die Aufnahme bei allen Messen und allen sonstigen Vorführungen zu hören und der Besitz heilige Pflicht für jeden Audiophilen.

                            Zum Thema Felix Laband:
                            In 2002 ist eine Aufnahme von ihm erschienen:



                            "4/4 Down The Stairs"

                            Hier arbeitet er noch viel mit Out-of-Phase und sonstigen Phasenverschiebungen, um die Lokalisation seiner Schallquellen zu beeinflussen.
                            Wenn man im Kopf Karussell fahren möchte, sollte man sich z.B. "1984" anhören, um von einer warmen und wattigen Klangwolke eingehüllt zu werden, sollte man sich z.B. "This Is That" anhören.



                            Aber man kann mit Phasenverschiebungen nicht nur Lokalisation, sondern auch Klangfarben beeinflussen.

                            Zu einem der spektakulärsten Effekte gehört der "Phaser-Effekt", der zu Beginn der Psychedelik-Ära von vielen Musikern als Stilmittel eingesetzt wurde.
                            Im Unterschied zum Q-Sound, der i.d.R. erst beim Mix gestaltet wurde, wurde der Phasing-Effekt meist direkt von den Musikern während der Aufnahme zur Verfremdung ihres Instruments verwendet.

                            Er wird erzeugt durch ein Filter mit mehreren Auslöschungen und Erhöhungen im Frequenzspektrum, deren Frequenzen üblicherweise moduliert werden, so dass sich der Effekt periodisch ändert.

                            Das erste Mal tauchte der Phaser-Effekt bei den Small Faces 1967 ( auf "Itchycoo Park") in Mono auf, bei Jimi Hendrix 1967 in Stereo ("Little Wing" auf "Axis Bold as Love")



                            und dann sehr ausgeprägt 1968 in "Electric Ladyland" ("Voodoo Chile - Slight Return").



                            Als übrigens 1968 "Electric Ladyland" in Europa gepresst werden sollte, gab es erstmal Ärger. Die korrekten, aber etwas naiven Mastering-Ingenieure bei Polydor haben die "defekten" Tracks phasen-korrigiert, so daß die Original-Effekte erst auf den remasterten US-Versionen von MCA aus den 90zigern zu hören waren.

                            Eine der seinerzeit bekanntesten Aufnahmen in Phasertechnik ist 1968 auf dem Album "Super Session" von Bloomfield, Kooper, Stills zu finden:



                            "You don't love me"

                            sowie das Schlagzeugsolo von Sweet Smoke 1970 auf dem Album "Just a Poke" in "Silly Sally".



                            Später hat zum Beispiel Neil Young im Zuge des Psychedelik-Revivals 2012 auf "Psychedelic Pill" im Titelstück Phaser-Effekte eingesetzt.


                            ebenso wie z.B. in "Le Noise" von 2010 ("Sign of Love").



                            Gruss

                            Thomas
                            http://www.highfidelity-aus.berlin/
                            Gewerblicher Teilnehmer

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                              #15
                              Mal eine leichte OT Frage.
                              In den 90ern gab es von Vaja Con Dios eine Platte auf der sich ein extrem "räumliches" Stück befand. Ich meine das letzte Stück auf der ersten Seite, irgendwas mit Prayer. Klanglich war es mit sehr viel Schlagwerk das sich langsam auf die Mikros zubewegte auffällig. Ich finde es bei Google und auch bei den auf Amazon gelisteten Platten nicht.

                              LG
                              Rainer

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