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Vorstufe - klein, präzise, selbstgebaut...

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    Guten Abend,

    nun möchte ich kurz berichten was ich gestern Abend bis in die Nacht hinein gehört habe. Heute ab etwa 23.00 Uhr geht es natürlich weiter. Zunächst habe ich gestern den Trace ausgephast und mit einem der Netzkabel The Essence (sh. Foto unten, 2 Stck. im Hintergrund aus der Werkstatt) an denselben Sternverteiler angeschlossen, an dem auch der Vector hängt. Im Foto sieht man das Netzkabel quer durchs Bild vor dem CDP verlaufen; es ist derart steif und lässt sich nicht um die Längsachse verdrehen, so dass evtl. später in Ruhe eine geeignete Verlegung gefunden werden muss. Fürs erste Reinhören war mir das egal. Auch das gesamte übliche Prozedere das ich sonst vor jedem Hörtest durchführe (Purist Audio Enhancer - CD, Gryphon Entmagnetisierer usw.) habe ich mir erstmal geschenkt. Auch sind die Bespannungen auf den Lautsprecherfronten drauf geblieben - die SHT habe ich allerdings abgehängt - und ich habe ganz bewusst am Anfang keine audiophilen CDs ausgesucht, sondern zu Beginn eine alter Popscheibe aus dem Jahr 1986 herausgekramt. Hier einer der bekannteren Titel aus diesem Album von Phil Carmen:

    https://www.youtube.com/watch?v=kL5frVaryjY

    Auch habe ich, bevor entsprechende Kritik erfolgt, keinen perfekten Lautstärkeabgleich vorgenommen, ich wollte einfach nur mal den Trace hören, mehr nicht. Zuvor habe ich mir das Album mit der Restek-Kette angehört, danach den Trace angeschlossen, und die CD erneut gestartet. Was mir dabei aufgefallen ist:

    - Mein allererster Eindruck war: Alles wirkt sehr genau, sehr geordnet, irgendwie sehr präzise und leicht nachvollziehbar im Raum positioniert. Auch mit dem Vector kann ich bei geschlossenen Augen genau auf die Position zeigen in der ein Instrument, eine Gesangsstimme, ein Glöckchen oder was auch immer erklingt. Mit dem Trace gelingt das aber noch einmal müheloser, man erkennt sofort was da wo ist, auch und vor allem in die Tiefe des Raumes, also hintereinander gestaffelt. Die Konturen der einzelnen Klangereignisse sind dabei extrem sauber umrissen, so etwas wie "Höfe" um die Instrumente oder um die Stimme herum konnte ich dabei nicht feststellen. Zugleich hatte ich den etwas beklemmenden Eindruck in Verbindung mit der bange Frage, ob das nicht zu viel an Genauigkeit, ein zu viel an Ordnung und Geradlinigkeit sein könnte. Ob angesicht dieser geradezu unerschütterlichen preußischen Exaktheit nicht der Spaß auf der Strecke bleiben könnte. Diese anfängliche Besorgnis verflog aber mit jedem weiteren Titel immer mehr und mehr; das Gehirn benötigt scheinbar etwas Zeit diese neuen Eindrücke zu verarbeiten, sich auf diese ungewohnte Gangart einzulassen, sie zu akzeptieren und letztlich zu goutieren. Wie gesagt, das waren nur meine allerersten spontanen Eindrücke die ich ungeschützt hier hinschreibe.

    - Ein weiterer Unterschied zum Vector zeigte sich bei den (ich bin nicht sicher) Klangfarben, insbesondere bei den Stimmen. Wer schon einmal Hochglanzfotos im Playboy angeschaut hat, dem ist sicherlich schon die Frage in den Sinn gekommen: "Where is the meat...?" So stelle ich mir gerade verwundert die Frage: "Where was the meat with the vector...? Have I missed any kind of meat...?" Offen gestanden habe ich diesbezüglich beim Vector nie etwas vermisst, hielt die Stimmen für substanziell genau richtig und mit der richtigen Balance versehen, nicht zu hell, nicht zu dunkel, nach meiner Auffassung eben gerade richtig. Der Trace verändert daran überhaupt nichts, die Klangbalance scheint dieselbe zu sein, aber über den Trace wirken die Stimmen irgendwie mit mehr Autorität versehen, mit mehr natürlicher Präsenz innerhalb des Klanggeschehens. Nicht lauter, nicht leiser, nicht vordergründiger oder zurückgenommener, farblich eigentlich nicht anders, sondern einfach nur mit mehr gelassener Selbstverständlichkeit. Himmel, wie soll man sowas denn auch ausdrücken...??? Mehr Autorität, das scheint mir die richtige Umschreibung zu sein.

    - Ein dritter Unterschied der auch sofort "da" war, liegt für mich im Tieftonbereich, besser gesagt im Tiefsttonbereich, irgendwo im Übergangsbereich zum Infraschall, eher fühlbar als noch hörbar. Ein paarmal habe ich mich erschrocken gefragt was das wohl war und woher das kam. Bei beiden Vorverstärkern ist der Tieftonbereich knochentrocken und exzellent durchhörbar, aber irgendwie schiebt der Trace ganz unten offenbar mit noch mehr Nachdruck, "baucht" große Felle noch etwas mehr, und skaliert im Tieftonbereich auch etwas genauer als der Vector es tut. Aber aufgrund der Kürze der Zeit sind das alles nur erste Wahrnehmungen die ich gestern "auf die Schnelle" und unter unspezifizierten Bedingungen mitnehmen konnte.

    - Ach ja, die Auflösung. Der Hochtonbereich ist beim Trace ein Genuss par Excellence, das kann der Vector so nicht. Obwohl die höchsten Höhen eher etwas dunkler (oder nur substanzieller?) wirken als beim Vector, erscheinen sie klarer umrissen und genauer verfolgbar zu sein als beim Vector..., aber nochmal, das sind nur meine ersten und spontanen Gedanken zu dem was ich bisher gehört habe, nachher geht es damit weiter.

    Das Bild vom gestrigen Abend könnte überschrieben sein mit: "Wer findet den Preamp...?" Der Kosename Dark shadow kommt nicht von ungefähr, ohne die LED bzw. wenn diese ganz heruntergedreht sind findet man das Teil im abgedunkelten Hörraum kaum noch, wie ein dunkler Schatten eben... ;-)

    Noch ein Hinweis für diejenigen denen der weit aufgedrehte Lautstärkeregler auffällt. Das ist beim Vector nicht anders, auch der steht bei gehobener Zimmerlautstärke bei ungefähr 02.00 Uhr, weil ich vorsichtshalber die Eingangsempfindlichkeit der Endstufe zurückgenommen habe, um Einschalt-Plops des Trace bei laufender Endstufe prüfen zu können. Macht er aber nicht.

    Und bitte nicht ungerecht zum Restek Vector sein. Das ist ein toller Vorverstärker, und zudem (für mich) eine wirkliche Augenweide. Was man bei einem solchen Vergleich keinesfalls vergessen darf ist der Preis: Ich weiß zwar nicht genau was der Trace später einmal kosten soll, habe nur eine ungefähre Vorstellung davon, aber ich gehe mal davon aus sein Preis wird deutlich höher angesiedelt sein als der des Restek. Bitte das immer im Hinterkopf zu behalten.

    Viele Grüße: Wolfgang


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Vorverstärker Trace - Abgedunkelter Hörraum-b.jpg Ansichten: 0 Größe: 51,4 KB ID: 548549
    Zuletzt geändert von Janus525; 20.05.2020, 23:14.
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        Hallo und guten Abend, besser gesagt guten Morgen.

        Gut zwei Stunden nach Mitternacht will ich schnell noch einige Infos über den Trace loswerden, mit dem ich in der letzten und in dieser Nacht intensiv über viele Stunden gehört habe. Das Gerät war dabei rund um die Uhr am Stromnetz. Beim Handauflegen zeigt sich, das Gehäuse erwärmt sich nur wenig, es dürfte trotz des langen Dauerbetriebes eine Temperatur um oder knapp über meine(r) Körpertemperatur erreicht haben, so um harmlose 35-40 Grad schätze ich.

        Als erstes will ich noch einen der ersten Eindrücke korrigieren der sich heute nicht mehr bestätigt hat. Geschrieben hatte ich von einer "...möglicherweise zu exakten preußischen Gangart, die vielleicht den Spaß an der Sache verderben könnte." Zwischenzeitlich ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Auch denke ich, dass zwar ganz am Anfang eine Adaption meines Gehirns stattgefunden hat, mittlerweile glaube ich eher an einen Einspielvorgang des Verstärkers der die Wahrnehmung erzeugt hat. Jedenfalls wirkt das Klangbild jetzt noch etwas freier und leichtfüßiger als am Anfang, und es macht wirklich eine Menge Spaß mit diesem Teil zu hören.

        Bislang ist das nur mit ein und derselben Quelle erfolgt, mit dem Restek CDP. Da ich aber am Trace auch andere Quellen ausprobieren möchte, insbesondere meine(n) Plattenspieler, und natürlich auch gestreamte Musik aus dem Netz, habe ich weitere Anschlüsse vorgenommen. Zuvor hatte ich noch die Geräte im Rack anders angeordnet wie man auf den Fotos unten sieht. Der Vorverstärker steht nun auf einem eigenen Rackboden, was der vorherigen Variante sicher vorzuziehen ist. Hinzu kommt das geringere Einstauben unterhalb der Rackebene. So attraktiv die profilierten Seitenteile auch aussehen mögen, und so viel Stabilität sie dem Gehäuse auch bieten werden, im Hinblick auf Staubansammlungen in den Nuten und Rillen sind sie eher suboptimal. Auch nach dieser Umstellung ragt das obere Gerät - in diesem Fall der Radiant - rund sechs Zentimeter zu hoch in die verspiegelte Fläche hinein; das stört mich beim Hören mit offenen Augen. Es lässt sich aber leicht verändern, da ich die Teile des Audio Magic Racks ohnehin in eigener Werkstatt herstellen bzw. die vorhandenen Teile jederzeit kürzen kann.

        Den Plattenspieler lasse ich nach wie vor über den Vector laufen und gehe dazu vom fixen Tape - Ausgang in den Eingang No. 2 des Trace. Ob und wie gut das funktioniert will ich morgen einmal ausprobieren. Auch den erstne meiner drei separaten Wandler habe ich schon aufgebaut und angeschlossen. Wollen doch mal schauen bzw. hören wie genau der Trace die Texturen dieser drei unterschiedlich klingenden Wandler auseinanderhalten kann. Nach dem was ich bislang hier hören konnte dürfte ihm das vermutlich keinerlei schwierigkeiten bereiten.

        Auch sehr spannend finde ich die Frage, ob bei der Wiedergabe von Schallplatte nach wie vor der Vector es ist, der das Klangbild verstärkerseitig dominiert..., oder ob der Trace dem Klangbild in dieser speziellen Anordnung seine Stempel aufdrücken wird. Das wird bestimmt interessant werden.

        Viele Grüße: Wolfgang

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Name: Vorverstärker Trace - Rackumbau-b.jpg
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          Hallo allerseits,

          wobei ich nicht sicher bin ob hier überhaupt noch jemand mitliest. Gestern hatte ich geschrieben:

          "Auch sehr spannend finde ich die Frage, ob bei der Wiedergabe von Schallplatte nach wie vor der Vector es ist, der das Klangbild verstärkerseitig dominiert..., oder ob der Trace dem Klangbild in dieser speziellen Anordnung seine Stempel aufdrücken wird."

          Zwischenzeitlich kann ich diese Frage beantworten, aber der Reihe nach. Nachdem die Anlage vollständig eingeschaltet und etwas warmgelaufen war, habe ich den Plattenspieler gestartet und den Trace auf Eingang zwei umgeschaltet. Sofort war ein deutliches Brummen aus beiden Kanälen zu hören. Also schnell den Ground Lift Schalter an der Rückseite des Trace geschlossen und schon herrschte Ruhe. Zum Klangbild: Ich kann keine nennenswerten Unterschiede dem gegenüber erkennen, wenn der Vector das entzerrte Phono-Signal direkt an die Endstufe liefert. Egal also ob der Trace dazwischen geschaltet ist oder nicht, es klingt für mich zwar sehr gut und überaus befriedigend, aber ansonsten..., tja..., gleich eben.

          Aber wie kann es sein, werden sich manche vermutlich fragen, dass bei der CD-Wiedergabe ein so großer Klangunterschied aufgetreten ist, bei der Plattenwiedergabe aber nicht...? Wenn man einen Moment darüber nachdenkt liegt die Antwort auf der Hand. Der Trace schickt das entzerrte und verstärkte Phono Signal, das ihm vom Vector über die Tape out Ausgänge angeboten wird, an die Endstufe weiter. Das Signal ist aber nur so gut wie der Vector es zulässt..., und "irgendwie besser machen" kann es auch der beste Vorverstärker nicht wirklich. Anders bei der CD-Wiedergabe. Hier kam das Signal unmittelbar aus dem Radiant und gelangte - ohne den Vector im Signalweg - zum Eingang des Trace. Besser machen als es da war konnte es der Trace auch in diesem Fall nicht..., aber er konnte aufzeigen welches enorme klangliche Potenzial im Restek-CDP schlummert. Und genau das gelingt dem Vector aus gleichem Haus eben nicht. Auch hier zeigte sich wieder die schiere Klasse des Trace..., aber diese Klasse hat natürlich auch einen hohen Preis.

          Nein, damit meine ich nicht den Kaufpreis, sondern den "Preis der Erkenntnis" den ein Anlagenbesitzer zwangläufig zahlen wird, der sich einen solchen Vorverstärker wie den Trace hinstellt und darauf hofft, hierdurch möge nun sozusagen ganz von alleine gleich alles viel besser und toller und highendiger klingen als zuvor. Das dürfte eine schwerwiegende Fehleinschätzung sein, graduell mag das auch stimmen, aber der wirklich bestimmende Faktor wird die Qualität der Quelle sein, so viel kann ich jetzt schon sagen. Und wenn diese Quelle nur mittelmäßig oder gar minderwertig ist, dann wird sich das am Trace unzweifelhaft zeigen. Warten wir mal ab was geschieht wenn erst die verschiedenen Wandler an den Trace angeschlossen werden.

          Viele Grüße: Wolfgang


          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Vorverstärker Trace - Phonowiedergabe-a.jpg Ansichten: 0 Größe: 74,2 KB ID: 548795 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Vorverstärker Trace Phonowidergabe-e.jpg Ansichten: 0 Größe: 66,5 KB ID: 548796 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Vorverstärker Trace in-out.jpg Ansichten: 0 Größe: 56,2 KB ID: 548797
          Zuletzt geändert von Janus525; 23.05.2020, 01:44.
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            Hallo Wolfgang,

            ich lese begeistert mit!

            Vielen Dank für deine Mühe!!!

            Beste Grüße,

            Jörg

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              Ahhh, toll...!

              Danke für das Feedback, Jörg, ich dachte schon ich bin hier alleine auf weiter Flur.

              Viele Grüße: Wolfgang
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                ich bin auch dabei

                Grüß Thomas

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                  Hi Thomas, prima...!

                  Wenn euch irgendwas besonders interessiert, oder wenn ich irgendwas ausprobieren soll, bitte einfach melden. Im Moment habe ich die Zeit dazu...

                  Viele Grüße: Wolfgang
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                    Moin Wolfgang,

                    obwohl für mich der Trace überhaupt nicht in Frage kommt lese ich gerne Deine Berichte

                    gruss Dirk

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                      Danke Dirk...!

                      Der Trace wird für viele Leute vermutlich nicht in Frage kommen. Trotzdem macht es Spaß mal mit so ´nem Teil zu hören. Mich macht das regelrecht betroffen erkennen und akzeptieren zu müssen, was mein heiß und innig geliebter Restek Vector alles nicht kann, was mir ohne den unmittelbaren Vergleich aber nie aufgefallen ist..., und was dafür der CDP Radiant alles so drauf hat wenn man ihn nur lässt.

                      Viele Grüße: Wolfgang
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                        Hallo Wolfgang

                        Ein klasse Hör-Bericht von Dir , mit interessanten Erkenntnissen.
                        Trace scheint wirklich sehr sehr durchlässig zu sein , ohne Verluste.

                        Da wird Mancher evtl. schon mal sein Vorverstärker Konzept überdenken.

                        Ich liebe es wenn VVs durchlässig sind , leider ist das ganz selten.

                        Und Gratulation an Frank für diese tolle Entwicklung von Trace , zwar aufwendig , mit edelsten Bauteilen , aber sehr gut.
                        Ps. : So hatte ich es , vom Konstrukt her und Schaltungsbeschreibung auch erwartet

                        Schönen Hörgruss. Klaus

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                          Hallo,

                          bis ich meine Krell EVO hatte, hat mir der Vorverstärker auch immer etwas geklaut.
                          Danach war Schluss.
                          Schade, dass der Trace nur unbalanced ist, das kommt für mich keines Falls mehr ins Haus.

                          Grüsse Jürgen

                          Kommentar


                            Zitat von Janus525 Beitrag anzeigen
                            Ahhh, toll...!

                            Danke für das Feedback, Jörg, ich dachte schon ich bin hier alleine auf weiter Flur.

                            Viele Grüße: Wolfgang
                            Hallo Wolfgang,

                            hier ist niemand allein - auch ich freue mich über jede Deiner Zeilen.

                            Was die Defizite Deines bisherigen VVs bzw. die Erkenntnis über die tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten Deines CD-Players betrifft, die bisher durch die Vorstufe limitiert wurden: damit bist Du ebenfalls nicht allein.
                            Gerade in letzter Zeit habe ich einige Berichte von anderen Musikfreunden gelesen, die ihre teils sündteuren Vorverstärker aus den Digitalketten entfernt haben und seitdem direkt mit dem DAC in die Endstufen gehen, weil sie nicht glauben konnten, was hier noch einmal alles rauszuholen war, nur indem man etwas weg lässt.

                            Ich glaube, auch hier gilt wie so oft: nur das, was nicht da ist, kann auch nicht stören. Und wenn die eigentliche Quelle gut genug ist und keinen Push bzw. kein Sounding durch den VV braucht (da wäre der Trace vermutlich eh das Falsche), man keine Eingänge für mehrere Zuspieler benötigt und eine Pegelanpassung bspw. per Software möglich ist, gibt es eigentlich keinen Grund, noch einen VV dazwischen zu schalten.

                            VG,
                            Thomas

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                              Hallo Jürgen
                              Du hast recht Balanced hat , je nach Anlagenstruktur , evtl. gewisse Vorteile .

                              Ein immer klanglicher Nachteil von Balanced ist , wenn man sich die elektronische Schaltungsart von Balanced anschaut , jedoch , das mindest 2 Operationsverstärker oder Elektronikstufen mehr im Signalweg liegen , meist sogar noch mehr , also klangliche Beeinflussung haben,,,,das ist halt so.

                              Was Balanced an Störungsminderung bringt , wird dadurch zum grossen teil klanglich wieder eleminiert , oder sogar bei vielen dieser Geräte verschlechtert,,,,ein 2 schneidiges Schwert,,,,ausser im Studiobereich , da ist Balanced fast unumgänglich.

                              Im Heimbereich sehe ich Balanced , da ich kurze elektronische Wege bevorzuge , eher als klanglichen Nachteil.

                              Das heißt , wenn dein Krell ( bei gleichem Gerät mit gleicher Elektronik ) vernünftig ( also sehr gute Schaltung ) als Unbalanced ausgelegt wäre , würde er tatsächlich noch eine Nuance besser spielen , so meine Meinung.

                              Gruss. Klaus

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                                Zitat von Tuner Beitrag anzeigen
                                Trace scheint wirklich sehr sehr durchlässig zu sein , ohne Verluste.Klaus
                                Hallo Klaus,

                                so stellt es sich mir bis jetzt auch dar. Das wird nicht jedem gefallen, da bin ich sicher. Zumindest nicht denjenigen die ihre Geräte in der Vergangenheit mühsam mit eher mittelmäßigen Komponenten aufeinander abgestimmt haben. Viele normale Anlagenbesitzer, die in der Materie nicht so drinstecken wie wir hier, erwarten doch sicherlich eine sofort hörbare Klangverbesserung wenn sie ihre Geräte an einen solchen Vorverstärker wie den Trace anschließen. Wie groß muss die Enttäuschung sein tausende von Euro ausgegeben zu haben, und es klingt nicht viel anders als vorher...? Wie auch, wenn das von der Quelle zugespielte Signal nicht sehr hochwertig ist. Jemand der bereits über eine höchstwertige Quelle verfügt, der dem Vorverstärker aus welchen Gründen auch immer zu wenig Bedeutung beigemessen hat, der könnte plötzlich aus allen Wolken fallen. Sowas Ähnliches erlebe ich ja gerade auch.

                                Wie Du auf den Fotos erkennst ist der Lautstärkeknopf am Trace immer noch recht weit aufgedreht, weil ich die Empfindlichkeit der Endstufe noch nicht verändert habe. Das hat den unschätzbaren Vorteil, dass ich die Wandler mit ihren ungeregelten Ausgängen direkt an die Endstufe anschließen kann ohne dass es zu laut wird. Bei dieser Art des Anschlussen stellt sich sehr schnell heraus welcher Wandler wie klingt. Schalte ich bei den folgenden Versuchen den Trace dazwischen, wird sich nach meiner Einschätzung ebenfalls sehr schnell erweisen was er hinsichtlich Transparenz, Raum, Selbstverständlichkeit usw. wirklich taugt.

                                Viele Grüße: Wolfgang
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