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Vorstufe - klein, präzise, selbstgebaut...

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    #46
    Zitat von tmr Beitrag anzeigen

    Zum Highend gehört m.M.n. nach auch absolute Betriebszuverlässigkeit bzw. Langlebigkeit, wenn der meist recht hohe Preis irgendwie gerechtfertigt sein soll. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
    Kann man gar nicht oft genug sagen.:zustimm: Was da am Markt gelegentlich alles als "Highend" angeboten wird, ist schon mehr als fragwürdig.

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      #47
      Zitat von Franz Beitrag anzeigen
      Kann man gar nicht oft genug sagen.:zustimm: Was da am Markt gelegentlich alles als "Highend" angeboten wird, ist schon mehr als fragwürdig.
      Die High End Gerätschaften werden ja auch zu 99% von Aussen betrachtet (auch bei Fotos mit offenem Deckel). Hier zählt fettes Alu und viel Chrom, was da unter der Haube brutzelt können die meissten eh nicht beurteilen feif: (mich eingeschlossen z.B. bei der Ella)...
      Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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        #48
        Hallo,
        hier wie versprochen die Bilder von der Relaisgesteuerten Lautstärkeregelung.

        War ja damals Anfang der 90er der letzte Schrei - deshalb dachten wir....
        ok testen wir und schauen bzw. hören, ob wir die erwarteten Vorteile, wie primär Kanalgleichlauf und Signalwegvereinfachung hinbekommen.

        Vereinfachung dahingehend, dass wir in das Stellwerk gleich noch die Balancefunktion mit eingebaut haben.
        Braucht man ja eigentlich nicht - aber manchmal halt doch.
        Das bot sich hier an, weil die Balance ohne Veränderung der Schaltung quasi als Dreingabe da ist - man muss sie nur bedientechnisch implementieren.

        OK, das ist eine experimentelle 2 Kanal Vorstufe mit einem Paar Ein / Ausgänge.
        Momentan sind immernoch die LH242 drauf...sie hat Vishay Metallfolien Widerstände an Eingang und OPs, sehr gute Relais, die vor allem für schnelle Schaltvorgänge geeignet sind...
        Wir haben verschiedene OPVs probiert, später noch die Elkos vergrößert - deshalb ragen die oben so raus - ursprünglich war die Bestückung nicht höher als die Relais.

        Das ist jetzt also eine wirklich kleine Vorstufe...:zwink:

        Auf der unteren Platine befinden sich die Spannungsregler und die Steuerung. Es gibt noch eine parallele Schnittstelle, über die kann man die Schaltpositionen auch von außen direkt setzen...das vereinfacht das Vermessen und den gesamten Entwicklungsvorgang.
        Ausserdem dient sie als Schnittstelle nach außen.

        Die Schaltung arbeitet ohne jegliche Taktung.
        Es gibt um den Volumeknopf einen umlaufenden Kreis aus LEDs der unten offen ist - wie ein Omega
        Das können theoretisch bis zu 256 Stk sein - :stop: also - was man halt physisch unterbekommt.
        Man kann Punkt oder Balkenanzeige auswählen
        Bei Punktanzeige leuchten die beiden Endpunkte als Orientierung und ein dritter Punkt zeigt die eingestellte Lautstärke.

        Durch drücken des Volumeknopfes schaltet man zwischen den Modis um.
        Auf den Bildern erkennt man den Microtaster hinter der Achse des Schrittmotors.
        Wir nutzen also das geringe Axialspiel des Motors um den Taster zu drücken.
        Das funktioniert haptisch sehr gefällig und funktioniert zuverlässig.

        Im Balancemodus leuchten beide Endpunkte des LED Kreises und zusätzlich der oberste zentrale Punkt - Durch drehen des Vol Knopfes nach rechts oder links wandert der zentrale Punkt und zeigt die eingestellte Balanceverschiebung, die sich der Speicher merkt.
        Durch erneutes Drücken kommt man zurück in den Vol Modus bzw nach einer einstellbaren Zeit geht die Steuerung automatisch zurück.

        Der Schrittmotor hat momentan 150 Schritte oder so...wir haben auch feinere und gröbere probiert.
        Wenn man am Vol Knopf dreht und der Motor eine Stellung "weiterknackst" kommen an den 4 Phasenausgängen des Schrittmotors ein Muster an induzierten Spannungsimpulsen.

        Diese werden bereits am Motor gefiltert, begrenzt,und in ein zur Verarbeitung entschärftes und homogenisiertes Signalgebracht.

        Die Elektronik wertet diese Muster aus und erkennt, ob nach rechts oder links gedreht wurde.
        Sollte ein Balancewert eingestellt sein, wird dieser Wert beim Volume einfach vorgerechnet, heisst eine Seite wird schlicht versetzt hochgezählt.

        Das Stellwerk Ist ein R2R und arbeitet linear.
        Es gibt 256 Schaltstufen mit 0,375 dB Abstand.
        Der Stellwert ändert sich in Abhängingkeit dessen, was das Eingangssignals als 0dB Wert beinhaltet.


        In einem Endgerät würden wir auf 512 Schaltstufen hochgehen und einen sehr feinen 200er Step Motor verwenden

        Das Netzwerk schaltet im laufenden Betrieb und ohne Trennung direkt den Signalweg.
        Es gibt manchmal ein ganz kleines knistern eher blubsen dumpf und weit im Hintergrund.
        Da vermuten wir ein paar Relais die nicht optimal schnell schalten.
        ( die waren schon vorher länger in Benutzung )

        Ansonsten hört man quasi nichts von den Schaltvorgängen was stören würde. man kann ganz langsam Schritt für Schritt schalten - aber auch ruckartig ganz schnell drehen - das Netzwerk folgt zuverlässig und verschluckt keinen einzigen Drehimpuls.

        Ok, so sieht das kleine Experiment aus.
        24 Jahre alt aber technisch immernoch funktionsfähig.
        rost:

        Viele Grüße Frank
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        Zuletzt geändert von ninioskl; 20.04.2018, 17:35.

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          #49
          Zitat von ninioskl Beitrag anzeigen
          Der gesamte Vorverstärker kostet weniger als 150 Euro, wenn er fertig ist. Wobei da die OPVs noch nicht mitgerechnet sind.
          Naja das sehen wir später.
          rost:
          Viele Grüße Frank
          Hallo Frank,

          150,- Euro plus Op-Amps, das ist ein Wort...! Allerdings kommen bei einem Nachbau ja noch die Printplatte dazu, die Cinchbuchsen, das Gehäuse, der Trafo usw. Oder ist das etwa in den 150,- Euro schon alles drin...? Nee oder...???

          Viele Grüße: Wolfgang...rost:
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            #50
            Hallo Wolfgang,
            Die Chinchbuchsen kosten 30Ct /Stk..
            Das Gehäuse - würde was kosten - das von uns benutzte war halt grad da.
            Die Platine selbst kostet als Rohmaterial nur 2 Euro
            Der Trafo 16,50 Euro Die 16 F&Ts 1,10Euro /Stk
            Die Regler 2,50... Die Elna Elkos 25Ct /Stk
            Das Poti 23 Euro der Drehschalter vielleicht 10.
            8 ÖL-Silberglimmer für zusammen 8 Euro
            Dazu Kabel im Wert von 2 Euro +10 vergoldete Präzisionsfassungen für die OPVs,
            dann die Widerstände, Trimmer, Foliencaps, Gleichrichter,ein paar Dioden und LEDs 2 Metallknöpfe, und sonstiger Kleinkram macht zusammen nochmal 35 Euro.

            Final 10 Stk der AD797 - wobei man sicherstellen sollte auch ECHTE Analog Devices Produkte zu erwerben und keine gefälschten !

            Die Arbeitszeit, incl CAD unterstützter Entwicklung bis Bau und Fertigstellung ist hier jetzt überhaupt nicht eingerechnet.

            Die Arbeitszeit besteht auch nicht nur aus der reinen Entwicklungs und Bauzeit dieses speziellen Gerätes - sondern eigentlich auch aus ungezählten Stunden von Erfahrungen...Austausch mit anderen Entwicklern...eigenen vorherigen Projekten und der Lernphase durch Analyse dessen was andere so bauen bzw was deren Konstruktionen "hergeben".

            Deswegen kann man den tatsächlichen Stundenaufwand nicht genau sagen.

            Was aber schon erstaunlich ist, wie gering der eigentliche Materialaufwand ist.
            Dabei haben wir ja noch aus dem Vollen geschöpft - z.B. bei den Filterkapazitäten...

            In abgewandelter Form, mit mehr Eingängen und Symmetrischen Anschlussmöglichkeiten läge eine Kleinserie mit 100Stk incl. perfektem Gehäuse wohl bei nicht mehr als 400 Euro Materialkosten pro Vorstufe +Fertigung.
            Also Bauteileselektion + Bestücken + Montage...

            Abgesehen davon..hör das Gerät erstmal, vielleicht lohnt sich ein Nachbau klanglich garnicht feif:
            Unten noch ein Bilder vor der Endmontage, die OPVs und erster Testbetrieb

            Grüße Frank
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            Zuletzt geändert von ninioskl; 07.05.2018, 22:33.

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              #51
              Zitat von ninioskl Beitrag anzeigen
              Abgesehen davon..hör das Gerät erstmal, vielleicht lohnt sich ein Nachbau klanglich garnicht feif:Grüße Frank
              Keine Ahnung, Frank, aber ich werde es herausfinden...:zwink: Dabei gibt es ja nur zwei "Gegner", Restek Vector (links) und Burmester 846 (rechts). Natürlich kommen die Bretter unter den Lautsprechern noch weg, und die Ständer kommen in die Position in die sie gehören. Wird aber sicher noch zwei oder drei Tage dauern, die Sachen sind zwar alle bestellt aber noch nicht geliefert. Ich habe heute mal nachgeschaut, das sind tatsächlich gut vier Parkettriegel Differenz zur gewollten Position, so wie Du schon vermutet hattest.

              Viele Grüße: Wolfgang...rost:
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                #52
                Hallo Frank,

                lt. DHL soll der Vorverstärker morgen Vormittag bei mir eintreffen. Bin mal gespannt...

                Viele Grüße: Wolfgang...rost:
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                  #53
                  So, die Vorstufe vom Frank ist jetzt da und steht bereits auf ihrem vorbereiteten Rackelement. Bevor sie ankam hatte ich noch etwas Zeit und habe nochmal schnell die Schalter der Quellenumschaltung und der Lautstärkereglung der Burmester-Vorstufe gereinigt. Die bestellten Materialien lassen noch auf sich warten, der erste Hörtest könnte also frühestens Anfang / Mitte kommender Woche stattfinden. Zuvor muss auch der Subwoofer noch sauber aufgestellt und eingemessen werden. Dauert also alles noch etwas.

                  Viele Grüße: Wolfgang...rost:
                  .
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von Janus525; 09.05.2018, 20:41.
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                    #54
                    Guten Abend allerseits,

                    nachdem heute Post angekommen ist, die ich eigentlich erst am Montag erwartet hatte, konnte ich den Vorverstärker vom Frank erstmalig anschließen und hören. Zuvor hatte ich den Subwoofer in eine Position gebracht, die dem Einen oder Anderen sicher ungewöhnlich erscheinen wird. Aber so, genau in dieser Position, gibt es eine quasi Auslöschen (Gegenphasigkeit, Kompensation, Aufhebung, oder wie man das nennen will) im Bereich genau der Frequenz, die sonst um 40Hz zu Dröhnen am Hörplatz geführt hat. So wie das jetzt auf- und eingestellt ist, ist die Dröhnneigung des Raums völlig verschwunden, wobei scheinbar kein "Loch" entstanden ist (muss ich noch messen) und bis "ganz unten" ein satter, dabei sehr druckvoller und zugleich kontrollierter, jederzeit problemlos verfolgbarer Bassbereich hörbar ist. Aber ich gebe offen zu, das war praktisch nur Glück, kein systematisches Herantasten.


                    Zum Vorverstärker selber:


                    Nachdem ich alles vorsichtshalber nochmal ausgephast hatte, gut eine Stunde lang die Purist Audio Enhancer CD habe drüberlaufen lassen, konnte ich ebenfalls für etwa eine Stunde lang mit der Burmester Vorstufe in aller Ruhe hören. Danach habe ich Franks Vorstufe angeschlossen und dieselben Titel gehört wie zuvor. Meine vorausgegangene Überlegung war, ich müsse mir das Klangbild mit der Burmester gut einprägen, weil die Vorverstärker sich vermutlich nur marginal unterscheiden werden.

                    Alles Quatsch, Franks Vorstufe klingt derart "anders", dass es keine 20 Sekunden gedauert hat bis mir klar wurde was da so verblüffend anders rüberkam. Ich werte das jetzt noch nicht und treffe auch noch keine detaillierten, präzise beschreibenden Aussagen, dazu ist es zu früh, und dazu will ich erst nochmal einige Tage damit hören, mir ggf. eine zweite qualifizierte Meinung dazu einholen. Derjenige, an den ich dabei denke, den muss ich aber erst fragen ob er dazu Lust hat und ob er die Zeit dafür zu investieren bereit ist.

                    Viele Grüße: Wolfgang...rost:


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                    Zuletzt geändert von Janus525; 11.05.2018, 21:47.
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                      #55
                      Guten Abend,

                      nach einem weitgehend HiFi-freien Wochenende bestand heute wieder die Gelegenheit sich mit der Vorstufe von Frank näher zu beschäftigen. Über insgesamt etwa fünf Stunden hinweg konnte ich völlig ungestört testen was es mit diesem Gerät so auf sich hat. Dazu habe ich im Wesentlichen die drei CDs verwendet, die man unten auf dem Tisch sieht; erläutern muss ich dazu wohl nichts.

                      Was also klingt in der Relation beim LR (Little Rough) den Frank da gebaut hat, so gänzlich "anders", als es beispielsweise beim Burmester 846 der Fall ist...? Zunächst einmal will ich das, was ich da höre, mit dem Begriff Souveränität umschreiben. Nun weiß jeder, dass es nicht so leicht ist Gehörtes in verständliche Worte zu kleiden, ich will es aber trotzdem versuchen. Einige von Euch werden den Effekt sicher kennen, wenn bei perfektem Pegelausgleich von einem gut beleumdeten Mittelklasseverstärker auf einen wirklichen Boliden umgeschaltet wird. Die Tonalität verändert sich nicht, es klingt im ersten Moment nicht besser oder schlechter, aber es ist plötzlich eine ganz andere Selbstverständlichkeit der Musik im Raum gegeben, eine ganz andere Präsenz von Instrumenten und Sängern wenn man so will.

                      Franks Vorstufe kann genau das, nämlich diese Selbstverständlichkeit der Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten im Raum erzeugen. Als Techniker könnte ich jetzt spekulieren, worauf genau das zurückzuführen sein könnte (extrem schnelles und stabiles Netzteil..., hohe Übertragungsbandbreite bis in den mHz Bereich hinein..., beste Op-Amps..., z.T. Kondensatoren allerhöchster Güte - die ich in meinen Lautsprechern ebenfalls verwendet habe - ..., ausgezeichnete Phasenkohärenz...) aber das soll Frank mal schön selber erklären, schließlich hat er das Ding gebaut. Pauschal würde ich unterstellen, dass es auf einer gelungenen Konstellation mehrerer Einflussgrößen beruht.

                      Okay, wir wissen also, das kann diese Vorstufe schonmal, wie selbstverständlich Interpreten in den Raum stellen. Was mir noch aufgefallen ist, das ist die Positionierung von Schallquellen auf der Längsachse, also von vorne nach hinten. Sänger (z.B. Mark Knopfler) stehen bei gleicher gemessener Lautstärke näher zum Hörplatz, als mit der Burmester Vorstufe, weil die "Lautheit" der Stimme eine andere ist. Gleichzeitig erscheinen im Hintergrund ablaufende Schallereignisse, wie das leichte Anschlagen eines Beckens durch den Schlagzeuger, weiter, um genau zu sein, realistisch weiter entfernt zu sein. Und ganz nebenbei: Während man beim Burmester das Schlagzeug sehr gut in all seinen Facetten heraushören kann, sieht man (nein, kein Witz, ich spinne hier nicht rum!!!) den Schlagzeuger förmlich an seiner Schießbude agieren. Das plastische Bild drängt sich förmlich auf, was es beim Burmester-Vorverstärker nicht tut.

                      Damit das jetzt niemand falsch versteht, ich lobe dieses Teil nicht pauschal und über den grünen Klee. Aber eines steht für mich schonmal fest: Die Anmutung von "Livehaftigkeit" ist damit vor allem bei gehobener Lautstärke weitaus höher als mit der Burmester, die dann das Klangbild doch zu sehr zerflückt und dabei innere Geschlossenheit vermissen lässt, so gut manchem HiFi-Jünger diese Art von Klangbild auch gefallen mag. Auch ich habe einige Zeit gebraucht, um das Klangbild der LR als wesentlich authentischer zu akzeptieren. Wie gesagt, es klingt eben völlig anders.

                      Zwei Beispiele will ich noch nennen, die für mich so etwas wie unerwartete Schlüsselerlebnisse waren: Bei mir war ein Pärchen zu Gast, das an den vergangenen CDP- und Verstärker-BTs aktiv (auch als Hörer) beteiligt war. Ich habe einfach "irgendwelche" Musik ziemlich laut laufen lassen ohne zu kommentieren, warum da plötzlich so eine ulkige, unschöne Kiste (t´schuldige Frank) im Raum steht. Nach kurzem Zuhören äußerte die junge Frau:

                      "Weisst Du wie sich das jetzt anhört...? Als säßen wir in einer gemütlichen Kneipe und da vorne spielt ´ne Band..."

                      Kein Witz...! Genau das hat sie gesagt. Was bitte soll man dazu noch hinzufügen...??? Hier ist übrigens der Titel, den ich natürlich von der CD gespielt habe, und der den jungen Leuten (beide so um 30) als solcher ganz sicher nicht gefallen hat.

                      https://www.youtube.com/watch?v=Mpk85tND1T4

                      Und zum Schluss noch das zweite Beispiel: Ich habe ganz bewusst eine CD herausgekramt, die ich seit etlichen Jahren nicht mehr gehört habe, weil mir - außer dem Namensgebenden ersten Titel - nichts davon gefällt. Selbst so simple Pop-Stückchen wie man sie nach dem Titelsong hören kann haben mir heute erstaunlich gut gefallen, und ich konnte die komplette CD von Anfang bis Ende problemlos hören.

                      https://www.youtube.com/watch?v=GX1PpchiFf0

                      Und nochmal, damit ich hier nicht missverstanden werde: Der LR ist nicht der beste Vorverstärker den ich je gehört habe..., ganz sicher nicht...! Aber die gemeinten Pretiosen/Preziosen lagen preislich weit jenseits dessen was Frank hier aufgezählt hat. Morgen geht es weiter, da sind dann Kriterien wie Feinauflösung, Positionierung der Instrumente im Raum, Ortungsschärfe der einzelnen Quellen, Klangfarben von Instrumenten, insbesondere von Blechblasinstrumenten und Schlagzeug an der Reihe.

                      Für das was ich da schon Freitag und bis soeben gehört habe kann ich (vorläufig) nur sagen: Hut ab Frank, das habe ich so nicht erwartet.

                      Viele Grüße: Wolfgang...rost:
                      Angehängte Dateien
                      Zuletzt geändert von Janus525; 15.05.2018, 00:35.
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                        #56
                        Hallo,

                        die "Testerei" hat ein Ende, das Urteil steht (für mich) jetzt fest...! Unnötig zu erwähnen, dass es sich lediglich um meine subjektive Beurteilung des Vorverstärkers handelt, unter den speziellen Bedingungen in meinem Hörraum gefällt, mit meiner Stromversorgung, meinen akustischen Gegebenheiten, meinen Quellen, meiner Verkabelung usw. Andere mögen hier zu ganz anderen Konklusionen gelangen, das will ich nicht ausschließen

                        Wer oder was ist das also, dieser (von mir freihändig und vorschnell so getaufte) "Kleine Raufbold...?" Nun, was er zunächst einmal nicht ist, er ist nicht wirklich klein. Weder von seinen Außenabmessungen, von seinem Gewicht her, klanglich schonmal gar nicht. Das ist ein ausgewachsener Vorverstärker mit einigen Besonderheiten und Tugenden, die ich hier kurz anreißen will. Da wäre zunächst seine Breitenstaffelung - die überzeugende Tiefenstaffelung hatte ich bereits gestern erwähnt. Meine ersten Eindrücke noch vom Freitag, einige der Klangbilder seien in der horizontalen Ausdehnung eingeschränkter als bei Burmester, hat sich heute nicht bestätigt. Zum Beispiel beim Titel "Ruby Baby" auf Donald Fagans Nightfly, hört man bei mittlerer Lautstärke das feine "Ticken", das praktisch von der ersten Sekunde an im rechten Kanal klar zu lokalisieren ist, eindeutig rechts neben der Außenkante des rechten Lautsprechers. Links ist bei Minute 0:25 das lustvoll hingehauchte "Ahhh" oder "Uhhh links neben dem linken Lautsprecher zu hören. Wer das gerne einmal bei sich zuhause überprüfen möchte, hier ist der Titel:

                        https://www.youtube.com/watch?v=G187...E98fxgP8ageu9O

                        Zu eng oder zu schmal ist das Klangbild also nicht. Andererseits wirken mit dem LR manche Titel fast so als seien sie in Mono aufgenommen. Ganz offensichtlich reagiert der Vorverstärker sehr genau und sehr präzise auf das, was ihm diesbezüglich zugespielt wird. Das ist Fluch und Segen zugleich. Ein Fluch bei schlecht oder lieblos abgemischten Aufnahmen, ein Segen bei erstklassigen und weiträumigen Aufnahmen.

                        Auch die Konturen von Instrumenten sind scharf umrissen, ihre Positionen leicht zu bestimmen, die Abstände zwischen einzelnen Sängern und diversen Schallereignissen angemessen groß, so wie hier bei Ali Farka Toure in dem mit Ry Cooder eingespielten Titel "Gomni":

                        https://www.youtube.com/watch?v=W_uxPcz9tgk

                        Keine Musik für jedermann, zweifelsohne, die aber, wenn man sich darauf einlässt, eine geradezu hypnotische Wirkung entfaltet. Aber das auch nur am Rande.
                        Zuletzt noch die Frage nach Klangfarbe von Instrumenten und Stimmen. Ich kann dabei nichts Auffälliges oder gar Negatives feststellen. Eine verschrammelte, gerade im Mittelteil nur allzu leicht nervende Geige auf derselben CD beim Titel "Ai Du" klingt genau so, wie ich das seit Jahren kenne:

                        https://www.youtube.com/watch?v=xTIp-KARF14

                        Auch bei bekannteren Stimmen oder betont rockiger Musik erkenne ich da nichts Auffälliges, egal ob bei Amanda Marshall in "Last exit to eden" ( https://www.youtube.com/watch?v=BfiQdg2FNAg ) , bei Zucchero mit dem Titel "Mama" (https://www.youtube.com/watch?v=DUxkHgvyr30 ) oder bei dem Niederländischen ESC-Teilnehmer Waylon und "Outlaw in Ém", die ich aber noch nicht auf CD habe, die aber mit dem LR und bei entsprechender Lautstärke tierisch abgeht: ( https://www.youtube.com/watch?v=8TowcElmyek ).

                        Ich will das abkürzen, da ist kein "Haar in der Suppe" nach dem ich stundenlang gesucht habe..., zumindest finde ich keines. Was ich aber immer, bei jedem Titel und ohne Ausnahme, beim LR vorfinde, ist diese selbstverständliche, souveräne und dabei irgendwie geschlossene, packende und livehaftige Art der Wiedergabe, die mir wirklich gut gefällt, die aber bestimmt nicht jedermanns Sache sein dürfte.

                        Wer ist denn nun der bessere Vorverstärker, der von Dieter Burmester oder der von Frank...? Die Frage ist ungefähr so zielführend wie die Frage danach, welches Auto denn nun das bessere ist, der zweisitzige BMW Roadster oder der fünftürige Volvo Kombi. Seht ihr..., die Antwort wird stets lauten: "Es kommt darauf an..." Wenn ich am Sonntagmorgen schnell mal alleine nach München muss ist der Roadster genau richtig. Wenn ich aber mit Frau und Kind und Hund zu Ikea..., Ihr wisst schon was ich meine. So ist es auch mit diesen beiden Vorverstärkern, es kommt einfach darauf an was und vor allem wie ich etwas hören möcht.

                        Will ich typische HiFi-Klänge genießen, mit all den winzigen "Lichtern" und all den kleinen und kleinsten Feinheiten, die da eher breit als tief wie auf einem Silbertablett vor mir ausgebreitet werden, und die ich jedes einzelne wie mit einer Lupe betrachten kann, dann bleibe ich eher beim Burmester. Der kann das, macht seine Sache gut, und es gibt da nur wenig zu meckern..., es darf mich dann aber nicht stören, wenn das Ganze eher leicht artifiziell, und weniger nach einer geschlossenen, vollmundigen, realistisch wirkenden musikalischen Darbietung klingt - Stichwort: "Nicht wie in einer gemütlichen Kneipe sitzend und da vorne spielt ´ne Band..."

                        Lege ich jedoch eher Wert darauf mich in ein musikalisch authentisches Geschehen einbeziehen, mich geradezu dort hineinfallen zu lassen, greife ich sofort zum LR. Man kann auch nicht davon sprechen, dass diese beiden Vorverstärker irgendwie "gleichwertig" wären. Zu unterschiedlich sind die Klangbilder, zu diametral sind bzw. waren offensichtlich die Philosophien, zu gegensätzlich waren wohl auch die jeweiligen Zielsetzungen um zum Erfolg zu gelangen. Der LR zeigt dabei genauso viele winzige Details wie der Burmester, aber er bindet sie in das musikalische Geschehen ein, erwähnt sie eher beeindruckend beiläufig statt sie vordergründig zu zelebrieren.

                        Welchen ich nehmen würde wenn ich mich entscheiden müsste...? Ohje..., das ist wirklich schwer zu sagen. Es könnte ohne Weiteres sein, dass mir die unbestreitbaren Tugenden des Burmester nach einiger Zeit fehlen würden, das will ich nicht ausschließen. Aber ich bin mir jetzt schon sehr sicher, dass mir die Tugenden des LR ganz bestimmt fehlen werden, und das schon in Kürze. Und damit komme ich neben den (entschuldige Frank) wirklich doofen, bonbonfarbig leuchtenden LED..., den (mir) fehlenden XLR-Ausgängen..., den zu groben Sprüngen bei der Lautstärkereglung..., und noch ein paar anderen (aus meiner Sicht) Ungereimtheiten zum einzigen wirklichen schwerwiegenden "Fehler" oder "Makel" den Franks Verstärker aufweist.

                        Ein gravierender Makel der, wie ich finde, unentschuldbar ist, und auf den ich mit allem Nachdruck hinweisen will. Was das ist...? Der Verstärker gehört Frank und nicht mir, und ich muss ihn in den nächsten Tagen wieder zurückschicken..., Mist elender...*seufz*...:zwink:

                        Das ist es was mir bei den diversen Tests aufgefallen ist und was ich in aller Kürze dazu sagen kann. Falls Fragen dazu sind bitte fragt. Ich denke aber Frank wird sich auch irgendwann melden und sich dazu äußern, ob er und seine Profi-Kollegen das Gerät klanglich ebenso einschätzen wie ich, oder ob sie den VV klanglich irgendwie anders bewerten. Mal abwarten...

                        Viele Grüße: Wolfgang...rost:
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                          #57
                          Super gemacht

                          Hallo zusammen

                          Meinen Respekt an den Entwickler dieser Vorstufe. Wenn ich Janus richtig verstehe, ist er begeistert. Von einer Vorstufe für ein paar Hundert Euro, im Vergleich zu einer für ein paar Tausend.
                          Genau dieses Konzept finde ich toll. Man nimmt renommierte Bauteile, baut keine Denkfehler ein, und schon zeigt sich, man landet weit oben.
                          Habe den Bericht nochmal überflogen. Da war niemand am Werk, der nicht wüsste, was er da tut. Durch-optimierte Spannungsversorgung mit RC und Glimmer, was selbst billige LM317 nach vorn bringt, keine langen Wege auf der Platine, und keine Lehrbuchschaltung, die zwar funktioniert, aber mehr auch nicht. Ich bin begeistert. Es wurde ja mehrfach erwähnt, das immer noch was geht, dies aber nicht die Zielsetzung war. Und aus relativ simplen Bauteilen etwas herauszukitzeln, ist bedeutend schwerer, als in die vollen zu greifen.
                          Hut ab!
                          Beim Hörbericht stoße ich mich etwas am Fazit. In meiner Betrachtung gibt es nur ein einziges "richtig". Das dem näher kommende Gerät ist dann das bessere. So gäbe es für mich keine Variante für Pop, und eine zweite für Klassik, usw. Richtig bedeutet für mich ebenfalls für alles geeignet, sonst wäre es Un-richtig. Es liest sich so, als ob die Selbstbaustufe die bessere Wahl wäre, durch die Umschreibung "ganzheitlich", die erkennbare Stabilität bei der Beschreibung "wirkt wie Mono", wenn der Song eben keine Bühnenbreite beeinhaltet, und die beschriebene authentische Wiedergabe. Alles Faktoren für "richtige" Wiedergabe.

                          Gruss
                          Stephan
                          Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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                            #58
                            Zitat von SolidCore Beitrag anzeigen
                            Beim Hörbericht stoße ich mich etwas am Fazit. In meiner Betrachtung gibt es nur ein einziges "richtig". Das dem näher kommende Gerät ist dann das bessere. So gäbe es für mich keine Variante für Pop, und eine zweite für Klassik, usw. Gruss Stephan

                            Guten Morgen Stephan,


                            da stimme ich völlig mit Dir überein...:daumen: Aber - das weißt du so gut wie ich - es gibt halt HiFi-Freunde die etwas anderes bevorzugen als das, was wir als "richtig" oder "authentisch" be- oder umschreiben würden. Jemand der dauernd in Konzerte rennt und hier in der Düsseldorfer Altstadt am Wochenende um die Häuser zieht, wo in jeder dritten Kneipe irgendwelche Leute Musik machen, der also häufig Livemusik hört, wird mit der Burmester-Vorstufe vermutlich nicht sonderlich glücklich. Oder ich formuliere mal anders, der wird mit der Burmester-Vorstufe vermutlich nicht so glücklich wie er das mit Franks Vorstufe werden könnte.

                            Jemand der sich fast ausschließlich mit (ich übertreibe) HiFi-Plingpling beschäftigt, dem wird Franks Vorverstärker nach meiner Einschätzung nicht sonderlich gefallen. Und ganz ehrlich, ich musste mich auch erstmal etwas daran gewöhnen, das was dieses Teil tatsächlich kann erschließt sich nicht beim ersten kurzen Hinhören. Und ja, ich bin wirklich ein bißchen traurig dass der wieder zurück muss...*schnief*..., nee, quatsch, so schlimm ist es nun auch wieder nicht...

                            LG Wolfgangrost:

                            Nachtrag: Ach ja, Stephan, fast vergessen, Dein berechtigtes Lob an den Entwickler. Sei sicher, das sind keine "Auf-gut-Glück-Gelegenheits-Wochenend-Bastler". Wenn Frank und seine Umfeld nicht genau wüssten was sie da tun und wie das Teil klingt, wären sie das Risiko nie und nimmer eingegangen mich öffentlich dazu Stellung nehmen zu lassen. Frank und die Leute drum herum wissen sehr genau, dass ich bei sowas sehr kritisch hinhöre und falls angemessen auch kein Blatt vor den Mund nehme.
                            Zuletzt geändert von Janus525; 16.05.2018, 10:18.
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                              #59
                              Zitat von SolidCore Beitrag anzeigen
                              Hallo zusammen

                              Meinen Respekt an den Entwickler dieser Vorstufe. Wenn ich Janus richtig verstehe, ist er begeistert. Von einer Vorstufe für ein paar Hundert Euro, im Vergleich zu einer für ein paar Tausend.

                              Gruss
                              Stephan
                              Jetzt nimm mal einen Vertrieb und den Handel dazu, dann bist Du in ähnlichen Regionen wie der Burmester.
                              Vom Materialeinsatz dürfte der Burmester sogar 'billiger' sein.

                              LG
                              P.

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                                #60
                                Hallo,
                                Zitat von oncle_tom Beitrag anzeigen
                                Jetzt nimm mal einen Vertrieb und den Handel dazu, dann bist Du in ähnlichen Regionen wie der Burmester.
                                Vom Materialeinsatz dürfte der Burmester sogar 'billiger' sein.
                                Ich will den Höreindruck hier nicht relativieren, aber der 846 ist ein 34 Jahre altes Design. Das muß jetzt nichts heißen.
                                Ich hatte ihn vor zig Jahren selbst einmal für ein paar Jahre, aber dann mußte er weg.

                                Gruss

                                Thomas
                                http://www.highfidelity-aus.berlin/
                                Gewerblicher Teilnehmer

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