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DIY-Wiederbelebung von zerstörten LS

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    DIY-Wiederbelebung von zerstörten LS

    Tach Gemeinde,

    Auf Ebay Kleinanzeigen habe ich kürzlich ein Interessantes Angebot entdeckt. Ein Paar 4-Wege-LS eines unbekannten "Künstlers", dessen Gehäuse sehr hochwertig aussahen (Gerundete Kanten, Kirschholz-Starkfurnier, Bi-Wiring-Terminal, ...).
    Eine Klangprobe ließ mich erstmal recht unschlüssig zurück, da mir beim Probehöhren die unteren Mitten irgendwie fehlten.
    Da allerdings der Verkäufer selbst keine genaueren Angaben dazu machen konnte, was er da eigentlich verkaufte, konnten wir uns auf einen fairen Preis einigen.

    Zu Hause habe ich dann die LS mal aufgestellt. Der Klang ist mager, aber der WAF ist hoch.
    Selbst Acourate hatte gegen die Unzulänglichkeiten im Klang keine Chance. Also habe ich entschlossen, aus den großartigen Gehäusen und ggf. den vorhandenen, oder auch passenden neuen, Chassis, den LS als DYI-Projekt ein Leben einzuhauchen.

    Nachdem das einzige Label, das ich überhaupt finden konnte, ein handschriftlicher Zettel mit der Aufschrift "TMR - Micheal Schönhut" war, habe ich mich zunächst an Thomas (TMR) gewandt und konnte dank seiner Hilfe identifizieren, dass es sich bei den Gehäusen um ehemalige TMR Standard IIIc aus den 90ern handelt. Sämtliche Chassis wurden gegen andere getauscht, und die Weiche wurde durch eine Bausatz-Weiche ersetzt.
    Original-Ersatzteile sind leider nicht mehr verfügbar.

    Nun bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten, dem LS wieder etwas Würde zurückzugeben.
    Dazu möchte ich mich von unten nach oben arbeiten - sowohl geometrisch als auch im Frequenzbereich - und mit dem Tief- und Tiefmittelton anfangen.

    Dazu dienen in dieser Box zwei Chassis mit jeweils 170mm Außendurchmesser, das untere arbeitet in einem 35l-Bassreflex-Gehäuse mit ca. 40Hz Abstimmfrequenz, das obere arbeitet in einem geschlossenen Volumen von ca. 10l.

    In der originalen TMR waren die Gehäuse und (unterschiedlichen) Chassis perfekt aufeinander abgestimmt.

    Der verbastelte Umbau nutzt zwei identische Vifa M17WH-17 Chassis in Parallelschaltung. Zu diesen Chassis finde ich nichts brauchbares im Netz.
    Die Halbinformationen weisen das Chassis als Geschwister vom Vifa M17WH-09-08 aus, das mit seinen TS-Parametern in Boxsim auch völlig unpassend für den BR-Teil wäre.

    Nun sind meine Fragen in die Runde:
    - Kennt jemand eine gute Auswahl an 170mm-Chassis, die prinzipiell passen könnten?
    - Hat jemand aus vergangenen Tagen noch 170mm-Chassis rumliegen, die prinzipiell passen könnten?
    - Wenn ich die bestehenden Chassis verwenden möchte, welche Möglichkeiten habe ich, das Chassis selbst, das Gehäuse oder die elektrische Beschaltung so zu ändern, dass es passend wird?

    und viele weitere Fragen werden wohl noch kommen...

    Grüßle,
    Martin

    #2
    Hallo Nauty,
    Michael Schönhut war/ist(?) Entwickler von LS z.B. von K.I.R. und Progressive Audio. Ob er noch aktiv ist weiss ich leider nicht, aber evtl. findet google ihn und Du bekommst Hinweise aus erster Hand. Viele Glück!
    Hast Du ein Bild des Gehäuses?
    Grüße, Volker
    Wichtig ist was hinten rauskommt!

    Kommentar


      #3
      Hallo Volker,

      die Idee, mich mit Michael Schönhut in Verbindung zu setzen, hatte ich ursprünglich auch - allerdings glaube ich nicht mehr, dass er überhaupt etwas mit dem Umbau dieser Lautsprecher zu tun hatte.
      Sein Name findet sich vielmehr als Klebeetikett auf den Treibern der TMT, dort steht "Schallwandlersysteme Michael Schönhut" mit einer (vsl. obsoleten) Telefonnummer.
      Ich vermute jetzt mal, dass Hr. Schönhut seinerzeit diese Chassis vertrieben hat. Bei allem Leumund, den Hr. Schönhut in der Internetgemeinde inne hat, wäre unter seiner Regie wohl kaum dieses fade Ergebnis eines Umbaus rausgekommen.

      Hier noch ein Bild vom "Ausgangszustand":
      Link

      Grüßle,
      Martin

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        #4
        Hallo Martin,

        im Netz gibts ja durchaus Bilder vom "Original-Zustand". Demnach hatte die Box mal einen Bändchen-HT und ein Membran-MT.

        Sowas kann man heute mit neueren Chassis auch "wiederherstellen".

        Ich würde das projekt in ein passenderes Forum stellen - z. B. : http://www.diy-hifi-forum.eu/

        Grüsse Joachim

        Kommentar


          #5
          Zitat von Nauty Beitrag anzeigen

          Nun bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten, dem LS wieder etwas Würde zurückzugeben.
          Dann mach doch die neueste Version der Standard IIIc draus. Super LS, steht auch bei mir. Du schreibst, diese Version war aus den 90er Jahren?

          Anfang 2005 ist die TMR Standard völlig neu überarbeitet worden. Mit Hilfe u.a. einer neu entwickelten Frequenzweichenschaltungstechnik und unter Verwendung von spezialbeschichteten Papiermembranen im Tief- und Mitteltonbereich konnten Linearität im Amplituden- und Phasenverlauf, gleichmäßiges Rundstrahlverhalten und sehr niedriger Klirrfaktor optimal kombiniert werden.
          Ev. gibt dir TMR Tipps für ein DIY-Projekt? Könnt ja sein, dass du mal sein neues Koax-Chassis einbaust? Oder den LS aktivierst?

          Gruss

          David
          Zuletzt geändert von Amerigo; 27.01.2017, 16:47.
          We are stuck with technology when what we really want is just stuff that works.

          Kommentar


            #6
            Hallo David,
            Zitat von Amerigo Beitrag anzeigen
            Dann mach doch die neueste Version der Standard IIIc draus. Super LS, steht auch bei mir. Du schreibst, diese Version war aus den 90er Jahren?
            Ich hatte Martin schon geschrieben, daß es sich nicht um Gehäuse der IIIc handelt, sondern um eine ältere (ca. 1990-2000) Version.
            Da waren völlig andere Chassis drin und auch allein schon vom Formfaktor passen keine unserer aktuellen Chassis da hinein.
            Ach ja, und Bausätze verkaufen wir leider auch nicht.
            rost:

            Gruss

            Thomas
            http://www.highfidelity-aus.berlin/
            Gewerblicher Teilnehmer

            Kommentar


              #7
              Zitat von Amerigo Beitrag anzeigen
              Dann mach doch die neueste Version der Standard IIIc draus. ...
              Hallo David,
              Die damalige Version und die heutige Standard 3c sind zu verschieden, ein "Upgrade" ist daher nicht möglich.
              Ich habe die Geduld von Thomas dahingehend bereits über Gebühr beansprucht (und strapaziere sie noch immer...).

              Da es keine Möglichkeit gibt, eine "original TMR" incl. OK vom Hersteller aus meinen Gehäusen zu machen, möchte ich auch aus Prinzip nicht versuchen, eine Kopie auf die Beine zu stellen.
              Das wäre nicht zuletzt deshalb zum Scheitern verurteilt, da ich im Bereich LS-Konstruktion "technisch versierter Laie" bin. Sowas wie mich verspeist Thomas zum Frühstück.

              Zitat von Diskus_GL Beitrag anzeigen
              Hallo Martin,

              im Netz gibts ja durchaus Bilder vom "Original-Zustand". Demnach hatte die Box mal einen Bändchen-HT und ein Membran-MT.

              Sowas kann man heute mit neueren Chassis auch "wiederherstellen".
              ...
              Hallo Joachim,

              Der Mittel-Hochton-Teil ist im Moment noch meine geringste Sorge. Ich persönlich finde den im verbastelten Modell eingesetzten Kalottenmitteltöner (Axton HT50S) durchaus interessant für erste Versuche.
              Wenn ich es einstmals geschafft haben sollte, den TT und TMT unter Kontrolle zu bekommen, und mich eingehend mit den Möglichkeiten für MT und HT beschäftigen kann, wären ein AMT oder Bändchen aber sicherlich die ersten Kandidaten für den Hochton...

              Bis ich aber so weit bin, ziehen noch einige Monde über den Horizont.

              Grüßle,
              Martin

              Kommentar


                #8
                Lautsprecher

                Hallo Martin,

                die verwendeten Chassis sind TOP und müssen nicht erneuert werden.
                Vermutlich wurde bei der Weiche gepfuscht.
                Klar, 10 L sind für den Vifa eventuell zu wenig, das müsste man aber erst ausrechnen. Also Daten raussuchen und einmal BR? (oder was ist unten gebaut worden?) und einmal CB Simulieren:

                http://www.lautsprechershop.de/index...tools/main.htm

                Passt der obere Vifa nicht weil 10L zu wenig sind dann braucht er einen Kondensator in Reihe.
                Haben die Vifa eine Papiermembran? Dann könnte es eine Erklärung für die Label sein:

                http://www.progressiveaudio.de/wp-co...7/TB_Elise.pdf

                die Polyprop sind aber nicht schlechter...
                Die Mitteltonkalotte dürfte von MB-Quart sein:

                http://m.ebay.de/itm/301564161856?nav=VI

                kein schlechtes Chassis...
                Den Hochtöner kenne ich nicht, müsste man anhören.
                Ich bin sicher der Fehler der Box liegt alleine in der Weiche begründet...

                Gruss Marc
                Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                  ...
                  Vermutlich wurde bei der Weiche gepfuscht.
                  Klar, 10 L sind für den Vifa eventuell zu wenig, das müsste man aber erst ausrechnen. Also Daten raussuchen und einmal BR? (oder was ist unten gebaut worden?) und einmal CB Simulieren:
                  Hallo Marc,
                  Leider finde ich nirgends im Netz verlässliche Daten zu den TMT.
                  Daher habe ich eines der Chassis mal zum Test ausgebaut und die Impedanz gemessen.
                  Die Freiluftresonanz liegt bei ca. 96Hz.
                  Simulationen mit BOXSIM mit vermeintlichen Geschwisterchassis (M17WH09-08) mit 50Hz Resonanz zeigen eine deutliche "Fehlanpassung" der BR-Abstimmung (Deutlicher Extrabuckel bei 40Hz). Selbige kann ich baulich bedingt nur durch eine Verengung des Kanals nach unten drücken, aber nicht anheben.
                  Werde mal sehen, ob ich die vollen TS-Parameter der Chassis rausmessen kann. Mir fehlt dazu im Moment die definierte Zusatzmasse.

                  Ich bin sicher der Fehler der Box liegt alleine in der Weiche begründet...

                  Gruss Marc
                  Dein Wort in Boxes Frequenzgang...

                  Grüßle,
                  Martin

                  P.S. Antwort verkürzt, weil spät.

                  Kommentar


                    #10
                    Moin Martin,

                    vielleicht kannst du ja ein Paar von denen hier bekommen?

                    http://www.tymphany.com/wp-content/u...17WH-09-08.pdf

                    Für die obere Kammer bei 10L sehe ich die hohe Reso nicht kritisch.
                    Wer weiss wie die gelagert waren, eventuell die Sicke mit Kunstoffpflege behandeln dann 24h mit 20Hz wobbeln lassen und nochmals messen.
                    Beide Kammern lassen sich sehr gut mittels Kondensatoren abstimmen.
                    Versuche einfach mal den unteren mit 470uF und den oberen mit 100uF zu beschalten (nur als Anfangswert).
                    Der wichtigste Ratschlag: vergiss Boxsim rost:

                    Gruss Marc
                    Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

                    Kommentar


                      #11
                      Hallo,
                      Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                      Der wichtigste Ratschlag: vergiss Boxsim
                      Gilt das jetzt für Boxsim oder für alle Simulationsprogramme?
                      Boxsim kenn ich nicht wirklich (ist ja primär für VISATON-Chassis gedacht, ich weiß aber, man kann mit ein paar Klimmzügen auch fremde Chassis importieren).
                      Ansonsten gilt für mich:
                      Ohne Simulation (LspCADpro) geht garnichts.
                      Soviel Zeit zum Rumprobieren habe ich nicht. Jede Simulation ist nur so gut, wie die Daten, mit denen man simuliert.
                      Eine korrekte Datensammlung ist vorher das A und O.

                      Die Hardware-Weiche braucht dann erst aufgebaut werden, wenn alles aussimuliert ist.
                      Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                      Beide Kammern lassen sich sehr gut mittels Kondensatoren abstimmen.
                      Versuche einfach mal den unteren mit 470uF und den oberen mit 100uF zu beschalten (nur als Anfangswert).
                      Da bin ich jetzt leider völlig andere Meinung. Kapazitäten vor dem TT wäre das letzte, was zumindest ich haben möchte.
                      Das kann man mal machen, wenn man mal einem schmalbrüstigen Böxlein auf die Sprünge helfen will, aber mit einer technisch sauberen Lösung hat das nichts zu tun und das klingt dann auch so.

                      Hier mal ein paar Hints für Martin:
                      1. Der untere TT war als Sub bis 80 Hz ausgelegt und bekam (nach entsprechender Impedanzentzerrung) eine sehr klirr- und verlustarme 10mH Trafokernspule als TP verpasst.
                      2. Der obere Tiefmitteltöner wurde ebenfalls nach Impedanzentzerrung mit einer 2.5mH Trafokernspule als TP beschaltet.
                      3. Die drei Resonanzkreise (Sub, HR, TMT) wurden in der Weise gegeneinander ausbalanziert (natürlich ohne zusätzliche Bauteile!), daß sich ein relative ausgeglichener Impedanzverlauf ohne die typischen Basshöcker ergab.
                      4. Der (obere) TMT hatte eine größere Schwingspule und einen stärkeren Antrieb als der untere Sub.
                      5. Für den Mitteltonbereich würde ich einen 10cm-Breitbänder mit gleichmäßigen Rolloff nach obenhin vorschlagen.
                      6. Als Hochtonlautsprecher würde ich den kleinen Mundorf-AMT nehmen.
                      Er ist hochbelastbar, sehr klirrarm und dank der linearen Impedanz mit minimalem Weichenaufwand ab 3kHz trennbar.
                      7. Keine Serien-Widerstände im Signalweg. Höchsten beim TP für den MT kann man etwas mit dem Rdc der Spule spielen.
                      Die Chassis müssen also von sich aus gut zusammen passen, das ist dann schon die halbe Miete für einen guten Klang.

                      Meine Devise: Den Lautsprecher zu nichts zwingen, was er eigentlich von sich aus nicht kann.
                      rost:

                      Gruss

                      Thomas
                      Zuletzt geändert von tmr; 28.01.2017, 11:32.
                      http://www.highfidelity-aus.berlin/
                      Gewerblicher Teilnehmer

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                        #12
                        Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                        Moin Martin,

                        vielleicht kannst du ja ein Paar von denen hier bekommen?

                        http://www.tymphany.com/wp-content/u...17WH-09-08.pdf

                        Für die obere Kammer bei 10L sehe ich die hohe Reso nicht kritisch.
                        Wer weiss wie die gelagert waren, eventuell die Sicke mit Kunstoffpflege behandeln dann 24h mit 20Hz wobbeln lassen und nochmals messen.
                        Beide Kammern lassen sich sehr gut mittels Kondensatoren abstimmen.
                        Versuche einfach mal den unteren mit 470uF und den oberen mit 100uF zu beschalten (nur als Anfangswert).
                        Der wichtigste Ratschlag: vergiss Boxsim rost:

                        Gruss Marc
                        Hallo Marc,

                        mit den übernommenen TS-Werten dieser Chassis hatte ich schon mal simuliert. Im MT-Teil lässt sich da tatsächlich einiges "verbiegen".
                        In der BR-Kammer lässt sich aber höchstens "der Schaden begrenzen".

                        Dein Vorschlag mit den Serien-Kapazitäten macht für den TT-Teil keinen großen Sinn in meinen Augen - ich kann den physikalisch gegebenen "Doppelbuckel" damit zwar dämpfen, aber nicht "glätten".

                        Was ich mir dahingehend vorstellen könnte, wäre ein geschickter Tiefpass-Rolloff für den TT, der zusammen mit dem TMT gerade den entstandenen Buckel auffüllt. Dazu könnte man dem TMT tatsächlich mit einer Serienkapazität eine Hochpasscharakteristik "aufzwingen".

                        Ohne Simulation wage ich indes gar nicht an das Projekt. Weder habe ich ausreichende Messmöglichkeiten, noch einen akustisch ausreichend brauchbaren Hörraum. Dazu kommt, dass ich zu den vorhandenen Chassis auch nicht genügend Rohdaten habe, um analytisch vorzugehen.

                        Was mir heute morgen nach dem aufstehen noch aufgefallen ist, die Vifa-Chassis haben unten am Magneten ein Loch. Sollte das eine Ventilation sein, habe ich meine Freiluftresonanz falsch gemessen, weil ich die Chassis dazu "luftdicht" mit dem Magneten nach unten auf eine ESD-Unterlage gestellt habe.

                        Für die nächsten Messungen lasse ich das Loch frei, vielleicht ergeben sich ja sinnvollere Werte...

                        Grüßle,
                        Martin

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                          #13
                          Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                          ...
                          Ohne Simulation (LspCADpro) geht garnichts.
                          ...
                          Hallo Thomas,
                          Ohne Simulation wäre ich hier völlig aufgeschmissen. Nun sind Simulationen natürlich BIBO-Systeme (Bullshit in - Bullshit out), und die Ergebnisse sind nur so gut wie die Eingangsdaten. Die in meinem Fall recht dürftig sind, was meine Chassis angeht...
                          Aber hier gilt, dass eine dürftige Simulation zwar nicht vorhersagen kann, ob der Lautsprecher gut funktioniert. Aber eine dürftige Simulation zeigt zumindest im Voraus, wenn der Lautsprecher nur schlecht funktioniert.

                          LspCAD pro ist für mich als reinen Hobbyisten außerhalb des sinnvollen Budgets.
                          Gibt es noch andere empfehlenswerte Simulationssoftware, zu der insbesondere breite User-Communities mit entsprechend vielen Chassis-Daten existieren?

                          Hier mal ein paar Hints für Martin:
                          ...
                          :huld::huld::huld:
                          Danke für die Informationen. Damit bin ich um einige Ideen reicher.

                          Grüßle,
                          Martin

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            Hallo,

                            Gilt das jetzt für Boxsim oder für alle Simulationsprogramme?
                            Boxsim kenn ich nicht wirklich (ist ja primär für VISATON-Chassis gedacht, ich weiß aber, man kann mit ein paar Klimmzügen auch fremde Chassis importieren).
                            Ansonsten gilt für mich:
                            Ohne Simulation (LspCADpro) geht garnichts.
                            Soviel Zeit zum Rumprobieren habe ich nicht. Jede Simulation ist nur so gut, wie die Daten, mit denen man simuliert.
                            Eine korrekte Datensammlung ist vorher das A und O.

                            Die Hardware-Weiche braucht dann erst aufgebaut werden, wenn alles aussimuliert ist.
                            Da bin ich völlig anderer Meinung, denn will ich ein bestimmtes Klangideal erreichen dann komme ich nicht daran vorbei die Abstimmung per Gehör durchzuführen (das die Messwerte hinterher stimmen sollten versteht sich von allein).
                            Ich kann 6,12,18dB Weichen simulieren ohne zu wissen welche mir das beste Klangergebniss bringt. Aufbauen muss ich die Weichen dann sowieso, simulieren kostet nur Zeit. Mit den richtigen Werkzeugen kann man Weichenvarianten im Minutentakt aufbauen...


                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            Da bin ich jetzt leider völlig andere Meinung. Kapazitäten vor dem TT wäre das letzte, was zumindest ich haben möchte.
                            Das kann man mal machen, wenn man mal einem schmalbrüstigen Böxlein auf die Sprünge helfen will, aber mit einer technisch sauberen Lösung hat das nichts zu tun und das klingt dann auch so.
                            Rein technisch gesehen ist die Lösung einwandfrei sauber und klingt auch so.
                            Oder klingen die Infinity Kappa so sehr schlecht im Tiefton???
                            Vermeiden würde ich das trotzdem wenn möglich, bei 10L Volumen wird es aber darauf hinauslaufen da der obere TMT eher als Mitteltöner spielen wird (ausser man möchte eine Güte von 1.0 abstimmen).
                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            Hier mal ein paar Hints für Martin:
                            1. Der untere TT war als Sub bis 80 Hz ausgelegt und bekam (nach entsprechender Impedanzentzerrung) eine sehr klirr- und verlustarme 10mH Trafokernspule als TP verpasst.
                            2. Der obere Tiefmitteltöner wurde ebenfalls nach Impedanzentzerrung mit einer 2.5mH Trafokernspule als TP beschaltet.
                            3. Die drei Resonanzkreise (Sub, HR, TMT) wurden in der Weise gegeneinander ausbalanziert (natürlich ohne zusätzliche Bauteile!), daß sich ein relative ausgeglichener Impedanzverlauf ohne die typischen Basshöcker ergab.
                            4. Der (obere) TMT hatte eine größere Schwingspule und einen stärkeren Antrieb als der untere Sub.
                            5. Für den Mitteltonbereich würde ich einen 10cm-Breitbänder mit gleichmäßigen Rolloff nach obenhin vorschlagen.
                            Die meisten 10cm Breitbänder haben viel zu wenig Wirkungsgrad, ich würde davon abraten. Ist überhaupt die Frage ob die Kammer für den 10er noch vorhanden ist und wie viel Liter die dann hat.

                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            6. Als Hochtonlautsprecher würde ich den kleinen Mundorf-AMT nehmen.
                            Er ist hochbelastbar, sehr klirrarm und dank der linearen Impedanz mit minimalem Weichenaufwand ab 3kHz trennbar.
                            Der Mundorf AMT ist ohne Erfahrung und Weichentricks nicht zum klingen zu bewegen,
                            stelle ich mir abenteuerlich vor... (per Simu ist da schon mal garnix zu holen)

                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            7. Keine Serien-Widerstände im Signalweg. Höchsten beim TP für den MT kann man etwas mit dem Rdc der Spule spielen.
                            Die Chassis müssen also von sich aus gut zusammen passen, das ist dann schon die halbe Miete für einen guten Klang.
                            10cm Breiti und Mundorf AMT???

                            Zitat von tmr Beitrag anzeigen
                            Meine Devise: Den Lautsprecher zu nichts zwingen, was er eigentlich von sich aus nicht kann.
                            rost:

                            Gruss

                            Thomas
                            Meine Devise: den Lautsprecher erst mal lassen wie er ist, die einzelnen Chassis im Gehäuse messen und eventuell mit Testtracks anhören.
                            Sehen ob es überhaupt Fehler gibt und wo die zu finden sind.
                            Dann eine vernünftige Weiche dafür abstimmen und fertig.

                            Gruss Marc
                            Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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                              #15
                              Zitat von boxworld Beitrag anzeigen
                              ...
                              Aufbauen muss ich die Weichen dann sowieso, simulieren kostet nur Zeit. Mit den richtigen Werkzeugen kann man Weichenvarianten im Minutentakt aufbauen...
                              Hallo Marc,
                              Ich habe in meiner freien Zeit eher mal die Möglichkeit, Änderungen in eine Simulationsumgebung einzupflegen, als einen schnellen Hardware-Test durchzuführen. In meiner Freizeit kostet mich meine Zeit nix. Auch erscheint mir der "rapid prototyping"-Ansatz für die Weichen eher fürs professionelle Feinabstimmen geeignet als zum Aufbau eines Weichen-Grundgerüsts.
                              Zumal es dann möglich sein muss, schnelle Änderungen gleich anzuhören. Mach das mal in Gesellschaft eines Kleinkinds :tschul:

                              Meine Devise: den Lautsprecher erst mal lassen wie er ist, die einzelnen Chassis im Gehäuse messen und eventuell mit Testtracks anhören.
                              Sehen ob es überhaupt Fehler gibt und wo die zu finden sind.
                              Dann eine vernünftige Weiche dafür abstimmen und fertig.
                              Macht dieser Ansatz nicht eher dann Sinn, wenn man einen LS vorliegen hat, der in sich schon "stimmig" ist, den man aber auf eine andere Klangcharakteristik umbauen möchte?
                              In meinem Fall habe ich einen LS, der in sich schon "verstimmt" daherkommt. Da mit Glanzlack anzufangen ist müßig - hier muss erst gespachtelt werden.

                              Und wie das geht, das ist ja meine eigentliche Frage.

                              Grüßle,
                              Martin

                              P.S. jetzt geht's erst mal zu Ikea - Kissen kaufen fürs Zweitprojekt :diablo:

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