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DIY-Wiederbelebung von zerstörten LS

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    Hallo Winfried,
    Die Messungen mit Accourate sind gänzlich ohne Korrekturfiles erfolgt, da ich keine solchen habe. Für mein MM-1 habe ich einen Werks-Kalibrierschrieb für 0°, der aber eine deutliche Hochtonüberhöhung hat. Beyerdynamic selbst empfiehlt zwar 90°-Messungen, legt aber keinen entsprechenden Kalibrierschrieb bei. Auf Anfrage bei Beyerdynamic, die auf Ihrer HP groß damit werben, dass man die Werkskalibrierungen für 90° sowie 0° für sein Mikrofon nachträglich anfragen könne, hat sich Beyerdynamic seit drei Wochen nicht gemeldet.
    Mit dem Mikro habe ich also bei 90° gemessen und kann maximal hoffen, dass das Ergebnis einigermaßen linear ist.

    Bei meinem neu erworbenen Set Earthworks TC30K ist (jeweils) ein Kalibrierschrieb für 0° enthalten, der so wenig Nichtlinearität zeigt, dass ein Kalibrierfile unter 25kHz gar keinen wirklichen Nutzen hätte.
    Bei 90° gibt es wiederum nur die Referenzkurve im Beipackzettel, aus der klar wird, dass 0° die angedachte Richtung ist.
    Die beiden Schriebe habe ich hier mal angehängt.

    Meine Messungen vergleichen also nicht-korrigierte Kurven in unterschiedlichen Abständen und Winkeln, bei verschiedenen Stadien des Systems. Ich bitte um Nachsicht für das nicht-systematische Vorgehen. Wenn ich mehr Zeit und Ruhe habe, kann ich ja mal einen Direktvergleich Beyerdynamic vs. Earthworks bei identischer Positionierung und Winkelung der Mikrofonkapsel machen, und ggf. sogar vorher die Kalibrierschriebe manuell in ein Korrekturfile übersetzen.

    Die Messungen des AMT sind übrigens sämtlich ohne Weichenfilter bei 192kHz von 300-40000Hz erfolgt und per FDW 3/10 aufbereitet.

    Die Erkenntnis, die ich aus den Messungen ziehe, ist dass mein Hochtöner tatsächlich eine leichte Erhöhung ab ca. 18kHz hat, die nicht auf die Mikrofonierung zurückzuführen ist, und möglicherweise auf Reflexionen im AMT (Distanz Membran-Schutzbespannung) zurückzuführen wären.
    Gleiches gilt für die 1kHz-Resonanz, die hervorragend mit der ~4.5cm-Distanz Membran-Subgehäuserückwand korreliert...

    Grüßle,
    Martin

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      Hallo Martin,

      danke für die Klärung. Ich will mich hier nicht zu tief einmischen, die Entwicklung ist ja weit fortgeschritten, aber den Anstieg um 9dB von 3...10kHz finde ich schon bemerkenswert bzw. ungewöhnlich. Es gibt zwar AMTs die zu den Höhen um ein paar dB ansteigen, aber 9dB scheint mit (zu) viel. Hast Du eine Erklärung? Welcher AMT ist das? Ein Mundorf? Welcher? Falls meine Fragerei nervt oder zu weit off-topic ist, sag's einfach

      Grüße,
      Winfried
      Perception is Reality!

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        Hallo Winfried,
        Es handelt sich um einen Mundorf AMT 2540 in einem offenen Gehäuse ohne rückwärtige Dämpfung.
        Ein offizielles Datenblatt habe ich dazu nicht, externe Messungen habe ich von Michael (AIR) mitgeliefert bekommen, außerdem finden sich ein paar Kurven auf
        https://www.yumpu.com/en/document/re...former-engindd
        Ein Hochtonanstieg ist zu erwarten, da die Luftimpedanzanpassung zu höheren Frequenzen besser wird und dieser AMT sehr linear in der Impedanz ist, sodass kein induktiver Anteil dagegen arbeitet.

        Dass der Anstieg allerdings so steil ist, ist doch unerwartet, ebenfalls der Buckel bei 1kHz. Allerdings kann ein Kammfiltereffekt eine Erklärung liefern - meune rückwärtige Dampfung sind derzeit 40mm Basotect vor einer schallharten MDF-Platte. Gehen wir mal davon aus, dass das nicht ausreichend dämpft. Dann haben wir bei ca. 2kHz eine lambda/4-Auslöschung und rundherum eine konstruktive Überlagerung. Zu höheren Frequenzen wird die Dämpfung besser und der Effekt wird zunehmend unsichtbar, aber der 1kHz-Buckel ist einfach eine unbedämpfte Überlagerung.

        Bessere Dämpfung mit gut gestopftem Polyesterflies könnte Abhilfe schaffen, noch bessere Ideen sind mir herzlich willkommen.

        Grüßle,
        Martin

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          Tach Gemeinde,
          Nachdem gestern meine Modulus-86 PCBs von Neurochrome Audio endlich vom Zoll freigegeben wurden, stellte ich fest, dass ich neben den Bauteilen für die Verstärkerli selbst bisher noch versäumt habe, Netzteile zu planen oder zu bauen. Damit liegt das erst mal brach.
          Da meine Kinder im Moment einen dominanten Einfluss auf Klirrwerte in akustischen Messungen hätten, komme ich da vorerst nicht weiter.
          Daher habe ich erst mal die Tief- und Tiefmitteltöner ausgebaut, Sicken nochmal beidseitig eingeölt und massiere alle Sicken nun heftig bei 25Hz, in der konkreten Hoffnung, die originalen TSP wiederherstellen zu können.

          Sollte das partout nicht mehr gelingen, habe ich als Plan B nun (wieder) im Hinterkopf, die beiden Tieftönergehäuse zu einem Zwillingsgehäuse durchzubrechen und den Reflexkanal zu versiegeln.
          Dadurch hätte ich die Möglichkeit, je 2 gleiche Chassis auf ein gemeinsames geschlossenes Volumen arbeiten zu lassen und das Hochpassverhalten per Linkwitz-Transformation zu tweaken.

          Im Moment erlebe ich einige Frustmomente mit dem mechanischen Aufbau...

          Grüßle,
          Martin

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