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    noch ein Besuch bei Franz...

    Liebe Mitforenten, zunächst möchte ich einen leise Fluch auf Windows 10 aussprechen, dass mich mal eben mit einem Update beglückt hat, während ich diesen Bericht schon einmal schrieb... Ergebnis alles weg:schreck:

    Aber was soll es, ich möchte Euch ja nicht meine kleine Geschichte vorenthalten. Leider wird es beim zweiten schreiben nur noch halb so enthusiastisch wie in Version 1.

    Meine Entscheidung Franz zu besuchen, liegt im wesentlichen in unserer gemeinsamen Leidenschaft für Silbersand-Lautsprecher und Verstärker der Firma Tessendorf. Wir besitzen bis auf die Farbgebung exakt den gleichen VV und den gleichen LS. Unterschied: Er steuert die Musik über ein Macbook und eine La Rosita Pi-R an, ich hingegen über Auralic Aries Femto und Playback Designs MPD-5. Ich denke beides höchstwertige Klangquellen. Ich bin mit meinem setup eigentlich sehr zufrieden und alle bisherigen Besucher haben meine anlage in höchsten Tönen gelobt. Dennoch habe ich immer gewusst, dass ich nich einiges aus meinem Equipment rausholen kann. Bis auf einen Audiophilen-Netzfilter und hochwertigen Kabeln habe ich bislang wenig Klangtuning betrieben. Okay, ich habe versucht meinen Hörraum ein wenig mit Diffusoren hinter der Anlage und Vicoustic-Elementen in den Raumecken zu optimieren. Ach ja zwei Deckensegel, einer auf Höhe der ersten Reflektion und einer direkt über dem Hörplatz sind auch noch da. Aber damit hat es sich eigentlich schon.
    Nun habe ich hier im Forum einiges über Franzens Anlage gelesen und wollte mir das auch einmal persönlich anhören. ich habe schon geahnt, dass es ein teuerer Besuch werden würde....
    Also kurze PN an Franz mit zwei Alternativterminen, an denen ich beruflich im Kölner Raum bin.... und zack rief mich Franz schon an und wir vereinbarten für den gleichen Abend einen Hörtermin. Leider wurde es statt 20:00 Uhr dann verkehrsbedingt 22:00 Uhr. Als höflicher Mensch rief ich unterwegs bereits an und wollte den Termin eigentlich absagen, doch Franz sagte "Quatsch, jetzt bist Du schon einmal unterwegs, komm vorbei das passt schon..". Das war schon der erste Sympathiepunkt für Franz und seine verständnisvolle Ehefrau, die ich an dieser Stelle noch einmal herzlich um Verzeihung für den nächtlichen Überfall bitte.:dank:
    Nach kurzer Begrüßung sind wir dann in seinen Hörraum abgetaucht. Mein erster Eindruck war upps, der Raum ist ja Schalltod. Aber weit gefehlt der Raum ist nur optimal bedämpft. Im wurde abgewöhnt selbst zu klingen und sich möglichst neutral zu verhalten. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend, es wird nichts weggedämpft, der Lautsprecher hat optimale Bedingungen.

    Nach einem kurzen Rundgang und Begutachtung der Hi-fidelen Kollektion, durfte ich mich auf Franzens Thron setzen und durfte meinen müden Gasfuß auf die Hi-End-Fußbank ablegen... welche Wohltat. Dann hat Franz mir anhand ausgesuchter Stücke, die stärken seiner Anlage vermittelt.

    Eines vorweg, ich habe in meinem Leben schon einige tolle Stereoanlagen gehört. Teilweise habe sie mehr gekostet als eine Doppelhaushälfte im Rhein-Main-Gebiet. Die Krönung war ein Setup in China, wo alles zusammengetragen wurde, was man für Geld kaufen kann. Ich sage Euch, dass könnt ihr alles gegen diese Anlage vergessen. Kurze Pause....

    #2
    Teil 2

    So jetzt geht es weiter.... ich habe nicht geahnt welches Potential meine eigenen Lautsprecher noch haben. Das war bisher wie Porschefahren mit angezogener Handbremse. Also was der Franz mir an diesem Abend auf die Ohren gegeben hat, war wirklich sehr beeindruckend. Ich habe bisher noch niemals eine Silbersand so gut aufspielen gehört, wie bei ihm. Kein Händler und kein Eigner hat so optimale Bedingungen für die 501 geschaffen wie er. Selbst einige 701 die ich hören durfte, fallen dagegen ab. Okay, aus der Erinnerung... aber es geht ja um den Eindruck der hinterlassen wird.
    Diese Anlage, vor allem diese Lautsprecher, produzieren eine dreidimensionale Bühne (Höhe x Breite x Tiefe). Diese Bühne geht akustisch über die Breite des vorhanden Raumes und vor allem über die Tiefe hinaus, einfach phantastisch. Dabei werden Instrumente und Sängern, sofern der Tonmeister kein Fehler beim Abmischen gemacht hat, in realsitischer Größe abgebildet. Ich hasse es, wenn eine Jazzsängerin einen Mund hat wie ein Medizinball, zuletzt aus Tidal-LS gehört. Ein Grauen ist das. Bei Franz hingegen, stimmen die Größenverhältnisse, es ist alles so wie es sein sollte. Jetzt komme ich auf eine Eigenschaft zu sprechen, die ich wirklich sehr selten zu Gehör bekommen habe. Den Klang eines Instruments auch körperlich zu reproduzieren, schaffen wirklich nur ganz wenige Equipments. Stop, ich meine nicht den Klang des Instruments, das schaffen sehr viele Setups, sondern den Körper. Ich fühle die Gitarre, ich fühle den Flügel oder die Präsenz des Sängers. Das macht das Hörerlebnis bei Franz wirklich einmalig.
    Dieser Hörraum ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Suche nach dem perfekten Klang. Viel Recherchearbeit, Probehören, try and error und vor allem einige tausend Euro Lehrgeld, die er bezahlen musste. Aber Leute, dieser Weg hat sich gelohnt. Es ist ein stückweit auch das, was unser Hobby ausmacht. Wer von Euch hat nicht schon den Wert eines Kleinwagens in den Sand gesetzt? Auch wenn sich die Teilchen ganz gut wieder verkaufen lassen, Federn muss man immer lassen:zustimm:. Zurück zum gehörten Equipment. Ich habe mir die La Rosita Pi vorletztes Jahr bei Claus Bücher angehört und war ganz angetan. Zurück zu Hause fand ich meine damals noch Playback MPD-3 irgendwie musikalischer. Aber das ist ein unfairer Vergleich, ich habe diese Geräte niemals im direkten Vergleich gehört. Aber zurück zur Pi-R, ich war geflasht was dieses Teil aus dem Redbook-Format so herausholt. Ich höre zuhause viel Hi-Res und auch DSD. Die native Wiedergabe von DSD-Dateien gehört zu den absoluten Stärken des Playback Designs. Wisst Ihr was? Ich habe nichts davon vermisst. Die La Rosita spielt mit so viel Gefühl und mit einer Wärme, die ich sonst nur von meinem Plattendreher kenne. Ein Gerät, dass sich wirklich auszuprobieren lohnt. Ich traue ohnehin nur Geräten, die sich in meinem Hörraum behaupten können.

    Was mich sehr beeindruckt hat, war eine Aufnahme einer japanischen Perkussion-Gruppe, die Trommeln waren dermassen plastisch vor und hinter dem Lautsprecher abgemischt, dass es mir eiskalt den Rücken herunterlief. Franz, diese Scheibe musst Du unbedingt bekannt geben. ich kannte sie nicht, hab den Titel auch gleich wieder vergessen, weil ich ein Wow-Erlebnis nach dem anderen hatte.

    Jetzt möchte ich Franz das größte Kompliment aussprechen, dass man einem Musikbegeisterten machen kann. Ich bin neidisch und ich will auch so hören wie Du. Zum Glück muss ich nicht mehr in Technik investieren, sondern in Tuningmassnahmen. Der Raum, das Rack etc. sind jetzt nach und nach dran. Beginnen werde ich mit den Lautsprecherbasen von Subbase. Ich muss nicht besonders erwähnen, das Franz sich sofort bereiterklärt hat mich bei meinen nächsten Investitionen zu beraten. Ein Foren-Kumpel wie man ihn sich nur wünschen kann.

    So, jetzt noch die letzten Zeilen. Ich muss noch meine LS umstellen. Bisher hörte ich leicht zum Hörplatz eingewinkelt, Franz hingegen parallel zu Hörplatz. Ich glaube ich habe mir bislang die Bühne, zugunsten der Raumtiefe, zu eng gehalten. Die Silbersänder bekommen jetzt den Saft direkt aus der Stromleiste und nicht mehr aus dem Netzfilter, weil ich glaube es raubt Dynamik. Franz hat sie ungefiltert laufen. Muss jetzt alles auf den Prüfstand.

    Ein schönes Rest-Wochende

    Euer Peter

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      #3
      Teil 3

      Falls es jemanden interessiert...

      Gehört haben wir unter anderem:



      und ich glaube auch...



      sowie diese geile Aufnahme:



      und die Beatles in einer neu gemasterten Version, echt klasse:



      und ein Klassiker:



      sowie viele andere Stücke von Johnny Cash, über den Doors, Cosby Stills & Nash, etc.

      Peter

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        #4
        Hallo Peter,

        bei dem Doors-Titel handelte es sich um das Stück "The End" auf dieser CD:



        Und die japanischen Trommeln, die dir so sehr imponieren konnten, stammen von dieser CD:



        Wir haben ja querbeet so einiges gehört, darunter auch einige Stücke von der Dali Volume 3:



        Eine Sache möchte ich berichtigen von deinem Hörbericht: Die Musik wird nur bei Aufnahmen, die im Q-Sound-Verfahren aufgezeichnet sind und bei Aufnahmen, die absichtlich mit Phasenverschiebungen arbeiten, seitlich über die Lautsprecherbegrenzung wiedergegeben. Wir haben einige Aufnahmen mit diesen Verfahren auch gehört, ansonsten endet die seitliche Darstellung mit den Lautsprecherseiten außen. Die Tiefe allerdings ist in der Tat in einer Weise ausgeprägt, wie ich sie noch nie zuvor irgendwo hab erleben können.

        Du hast ja schon bereits sehr gute Zutaten für highfidelen Musikgenuß. Und wir werden gemeinsam sehen und daran arbeiten, daß du dir das Klangbild erarbeitest, was dir auch gefällt. Dazu bedarf es einiger Arbeiten, denn plug & play ist bei solchen "Rennpferden" nunmal nicht möglich, da möchte man das volle Potential auch haben. Mir ging es ja genau so.

        Wir bleiben in Kontakt, dein Besuch hat mir Spaß gemacht, und natürlich freut es mich, daß es dir so gut gefallen hat.

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          #5
          Bühnenbreite

          Hallo Franz, ja stimmt.... Es waren nur einige Aufnahmen, die eine so breite Darstellung hatten. Aber die hatten es in sich. Ein Erlebnis....

          Danke für die Cover !

          Peter

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            #6
            Probier die mal aus:

            6. The World In My Hands (We Are One) von der CD:


            Da laufen die beats richtig rechts an der Seite neben dir entlang bis hinter den Hörplatz. Das sind gewollte Phasenspielereien, sehr effektvoll.

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              #7
              Danke für den Tipp, werde ich mir gleich mal bestellen.

              Liebe Grüße

              Peter

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                #8
                Hallo Pedro,

                die geplante Raumakustik ist wie du erkennen kannst ein ganz wichtiger Punkt beim guten Hören.
                Du hast ja den selben VV und Lautsprecher und kennst diesen dann auch gut aber sicher nicht die raumakustischen Massnahmen so ergriffen....und die machen dann den Unterschied.
                Wie du erkennen kannst ist es nicht unbedingt zielführend alles zu kaufen was man für extrem viel Geld nur kaufen könnte, sondern sehr gutes bzw. ordentliches durch Fachleute installieren zu lassen oder zu Rate dabei zu ziehen und da gehört auch immer ein in Raumakustik erfahrener Fachmann dazu.Der die Messungen und die Pläne für die Ausführung der Massnahmen macht.Wer handwerklich begabt ist oder derartige Freunde hat kann diese dann selber baulich umsetzten. Ein zu sehr verbeulter Frequenzgang am Hörplatz und zu viele Reflektionen stören jeden guten Klang.....egal wie teuer das Equipment ist was dort spielt.

                Ab einer bestimmten Investitionsgröße für Wiedergabetechnik die bei einem fortgeschrittenen High Ender oft schnell erreicht ist wäre es am Ende sogar eher fahrlässig das die vormals für viel Geld angeschaffte teure Technik durch eine zu schlechte Raumakustik auditiv abgewertet wird....

                Das wäre ein wenig vergleichbar mit der Metapher als wenn man sich einen Sportwagen kauft und da wo man wohnt es nur Sand und Feldwege gibt.
                Der eigentlich erreichbare Nutzen des Produktes verpufft dann....

                Grüße Truesound
                Zuletzt geändert von Truesound; 03.04.2016, 06:45.
                Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

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                  #9
                  Sorry wenn ich hier reingrätsche, aber eine kleine Korrektur : He Xun Tian ist Chinese. Die Trommler aus Japan wären Ondekoza oder Kodo.

                  Nochmals sorry fürs Off-Topic. :tschul:

                  Beste Grüße
                  Speedy

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                    #10
                    @ Truesound

                    Ich gebe Dir uneingeschränkt recht. Das Phänomen kennen bestimmt viele. Ein tolles Gerät in einem halbwegs guten Hörraum entdeckt, ausgeliehen und zu Hause ....... Enttäuschend. Die meisten von uns sind aber sehr Technikgläubig und rennen oft dem nächsten Hype hinterher, der den perfekten Klang verspricht. Ich schließe mich da nicht aus. Ferner müssen auch die Wohnbedingungen räumliche Tuningmassnahmen zulassen. Ich habe das Glück einen eigenen Raum zu haben, in dem ich tun und lassen kann was ich möchte. Ein Großteil unserer Mitforenten haben nur das Wohnzimmer, das auch anderen Zwecken als dem Wohlklang dienen muss. Da hat die Familie auch ein Vetorecht.

                    Da bleiben einem nur die Lösungen möglichst viel aus der Technik zu locken und dann noch einigermaßen günstige Stellbedigungen zu haben. Oder man geht auf Kopfhörer.

                    Aber ich teile Deine Meinung, ich werde in nächster Zeit nur noch in räumliche Optimierung und Voodoo investieren. Es sei denn da kommt noch ein phantastisches Gerät um die Eckefeif:

                    Viele Grüße
                    Peter

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                      #11
                      Hallo Speedy,

                      He Xun Tian ist Chinese. Die Trommler aus Japan wären Ondekoza oder Kodo.
                      Stimmt natürlich. Hab ihn in meinem Beitrag zum Japaner gemacht.:clowni:Wir haben die Paramita gehört, Ondekoza hab ich auch. Ist so eine Liebe von mir, ich mag diese gewaltigen Trommeln und Trömmelchen, man kann damit die Entfesselung von Dynamik gut erleben. Schon ein Prüfstein für jede Anlage.

                      Sehr empfehlenswert für Percussion-Musik auch:



                      Zuletzt geändert von Franz; 03.04.2016, 11:03.

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                        #12
                        @ Speedy

                        Kein Thema, Du hast ja offensichtlich Recht.

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                          #13
                          Peter,

                          das nächste Mal, wenn du kommst, sehen und hören wir uns mal diese wunderbare DVD an:


                          http://www.amazon.de/Martin-Grubinge...ords=grubinger

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                            #14
                            Mal was Allgemeines: Jeder, der sein Hobby aus Ambition und Passion betreibt, strebt nach dem "guten Klang". Um ihn zu errreichen, bedarf es mehr als nur gute Geräte aufzustellen. Möchte mal einen link geben, auf dem sich einige Tipps und Tricks zur Erreichung eines guten Klanges finden, denen ich mich auch so anschließen kann aus eigener Erfahrung: http://www.am-klangraum.de/37712.html

                            Zu dem, was dort unter "Lautsprecherbasen" gesagt wird, bin ich anderer Meinung und Erfahrung. Wichtig ist aber, daß man dabei unbedingt beachtet, daß das Ohr auf Höhe des akustischen Zentrums bleibt, gegebenenfalls muß man also den Sitzplatz etwas erhöhen, was bei mir auch der Fall war. Ist aber gar kein Problem. Was zur Wichtigkeit eines Racks geschrieben wird, kann ich nur dick unterstreichen.

                            Ansonsten sind die dort gegebenen Tipps äußerst hilfreich.

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                              #15
                              Zitat von Franz Beitrag anzeigen
                              Mal was Allgemeines: Jeder, der sein Hobby aus Ambition und Passion betreibt, strebt nach dem "guten Klang". Um ihn zu errreichen, bedarf es mehr als nur gute Geräte aufzustellen. Möchte mal einen link geben, auf dem sich einige Tipps und Tricks zur Erreichung eines guten Klanges finden, denen ich mich auch so anschließen kann aus eigener Erfahrung: http://www.am-klangraum.de/37712.html
                              ...
                              Ohne jetzt hier eine neue "Baustelle" bzgl. der Klangraum Tipps aufmachen zu wollen, zumal ich einige davon selbst nutze.
                              Es scheint mittlerweile einen Wettbewerb über die höchst genannte Einspielzeit ausgebrochen zu sein. Nun sind wir bereits bei mind. 6 Monaten angelangt. Mal sehen, wer die Jahresgrenze als erster knackt.

                              scott

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