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    #31
    Zitat von Dirac_28 Beitrag anzeigen
    Es geht hier gar nicht darum, wo sich ein Mikrofon genau befindet, sondern darum, dass für das natürliche Hören das individuelle Außenohr und Frequenzänderungen in Abhängigkeit von Kopfbewegungen wichtig sind.
    Das menschliche Ohr funktioniert hier wie ein Filter und anders als ein Mikrofon.

    Ein standardisierter Kunstkopf kann stark von der persönlichen HRTF abweichen und es findet keine Reaktion auf Kopfbewegungen statt.
    Dies ist wohl auch der Grund, warum ich Kunstkopfaufnahmen über Kopfhörer als unrealistischer Empfinde als Stereo über Lautsprecher, wo man ja immerhin Schallquellen im Raum hat, und diese persönliche HRTF inklusive Kopfbewegung somit berücksichtigt wird.
    Hallo, es braucht keine Kopfbewegung zum Hören! Das geht auch völlig bewegungslos wunderbar!

    Gruß
    AIR
    gewerblicher Teilnehmer
    www.weidlich-audio.de

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      #32
      Zitat von AIR Beitrag anzeigen
      Hallo, es braucht keine Kopfbewegung zum Hören! Das geht auch völlig bewegungslos wunderbar!

      Gruß
      AIR
      Es geht hier natürlich nicht primär um große, bewuste Bewegungen, sondern eher um unbewusste kleine Kopfbewegungen, die die Schalllokalisation erleichtern.
      Und wenn dies wegfällt, wird die Lokalisation erschwert. Deswegen gibt es im Kopfhörerbereich Syteme, die die Kopfbewegung mittels Sensor erfassen, und darauf basierend den Frequenzgang anpassen.

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        #33
        .
        Aber brauchen wir bei der Stereophonie eine Schallquellenortung wie im Alltag?

        Die tatsächlichen Schallquellen sind die beiden Lautsprecher. Die virtuellen Schallquellen entstehen im Gehirn.

        Gruß
        AIR

        gewerblicher Teilnehmer
        www.weidlich-audio.de

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          #34
          Stereophonie funktioniert ja trotz der Einschränkungen recht gut und die erwähnten Voraussetzungen des natürlichen Hörens sind bei der Lautsprecherwiedergabe ja gegeben, auch wenn Phantomschallquellen nicht 100% das abbilden, was reale Schallquellen liefern würden.

          Um es aber möglichst perfekt zu haben, bräuchte man eigentlich je einen Kanal für jede reale Schallquelle.

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            #35
            Vergleich live und Aufnahme

            wir sind regelmäßig im Bauer Studio in Ludwigsburg zu Gast, wenn die Studiokonzerte stattfinden, bei denen vor ca. 80 Zuhörern Liveauftritte mitgeschnitten und später fast ausschließlich als LPs veröffentlicht werden.
            Für Klavierdarbietungen auf dem Steinway D von 1929 sitzen meine Frau und ich in der ersten Reihe, ca. 3m vom Pianisten entfernt. Der Klangeindruck ändert sich schon deutlich, wenn wir in der Pause die Plätze tauschen. Bester Blick auf die Hände des Pianisten bedeutet den Verzicht auf den allerbesten Klng, der dann ankommt, wenn sich die Saiten sichtbar im geöffneten Deckel spiegeln.
            Jetzt zum Vergleich mit der Wiedergabe zuhause: da ich mit LPs und deren Eigenschaften nicht leben möchte, kann ich nur eine Aufnahme ohne Einschränkungen empfehlen, die bei mir im Musikzimmer und auf dem Stax mit angepasster Diffusfeldentzerrung praktisch identisch zum optimalen Hörplatz klingt:
            https://www.highresaudio.com/de/albu...t-bauer-studio

            https://www.martin-vatter.de/de/news...lay-62015.html
            Dieser Highres-Download wurde nicht von den Bauer Studios gemastered, sondern von Jürgen Reis, dem Chefentwickler von mbl, der die ausnahmsweise komlett digitalen Mitschnitte unbearbeitet mitnehmen durfte.
            Eine zweite gute Aufnahme, aber mit für meine Ohren etwas zu breiter Abbildung des Steinways:

            https://www.highresaudio.com/de/albu...co-introducing
            Worauf ich eigentlich hinaus will: die Aufnahmetechnik, die Platzierung der Mikrofone, das Mastering, das alles spielt eine große Rolle für die (Un)möglichkeit, ein Live-Erlebnis zuhause 1:1 abzubilden, und schon der Sitzplatz im Konzert kann bei der selben Darbietung ganz unterschiedliche Hörerinnerungen prägen. Leider bin ich hier im Süden von den Klangfreunden im Forum wohl räumlich zu weit entfernt, aber ich würde mich sehr über die Möglichkeit freuen, gegenseitig "probezuhören".
            Zuletzt geändert von StefanMaier; 20.11.2018, 11:22.
            a) Notebook an ifi DC iPurifier2 + foobar2000 -> ifi iSilencer 3.0 -> Lavricables Ultimate Silver Dual USB-Kabel mit JSSG -> Devialet Expert 400 -> Refine ultima musica GP -> Magico S3 MkII in optimiertem Hörraum
            b) HTPC an ifi DC iPurifier2 + foobar2000 -> ifi iSilencer 3.0 -> modifiziertes Lavricables Ultimate Silver Dual USB-Kabel mit JSSG -> NAD C510 -> Refine ultima musica XLR -> Stax SRM Monitor + SR Lambda Pro

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