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Erwachsene, hört Son-B!

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    Erwachsene, hört Son-B!

    Hallo,

    ich schaffte es neulich endlich mal zu Dieter nach Friesenheim. Ich dachte, es wäre das Friesenheim irgendwo da unten bei Heidelberg – also weiter weg. Aber es ist ja jenes unweit entfernt von Mainz. Das hätte ich schon viel eher haben können... :rot:

    WAS haben können?! Nun, das Hören eines der absolut besten LS, den ich kennenlernen konnte. Vorab: ich habe keinen Werbevertrag mit Dieter, ich bin einfach nur ein Freund bemerkenswerter Produkte. Und das interessierten Mitmenschen mitzuteilen, ist Sinn dieses Forumplatzes.

    Wer „erwachsen“ Musik hören möchte und seinen ultimativen LS sucht, sollte nur weiterlesen, wenn er willensstark ist: entweder, der eventuellen Will-haben-Sucht nach einem Probehören zu widerstehen, oder aber solch ein Selbstbauprojekt durchzuziehen. Willig muß auch das Portemonnaie sein, je nach Gehäusequelle sind 3-4kEuronen notwendig. Wenn man das erreichbare Ergebnis vor dem Hintergrund „typischer Highend-LS“ sieht, ist dieses aber ein Schnäppchen!

    Erwachsen Musik hören definiere ich für mich so:
    - der LS kann einen fesseln, man hört „einfach nur“ der Musik zu, ist immer wieder überrascht von ihr, man muß nicht an Klang denken. Es ermüdet nicht, sondern macht süchtig...
    - satte, halbwegs authentische Dynamik der realen Musik. Das Hirn suggeriert Fehlendes hinzu.
    - Feindynamik und hohes Auflösungsvermögen führen zu sehr lebendiger und beweglicher Spielweise
    - kein Verfärbungen oder Schrillheiten im Klang, die stören.
    - völlig losgelöster Klang, es entsteht eine 3D-Bühne mit Größe.
    - Bass und Grundton, der bei größer Lautstärke den Brustkorb vibrieren lässt.
    - eher warmer, auf Grundton bauender Klang.
    - real anmutende Abbildungsgröße – speziell von menschlichen Stimmen!

    Wer sich „eichen will“ – was man regelmäßig tun sollte – muß einfach nur mal wieder reale Instrumente und Sänger ohne PA-Verschandelung hören. Wenn man versteht, welche unglaubliche Kraft, Ausstrahlung und Klangfarbenreichtum echte Musik hat – ganz ohne etherisches highendiges Gesäusele, der wird über die Darbietung fast aller wohnzimmertauglichen LS schmunzeln müssen. Echt ist da wenig, außer der Mangel ebendieser Merkmale...

    Zur Sache: die Son-B Mk2 mit Subwoofer schafft wirklich all diese Erwachseneneigenschaften in Kombination auf einem von mir zuvor noch nicht gehörten Niveau! Die Texte auf Dieter sehr guten Homepage geben solche Testberichte und Hörererfahrungen wieder, das kann ich voll unterschreiben. Zusätzlich fällt mir noch folgendes ein:
    - ich hörte schon LS, die auch so dynamisch-zupackend klangen – aber dabei nie so extrem neutral.
    - Auflösungsvermögen wird von LS oft mit einer „Oberton-Überbetonung“ erschlichen. Anders die Son, sie „kann einfach“ auflösen! Die Chassis stellen das letzte noch so feine Geräusch extrem selbstverständlich dar.
    - man sieht PA-Chassis – und sucht verzweifelt irgendeine Verfärbung oder Schrillheit. Wirklich vergeblich!!
    - die 3D-Abbildung wirkt kräftig und stabil, sehr hohe Klangsättigung. So, dass auch leisere Hintergrundinstrumente frappierend echt wirken.
    - fesselnde Stimmwiedergabe. Kein LS den ich zuvor hörte konnte so natürlich die „Kraft der Kehle“ wiedergeben.
    - der Brustkorb vibriert... Alles wirkt real groß. Wie in der ersten Reihe eines Konzertes.
    - der LS ist gerade noch wohnzimmertauglich groß...

    Ich wage sogar folgende Aussage: hätte dieser LS mit Subwoofer hinter schwarzem Vorhang auf der Highend gespielt, wäre es bei fairer Betrachtung „erwachsener Hörer“ best of show gewesen. Aber die highend-Hifi-Welt tickt ja ganz anders...

    Dieter kann auch nicht zaubern – aber er geht die Dinge offensichtlich konsequent und erfahren an. Mit PA-Chassis mit einer solch einfachen Weiche solch einen extremst neutralen Klang hinzubekommen, ist der größt mögliche Kompetenzbeweis! Und Dieter hat verstanden, dass beste Chassis sehr gute Bauteile brauchen, um nicht limitiert zu werden. So verwendet er an den relevanten Stellen Kupferfolienspulen und „musikalisch klingende“ Jantzen-Kondensatoren. Wer sich seriös und voodoofrei damit beschäftigt hat, hört es bei der Son raus – die fantastische musikalische Durchlässigkeit solcher adäquaten Filterbauteile.

    Kommen wir zum Manko der Son-B, wie schon zwei Mal versteckt erwähnt: ohne Subwoofer ist sie für mich „unbrauchbar“! Harte Worte, aber es fehlen mehrere Oktaven unten und der Klang klingt ohne Sub einfach nicht wirklich echt. Gerade, weil „oben“ alles da ist, MUSS unten auch alles da sein, um bruchlos echt klingen zu können. Ein Sub ist also Pflicht! In kleinen Räumen mag genug Bassfülle entstehen, aber es fehlen definitiv raumaufbauende Tiefbassinformationen.
    Ich sehe zwei Möglichkeiten. Wer extrem laut hören will, kann Dieters Sub nehmen. Nicht extrem tief, aber straff-laut. Leider verbunden mit großem Gehäuseklotz unter der vormals noch halbwegs schlanken Säule. Wer es nicht sehr laut braucht, sollte sich einen Dipol-Subwoofer mit 38cm-Chassis als Ständer unter die Son bauen. Der Dipolsub erhält genau die Außenmaße der Säule – so entsteht ein schön anmutender Säulen-LS. Bis auf die erwachsene Größe ist der WAF mit genug Vorarbeit in Richtung der besseren Hälfte auf hoch trimmbar feif:
    Sinnvolle Dipolsubs mit geeigneten 38er-Chassis erreichen sauberst unter 20Hz und klingen blitzartig „schnell“ und absolut schlackenfrei – genau, wie die Son ab ca. 80Hz aufwärts. Perfekte Ergänzung!! Dieter oder Fachzeitschriften könnten dsbzgl. Interessenten sicher zu einem Bauvorschlag weiterhelfen.
    Meine Meinung: auch eine Son-XL kann das Problem nicht lösen. Echter Tiefbass muß sein, wie jeder Subwooferbesitzer weis. Die großen 25ern der XL sind in den Mitten weniger ideal.

    Wenn ich noch auf der Suche wäre, würde ich diesen LS bauen. Das habe ich zuvor noch von keinem anderen LS sagen mögen.

    Quervergleich: wenn man nach dem Byma-AMT mit Horn einen Mundorf-AMT ohne Horn (etwa in der Trinity) hört, klingt es zwar scheinbar noch besser aufgelöst, aber in Wirklichkeit klingt es einfach nur vglw. kraftlos-dünn. Der Beyma ist ein positiver Brüller.
    Andere LS fallen auch ab, weil sie weniger Membranfläche in den Mitten besitzt. Der Klang wirkt harmloser, weniger dynamische Abstufungen.

    Dieter, Glückwunsch zu solch einem Wurf! Mögen viele wartende Erwachsene die Chance eines Probehörens erhalten – und nur mit Sub vorführen!! Dieter spielte sie mir zunächst ohne Sub vor – da hätte ich das Probehören fast abbrechen wollen...

    Gruß

    Klaus

    #2
    Schöner Bericht!

    Der Beyma AMT ist einfach der Hammer!!!

    rost:

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      #3
      Hallo Klaus,
      SEHR interessanter Bericht, danke :dank:

      Bitte :huld: Fotos (!) einstellen :zustimm: und gelegentlich noch mehr Infos (nicht nur, aber auch technischer Art).

      LG,
      Michael


      PS:
      Warst Du schon mal beim Werner, Alias Kellerkind? Oder vielleicht beim Robert alias emitter2006? Sind beide nicht all zu weit weg von Mainz :-). Könnte gut sein, dass Du Deine Meinung bezüglich "beste je gehörte Anlage" revidieren musst - oder aber auch nicht; jedenfalls wäre ein Vergleich, bzw. evtl. eine vergleichende Beschreibung der Son-B mit diesen ziemlich einzigartigen Referenzanlagen durchaus einen Bericht hier im Forum wert.
      Zuletzt geändert von Mikelinus; 29.06.2011, 23:38.
      ...
      dem Wunder
      leise
      wie einem Vogel
      die Hand hinhalten

      (Hilde Domin)

      Kommentar


        #4
        Zitat von Mikelinus Beitrag anzeigen
        Hallo Klaus,
        SEHR interessanter Bericht, danke :dank:

        Bitte :huld: Fotos (!) einstellen :zustimm: und gelegentlich noch mehr Infos (nicht nur, aber auch technischer Art).

        LG,
        Michael


        PS:
        Warst Du schon mal beim Werner, Alias Kellerkind? Oder vielleicht beim Robert alias emitter2006? Sind beide nicht all zu weit weg von Mainz :-). Könnte gut sein, dass Du Deine Meinung bezüglich "beste je gehörte Anlage" revidieren musst - oder aber auch nicht; jedenfalls wäre ein Vergleich, bzw. evtl. eine vergleichende Beschreibung der Son-B mit diesen ziemlich einzigartigen Referenzanlagen durchaus einen Bericht hier im Forum wert.
        Hi,

        sorry, ich vergaß, einen Link zum eigentlichen Produkt einzustellen.
        Hier der Achenbach-Akustik-Forumsbereich der Son-B Mk2 http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=3637
        Hier das pdf der homepage mit Foto und Infos zur Son-B http://www.lsv-achenbach.de/images/l...flyer_lang.pdf

        Technisch:
        - AMT über 6dB, keinerlei Saugkreis notwendig = weniger Frequenzweiche geht nicht, ideales Impulsverhalten
        - der Teifmitteltöner ist schön breitbanding und "schnell", die 12dB sind (leider...) notwendig, um ohne Saugkreise seine Resonanzen auszublenden. In Vorgängerversionen der Son nutzte Dieter auch 6dB mit bis zu vier penibelst eingepaßte Saugkreise hierfür, aber letztlich lohnt der Aufwand nicht - der resultierende Phasengang ist fast identisch.
        - Saugkreise außen und innen am zweiten Tieftöner sind notwendig, um Impedanz und Baffelstepeffekte zu glätten.
        - ich habe zwar keine Sprungantwortmessung gesehen, aber sie sollte lecker sein :zustimm:, der Rückversatz des AMT sorgt für gute "Zeitrichtigkeit" und jenes bruchloses auf-den-Punkt-Spielen.

        Bester LS - ich suche zwingend einen Kompromiß aus ALLEN beschriebenen Eigenschaften. Praktisch alle LS, die ich bisher hörte, konnten einiges sehr gut, aber dafür anderes schlecht. Typisches Beispiel: Reste von Schrillen oder Quäken großer Membranen oder die Unfähigkeit, auf 5cm genau Instrumente abzubilden (wenn z.B. der Mund einer Sängerin 50cm breit scheint... und Becken 2mtr groß sind...). Ich reagiere allergisch, wenn eines von beidem gegeben ist.
        Dieters Son-B kann beides der Beispiele extrem gut. Und sie ist wohnzimmertauglich.
        Werners und Roberts Lösungen mögen auch super oder noch besser sein - aber das soll nicht Bestandteil dieses Treads sein. Der gehört der Son-B.

        Gruß

        Klaus

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          #5
          Erst mal ein großes DANKE an Klaus für den hervorragenden Bericht.
          Es hat mich sehr gefreut, mal einen so kompetenten Hörer zu Besuch gehabt zu haben.

          Genau die positiven Eigenschaften, die Klaus angeführt hat, sind auch Entwicklunsgziel gewesen.

          Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
          Hallo,
          Kommen wir zum Manko der Son-B, wie schon zwei Mal versteckt erwähnt: ohne Subwoofer ist sie für mich „unbrauchbar“! Harte Worte, aber es fehlen mehrere Oktaven unten und der Klang klingt ohne Sub einfach nicht wirklich echt. Gerade, weil „oben“ alles da ist, MUSS unten auch alles da sein, um bruchlos echt klingen zu können. Ein Sub ist also Pflicht! In kleinen Räumen mag genug Bassfülle entstehen, aber es fehlen definitiv raumaufbauende Tiefbassinformationen.
          Ganz so krass würde ich jetzt nicht urteilen. Wer Tiefbass und die darin enthaltenen Informationen gewohnt ist - ja. Wobei das ja auch nicht jede Box kann.
          Irgendwo mussten halt bei der Entwicklung der SON Kompromisse eingegangen werden, wenn die Box halbwegs kompakt bleiben, Wirkungsgrad haben und neutral klingen soll. Der Bassbereich ist für mich der Punkt gewesen, kleine Abstriche zu machen. Dafür funktioniert die SON auch noch in Räumen von 15m², wo größere Kaliber im Bass gnadenlos versagen. Wer es kompromisslos haben will, stellt einen Sub dazu.

          Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
          Bis auf die erwachsene Größe ist der WAF mit genug Vorarbeit in Richtung der besseren Hälfte auf hoch trimmbar feif:
          ......
          Dieter oder Fachzeitschriften könnten dsbzgl. Interessenten sicher zu einem Bauvorschlag weiterhelfen.[/FONT]
          Gibt es....
          Ich habe einen Entwurf, eines integrierten Systems mit dem bekannten 12er, wie ihn Klaus gehört hat.
          Der hat einen trapezförmigen Grundriss, vorne schmal mit den 20cm Treiber, hinten breit, wo der 30er Sub rein passt.

          So wie es bei mir steht ist bei WAF zugegebenermaßen noch Luft nach oben. Aber so wie es jetzt ist, lässt sich die Kombination wenigstens noch alleine transportieren. Geschätzte 70kg bei einer Alll-in-One Lösung alleine wuchten? Aus dem Alter bin ich raus. :stop:

          Gruß
          Dieter
          Achenbach Akustik
          www.lsv-achenbach.de
          Gewerblicher Teilnehmer

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            #6
            Zitat von D. Achenbach Beitrag anzeigen
            Ganz so krass würde ich jetzt nicht urteilen. Wer Tiefbass und die darin enthaltenen Informationen gewohnt ist - ja. Wobei das ja auch nicht jede Box kann.
            Irgendwo mussten halt bei der Entwicklung der SON Kompromisse eingegangen werden, wenn die Box halbwegs kompakt bleiben, Wirkungsgrad haben und neutral klingen soll. Der Bassbereich ist für mich der Punkt gewesen, kleine Abstriche zu machen. Dafür funktioniert die SON auch noch in Räumen von 15m², wo größere Kaliber im Bass gnadenlos versagen. Wer es kompromisslos haben will, stellt einen Sub dazu.

            Gruß
            Dieter
            Hi Erwachsene,

            meine Aussage mit unbrauchbar war in Anführungszeichen. Das meinte genau das, was Dieter oben schreibt: auch ohne Sub ist der Bass in kleinen Räumen bei etwas bassfördernder Aufstellung sicher ausreichend. Zwei 20er schieben gut.
            Ich bin halt einen vollkommen schlackenfreien Dipolsub mit 14Hz Resonanzfrequenz gewohnt, bei dem keine Rauminformation fehlt. Da vermißte ich beim Probehören ohne Sub eben was im Keller.

            Gruß

            Klaus

            Kommentar


              #7
              Hallo Klaus, schön das dir die SON so gut gefallen hat! Bin auch sehr zufrieden mit den Teilen! Bin gerade eben aus dem Urlaub heim gekommen und das erste was ich gemacht habe........DIE ANLAGE EINGESCHALTET(Da waren die Koffer noch in der Dachbox). :zustimm:

              Gruß Marc

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                #8
                Gehäuse

                Hallo Dieter,

                ich finde nur das Grosse für die SON XL.
                Wo ist den das BIG FOOD Gehäuse führ die SON B MKII zu finden?

                Gruß



                Gibt es....
                Ich habe einen Entwurf, eines integrierten Systems mit dem bekannten 12er, wie ihn Klaus gehört hat.
                Der hat einen trapezförmigen Grundriss, vorne schmal mit den 20cm Treiber, hinten breit, wo der 30er Sub rein passt.


                Gruß
                Dieter

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Realist Beitrag anzeigen
                  Hallo Dieter,

                  ich finde nur das Grosse für die SON XL.
                  Wo ist den das BIG FOOD Gehäuse führ die SON B MKII zu finden?

                  Gruß
                  Die Zeichnung habe ich eben bei der SON-B MK-II reingestellt, da passt er besser hin:
                  http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=3637

                  Gruß
                  Dieter
                  Achenbach Akustik
                  www.lsv-achenbach.de
                  Gewerblicher Teilnehmer

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                    #10
                    Hast Du diese Version schon gebaut? Gruß Marc

                    PS: Höre gerade David Grisman Quintet über die tollen Lautsprecher

                    Kommentar


                      #11
                      Rückwärtig?!

                      Zitat von D. Achenbach Beitrag anzeigen
                      Die Zeichnung habe ich eben bei der SON-B MK-II reingestellt, da passt er besser hin:
                      http://www.open-end-music.de/vb3/showthread.php?t=3637

                      Gruß
                      Dieter
                      Hi Dieter,

                      keinerlei Kritik – sondern nur einen Frage nach Deiner technischen Einschätzung.
                      Das vorgestellte Gehäuse ist praktisch und steigert sicher den WAF erheblich – doch folgendes treibt mich dabei um: der Sub strahlt dann nun mal rückwärtig ab. Theoretisch entsteht beinahe eine Kugelwelle – wodurch nach vorne das erwünschte Bassignal entsteht und gelangt. Doch ist der Pegelanteil nach hinten etwas höher und die angenähert 60cm Laufweg des Schalls vom Chassis hinten zur Frontwand führt zu nicht unerheblichen Phasenfehlern bzw. Abweichungen zum Signal der frontwärtigen Treiber. Ist das noch alles im Rahmen, oder schon ein „fauler Kompromiß“?

                      Schade, dass Du die Lösung eines Dipolsubwoofers aus Gründen der Maximalpegel (noch) nicht verfolgt hast. Das wäre ohne Gehäuseveränderung der SonB quasi als Ständer machbar und bzgl. der Bassperformance sicher das Beste. Ich hörte vor Jahren in Wetzlar bei der DIY-Ausstellung mal einen Dipolsub mit nur einem 38er Chassis bis ca. 300Hz laufend (an Calvins ESLs). Der Maximalpegel hat mich tief imprägniert und des Vorurteils praxisungerechter Maximalpegel bereinigt. Für 95% aller SonB-Hörer wäre der Maxpegel sicher mehr als ausreichend. Dieters Kunden sind wohl allzu oft Profimusiker mit Pegelsucht feif: .

                      Beim Hören des Subs der SonB fällt der Sub klanglich auf und zurück (– wenn auch auf höchstem Niveau!). Man hört etwas das üblich Bassreflex-Nachwummern, was man als Genießer eines Dipolsubs gar nicht mehr kennt.

                      Gruß

                      Klaus

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                        #12
                        Zitat von Holzohr75 Beitrag anzeigen
                        Hast Du diese Version schon gebaut? Gruß Marc

                        PS: Höre gerade David Grisman Quintet über die tollen Lautsprecher
                        Nein, habe ich noch nicht. Ist ja aber nicht gravierend anders als die bestehende Sub/Sat-Kombi.

                        Das vorgestellte Gehäuse ist praktisch und steigert sicher den WAF erheblich – doch folgendes treibt mich dabei um: der Sub strahlt dann nun mal rückwärtig ab. Theoretisch entsteht beinahe eine Kugelwelle – wodurch nach vorne das erwünschte Bassignal entsteht und gelangt. Doch ist der Pegelanteil nach hinten etwas höher und die angenähert 60cm Laufweg des Schalls vom Chassis hinten zur Frontwand führt zu nicht unerheblichen Phasenfehlern bzw. Abweichungen zum Signal der frontwärtigen Treiber. Ist das noch alles im Rahmen, oder schon ein „fauler Kompromiß“?
                        Bei einer Trennung von max. 80Hz (wenn man das Top geschlossen betreibt), was einer Wellenlänge von 4.25m entspricht. Bei einer Bautiefe von 47cm plus Laufzeit um das Gehäuse ist das gerade mal maximal das 0,14 fache der Wellenlänge. Der Effekt sollte somit kaum wahrnehmbar sein. Alternativ besteht natürlich auch die Option, den Bass auf die Seite zu setzen, was die Laufzeit weiter verringert.

                        Dieters Kunden sind wohl allzu oft Profimusiker mit Pegelsucht feif: .


                        Gar nicht mal. Das sind ganz normale Leute, die Musik authentisch hören wollen. Was aber nichts mit purer Lautsärke zu tun hat. Die SON geht leise wie auch extrem laut problemlos und hat halt einen extrem natürlichen Klang. Vor allem der untere Hochtonbereich hat eine Kraft, die man nur sehr selten bei anderen Lautsprechern findet.

                        Gruß
                        Dieter


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                          #13
                          Preisanpassung aufgrund der Neodympreisexplosion.

                          Der Paarpreis der SON-B-II wird sich ab Mitte September um 150€ erhöhen.


                          :traurig:
                          Achenbach Akustik
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