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wann bringt eine digitale Korrektur wieviel?

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    wann bringt eine digitale Korrektur wieviel?

    Zitat von Georg_Meister Beitrag anzeigen
    Aber absolut gesehen ist der Qualitätsgewinn, den zum Beispiel die Sauermann-Verstärker oder auch die Brüggemann-Software (moderat per Hand nachjustiert) bewirken, so gewaltig, dass kleine, nicht korrigierbare Restfehlerchen nicht mehr so ins Gewicht fallen, da die "Gesamtheit insgesamt" einfach auf einem viel höherem Niveau spielt.
    Diese Erfahrung haben wir an einem unserer Lautsprecher nicht gemacht. Es war ein Unterschied hörbar, dieser war aber eher gering, keinesfalls gewaltig. Das Ergebnis mag überraschen, aber unsere Lautsprecher klangen ohne Korrektur besser. Die Korrektur wirkte sich vorteilhaft auf die Basswiedergabe im Raum aus, jedoch nachteilig auf das Zeitverhalten, die Dynamik und die Klarheit der Abbildung. Das Klangbild war verfärbt, etwas verschleiert. Mag sein, dass sich der Eindruck nach langer intensiver Abstimm-Arbeit etwas mehr zugunsten der digital korrigierten Version verschieben würde; der Unterschied würde aber vermutlich noch geringer werden.

    Bei sehr genau wandelnden Lautsprechern, mit oder ohne digitaler Korrektur, werden Unterschiede anderer Glieder der Übertragungsstrecke (z.B. Verstärker) immer deutlicher hörbar, da die Lautsprecher immer weniger durch ihre Eigenheiten das Klangbild verzerren und verschleiern.

    Gruß
    AIR

    gewerblicher Teilnehmer
    www.weidlich-audio.de

    #2
    Hallo Air,

    für den Fall, daß Einbindung von acourate eine zusätzliche AD- und DA-Wandlung (nebst natürlich Rechenprozeße) in den Signalweg legt, erscheint mir dieses Ergebnis sehr plausibel. Ich weiß auch von jemandem, der nach anfänglicher Begeisterung seinen Convolver wieder aus der Anlage genommen hat. Bei Abspielen der Musik von einer Festplatte via Spieler-Software mit Acourate-Plugin müßte man vielleicht analysieren, ob es tatsächlich an der Rechnerei gelegen hat (?).

    In qualitativ höchstwertigen Ketten merkt man ohnehin jede kleine Veränderung (Kabel, Vorstufe,...).
    Um abschätzen zu können, wann acourate sinnvoll ist, muß man schon genau hinschauen, an welchen Parametern es etwas zu ändern vermag und an welchen nicht. Wäre ggf. ein Thema, welches Interessierte in einem gesonderten Faden diskutieren können.

    Grüße
    Eberhard

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      #3
      Man darf nicht übertreiben,

      beim Erstellen von Filtern - da kann dann doch so manch Eigenheit eines Chassis zunichte gemacht werden, also erst einmal moderat herangehen - nicht zu vergessen, dass es sich auch um eine Hörplatzentzerrung handelt, also bei Acourate.

      Kommt ja noch hinzu, dass Feinheiten durch Geräte bedingt, auf einmal einen ganz anderen Stellenwert bekommen, wobei ich das überhaupt nicht auf Hochpreis-Equipment beziehe.

      Acourate ist ja ein Werkzeugkasten, dessen Vielfaltsmöglichkeiten auch gelernt werden müssen - ich lerne immer noch - das ist gut, denn die Ergebnisse sind zweifelsohne nicht ohne:zwink:



      me

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        #4
        mehr input

        Hey das ist ein Hochinteressantes Thema über das ich gerne mehr Input hätte. Meiner bisherigen Meinung nach kann eine digitale Korrektur bei einer Problematischen Raumakustik besonders im Bass/tief bass nützlich sein. Die frage ist jetzt nur wieviel geht durch die doppelte Da Wandlung verloren und wäre es nicht einfacher/besser wenn man das in einem all in One gerät macht z.B. Hifi Akademie Power Dac (also eine Frage die ich in den raum stelle keine Behauptung von mir) ?

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          #5
          Die "unnötige" AD/DA-Wandlung kommt doch nur bei rein analogen Quellen vor (incl. CDP ohne Digitalausgang)?


          Aufgrund ausführlicher Tests kann ich sagen, dass das reine Convolving, über den selben DAC gewandelt, 100% transparent ist... das betrifft die beiden Convolver-Kandidaten "foobar" (bzw sein Plug) und VST-Convolver, die beide "nur" 32-bittig rechnen (float natürlich). Der Acourate-Convolver, und Acourate selbst, sind gar 64-bittig.

          Verglichen wurde Unterschied Convolver ja/nein (per Dirac-Puls als Kernel) sowie Äquivalenz analoge Filter/Weiche eines Aktiv-Lautsprechers und deren 1:1 Convolver-Pendant (per sauber abgesampelter Pulsantworten der Weiche), immer über den selben Mehrkanal-DAC.

          Das heißt, die Qualität der Filter selbst entscheidet, die Implementation weit weniger.
          Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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            #6
            Ok Herzlichen dank für die schnelle antwort ! Also wenn ich das Richtig verstanden habe arbeitet Acourate-Rein Digital im Gegensatz zu den Dsp Systemen von Hypex und Hifi Akademie. Dann wäre ja Acourate in Kombination mit einem vernünftigen Digitalen Vorverstärker der Königsweg.

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              #7
              Zitat von Headfi1984 Beitrag anzeigen
              Ok Herzlichen dank für die schnelle antwort ! Also wenn ich das Richtig verstanden habe arbeitet Acourate-Rein Digital im Gegensatz zu den Dsp Systemen von Hypex und Hifi Akademie. Dann wäre ja Acourate in Kombination mit einem vernünftigen Digitalen Vorverstärker der Königsweg.
              Hallo,

              Acourate ist zunächst ein PC Plugin, der Digitale VV ist sozusagen der PC.
              Aber wie es Klaus schon sagte und/oder wie ich es empfinde ist das Verhältniss der möglichen Fehler zwischen Hardware und Softwarefilter etwa 0.1 zu 99.9, zugunsten der Hardware.

              Gruss Marc
              Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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                #8
                Acourate ist halt nicht mit einem klassischen DSP zu vergleichen(...)

                Kommt ja noch hinzu, dass die Erstellung von digitalen Weichen ein weiteres Add-On ist.

                So ein Fireface UC / UCX miteinbezogen, kann dann schon mal tolle Vollaktiv-LSPs entstehen lassen - die notwendigen Endstufen müssen dann natürlich vorhanden sein.

                Wie so etwas aussehen kann, und sich auch fantastisch anhört , kann man in Mittelfranken (Nähe Nürnberg) erleben -----> ein 11-kanaliges Vollaktivsystem und meine legendäre "Just One" - mit Acourate erstellte FIR-Filter mitinbegriffen.




                me

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                  #9
                  Ich weis nicht ob Uli Brüggemann in diesem Forum aktiv ist. Aber ich glaube ihn gut genug zu kennen um sagen zu können, dass ihn genau das Faktum, dass zeitrichtige LS mit Acourate sozusagen "überkorrigiert", also schlechter klingen, SEHR interressieren würde!

                  Und weit weg von myro wohnt er glaub ich auch nicht.... feif:

                  Nur so eine Anregung zum technisch/physikalischen Dialog zweier Anbieter, die eigentlich das Gleiche erreichen wollen... rost:

                  Spekulationen bringen uns ja nicht weiter. :zustimm:

                  Gruß,
                  Winfried
                  Perception is Reality!

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                    #10
                    Hallo Winfried,

                    aus eigener Erfahrung, eine Myro klingt wie ein Myro, nicht wie eine Brüggemann.
                    Mittels Acourate kann man einem Lautsprecher jeglichen Charakter nehmen.
                    Der DSP ist Fluch und Segen zugleich, es ist rein Messtechnisch praktisch nicht möglich ein Ideal zu finden. Das Ohr ist der letzte Entscheider.
                    Eine Myro würde also nach einer Korrektur die durch den Entwickler durchgeführt wird danach exakt genauso klingen, lediglich würden passive durch aktive Bauteile getauscht.
                    Gerade letzten Samstag haben wir das wieder am eigenen Leib erfahren müssen rost:.
                    Wer im Frequenzweichenbau "sattelfest" ist kann getrost auf einen DSP verzichten feif:.

                    LG Marc
                    Schwarz, 33 1/3rpm und Horn

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