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Der ideale Breitbandlautsprecher

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    Der ideale Breitbandlautsprecher

    "Selbst wenn ich den Lautsprechermarkt in aller Tiefe durchgrabe, um ein Konkurrenzprodukt zu finden, das bei gleicher Baugröße an die außergewöhnlichen Qualitäten dieses Schallwandlers herankommt – mir fällt keines ein.
    ...
    Dieses Frequenzweichenprinzip ermöglicht eine derart hohe Phasengenauigkeit in den Übernahmebereichen zwischen den einzelnen Chassis, dass nicht wenigen Hörern, die eine Audio Optimum zum ersten Mal erleben, die scheinbar unumgänglichen Anomalien herkömmlicher Lautsprecher erst einmal fehlen werden. Dementsprechend ist beim Einsatz der FS82 an meinem Hörplatz ein so homogener Schalldruckverlauf zu vernehmen, dass man den Eindruck hat, ein frequenziell unbegrenztes Breitbandchassis zu hören, das es natürlich bis heute nicht gibt."

    https://www.audio.ruhr/media/pdf/98/...io-Optimum.pdf

    Für den Hörtest hat Ekkehard Strauss übrigens den NOS-DAC 2 verwendet, um die FS82E anzusteuern, weil der Referenz-DA-Wandler neuester Technologie im Studiomischpult nicht gut genug war. Darum geht es hier aber nicht, sondern um die besondere analoge Aktivweiche, die aus dem 2,5-Wege-System ein "ideales Breitbandsystem" macht. Manche jetzt wieder sagen, die Frequenzweiche sei "nichts Besonderes" und das könne schließlich jeder, der sich einigermaßen mit analoger Filtertechnik auskennt. Wenn dem so wäre, müsste man den Lautsprechermarkt aber nicht in aller Tiefe durchgraben, um dennoch kein Konkurrenzprodukt zu finden.

    Die verwendeten Wavecor-Chassis sind tatsächlich nichts Besonderes, auch wenn es für diese Anwendung kaum bessere Einzelchassis gibt. Von den verwendeten Leistungsverstärkern einmal abgesehen, kann somit für die konkurrenzlose Klangqualität der FS82E nur die besondere Aktivweiche verantwortlich sein. Mit dieser ist es erstmals gelungen, die akustischen Phasenfrequenzgänge der einzelnen Wege im ganzen Übernahmebereich zur Deckung zu bringen, und das nicht nur (grob) angenähert, sondern im Rahmen der Bauteile-Toleranzen mathematisch exakt. Und es ist eine längst bewiesene Tatsache, dass nicht die Phasenlinearität der akustischen Summe, sondern die Phasenparallelität in den Übernahmebereichen zwischen den einzelnen Wegen in erster Linie die gehörmäßige Klangqualität eines Mehrwegesystems bestimmt. Ist also die Phasenparallelität mathematisch exakt, kann die resultierende Klangqualität von keinem anderen, beliebig aufwendigen Mehrwegesystem erreicht oder gar übertroffen werden, bei dem die Phasenparallelität nur mehr oder weniger angenähert ist.

    Betrachten wir den einfachsten Fall eines 2-Wege-Systems, bei dem eine gemessene Phasenlinearität vorliegt, aber die Phasenparallelität zwischen den Wegen nur (grob) angenähert ist, ergeben sich Klangverfärbungen und Ungenauigkeiten in der räumlichen Abbildung. Das gilt sogar dann, wenn es sich um ein Koaxialsystem handelt. Umgekehrt verhalten sich bei exakter Phasenparallelität beide Membranen wie eine Membran (d. h. wie ein ideales Breitbandsystem) mit für das menschliche Ohr verfärbungsfreier Wiedergabe und korrekter räumlicher Abbildung, selbst wenn die Phasenlinearität der akustischen Summe nicht gegeben ist.

    Für die exakte Phasenparallelität im ganzen Übernahmebereich müssen die akustischen Übertragungsfunktionen der Einzellautsprecher über Linkwitz-Transformationen in eine Linkwitz-Riley-Frequenzweiche 4. Ordnung eingerechnet werden:

    https://www.audio.ruhr/ueber-uns/tec...e/aktivweiche/
    http://www.audio-optimum.com/

    #2
    Das ist zwar alles (weitestgehend) richtig und auch meine Meinung. Aber neu oder "erstmalig" ist da rein gar nichts.

    Phasen-kohärente Mehrweg-LS sind ein alter Hut, seit Jahrenzehnten (nämlich seit dem Aufsatz der Herren Linkwitz und Riley), allerdings gibt es wenige wirklich konsequente Umsetzungen, da stimme ich zu (ich zB wurde persönlich mehrfach daran gehindert, dies "zu Ende" umsetzen zu dürfen).

    Jede kompetent erstellte IIR/FIR-Digitalweiche macht das auch alles schon lange (und sogar zeitrichtig über alles im Falle von FIR, falls gewünscht), Acourate zB ist nun auch schon deutlich über zehn Jahre alt wenn ich das richtig sehe.

    Es ist zwar "dein" Forum, aber etwas weniger absolutistische Aussagen würden dir gut zu Gesicht stehen, oder willst du bald wieder einen Thread löschen oder gelöscht bekommen wegen einer Abmahnung?
    Last edited by KSTR; 18.01.2019, 11:23.
    Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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      #3
      Phasen-kohärente Mehrweg-LS sind ein alter Hut

      Das denke ich auch. Das bekommt AGM so hin ebenso wie Silbersand und Schanks, andere auch noch. Das ist also kein Alleinstellungsmerkmal.

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        #4
        Hier wäre dann auch ein guter Platz, tatsächliche Messungen zu zeigen.

        Ich gebe mal ein Beispiel eines parallelphasigen Drei-Wegers. Aufgrund von beschränkten Hardware-Möglichkeiten ist in diesem Fall nur die Trennung von MT zu HT phasengleich (LR6), die von TT zu MT hat einen (allerdings konstanten) Phasen-Offset von 60° -- für eine -4.5db Summe am XO-Punkt. Das war nötig weil ich ein LR4 dort nicht realiseren konnte, sondern nur dritte Ordnung, geworden ist daraus ein Butterworth-LinkwitzRiley-Hybrid "2.5ter" Ordnung, LB2.5, was sich als idealer Kompromiss herausstellte, etwas sinnvolle Hubreduzierung für den MT (was ja mehr als 2te Ordnung erfordert) und trotzdem sehr wenig und dafür sogar stetiger (da phasenparallel) "time smear" im XO-Bereich.

        Damit man was erkennt bzw den revevanten Teil, sind die FGs von MT und HT entsprechend passend geglättet und sie sind zudem sinnvoll gemittelte Werte über einige sinnvolle Abhörwinkel.
        Attached Files
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          #5
          ...allerdings gibt es wenige wirklich konsequente Umsetzungen...
          Genau darum geht es doch: Die konsequente Umsetzung. Ist die Umsetzung nicht konsequent, ist es nur eine (grobe) Annäherung, aber keine exakte Phasenparallelität. Siegfried Linkwitz selbst hat das auch nie wirklich exakt hinbekommen. Die Grundschaltung der Linkwitz-Riley-Frequenzweiche ist ein alter Hut (um nicht zu sagen: trivial). Das allein reicht noch lange nicht, sondern ist lediglich der Ausgangspunkt für die Realisierung der exakten Phasenparallelität inklusive der akustischen Übertragungsfunktionen der Einzellautsprecher.

          Jede kompetent erstellte IIR/FIR-Digitalweiche macht das auch alles schon lange...
          Dann zeig mir zumindest eine kompetente Umsetzung. Unabhängig von der Qualität der verwendeten Endstufen kann ich sofort heraushören, ob die exakte Phasenparallelität wirklich umgesetzt wurde oder nicht.
          Last edited by sincos; 18.01.2019, 12:30.
          http://www.audio-optimum.com/

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            #6
            Originally posted by sincos View Post
            Siegfried Linkwitz selbst hat das auch nie wirklich exakt hinbekommen. Die Grundschaltung der Linkwitz-Riley-Frequenzweiche ist ein alter Hut (um nicht zu sagen: trivial). Das allein reicht noch lange nicht, sondern ist lediglich der Ausgangspunkt für die Realisierung der exakten Phasenparallelität inklusive der akustischen Übertragungsfunktionen der Einzellautsprecher.
            Linkwitz, Hawksford, Duelund, Kreskovsky usw. haben sich alle völlig korrekt über die Theorie dem Problem genähert, nämlich wie zerlege ich eine komplexe Allpass "1" in Summanden (Wege) die alle phasengleich sind, und es ist Ihnen auch gelungen (siehe zB http://www.musicanddesign.com/Duelund_and_Beyond.html), auch nicht zuletzt unter Einbeziehung des Systemhochpasses der bei den reinen Trennfunktions-Targets ja nicht mit drin ist. Diesen Teil muss der Anwender selber umsetzen, auch in der Theorie schon. Sprich ein Systemhochpass muss wie jede andere globale FG-Änderung des Summentargets auf alle Wege wirken, effektiv, nicht nur auf den Tieftöner allein.

            All dessen waren/sind sich diese Herren bewusst und deshalb würde ich es Ihnen und in dem Fall SL nicht negativ ankreiden dass eine Umsetzung uU nicht durchoptimiert wurde.
            Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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              #7
              ...Stefan,


              auch du (auch das ist eine absolute Aussage),wirst nichts daran ändern, dass digital mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringt.


              Ich bin schon auf den Tag gespannt, der "Altes Werkzeug" endlich als antiquiert deklariert.

              Meines Erachtens ist digital nicht mehr aufzuhalten...

              Mir fehlen die passenden Gerätschaften, um analoge Filter nachzubauen, die wahrscheinlich eh nur annäherusgsweise die Ergebnisse liefern, wie die mit Acourate erstellen Filter.

              Komm´gerne mal hören...




              m.A.E. - das Leben ist zu kurz für "Irgendwann"
              Last edited by wirbeide; 18.01.2019, 13:07.

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                #8
                Komm´gerne mal hören...
                Das hab ich dir auch schon zig Mal angeboten, damit du auch mal hören kannst, daß analoge Weichen digitalen in nichts nachstehen, vor allem, wenn es um das Hörergebnis angeht.



                Hier hält ohnehin jeder seinen eigenen Weg für den besseren oder richtigen. Für mich ist beides gleichermaßen gut möglich, eine eigene Präferenz hat man immer. Und das hat etwas zu tun mit dem, womit man sich beschäftigt hat und was man damit erfahren hat.

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                  #9
                  Originally posted by sincos View Post
                  Dann zeig mir zumindest eine kompetente Umsetzung. Unabhängig von der Qualität der verwendeten Endstufen kann ich sofort heraushören, ob die exakte Phasenparallelität wirklich umgesetzt wurde oder nicht.
                  zB, buch' dir 'ne Teilnahme an einem Audiovero/Acourate-Workshop ;-)
                  Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                    #10
                    ...auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Was der (FIR-) Digitaltechnik noch fehlt ist meines Erachtens in allererster Linie Alltagstauglichkeit. IIR- Filter sind da längst angekommen, das kann man schön bei Abacus sehen. Die neueren Modelle gibt es da sogar zum Teil wahlweise mit klassisch analoger oder eben digitaler Signalverarbeitung. Letztere beruht auf Chips von Analog Devices, die können wohl derzeit "nur" IIR (soweit ich das versanden habe, mag sein dass ich mich in den Details irre)...

                    Übrigens ist Abacus so fair, die digitale Version billiger anzubieten und kein Zusatzgeschäft damit zu generieren. Eine digitale Weiche dieser Machart (IIR, LR4) ist offensichtlich inzwischen billiger als eine analoge...
                    Gruß
                    söckle

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                      #11
                      Was ist denn zB am FOUR Audio HD2 als OEM-Modul in einer Aktivbox nicht praxistauglich?
                      Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                        #12
                        Meines Erachtens ist digital nicht mehr aufzuhalten...
                        Meines Erachtens erst dann, wenn allgemein eingesehen wird, dass man dazu ordentliche Multibit-Wandler braucht.
                        http://www.audio-optimum.com/

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                          #13
                          Noch ein weiteres Problem, mit dem ich mich aktuell beschäftige: Es gibt bis heute keinen wirklich perfekt funktionierenden Reclocker.
                          http://www.audio-optimum.com/

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                            #14
                            Originally posted by sincos View Post
                            Noch ein weiteres Problem, mit dem ich mich aktuell beschäftige: Es gibt bis heute keinen wirklich perfekt funktionierenden Reclocker.
                            Das wäre noch eine wirklich spannende Sache, ein Reclocker bei dem es keine Rolle spielt welche Digitale Quelle mit welchem Digitalkabel dem Reclocker zuspielen.

                            ... und der keine dieser Quellen verschlechtert.

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                              #15
                              Mir fehlen die passenden Gerätschaften, um analoge Filter nachzubauen, die wahrscheinlich eh nur annäherusgsweise die Ergebnisse liefern, wie die mit Acourate erstellen Filter.

                              Komm´gerne mal hören...

                              Ich komme sehr gerne mal hören und kann auch ein kompaktes analoges System zum Vergleichshören mitbringen.
                              http://www.audio-optimum.com/

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