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    Sincos-id

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Name:	SINCOS-ID_0.jpg
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ID:	534233

    Liebe Forengemeinde,

    erst einmal wünsche ich allen etwas verspätet ein Frohes Neues Jahr. Etwas spät deshalb, weil ich in den letzten Wochen sehr beschäftigt war. Nach vielen Detailverbesserungen und dem ganzen Kabelkram war es mal wieder an der Zeit für eine "handfeste" Innovation. Das Bild zeigt den ersten Prototypen eines neuen "Supernetzteils", das auf elektronischem Wege für alle drei nachgeschalteten SINCOS-Audioendstufen jeweils eine "unendlich große" Ladekapazität realisiert. OK, unendlich ist nichts, aber der neuartige ID-Schaltspannungswandler, etwa in der Größe einer Streichholzschachtel und mit max. 440 W Ausgangsleistung, ersetzt problemlos einen ganzen Schrank voller Elkos. Es wurde schon oft versucht, Audioendstufen mit einer stabilisierten Betriebsspannung zu versorgen, aber zumindest im High-End-Bereich ist man immer wieder auf konventionelle ungeregelte Netzteile mit großer Ladekapazität zurückgegangen. Der Grund: Konventionelle Regelschaltungen sind zu langsam, um den schnellen Lastschwankungen im Rythmus des Musiksignals zu folgen. Eine Audioendstufe als Last ist sozusagen der worst Case für ein geregeltes Netzteil. Aus der Literatur bekannt sind PI- (Proportional-Integral) und PID- (Proportional-Integral-Differenzial)-Regler, die beide mit nur einer Gegenkopplung arbeiten. Nun liegen aber bei einem Schaltspannungswandler die Speicherdrossel und der Ausgangskondensator als ein LC-Tiefpass 2. Ordnung in dieser Gegenkopplungsschleife und machen die Regelung träge. Je größer L und C, desto kleiner wird die Restwelligkeit der Ausgangsspannung, aber desto träger das Regelverhalten. Der neue ID- (Integral-Differenzial) -Regler arbeitet mit zwei Gegenkopplungen, eine integrierende vor der Speicherdrossel und eine differenzierende hinter der Speicherdrossel. Nachteilig gegenüber der PI- oder der PID-Regelung ist, dass der Innenwiderstand der Speicherdrossel nicht mitkompensiert wird, was aber in der Praxis (im konkreten Beispiel 6,5 Milliohm) nicht ins Gewicht fällt. Dafür kann der ID-Regler Lastschwankungen praktisch verzögerungsfrei ausregeln, ohne dass es zu Überschwingern kommt. Der ID-Schaltspannungswandler arbeitet wie die nachgeschaltete SINCOS-Audioendstufe ebenfalls nach dem Prinzip des patentierten Sinus-Cosinus-Modulators, d. h. selbstschwingend und mit konstanter Frequenz (hier 430 kHz), unabhängig vom Modulationsgrad. Den ID-Regler hatte ich schon vor acht Jahren theoretisch entwickelt und ihn dann als Unteranspruch in die Patentschrift zum Sinus-Cosinus-Modulator hineingenommen. Dem ID-Schaltspannungswandler nachgeschaltet ist ein "Superkondensator" bestehend aus 60 parallel geschalteten X7R-Keramikvielschichtkondensatoren mit einer Gesamtkapazität von 600 uF. Verglichen mit einem großen Elko ist das nicht allzu viel, aber dieser wird in einem konventionellen Netzteil nur mit der doppelten Netzfrequenz, also 100 Mal pro Sekunde, nachgeladen, während der Keramikkondensator 430.000 Ladeimpulse pro Sekunde erhält. Ein Elko wäre dafür viel zu träge. Der verschwindend kleine Ersatzserienwiderstand des Keramikkondensators in Verbindung mit einem Hochstrom-Ferrit drückt die Restwelligkeit unter 10 Mikrovolt (zum Vergleich: konventionelle Schaltspanungswandler liegen bei etwa 50 Millivolt Restripple, d. h. das 5000-fache), sodass die Qualität der Betriebsspannung mit der einer groß dimensionierten Akku-Spannungsversorgung gleichzusetzen ist.

    Klangliche Auswirkung: Obwohl sie sich nominell nicht geändert hat, gewinnt man gehörmäßig den Eindruck, als hätte sich die Ausgangsleistung der SINCOS-Audioendstufen verzehnfacht! Das ist wiederum unabhängig von der Lautstärke. Einerseits kann man viel lauter hören, ohne dass es nervt (bei guten Musikaufnahmen merkt man die Lautstärke gar nicht), andererseits ist die Musik schon bei geringer Lautstärke so dynamisch und kraftvoll, dass man nicht das Bedürfnis hat, lauter zu stellen. Als erstes System habe ich eine MS8EH mit dem neuen ID-Netzteil ausgerüstet. Das schlägt jetzt nicht nur in der Bassdynamik, sondern in fast allen Kriterien (bis auf die untere Grenzfrequenz) die deutlich größere FS82E mit konventionellem Netzteil.

    Für das ID-Netzteil werden die besten Bauteile nach dem neuesten Stand der Technik verwendet (sonst wäre diese Leistungsdichte nicht möglich), wobei ein ID-Schaltspannungswandler plus ein "Superkondensator" schon etwas mehr in der Herstellung kosten als eine SINCOS-Audioendstufe. Es wird darum eine teurere Premium LS-Serie mit dem neuen ID-Netzteil geben, die sich noch durch einen Berillium-Hochtöner von der bestehenden LS-Serie unterscheidet. Das ID-Netzteil kann aber auch in alle bestehenden Audio Optimum Aktiv-LS nachgerüstet werden.

    Beste Grüße
    Stefan


    Attached Files
    http://www.audio-optimum.com/

    #2
    Hört sich von technischer Seite erst einmal interessant an. Bin mal gespannt auf einen Höreindruck.

    Gruß Charly
    Die Welt ändert sich durch deine Taten. Nicht durch deine Meinung
    Bin überzeugter Agnostiker
    Wohnort: Obertraubling bei Regensburg

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      #3
      Die neue MS8Be mit ID-Netzteil und 34mm Berillium-Hochtöner wird am 18. und 19. Januar in Oberhausen auf Burg Vondern vorgeführt:

      http://hifiaufdemgutshof.de/
      http://www.audio-optimum.com/

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        #4
        Habe die MS8Be gehört und kann nur sagen bezogen auf die Gehäusegröße eine erstaunlich dynamische Basswiedergabe.Der Berilliumhochtöner löst sehr hoch auf.
        Jede Quelle die man zuspielt wird gnadenlos entlarvt.
        Wenn man einen Hörraum 20-25 Quadratmeter hat , ist die Frage nach einem grösserem Lautsprecher überflüssig.In Stefans kleinem Hörraum habe ich bei einer Hörprobe nichts vermisst,
        leider wurde mein mitgebrachter Netzwerkplayer schonungslos deklasiert....
        Für mich eine hochangesetze Audiomesslatte....

        Was Stefan in der Erläuterung Seiner "Innovation" bschrieben hat , offenbart das Theorie in diesem Fall auch nichts der Praxis schuldet.
        Hört es Euch einfach an...kann süchtig machen und vor allem man überdenkt die Zuspieler , wirklich klanglich hochwertige CD Spieler und Player sind jetzt gefragt und diese sind leider rar ;-(

        Beste Grüße

        Andre´

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          #5
          Sehr schön, dass es Leute gibt, die immer auf der Suche nach etwas sind, was man noch besser machen kann, als es schon ist.

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            #6
            Hallo zusammen

            Leider stehen keine Öffnungszeiten auf der Seite. So komme ich einfach Samstag nachmittag mal rum.
            Da beide Maßnahmen, schnellere Siebung, und vor allem der Berillium-Hochtöner absolut sinnig erscheinen,
            bin ich gespannt. Auch auf die angesprochene gute Quelle 2 Beiträge über meinem. Die hatte ich beim Forentreff im Hause von AO wirklich vermisst,
            und natürlich auch angesprochen. Ansonsten gefielen mir grade die kleinen 2-Wege auf Ständern sehr gut.
            Freu mich auf morgen.

            Gruss
            Stephan
            Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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              #7
              Audio Optimum ist heute auf der

              HIFI auf BURG VONDERN 2020 – HIFI im RUHRGEBIET v.4

              https://www.audio.ruhr/aktuelles/


              Gruss

              Marcus

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                #8
                Stephan ganz Fett 11-17 Uhr wenn Du Burg Vondern meinst.

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                  #9
                  ... es ist ggf. die Möglichkeit nicht mehr hörbare Effekte für sehr viel Geld anzubieten...auf jeden Fall sorgt die Konstruktion für optisches Aufsehen. Prinzipiell ist das zwar eine kleine messbare Verbesserung, aber der Spruch man empfindet die Leistungssteigerung wie um den Faktor 10 erhöht halte ich für sehr gewagt!! Es gibt schon lange Polymer-Elkos die man kaskadiert ebenso einsetzten kann. Der extrem niedrige Innenwiderstand von X7R oder X5R-Kondensatoren ist zwar wahr, aber der wirkt sich nur aus wenn sehr hohe Frequenzen anliegen. Die 6,5 mOhm Innenwiderstand sind nach wenigen Zentimetern Platine und Steckverbindern schnell auf ein vielfaches angewachsen und so nicht mehr so relevant.

                  Das verwenden von X7R-Kondensatoren in Schalt-Netzteilen ergibt Sinn denn da geht es um Frequenzen im Bereich 100 kHz und höher...
                  Der hauptsächliche Effekt findet vermutlich wieder in der Psyche der Hörer, also auch in der Erwartungshaltung statt.

                  Man könnte ja mal die Verzerrungen bei pulsartigen höherfrequenten Signalen im Vergleich zur Platine ohne die Vielschichtkondensatoren mit einem Digitaloszilloskop zeigen. Das wäre doch mal was realistisches....

                  Grüße Truesound
                  Wer in Zukunft nur noch mit der Maus wild herumklickt und irgend etwas erzeugt, von dem er garnicht wissen will, wie es zu Stande kommt, ist leider nur ein Anfänger in einer Welt, in der alles schon einmal da war -auch Fachleute. (Karl-Hermann von Behren)

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                    #10
                    Hallo Truesond

                    Ich denke es geht eher um die Geschwindigkeit. Bei meinen eigenen Versuchen dahingehend hat man das Gefühl, der Amp hat plötzlich 1000 PS statt 100. Das wäre Faktor 10.
                    Interessanter finde ich den Berilium. Das sollte sehr deutlich auffallen gegen eine typische Seidenkalotte aus kleinerem Preissegment.
                    Kann aber gerne ein paar Worte dazu schreiben, nach Besuch.

                    Gruss
                    Stephan
                    Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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                      #11

                      Hallo zusammen
                      Leider bin ich den Weg umsonst gefahren, da die neuen Lautsprecher nicht vorführbereit waren. Ein AO Mitarbeiter sagte mir, sie hätten sich dort klanglich
                      nicht zeigen können. So spielten dort die mir bereits bekannten FS-82. Es lief ein Project CD-Laufwerk.
                      Für mein subjektives Empfinden bildete dieser die stabile Mitte besser ab als der Audio-PC, wirkte insgesammt schlüssiger, aber etwas "klebrig" am Lautsprecher.
                      Wohlgemerkt, subjektiv. Dennoch finde ich die Lautsprecher selbst sehr gut. Es wurde ein Testbericht mit sehr guter Beurteilung über die Lautsprecher
                      verteilt. So stellte ich mir die Frage, wie die LS denn mit der Cambridge-Anlage aufspielen, womit sie getestet wurden.
                      Ein paar Meter weiter standen 2 kleine Lautsprecher mit Seas Excel Chassis, Hersteller weiss ich grad nicht, und mit Phono befeuert. Diese zeigten für mein Empfinden eine schöne Lebendigkeit und Durchsichtigkeit, etwas mehr Livehaftigkeit.
                      Im Erdgeschoss gibts eine Heimkinovorführung, dort werden die Formate Dolby Aurora, Atmos, 5.1 usw anhand von Hörbeispielen auf einer tollen Leinwand mit
                      Sony Beamer vorgestellt, und gut erklärt. Wirklich gut gemacht. Wer an sowas Interesse hat, morgen ist es noch offen.
                      Wieso man aber einen <5K Denon AV Verstärker mit tollem Beamer- Bild mit einem 300,- Mini-Center kombiniert wird mir ein Rätsel bleiben. Besonders bei den Musikbeispielen
                      wie Lady Gaga musste man sich ihre Stimme schon etwas zurechtdenken. Im Burgkeller gibts dann noch die neuen Technics Lautsprecher, und im Nebenraum
                      große Breitbänder, die für mich das Schlusslicht bildeten.
                      Allein für die Heimkinogeschichte war es für mich eine Reise wert, bin ich doch endlich auf neustem Stand der Dinge, und konnte den Unterschied sofort hören.

                      Gruss
                      Stephan
                      Linn G-Hub by Gert Volk / DAC Meitner MA-1 / Vorstufe Threshold T-2 / Endstufe Threshold T200 / Dynaudio Contour S 3.4 / Verkabelung: Eigenentwicklung. Heimkino: Lexicon MC-8 THX

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                        #12
                        Hallo Leute,

                        bin wieder in Recklinghausen und muss eine Fehleinschätzung zugeben. Ich kannte die Räumlichkeiten in Burg Vondern vorher nicht und war am Freitag erst einmal entsetzt über die katastrophale Raumakustik mit mehreren Sekunden Nachhallzeit. Akustikelemente konnten dort auch nicht aufgestellt werden. Also hatte ich mich kurzfristig entschlossen, nicht wie geplant mit den neuen MS8BeH vorzuführen, sondern mit den FS82E, weil diese aufgrund der etwas gutmütigeren Seidenkalotten mit Waveguide vielleicht etwas besser mit dem akustisch zu hellen Raum zurechtkommen würden. Das war jedoch falsch gedacht. Heute Mittag habe ich spontan umgebaut und die MS8BeH konnten trotz der problematischen Raumakustik ihre deutliche Überlegenheit zeigen. Das Publikum war fasziniert und ich auch.

                        Die Klangverbesserung durch den Beryllium-Hochtöner ist deutlich, aber dennoch macht vor allem das ID-Netzteil den Unterschied aus. Die Überlegung ist einfach: PWM-Audioendstufen schalten immer direkt gegen die Betriebsspannung. Der Pulsbreitenmodulator, der das Audiosignal verstärkt, muss jede Schwankung der Betriebsspannung mit ausregeln. Ist die Betriebsspannung stabilisiert, wird der Pulsbreitenmodulator entlastet und kann das Audiosignal viel präziser verstärken. Konventionelle analoge Endstufen, bei denen die Leistungstransistoren nicht als schnelle Schalter, sondern als gesteuerte Widerstände arbeiten, kommen erst bei Übersteuerung an die Betriebsspannung heran und im Normalbetrieb bleibt die Ausgangsspannung weit von der Betriebsspannung entfernt, sodass Schwankungen der Betriebsspannung einfacher über die Gegenkopplung ausgeregelt werden können. PWM-Audioendstufen profitieren also in besonderem Maße von einer stabilisierten Betriebsspannung. Erst in Kombination mit den ID-Schaltspannungswandlern können die SINCOS-Audioendstufen ihr ganzes Klangpotential entfalten und die Lautsprecherchassis wirklich kontrolliert antreiben!

                        Gruß
                        Stefan
                        http://www.audio-optimum.com/

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                          #13
                          Ich war heute morgen für ca.45min in der Burg Vondern, dann hat’s mir auch gereicht. Selten so schlecht Musik gehört, sry wenn ich das so sagen muß. Am besten klang noch die Vintage Anlage, das will was heißen. Eine gewisse Fülle hatte auch die Air Tight/Living Voice Anlage, hat mich aber auch nicht beeindruckt. Die gesprenkelten Audio Optimum waren mir auch zu dünn(eine Klangcharakteristik die sich durch alle Vorführungen zog), aber man merkte eigentlich können die schon was. Wenn es mal ansatzweise darauf ankam kamen die Bassimpulse schon trocken aus der Tiefe und mit einer gewissen Autorität, mir war’s trotzdem zu wenig und zu „künstlich“, da fehlte mir einfach das Fleisch in der Darbietung. Der Rest war noch schlechter und eigentlich eine Zumutung, evtl bin ich einfach auch zu verwöhnt.
                          Ich gehe eigentlich nie auf HiFi Messen und nach der heutigen wird sich das auch nicht ändern.

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                            #14
                            Es könnte auch daran liegen, daß du noch gar keinen präzisen, konturierten Bass gehört hast. Solchen Hörern fehlt untenrum immer was.

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                              #15
                              Der Aufstellort in der Burg Vondern war klanglich sehr ungünstig, da kann kein Lautsprechersytem seine Stärken ausspielen.
                              Wenn die MS8BeH in mittleren Hörräumen und vernünftiger Bedämpfung gehört wird, müsste ein geschulter Hörer diesem System einiges abgewinnen können und das ist dezent ausgedrückt.
                              Wem da die Basswiedergabe nicht reicht (die sehr präzise und dabei druckvoll ist)sollte sich ein PA System zulegen, das hat dann aber nichts mehr mit Highend zutun.
                              Für mich das erste aktive System (Herstellerunabhängig), wo für mich alle Kriterien erfüllt sind ohne dabei Kompromisse einzugehen.

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