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Blues? Jazz? Soul?

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    Blues? Jazz? Soul?

    Nabend.

    Ich habe heute mal wieder ein 2 Euro Schnäppchen gemacht und wollte euch das nicht vorenthalten.

    Jocely B. Smith singt in "Blue lights & Nylons" Musik von Weill und Gershwin.
    Und das tut sie mit einer Stimme, die vor Soul bebt, aber auch den Blues nicht zu kurz kommen lässt.
    Die Klassifizierung ist schwierig, weil ein immer präsentes Sax durchaus auf den Jazz zeigt, während sie sehr samtig Soul singt. Und trotzdem habe ich den Eindruck, es handele sich um Blues. Interessanterweise meint iTunes, das sei Pop. - Aber dem kann ich gar nicht zustimmen.

    Statt einer Gitarre, wie es häufig im Blues verwendet wird, setzt man hier auf ein Klavier und eben das angesprochene Sax.
    Im Stück Summertime singt sie einen Ton - gemeinsam mit dem Sax. Ich musste zweimal hinhören um die zwei zu differenzieren. Einfach schön. Das Sax wird insgesamt sehr von ihr getragen und umschwirrt sie; unterstützt sie. Nie zu präsent, aber immer da.

    Musikalisch ist das eher etwas zum abschalten und träumen. Keine Geschwindigkeit, kein Hype wie bei Miles Davis; aber auch nicht das fetzige von B.B. King und Co.
    Ruhe und Gelassenheit dominieren.

    Ich weiß nicht warum, aber es erinnert mich stark an die ersten Bond Filme in den 70ern. Als ich als Knirps im Kino saß und mir auch so ein Auto gewünscht habe. :zwink:

    In jedem Fall ein schönes Stück Musik. Und für 2 Euro wirklich ein Schnäppchen. Ich bin kein Musikkritiker. Es hat mir einfach gefallen, was ich gehört habe und hoffe, einem von Euch gefällt es auch.

    PS: Hier hat einer was vom Stern dazu geschrieben: KLICK

    #2
    Ja die gute Jocelyn,
    um Deine Verwirrung zu erhöhen, sie hat eigentlich ne klassische Gesangsausbildung, könnte also auch Opern-Arien schmettern.

    Die Arrangements stammen meist von ihrem Partner/Mann und sie ist selbst stolz darauf eben die Genres zu durchmischen.
    Die Bluelight & Nylons sollte ich mir wirklich mal wieder anhören.
    Jocelyn setzt da gern ihre 'Teppichstimme' ein, wie sie es nennt.

    Ganz eindeutigen Funk findest Du bei Betty Davis in Urform. Diese hat wiederum Miles Davis dazu inspiriert, bekehrt, seinen Nebel-Jazz drastisch funkig aufzudrillen. DooBop, Toto, Siesta.
    Bei Betty hört man stelleneise noch Jimmy Hendrix durch, von dem sie sich wohl recht gern vögelnn ließ.
    Die LP 'This is it' kannst Du dann gern bei mir hören, wenn Du in Berlin bist.

    Jocelyn wohnt ja auch in B-Zehlendorf.
    Falls du sie besuchen magst ;-))

    Gruß
    Andreas
    Musik, so klar wie Quellwasser

    www.phaselinear.de

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      #3
      Hallo Andreas!

      Ich freue mich immer mehr darauf, wieder in die Heimat zu kommen.
      Da komme ich gern bei Dir vorbei und höre mir etwas auf dem Plattenteller an.

      Ich meine auch, sie da öfter gesehen zu haben, aber ich war nicht ganz sicher. - Ich hab in Schmargendorf gewohnt.

      Wie dem auch sei: sie kann zurecht stolz auf diese Mischung der musikalischen Stile stolz sein. Ich hab das Album neu gehört und es gefällt mich noch immer.

      Zwischendurch hatte ich - schon beim ersten Mal - das Gefühl, sie brächte einen Hauch Klassik mit herein. Aber das fand ich dann doch zu abwegig.
      Offenbar hab ich mich getäuscht.

      Nach wie vor finde ich das Album eine gelungene Sache. Macht mich neugierig auf mehr von ihr.

      Goran

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