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    #31
    Wilhelm Kempff

    Wilhelm Kempff

    Die

    springt leider. Auf der ersten Seite, Konzert für Klavier und Orchester, sofort am Beginn einmal vermerklich und, dann nach ein paar Minuten noch einmal. Das ist schlimm.

    Denn, der Klang ist s u p e r, der Mann am Klavier, Wilhelm Kempff, ist ebenfalls super, nein, viel besser! Schade. Springen ist ganz schlecht. Ein Ausschlusskriterium. wenn da nicht glücklicherweise noch die
    zweite Seite wäre!
    Da springts n i c h t. Sehr schön.
    Hier knistert es zwar, aber, ohne daß es die Nadel aus der Rille schmeisst. Der Klang ist im Grunde eine Sensation, wenn man berücksichtigt, wie alt diese Platte ist. Wilhelm Kempff spielt saugut. Besser als das. Er ist wohl ein ganz besonders guter Pianist.
    Die Sprünge auf der ersten Seite am Beginn des Klavierkonzertes liegen sozusagen fast parallel zur Rille, deswegen die Ablenkung der Nadel. Beschädigungen die quer liegen, mögen nicht gut ausschauen, aber, die Nadel behält ihre Spur und bleibt in der Rille.
    Also, die Klavier Sonate der zweiten Seite, die Appassionata, die ist sehr gut!
    Das Klavierkonzert darf ich wohl abschreiben. Schade. Aber, was will man für nur einen Euro verlangen. So besehen, ein Schnäppchen, mit einseitigem Bedauern.

    Wenn ich mich nun an dieses Barkley James Harvest Synthesizer Gedudel von eben erinnere, da eröffnet sich hier mit diesem Mann am Klavier doch eine ganz andere, lebendigere, unmittelbar sinnliche Welt. Nix behäbig oder lahm und seicht, nein, Wilhelm Kempff attackiert die Tasten, greift beherzt zu, mit Kraft und entschlossen.
    Beethoven wird hier auf eine mir doch sehr unbekannte Weise ganz drastisch und auch o h n e am Lautstärkeknopf zu drehen auf fast wilde Weise ganz wie es die Komposition wohl will - auch L a u t.
    Wer auf Klavier steht, sowas sollte er sich unbedingt anhören. Natürlich am besten auf einem wenig verschlimmbesserten Remaster genau dieser Aufnahme. Eusebius wird das sicher schon kennen?
    Bin sehr beeindruckt.

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    Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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      #32
      AW: alte Schallplatten

      Noch 'ne Alte



      die knistern im Gegensatz zu den heute morgen vorgestellten Scheiben praktisch nicht.


      ist wohl auch mono.
      Nicht nur die Platte, fast wie neu, klingt sehr gut, so wie der Menuhin hier spielt, wird diese Musik auf beschwingte Weise lebendig.
      Zuletzt geändert von Höhlenmaler; 21.06.2009, 17:02.
      Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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        #33
        AW: alte Schallplatten

        Jetzt, nach der zweiten knostischen Wäsche komme ich der Musik schon näher.
        Die Rille ist sauberer als heute morgen und das ist zu hören. Vielleicht sollte ich die tatsächlich noch ein drittes Mal waschen? Schaden wirds nicht. Im Gegensatz zu seichter aufspielenden Musikern an anderen Saiteninstrumenten wird hier pure Energie freigesetzt.

        Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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          #34
          AW: alte Schallplatten

          Nachdem ich heute vorwiegend in einem anderen Forum mitgeteilt habe, was mir wieder alles an Schallplatten in die Hände gefallen ist, möchte ich hier
          zwei Platten vorstellen.

          Peter Anders

          Anders,Peter: Aus Operetten,1934-42, Telefunken(HT 9), D, picture1 picture2
          Schmidt-Isserstedt / Lutze / Schüler / Schultze / Orch.Deutsches Opernhaus Berlin

          Anders,Peter: Historische Aufnahmen,1933-43, Telefunken(HT 22), D, picture1 picture2
          Lutze / Schmidt-Isserstedt / Grüber / Zallinger / Schüler / Reuß / Orch.Deutsches Opernhaus Berlin / Münchener Staatskapelle


          Das schöne ist - Überraschung - wie gut die Platten erhalten sind und, wie gut ihr Klang ist. Die höre ich mit dem Monotonabnehmer ab und ich wage mir gar nicht vorzustellen, was daraus im Zusammenspiel mit dem Monophonic werden wird.

          Die Musik aus den Operetten ist wunderbar. Keine komprimierte oder gepresste Stimme, keine Stimme, die wie aus einem sich in poliertem Stahl spiegelnd, mit harter Kontur offenbart.

          Alt sind die Aufnahmen schon, aber, die Tondruiden müssen gewusst haben was sie tun.

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          Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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            #35
            AW: alte Schallplatten

            Gestern war wie schon erwähnt, der Flohmarkt-Mann bei mir.

            Neben ein paar anderen Platten hatte er auch diese dabei:



            Die Aufnahme hat mich nicht vom Hocker gerissen. Muss sie noch ein paar Mal hören. Weder auf dem Cover der Platte, auch nicht auf dem Label ist was zum Aufnahmedatum zu finden. Auch nicht, wann sie veröffentlicht worden ist.

            Auch diese Platte war im Angebot:



            Die scheint auf den ersten Blick bestens erhalten. Aufnahmedatum ist aber auch hier nicht zu sehen, auch kein Datum der Veröffentlichung.


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            Zuletzt geändert von Höhlenmaler; 14.03.2010, 09:22.
            Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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              #36
              AW: alte Schallplatten

              Eben habe ich eine kurze Rezension zur
              7 Symphonie gefunden.

              Zitat von Im Dezember 1813 konnte der interessierte Leser der Allgemeinen Musikzeitung zur Beförderung der theoretischen und praktischen Tonkunst folgende Zeilen lesen:
              "Daß Herr van Beethoven ein großes, ja ein gar außerordentliches Talent und Genie besitzt, ist nicht zu bezweifeln. Viele seiner früheren Arbeiten haben wir schon mit Bewunderung und Vergnügen gehört. Aber was ist aus dem guten Manne seit einiger Zeit geworden? Daß er in eine Art von Verrücktheit geraten ist, davon legt seine neueste Sinfonie beredtes Zeugnis ab. Das Ganze dauert wenigstens dreiviertel Stunde und ist ein wahres Quodlibet von tragischen, komischen, ernsten und trivialen Ideen, welche ohne Zusammenhang vom Hundertsten ins Tausendste springen, sich zu allem Überdruß noch mannigfach wiederholen und durch den unmäßigen Lärm das Trommelfell fast sprengen. Wie ist es möglich, an einer solchen Rhapsodie Gefallen zu finden? Zwar sagt man 'Die Kunst macht Fortschritte', aber muß man nach Anhörung dieser Sinfonie nicht glauben, daß diese Schritte krebsartig sind und uns in den Abgrund der Barbarei führen?"
              ... und noch ein
              Soweit also der Rezensent der Allgemeinen Musikzeitung anläßlich der Uraufführung von Beethovens Siebenter Sinfonie am 18. Dezember 1813. Und nicht weniger freundlich äußerte sich Carl Maria von Weber, der die Sinfonie als "absoluten Gipfel der Gestaltlosigkeit" ansah und "Beethoven am liebsten dafür ins Irrenhaus geschickt" hätte. Vielleicht waren die Kritiker aber auch nur irritiert von dem patriotischen Überschwang, der gleichsam den Grundton der Konzertveranstaltung bildete. Denn das Konzert sollte nicht nur musikalischen Genuß verschaffen, sondern es besaß darüber hinaus eine konkrete inhaltlich-politische Aussage. Zum einen war es gedacht als Benefiz-Konzert: der Erlös aus den verkauften Eintrittskarten war für die Kriegsversehrten, Witwen und Waisen der kaiserlich österreichischen Armee bestimmt. Und so saß denn im Orchestergraben alles, was im damaligen Wien musikalischen Rang und Namen hatte: Schuppanzigh, Romberg und Louis Spohr an der Geige, Domenico Dragonetti spielte den Kontrabaß; Giacomo Meyerbeer, der Pianist Johann Nepomuk Hummel und der alte Antonio Salieri bedienten Trommeln und Pauken; und den gerade neunzehnjährigen Ignaz Moscheles schließlich hatte man an die Triangel gestellt.
              Da kann man mal lesen, auch in Zeiten ohne Foren nahmen die Experten kein Blatt vor den Mund.

              Ich habe die Platte jetzt nochmal gewaschen und nacheinander unter verschiedene Nadeln gelegt. Ich vermute mal, daß mein Exemplar Mono ist.
              Denn unter der Mononadel gewinnt die Aufnahme an Körper, die Abbildung des Klangs ist klarer gezeichnet, wärmer könnte ich auch sagen.
              Das diese Musik von Verrücktheit zeugt und mir mein Trommelfell beschädigen könnte, kann ich nicht bezeugen. Im Grunde ist das doch sehr harmonische Musik.
              In der Bucht steht eine auf dem Cover als Stereo gekennzeichnete Ausgabe der gleichen Aufnahme. Bei mir ist von Stereo nix zu finden.
              Am Ende der zweiten Seite ist eine König-Stephan-Overtüre zu hören. So weit bin ich aber noch nicht.

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              Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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                #37
                AW: alte Schallplatten

                Das Brahms Double Concerto In A Minor, Op. 102


                ist wohl das gleiche wie
                das
                Konzert Für Violine, Violoncello Und Orchester A-Moll Op.102.
                Nur daß das zwei verschiedene Aufnahmen sind.
                David Oistrach spielt auf beiden mit. Eben lag die oben schon mit dem Bild des Labels

                vorgestellte Aufnahme auf dem Teller.

                Zum Vergleich höre ich jetzt den
                3.Satz: Vivace Non Troppo - Poco Meno Allegro - Tempo Primo
                auf der Aufnahme mit Mstislav Rostropovitsch anstelle von
                Pierre Fournier ... interessant. Rostropovitch klingt scheinbar sonorer. Er nutzt halt ein anderes Cello. Gefällt mir besser. Das Cleveland Orchester im Vergleich zum Philharmonia Orchester London stellt ein anderes Bild in den Raum. Konnte mir zwar eben auch gefallen, aber jetzt neige ich doch dem im Moment spielenden Cleveland mit George Szell mehr zu.

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                Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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                  #38
                  AW: alte Schallplatten

                  Saint-Saëns: Concerto No.2
                  Franck: Symphonic Variations








                  Das Saint-Saëns Concerto hab' ich eben gleich zweimal angehört.
                  Jetzt liegen die Symphonic Variations auf dem Teller. Dabei wanderte ich von Platte zu Platte, denn die liegt auch in einer jüngeren Ausgabe, mit einem anderen RCA Label vor mir. Beide Stereo. Welche nun tatsächlich besser ist, fällt mir schwer, das genau herauszuhören.
                  Die Symphonischen Variationen liegen jetzt in der 'neueren' Ausgabe unter der Nadel.

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                  Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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                    #39
                    AW: alte Schallplatten

                    Zitat von Höhlenmaler Beitrag anzeigen




                    ... Dabei wanderte ich von Platte zu Platte, denn die liegt auch in einer jüngeren Ausgabe, mit einem anderen RCA Label vor mir.
                    Das ist die Scheibe.
                    Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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                      #40
                      AW: alte Schallplatten

                      Hallo Ingo,

                      du entpuppst dich noch als Klassik-Liebhaber, mit all den schönen Schnäppchen, die du gemacht hast. Wart's nur ab - je mehr man davon hört, umso begeisterter wird man.

                      Sieh' an, und schon ist eine Living Stereo dabei - neu aufgelegt, in der Hoffnung, dass sie Musikbegeisterte erneut erfreut... :zustimm:
                      Grüßle von der Audiohexe

                      sigpic


                      Und nun verstand ich es, das Geheimnis der Musik, ich verstand, warum sie allen anderen Künsten so turmhoch überlegen ist: Es ist ihre Körperlosigkeit.
                      Wenn sie sich einmal von ihrem Instrument gelöst hat, dann gehört sie wieder ganz sich selbst, ist ein eigenständiges freies Geschöpf aus Schall, schwerelos, körperlos, vollkommen rein und in völligem Einklang mit dem Universum.
                      (von Walter Moers)

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                        #41
                        Diese Aufnahme klingt, obwohl die Platte in einem sogar sehr guten Zustand scheint, mir die Musik auch gefällt,

                        grauenhaft schlecht. Fast zwei Seiten habe ich durchgehalten. Dann musste Schluss sein. Streckenweise ist alles OK beim Hören, aber dann verzerren auf der Bühne die Stimmen und Instrumente, die Lust weiterzuhören verschwindet und meine Ohren sind beleidigt wegen dieser grausamen Geräuschkulisse, die diese Musik wirklich überhaupt nicht verdient hat.

                        Aufgelegt habe ich dann, obwohl mir Haydn ja zusagt, diese Platte

                        und die klingt p r ä c h t i g. Diese Musik, das Orchester hat 'nen Körper, tiefe Lagen mit fast drohend hereinbrechender Gestalt, unverzerrt und groß, jedenfalls schon spürbar (wie das erst auf einer mächtigeren Anlage klingen dürfte) schöne flirrende Höhen, feine Violinen, deren Körper auch im Zusammenspiel erfahrbar ist, ... daß da auch Raum ist höre ich sogar ohne Sweet Spot. Bläser mit Atmosphäre. Sehr schön. Wenn eine Platte so klingen kann macht das Plattenhören einfach sehr viel Freude. Ob diese Lorin Maazel Interpretation nun das gelbe vom Ei ist weiss ich nicht. Dies scheint jedenfalls eine der besseren Pressungen zu sein. Auch wenns noch besser geht, so ist es OK. Die Platte ist aus den 70ern. 1976 in Cleveland aufgenommen, 1977 gepresst in England.
                        Gruß Ingo . . . . . . . . . . . . . meine letzten gestreamten Tracks

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