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Shakti beschäftigt sich mit SOUNDSMITH MI / Fixed Coil Tonabnehmern

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    Shakti beschäftigt sich mit SOUNDSMITH MI / Fixed Coil Tonabnehmern

    In den letzten Jahren habe ich sehr viele Tonabnehmer in meinen Plattenspielern montiert,

    von recht einfachen




    Audio Technica VM 95 Typen in der 100,- eur Klasse




    bei denen man erstaunt ist, was für wenig Geld heutzutage machbar ist,




    bis hin zu aktuellen Spitzensysteme, zB dem




    Van Den Hul Colibri XGW AGW Master Signature Stradivarius zu 12.500,- eur




    oder dem

    Koetsu Coralstone Platinum zu 13.000,-eur

    oder

    Koetsu Onyx Platinum zu 8500,- eur


    auch das




    Ikeda KAI zu 8000,- eur




    oder das




    Air Tight PC1 zu ca 6800,- eur




    oder jenes




    Miyajima Madake zu 5800,- eur




    konnten einen bleibenden Eindruck hinterlassen.






    Der Unterschied dieser Spitzensysteme zur von mir gehörten Mittelklasse, zB

    Ortofon Windfeld Ti zu 4000,- eur


    oder




    KAI 9TT zu 4000,- eur




    oder dem




    Lyra Titan zu 5000,- eur




    oder

    Ortofon SPU 100 Edition zu 4500,- eur




    oder den verschiedenen

    Koetsu Urushi Systeme




    usw usw

    war immer wieder deutlich.

    Dennoch konnte mich bis jetzt kein System so begeistern, als dass ich es als einziges Hauptsystem verwenden wollte.

    Zu unterschiedlich waren die Klangcharaktere. Immer wieder faszinierend, in die verschiedenen Klangphilosophien reinzuhören.

    Insofern habe ich mich eigentlich damit abgefunden, dass es das "Universal" System nicht geben wird und ich jeh nach Platte Lust auf das eine oder andere System haben werde.


    Nun hat sich aber vor geraumer Zeit ein Tonabnehmer bei mir eingefunden, der erstaunlicher Weise aktuell fast immer läuft.

    Die ist ein




    Soundsmith The Voice zu 3750,- eur

    http://soundsmith.de/the-voice/
    https://shop.hsga-gmbh.de/soundsmith-the-voice








    Dieser Tonabnehmer hat mich auf der letztjährigen Münchener High End auch mal einen workshop von Peter Ledermann, dem Inhaber und Entwickler besuchen lassen, den ich sehr inspirierend fand. Seine "Vorlesungen" kann man auch auf dem Firmen YouTube Kanal verfolgen:

    https://www.youtube.com/channel/UC21...BCuSw32xX5Af7g

    So habe ich letztes Jahr lernen dürfen, dass sich offenbar Kaktusstacheln sehr gut als Nadelträger verwenden lassen....

    Doch seit meinen Zeiten mit dem Madake, welches eine Bambusfaser als Nadelträger verwendet kann mich diesbezüglich nichts mehr überraschen


    Das Soundsmith The Voice kann mit 2,2mv am MM Eingang jedes Phonovorverstärkers verwendet werden und ist hinsichtlich der Kapazität der Verkabelung recht unempfindlich.

    Das fixed coil / MI Prinzip des The Voice kennt man sonst nur von Grado und einigen Nagaoka System, es wird somit eher selten angewendet.

    Soundsmith hat als Firma mit der Reparatur von Tonabnehmern angefangen, als sich dem Inhaber die Möglichkeit eröffnete den Phono Bereich von B&O zu kaufen.

    Er hat dies mitsamt aller Patente gemacht und die Technologie von B&O behutsam weiterentwickelt.

    Höre ich mir "The Voice" im direkten Vergleich an, dann hat Peter Ledermann wohl sehr viel richtig gemacht, denn dieses System spielt sehr weit über seine Preisklasse hinaus und mach mir sehr viel Spass.

    "The Voice" hat eine selten gehörte Klarheit in der Abbildung, die auch komplexe Musik sehr gut durchhörbar macht.

    Dies wird erstaunlicher Weise ohne die sonst eher schlanke Abbildung hoch auflösender Systeme erreicht.


    Das Systeme gehört im Vergleich eher zu den Neutral bis wärmer timbrierten Systemen.

    Soundsmith hat seine Systeme in Low, Mid and High Output Bereiche gruppiert.

    Dazu gibt es Systeme mit hohen und niedrigen Nadelnachgiebigkeiten.
    Auch gibt es spezielle Versionen für Tangential Tonarme.
    Wenn man die bei einigen Systeme mögliche Wahl des Nadelschliffes noch mit einbezieht, kommt man schnell

    auf ca 60 unterschiedliche Systeme im Soundsmith Portfolio...

    Dieses fängt bei ca 600,- eur für das Soundsmith Otello an und geht in Richtung 20.000,- eur für die Signature Varianten der Strain Gauge Systeme (auf die ich hier nicht eingehen werde, vielleicht ein anderes mal)

    Eine weitere Besonderheit der Soundsmith Systeme ist, dass diese "preiswert" , dh zu 10% der UVP wieder aufbereitet werden

    https://www.sound-smith.com/services...g-retipping#t1

    Da ich schon mal Tonabnehmer schrotte, ist dies für mich ein ganz wichtiges Argument im Alltag...

    Das The Voice gehört zu den High Output Systemen und lässt sich an leichten bis mittelschweren Tonarmen betreiben.

    Bei mir läuft es im oberen Toleranzbereich dessen, was man als mittelschwer bezeichnen kann,
    dh im SME 3012r oder im Fidelity Research FR24MkII Tonarm.

    In München hat Peter Ledermann die MkII Versionen der meisten seiner Tonabnehmer vorgestellt.




    Diese kann man mit Resonanzstäbchen an das jeweilige Headshell anpassen, ähnlich wie es auch EMT aktuell macht.

    Ich persönlich finde diese Eigenschaft ganz praktisch, wenn der Tonarm ein festes headshell hat. Ich selber verwende aber quasi nur Tonarme mit Wechselheadshells und tausche bei Bedarf das Headshell aus. Insofern ist diese Neuigkeit bei mir nicht ganz so zwingend.

    Insofern hat es mich auch nicht erstaunt, dass einige Vertriebe weiterhin die MKI Modelle anbieten, da diese in Relation zu den neuen Modellen nicht ganz so nach Science Fiction aussehen...

    Mein "The Voice" entspricht der letzten Version vor dem neuen Gehäuse und insofern habe ich mich entschlossen, auch mal in die grösseren Soundsmith "Fixec Coil" Systeme reinzuhören.

    Wenn schon das "the Voice" so gut spielt, dass es in meiner "Referenzklasse" mithält, wie mögen dann die grossen Systeme spielen?

    Mein erster Versuch im Aufstieg innerhalb der Soundsmith System Hierarchie ist das







    Soundsmith Paua (aktuelle UVP 5250,- eur)

    http://soundsmith.de/paua-mk2/
    (Bild vom Paua MKI)
    https://www.tonepublications.com/rev...aua-cartridge/
    https://shop.hsga-gmbh.de/soundsmith-paua-mk-2





    welches zu den low output Systemen mit niedrigerer Nadelnachgiebigkeit gehört.




    Die Systeme werden von Soundsmith mit individuellen Angaben hinsichtlich VTF versehen, mein Paua ist mit 1,4 bis 1,6g angegeben, es läuft bei mir mit 1,5g.

    Ich habe das Soundsmith Paua in einem Ikeda 345 Tonarm verbaut und bin im Moment sehr angetan vom Klang.
    Nachdem ich eine Zeitlang mit 1kohm Abschlusswiderstand gehört habe, sind es nun doch 47kohm geworden. Scheint an meiner Boulder 2008 einfach so sehr gut zu passen. Natürlich werde ich auch mal die im Review angesprochenen 2,8kohm ausprobieren wollen.
    Dazu muss ich mir aber noch die passenden Widerstände bestellen.

    In meinem set up kann sich das Paua faszinierender Weise sofort vom The Voice absetzen und einen neuen Standard setzen, der mich sehr begeistert.

    Erwähnen möchte ich dazu, dass Peter Ledermann sehr gut erkannt hat, dass seine Tonabnehmer recht sensibel auf das headshell reagieren, und zwar auf headshell Gewicht, Headshell Material und Headshell Kabel.




    Insofern hat es mich nicht gewundert, in seinem Portfolio ein eigenes Holzheadshell (bauähnlich Yamamoto) sowie interessante Headshell Schrauben zu finden.

    https://www.sound-smith.com/accessor...rtridge-screws (UVP 50,- eur)

    Mit diesen kann man das Gewicht des headshells zwischen 1g und 6g zusätzlich verändern.




    Auch sind die Dämpfungseigenschaften der Schrauben sehr unterschiedlich.

    Es gibt also nicht nur einen Klangunterschied auf Grund des Gewichtes, sondern auch auf Grund des Materials.

    Das Paua spielt bei mir in einem schweren Yamamoto HS5 Titan Headshell und war dort anfangs mit Standard Titan Schrauben befestigt. Dann habe ich die Soundsmith EZ Schrauben durchprobiert und nun sind die "Nylon screws" verbaut., die klanglich am besten passten.

    Diese Schrauben kann ich wirklich jedem empfehlen, unabhängig vom Tonabnehmer, für den Preis eine spannende Möglichkeit der Feinabstimmung .

    Das für mich spannende am Paua ist, dass es nochmals klarer als The Voice spielt und dennoch nicht mit seiner Auflösung die Menge an hörbaren Schallplatten minimiert, was leider manches Top System als Malus mit sich bringt.




    Keinerlei Nervigkeiten, ähnlich zu The Voice ein neutrales Klangbild mit einer Prise "Warm" coloriert, womit ich als Freund der Koetsu Systeme sehr gut leben kann.

    Hinsichtlich Tonabnehmer Einstellung habe ich das Paua als "normal" kennengelernt, dh man hört Unterschiede der Einstellung, ohne aber eine "Zicke" zu sein. Mancher Tonabnehmer der Spitzenklasse wird erst zu einem solchen, wenn man viele Stunden der Einstellarbeit investiert hat.

    Das Paua spielt auch bei nicht 100%'er Einstellung auf einem sehr hohen und hörenswerten level.

    (Mir hat sich beim Wechseln der headshell Schrauben die Tonarmhöhe etwas verstellt, ohne dass das System dadurch "unhörbar" wurde, so dass ich die Verstellung erst ein paar Platten später bemerkt hatte)





    Das Paua ist aber nicht das einzige Soundsmith System, was ich mir gegönnt habe,
    Über die nächsten Systeme schreibe ich dann zum Wochenende


    Gruss

    Juergen

    ps
    aber Bilder gibt es schon

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2495.jpg Ansichten: 0 Größe: 58,4 KB ID: 537659 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2483.jpg Ansichten: 0 Größe: 83,7 KB ID: 537660 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2484.jpg Ansichten: 0 Größe: 84,3 KB ID: 537661 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2498.jpg Ansichten: 0 Größe: 90,5 KB ID: 537662 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2500.jpg Ansichten: 0 Größe: 76,1 KB ID: 537663 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2503.jpg Ansichten: 0 Größe: 70,1 KB ID: 537664 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2486.jpg Ansichten: 0 Größe: 99,8 KB ID: 537665 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2488.jpg Ansichten: 0 Größe: 114,4 KB ID: 537666
    Zuletzt geändert von shakti; 07.02.2020, 22:02.
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    #2
    Und hier ist beschrieben, wie Frank Schröder, der Tonarm "Meister" aus Berlin die Inspiration zur Soundsmith KaktusNadel beigesteuert hat:





    "Many audiophiles around the world know about Frank Schröder and his tone arms. Many folks wish they could own one. But the demand is high, and the supply is....well.....Frank hand builds each one. So waiting to get yours can take some time.....but not anymore.

    Frank and I have had a very good friendship over the past 10 years, and have had many discussions about audio and the design of varied products. He recognizes that I am a kindred spirit, developing new ideas and products for better performance. It was Frank that asked me years ago what materials I had "on my list" for experiential cantilevers for cartridge designs. When I got down the list to #3, and I said "Cactus spines" he said "STOP! Where are you with this attempt?" I said it was on the back burner.

    He said "MOVE IT UP TO THE FRONT. I have just put some in the mail to you".

    Who knew? Frank is a cactus aficionado. He grows them, talks to them, plays music for them, you get the picture. When the Cactus spines arrived, and I tested them, I was stunned. SO MANY cartridge performance problems solved. Thank you Frank for "needling me". And for being the impetus for helping me create the Soundsmith Hyperion cartridge. Now you know how it was born.

    Well, thank you Frank again, for trusting me, and Soundsmith to build your new ALTO arm.

    The Alto (Asymmetrical Loaded Topology) is a unique arm design Frank has given to me exclusively to manufacture by hand and sell. And boy are weexcited. What does the ALTO sound like?? It sounds like all Frank's arms.

    It makes no sound at all. That is the true measure of Audio Arm engineering. It MUST not get in the way of the performance.

    How long will it last before it starts wearing out or losing its performance tolerances? Like all Schröder arms, the answer is......never.

    So stay tuned ~ we are working hard carefully making and fitting parts for the early production runs now.........so that we can have your Schröder ALTO tone arm ready for you by the late fall.

    We are taking orders now. The ALTO sells for $5999. Feel free to call and ask for Peter Ledermann. He'll be glad to tell you more about the ALTO.

    http://www.schroeder-tonarme.de/"

    Gruss
    Juergen
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      #3
      Die Soundsmith Systeme durften sich über nacht ein wenig weiter einspielen und haben oben herum nochmals gewonnen. Manchmal schon erstaunlich, was in den ersten 20h eines Tonabnehmers noch passiert. Nicht, dass die Systeme am Anfang, frisch aus der Box, schlecht gespielt haben, aber nach ein paar Stunden Musik kommen die Systeme einfach besser auf den Punkt.

      Also habe ich mich entschlossen, heute den Lötkolben in die Hand zu nehmen und meine Boulder Phonokarten (habe insgesamt 5 Stück davon) mal mit passenden (so vorhanden) Widerständen zu bestücken.




      Bei der Boulder Vorstufe gehörten zum Glück ein paar Sätze Widerstände mit zum Lieferumfang.

      Mein The Voice hat ja schon ein paar Stunde gespielt, man kann das System also als eingespielt ansehen. Dieses war bis jetzt am MM Eingang meiner Lampizator MM2 Phonovorstufe angeschlossen.




      Nun habe ich das System an eine MM Karte der Boulder 2008 angeschlossen. Dieses eingespielte Soundsmith System soll mein tonaler Bezugspunkt werden. Von einem gewissen Familienklamg ausgehend, sollten die Soundsmith Systeme alle in einem tonalen "Korridor" spielen und sich primär in ihrer Qualität unterschieden. Zumindest soweit die Theorie.




      Wer schon mal mit der Impedanz Anpassung rumgespielt hat, weiss, dass sich da durchaus mehr ändert, als die Tonalität.

      Als Platte habe ich die Ben Webster "Intimate!" ausgesucht, da ich hier die gespielten Becken recht einfach in den Bezug zu den anderen Instrumenten setzen kann.

      Spielen die Becken einfach "weich" und "zart" im Hintergrund hört sich das sehr angenehm an, aber wenn man dieser Art Jazz live hört, erkennt man, dass ein Becken einfach eher "hart" und "metallisch" klingt.

      Bezogen auf das "The Voice" wurde schnell klar, dass die beiden anderen Soundsmith Systeme bei einem Abschluss von 47kohm (natürlich mit MC Verstärkung) etwas zu brillant spielten. Zwar durchaus noch im gut hörbaren Bereich, die Becken kamen zB für mein dafürhalten mit einer feinen Energie. Auch die anderen Instrumente hatten eine präzise Kontur im Raum.

      Wechselt man aber auf eine Platte mit Stimme, merkt man , dass man leicht in einen Bereich mit zu scharfer Sybillanten Abbildung kommt.

      Es war ja eine Zeit en vogue MC Systeme mit 47kohm abzuschliessen, das machen heute immer noch einige. Wer dies an seiner Phono Vorstufe machen kann, wird den von mir beschriebenen Effekt gut nachvollziehen können.

      Also nun mal die Impedanz nach unten schieben. Das Soundsmith Hyperion OCL ist mit einer Abschlussimpedanz von >400ohm empfohlen. Meine vorliegenden Widerstände lassen mich die Phonokarten mit 500ohm bestücken.

      Das Hyperion liegt mit 500ohm Abschlussimpedanz auf jeden Fall näher am Bezugssystem, dem The Voice. Nun spielt es eine Nuance runder. Also habe ich einen Satz Karten mit 800 ohm ausgestattet. Das klang dann irgendwie "nicht richtig" , die Musik rastete nicht ein. Komisch das...

      Also wieder zurück auf 47kohm, dann wieder 500ohm.

      Fürs erste werden es nun die 500ohm bleiben. Werde mir in der nächsten Zeit noch mehr Widerstände bestellen, mal schauen, wie ein Wert im Bereich 2kohm klingt


      Im Anschluss habe ich mir das Soundsmith Paua mit 47kohm angehört.
      Zuerst fällt auf, dass das Paua im Vergleich zu den beiden anderen Systeme mit viel Energie "nach vorne" spielt, in der Auflösung dann zwischen den beiden anderen Systemen liegt.
      Wenn ich mir ein wirklich grosses Grado System vorstellen könnte, dann sollte dies dem Paua ähnlich klingen

      Das Paua klingt mit 47kohm auch eine Wenigkeit zu brilliant, zumindest im Vergleich zum Bezugssystem The Voice. Mit der Vorstellung eines grossen Grado Systems habe ich dann verschiedene Phonokarten durchprobiert. Eine der Karten hatte 860ohm Abschluss Impedanz, so dass ich diese mal montierte. Damit liege ich knapp unter der Soundsmith Empfehlung von >1000ohm. Was eigentlich nicht so ausmachen sollte. Mit der 860ohm Karte spielt das Paua etwas runder, als das The Voice, zusammen mit der kraftvollen Darbietung des Paua ergibt sich aber eine sehr schön klingende Tonalität , die es im Moment viel Spass macht zu hören.

      In dem weiter oben verlinkten Paua Review empfiehlt der Redakteur einen Abschluss von 2800 ohm. Vielleicht probiere ich das ja auch mal.

      Bei meinen Vergleichen geht natürlich auch die Tonalität von Tonarm und Tonamverkabelung, bis hin zur Headshell Verkabelung ein.




      So hatte ich das Hyperion Anfangs mit dem Reinsilber Headshell Kabel von Ortofon verbaut (leider nicht mehr zu kaufen). Mit diesem Headshellkabel habe ich bisher herausragende Erfahrungen. Aber zusammen mit dem Hyperion wollte mir dies nicht gefallen. Auch das Paua spielte mit dem Reinsilberkabel nicht homogen. Insofern sind nun Yamamoto Headshells der "S" Reihe verbaut, welche fest angelötete dicke Kupfer Kabel haben, die mir an einigen Systemen zu voll klingen. Zusammen mit den Soundsmith Systemen aber sehr gut passen.

      Das Paua (im Ikeda 345 Tonarm) ist mit einem hochauflösenden und eher schlank klingenden JPS Tonarmkabel symmetrisch mit der Boulder 2008 verbunden. Gut möglich, dass mir deshalb die eher niedrige Impedanz mit 860ohm gut gefällt, hat das Paua doch so einen etwas sanfteren Hochtonbereich, was dann wiederum gut zum JPS Kabel passt.


      Das Hyperion (im SME 3012R) ist mit einem symmetrisch Phasemation Tonarmkabel mit der Boulder verbunden Das Phasemation ist eher etwas runder, tonal ähnlich zum original SME Kabel, bei deutsch besserem Klang.

      Ich habe als Alternative noch ein symmetrisches vdh "The Rock" Tonarmkabel. Dieses spielt mit deutlich höherer Auflösung, aber auch etwas schlanker. Vielleicht probiere ich das Kabel auch noch mal aus. Wobei im Moment die tonale Balance mit den 500 ohm gut passt


      Schön , dass heute wieder ein solch trüber Wettertag ist,
      da "darf" ich den ganzen Tag weiter Musik hören !

      Gruss




      Juergen

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        #4
        Nun hat mein Soundsmith Hyperion die Spielstunden, dass ich mir für den nachmittag das finetuning von VTF und VTA vorgenommen habe.

        Peter Ledermann gibt an, dass bei einer parallelen Ausrichtung des Tonabnehmers genau die 2grad Neigung des Diamanten erreicht ist, die er für eine optimale Abtretung empfiehlt.

        Ich nutze für dieserart Einstellungen gerne die kleine "van den Hul" Wasserwaage, die bei jedem Colibri dabei ist. Diese kann man auf dem Headshell platzieren und so schnell sehen, wie der Tonarm ausgerichtet ist.

        Ausgehend von der Parallelstellung des Headshells habe ich dann iterativ die Tonarmhöhe geändert.




        Einen Tip von David (DDK im WBF Forum) finde ich dabei recht praktikabel. Am SME 3012R ist es immer schwierig iterativ vorzugehen, da der Arm für die Höhenverstellung keine Markierungen hat.

        David empfiehlt dafür ein Kartenspiel, welches man von hinten an den Armschaft hält und dann immer eine Karte in der Höhe ändert und den Arm entsprechend bewegt.

        So ändert man die Höhe in kleinen und nachvollziehbaren Schritten, bis die Höhe klanglich das Optimum verspricht.

        Da VTF und VTA sich gegenseitig beeinflussen, muss man bei grösseren Sprüngen in der Tonarmhöhe mit der Auflagekraft nachziehen, damit etwas aussagefähiges rauskommt.

        Angenehmerweise bin ich am Ende der Aktion fast wieder am Anfang angekommen, das System spielt bei mir in der Tat in der parallelen Headshellausrichtung am besten. Peter Ledermann hat das System wohl sehr präzise gefertigt.




        Seiner Auflagekraft Empfehlung (1,9 - 2,1) konnte ich auch folgen. Zum Einspielen habe ich auf meiner Waage 2,0 abgelesen, nun bin ich bei 1,95. Also minimal niedriger.




        Antiskating ist sehr niedrig eingestellt, habe am SME3012R ein paar Positionen ausprobiert und es war klanglich recht schnell klar, an welcher Position das Gewicht eingehängt werden wollte.

        Das erklärt, warum mir das Hyperion von Anfang an sehr gut gefallen hat, spielte es doch bei mir von Anfang an nahe an der optimalen Einstellung.






        Morgen werde ich mich mit dem Azimuth beschäftigen.




        Habe mir dazu mal wieder ein kleines USB Mikroskop bestellt, da ich mir die Stellung der Nadel in der Rille anschauen mag.

        Gehe im Moment aber davon aus, dass alles gut eingestellt ist, da Peter Lederman sicherlich auch diesen Parameter genau produziert hat. Im Moment ist das Headshell gemäss Wasserwaage auf jeden Fall parallel zu Plattenoberfläche (im mittleren Bereich der Platte)

        Kleine von mir vorgenommene Änderungen liessen mich auf jeden Fall immer wieder diesen Punkt ansteuern.

        Bin auf jeden Fall schon neugierig, wie das durch das Mikroskop anzuschauen ist.


        Gruss

        Juergen

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          #5
          „ Habe mir dazu mal wieder ein kleines USB Mikroskop bestellt, da ich mir die Stellung der Nadel in der Rille anschauen mag.“

          Könntest Du davon dann mal bitte ein Bild reinstellen. Interessiert mich rein technisch.

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            #6
            sollte mir dies technisch gelingen, mache ich das.
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              #7
              Stephan (nemu) und Tom (tom539) waren zu Besuch und Tom hatte mal wieder 2 Taschen voller Musik dabei.
              Die Hörsession begann mit meinem "Bauen Riesen", an dem probehalber ein Schubert Motor lief, verstärkt vom Lab12 Melto2, ging dann weiter zum J Sikora Reference Laufwerk am Lampizator MC1 Phonoteil, bis letztendlich der TechDAS Airforce 3 P an der Boulder 2008 Phono zeigen durfte, was analog noch so alles geht.

              An der Boulder sind im Moment 3 Soundsmith Systeme angeschlossen, die wir dann auch im Vergleich gehört haben. Die Unterschiede der Systeme waren gut nachvollziehbar und offenbarten unterschiedliche Charaktere bei klar erkennbarem Familienklang.

              - Soundsmith The Voice
              Dieses System (am Fidelity Research FR23 MkII Tonarm) spielt bei mir schon etwas länger, ist also eingespielt. Das The Voice überzeugt mit seiner Homogenität und seinem schönen klaren Stimmbereich. Es distanziert auch gute Systeme der gehobenen Standard Klasse (zB AT OC9) recht klar und zeigt, was noch so alles in der Rille steckt.
              Hinsichtlich des Preis/Leistungsverhältnisses ein tolles System.

              - Soundsmith Paua
              Das Paua würde man klanglich am liebsten eher "Power" schreiben, da es von allen Soundsmith Systemen mit der meisten Energie spielt und die Musik so richtig zum grooven bringt (am Ikeda 345 Tonarm). Es liegt in der Auflösung oberhalb des The Voice, erreicht aber noch nicht den Detaillevel eines Soundsmith Hyperion. Gefällt mir am besten bei Platten, die vom "Groove" leben
              Ich kann mir vorstellen, dass es mit zunehmender Einspielzeit noch offener im Klang wird.

              - Soundsmith Hyperion OCL


              Das Hyperion OCL spielt im Vergleich zum Paua zurueckhaltender, uns viel gestern die Vokabel "vornehmer" ein, die Menge an Details ist frappierend, ohne dass sich diese in den Vordergrund drängen (am SME 3012R Tonarm). Wir haben dann zur Verdeutlichung der Effekte das Hyperion auch mal mit 47kohm abgeschlossen, was das System mit einer deutlich strafferen Gangart beantwortetet, man hatte zwar den Eindruck, das Klangbild sei präziser, dennoch fehlten die Micro Details und der Flow in der Musik verschwand. Der Abschluss mit 500ohm wurde als harmonischer empfunden. letztendlich tauschten wir noch das Phasemation Phonokabel gegen das "The Rock" von VDH aus, was sich als die bessere Variante entpuppte. Das The Rock spielte etwas wärmer mit nochmals mehr Details, insgesamt empfanden wir die Musik als "fliessender".
              Das Hyperion spielt definitiv in einer eigenen Klasse,
              liegt aber leider auch preislich in einer solchen...

              Zum Schluss haben wir die 4x 45'er Seiten der TBM Blow Up durchgehört und hatten viel Freude an der Musik und der Qualität der Wiedergabe

              Danke an Tom und Stephan für den vergnüglichen Musik Abend!

              Gruss
              Juergen

              PS
              habe nun auch die Soundsmith Zephyr und Sussurro Systeme im Zulauf,
              mal schauen, wie sich diese klanglich so machen
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                #8
                heute werde ich mich mal mit den folgenden beiden Soundsmith Systemen beschäftigen:


                - Soundsmith Zephyr MMiC Star (UVP 2500,00 eur)

                Mit dem ZEPHYR MIMC* erfüllt Soundsmith den Kundenwunsch nach einer preisgünstigen „Low Outpout“-Lösung für Besitzer von MC-Vorstufen (MIMC steht für „Moving Iron For Moving Coil Preamps“). Die Konstruktion beruht auf dem SUSSURRO MKII und transportiert viele klanglichen Vorteile dieses außergewöhnlichen Tonabnehmers in einer ganz andere Preisklasse. Der ZEPHYR MIMC* wurde bewusst so gestaltet, dass er sowohl an kardanischen als auch an Einpunkt-Tonarmen seine klanglichen Vorzüge ausspielen kann. So ermöglicht er in einer Vielzahl von Systemen einen für diesen Preis einzigartigen Klang.



                Technische Daten ZEPHYR MIMC Star
                • Tonabnehmer-Typ: Fixed Coil
                • Nadel-Typ: Nackter Diamant, Contact Line
                • Output: Low
                • Ausgangs-Spannung: 0,4mV
                • Erhältlich als Dual Coil Mono: Ja
                • Nadel: Contact Line Nude, 6 x 17 µm
                • Nadelform: Contact Line SELECTED
                • Nadelträger: Saphir (lasergebohrt)
                • Empfohlenes Auflagegewicht: 1,8 bis 2,2 g
                • Effektives Gewicht der Spitze: 0,32 mg
                • Compliance: 10 μm/mN (low compliance)
                • Frequenzgang: 15 – 45.000 Hz ± 2,0dB
                • Kanaltrennung (Stereo): 1000 Hz >32 dB, 50 – 15.000 >25 dB
                • Kanalgleichheit: <1,0 dB (Stereo); <0,5 dB (Mono)
                • DC-Wiederstand (DCR): 10-11 Ω pro Kanal
                • Spule: 2,75 mH pro Kanal
                • Empfohlener Vorverstärker-Gain: 58 – 64 dB
                • Soundsmith-Empfehlung: MCP2 Variable Loading Preamp
                • Gewicht: 10,25 g
                • Abschlusswiederstand: ≥ 470 Ω


                - Soundsmith Sussurro MKII (UVP 6250,00 eur)


                Der Sussurro ist ein MI-Tonabnehmer der Spitzenklasse, mit einem extrem fein polierten Diamanten mit OC-CL Schliff auf einem Rubin-Nadelträger.

                Diamant: Contact Line Nude, 0.100mm SQ

                Verrundungsradius: OCL (Optimized Contour Contact Line) Selektiert

                Nadelträger: Rubin

                Empfohlene Auflagekraft: 1.8 to 2.2 g

                effektive bewegte Masse: 0.30 mg

                Nadelnachgiebigkeit: 10µm/mN (geringe Nadelnachgiebigkeit)

                Frequenzumfang: 20-20,000 Hz ± 1.0 dB

                Kanaltrennung (nur Stereo): 1000 Hz >34 dB, 50-15,000 >25 dB

                Kanaldifferenz: <0.5 dB (Stereo) <1.0 dB (Mono)

                Ausgangsspannung: =0.4 mV

                DC Widerstand(DCR): 10-11 O jeder Kanal

                Coil: 2.75 mH jeder Kanal

                Empfohlener Verstärkungsfaktor: 58-64 dB

                Soundsmith Empfehlung: MCP2 Variable

                Abschlussimpedanz Vorverstärker

                Systemgewicht: 10.25 g

                Abschlussimpedanz: = 470 O




                The Sussurro MKII critical design decisions, realized. Lowest internal mass.

                Best damping. Esoteric stylus and cantilever.

                Inspired by Frank Schroder, designed and individually hand made by Peter Ledermann, Soundsmith's Sussurro is a cartridge designed to specifically address the most intricate and critical issues of cartridge design. The new MKII Sussurro has a newly designed moving iron element to reduce moving mass by 70%. The resulting extremely low stored inertia with a newly engineered damping system and innovative energy distribution path allow proper coupling into the tone arm.







                Bin neugierig, wie sich Sussurro und Paua unterscheiden und wie weit man mit dem Zephyr im Soundsmith Familienklang kommt.

                Gruss

                Juergen
                Veranstalter privater & gewerblicher Audiophiler Events
                TechDAS, LAB12, Innuos, J Sikora, Audio Technica, Ortofon, Jelco, Ikeda , JBL, hORNS und mehr in der Vorführung

                Kommentar


                  #9
                  ​Draussen tobt der Kölner Karneval im Regen, eine gute Gelegenheit, einen gemütlichen Sonntag mit schöner Musik zu verbringen. Heute vormittag habe ich erst einmal 2 Phonokarten der Boulder 2008 auf eine passende Impedanz für einen neuen japanischen Tonabnehmer gelötet, der hoffentlich bald bei mir eintrifft. (wird ein separater thread).

                  ​Aber es gibt ja noch 2 weitere Tonabnehmer, die ich mir im Vergleich anhören kann.
                  Als erstes habe ich das Soundsmith Zephyr am Fidelity Research FR24 MKII Tonarm angehört.
                  ​Das System hat bereits alle Charaktereigenschaften, die ein Soundsmith System ausmachen, dh ein sehr klarer Mitteltonbereich, eine insgesamt sehr saubere Wiedergabe, die aber keinerlei Tendenz ins Scharfe hat. Dennoch fällt es dem Zephyr schwer, auf meinem Plattenspieler zu begeistern, die anderen 3 montierten Systeme sind einfach nochmals eine Klasse besser.

                  ​Also doch mal ein AT ART9 montiert, was dann schnell klar macht, dass das Zephyr seinen Preis durchaus Wert ist, wurde doch das prinzipiell schon sehr gut spielende ART 9 klar distanziert.

                  ​Das ART9 hat weiterhin ein prima Preis/Leistunsgverhältnis, das Zephyr kostet schliesslich mehr als doppelt soviel. Aber es wird halt auch klar, dass die Qualität der Wiedergabe nach oben durchaus noch Luft hat.

                  ​Vergleiche ich das Zephyr mit dem Hyerion wird der Sprung sowohl preislich, als auch im Qualitätsunterschied nochmals grösser...

                  ​Insofern war ich auf den Vergleich der beiden mittleren Soundsmith Systeme, dem Paua zu 5250,- und dem Sussurro zu 6250,- eur sehr neugierig. Beide Systeme habe ich wechselweise im Ikeda 345 in Ikeda headshells gehört.

                  ​Beide Systeme liegen denn auch klanglich zwischen dem Zephyr und dem Hyperion, wenn auch mit unterschiedlichen klanglichen Schwerpunkten. Das Paua spielt mit sehr viel Energie , das Sussurro hingegen klar unterscheidbar filigraner und mit feinerer Signatur.

                  ​Jeh nach Musik gefällt mir mal das eine, mal das andere besser. Zum Glück verbinden sich die beiden Qualitäten im Hyperion.

                  ​Wenn man also den Weg vom Zephyr zum Hyperion gehen mag, bieten Paua und Sussurro leicht unterschiedliche klangliche Schwerpunkte auf dieser musikalischen Reise.

                  ​Bei mir lief dann heute insgesamt das Sussurro am meisten :-)


                  ​Gruss
                  ​Juergen
                  Veranstalter privater & gewerblicher Audiophiler Events
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