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"High End" PhonoPre workshop im Kölner Westen am 9.7.2016 bei "shakti"

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    #16
    Von mir auch besten Dank! Sehr interessant.

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      #17
      das war ein spannendes Wochenende mit viel Auf- und Abbau...,
      warmen Temperaturen und vielen netten Gaesten. Da die hoerbegeisterten Besucher aus mehreren Foren -und damit Interessenschwerpunkten- kamen, waren die Biergarten- Flur- und Kuechengespraeche auf jeden Fall immer spannend und das gehoerte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtend. Selbst aus Hamburg, Berlin und Muenchen war man angereist, was mich sehr gefreut hat, ist dies doch immer ein betraechtlicher Aufwand.

      Aber ich glaube das gehoerte erlebte hat den Aufwand gelohnt, mir hat der Samstag (und der Aufbau Freitag mit dem anschliessenden Grillen) sehr viel Spass gemacht.

      Da mir die meisten Geraete in meiner Kette unbekannt waren, mag ich hier auch mal meine Hoereindruecke in Stichworten wiedergeben, die PhonoPres wurden in beschriebener Reihenfolge vorgefuehrt.

      Als Plattenspieler diente ein

      Simon Yorck S5 & Brinkmann 9.6 Arm & Van Den Hul Colibri XGP TA

      (alle Pre's waren (so moeglich) auf 100ohm abgeschlossen, wenn Uebertrager genutzt wurden, dann mit der passenden Impedanz, so einstellbar):


      Restek MRIA+
      (UVP ca 1250,-)
      :

      schnell, analytisch, auf das Detail achtend, korrekte, im Vergleich kleine Raeumlichkeit, nicht so emotional involvierend, etwas distanzierte Wiedergabe, leicht sproeder Mitteltonbereich



      Monk Audio PhonoPre & grosses Externes Netzteil
      (UVP ca 1800,- incl Netzteil):


      im Vergleich zum Restek etwas dunkler timbrierter, die Energie mehr aus dem Bassbereich aufbauend, rythmische Wiedergabe, die nicht auf Details sondern mehr auf den musikalischen Fluss setzt, der Schwerpunkt liegt mehr auf Musik erleben, denn auf Musik sezieren. Dunkel gefaerbter Mitteltonbereich mit leichten Rauhigkeiten.



      Lector Strumenti PhonoPre
      (UVP ca 2200,- incl Holzseitenteile):


      geschmeidige und sehr fliessende Wiedergabe, leicht dunkel timbriert, hinsichtlich Details zwischen Restek und Monk angesiedel. Erstmals, dass die Stimme "atmet" und lebt, im Bassbereich etwas weich und weniger gut aufloesend. Kurzum, man merkt, man lauscht einer Roehre mit alle Ihren preisklassenbezogenen Vor-und Nachteilen



      Lector Strumenti PhonoPre
      +
      Music First Audio Copper MC step up
      (UVP ca 2200,- incl Holzseitenteile + ca 2500,- = 4700,- )
      :

      Umgeht man den Lector Strumenti Eingangsuebertrager und nutzt den MFA Uebertrager macht die Wiedergabe einen Riesensprung nach vorne, speziell die Frequenzenden werden besser ausgeleuchtet , aber auch die Stimmwiedergabe gewinnt an Authenzitaet



      Einstein Turntable Choice
      (aktuelle UVP ca 5000,- ehm UVP ca 3900,-):

      jetzt gehts los... war meine erste Assoziation, als der Einstein zu spielen begann, nun fing ich so langsam an, meine Abhoerkette wiederzuerkennen..., Der Raum oeffnete sich ein gutes Stueck, endlich hoerte man, dass sich die Saengerin am Mikrofon bewegte, man bekam eine wunderbare Detailmenge ohne dass man den Eindruck eines analytischen Klanges hatte



      Grandinote Celio
      (UVP ca 5400,-):


      Fuer mich die Ueberraschung des Testfeldes, lag fuer mich persoenlich klanglich noch mal deutlich ueber dem Einstein, da mich der Grandinote den musikalischen Linien besser folgen liess. Es war fuer mich der erste Pre in der Vorfuerhung, der mir die Musikalische Intention des Stueckes naeher bringen liess. Der Celio spielte so, dass ich erstmalig das Klangbild nicht in Segmente aufteilte und beurteilte...,
      Im Vergleich agil, quirlig, Stimme wie von einer Roehre, Bassbereich wie von einem Transistor, dazu ist der Celio gut an viele Systeme anpassbar.



      NAT Phono Signature Battery
      (UVP ca 7000,-)


      Extrem schwere Akkubetriebene Roehrenvorstufe, mit Abstand die leiseste Vorstufe im Testfeld, kein Rauschen , die Musik faengt aus absoluter Schwaerze an, ist schon ein eigenes Erlebnis! In diesem Vergleich konnte man nun die beste Stimmwiedergabe hoeren, Raum um die Stimme, Emotionen in der Stimme, das schwingen der Luftsaeule, alles war in unglaublicher Praezision und ohne jede Laestigkeit zu hoeren, selbst die mancher Vorstufe zu scharfen S-Laute waren hier nicht zu vernehmen.
      Im Bassbereich etwas zurueckhaltend, ganz grosses Kino.
      (am Sonntag habe ich dann mal den MFA Uebertrager an die NAT angeschlossen, was soll ich sagen, der Pre gewinnt dadurch noch einmal...)




      Octave Phono EQ 2 , drei Module, incl Black Box Netzteil
      (UVP in dieser Version ca 8500,-):


      Die Octave klang im Vergleich zur NAT ruhiger und nicht so lebendig, brachte durch diese Ruhe aber auch eine eigene Ordnung in den Raum. Im Vergleich war die Octave auch etwas dunkler timbriert (es wurden der Uebertrager und der Transistor verstaerkte MC Eingang genutzt, der Uebertrager wurde als schwaecher empfunden, dh wurde mit dem MC Transistor an der Roehrenstufe gehoert)
      Die Octave klang wie ein "grosses" Geraet und gefiel mir gut, auch wenn ich bei einer konkreten Entscheidung zur NAT tendieren wuerde. Jeh nach Musik (grosse Orchester zB ) kann ich mir aber auch die Octave als die richtige Wahl vorstellen.



      Blue Amp Model 42 Comfort MKII
      (aktuelle UVP 13.650,- ehm UVP 12.800,-):


      Nun machten Aufloesung, praezise Raeumlichkeit, Konturenschaerfe und Authenzitaet noch mal einen Riesensprung nach vorne, der doch deutlich hoehere Preispunkt war klanglich gut nachvollziehbar. Hatte man sich aber einmal an die Stimmwiedergabe der NAT gewoehnt, koennte einem eine minimal Rauhigkeit im Mitteltonbereich auffallen, die eine NAT einfach nicht hat. Aber das ist schon kritisieren auf einem extrem hohen level, es gibt in diesem Segment kaum PhonoPres , die im Gesamtpaket mithalten koennen (als Beispiel sei eine vdh The Grail SB genannt)



      Aesthetix IO signature mit 2 externen Netzteilen
      (aktuelle UVP als Eclipse 28.000,-):


      lief ausser Konkurrenz, da an einem anderen Plattenspieler (auch mit vdh Colibri) und auch nur in der ersten Vorfuehrung (am nachmittag hatte sich leider eine Roehre verabschiedet)

      Im direkten Vergleich wurde klar, dass auch die Blue Amp noch nicht das Ende der Moeglichkeiten darstellt und man bei entsprechendem Einsatz auch bei der vorgelegten Raeumlichkeit und Ordnung des Blue Amp noch mehr moeglich ist, dies dann auch mit der von der NAT gewohnten Mitteltonqualitaet...



      Ach ja, alle PhonoPres waren fuer den Vergleich ueber eine Vibex Steckerleiste mit LAB12 Knack Netzkabeln angeschlossen.


      Moechte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Bedanken, die ihre Geraete mitgebracht haben! Ohne diesen Aufwand waere der Vergleich nicht moeglich gewesen.

      Mir wurde mitgeteilt, dass der eine oder andere PhonoPre auch zum Verkauf steht, da er in der privaten Anlage ausgetauscht wurde, sollte also Interesse an einem der Geraete bestehen, bitte PN an mich, ich vermittel gerne (Octave, Monk und Einsteins stehen nicht zum Verkauf, war zumindest der Stand am Samstag...)
      Ich selber ueberlege ob ich mich noch weiter mit der NAT oder der Grandinote beschaeftigen soll, mal schauen..., koennten gut in meine Hornkette passen...


      Und zum Abschluss auch noch mal Danke an all die guten Hoereindruecke und Gespraeche, die wir bei den beiden Hoersessions hatten!

      Gruss
      Juergen
      Angehängte Dateien
      Veranstalter privater & gewerblicher Audiophiler Events
      TechDAS, LAB12, Innuos, J Sikora, Audio Technica, Ortofon, Jelco, Ikeda , JBL, hORNS und mehr in der Vorführung

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        #18
        Hallo,

        zum Phono-Pre-Workshop möchte ich kurz auch meine Eindrücke mal schildern.
        Vorneweg, auch hier nochmal ein Herzliches Dankeschön an die Gastgeber - es war wiedermal ausgesprochen angenehm und für mich ein mehr als informativer Tag.

        Jürgen hat ja bereits die gehörten Geräte aufgelistet und seine Eindrücke geschildert. Da ich nicht so bewandert bin mit Phono-Geräten, will ich hier nicht zu jedem Gerät im einzelnen was schreiben, sondern nur das, was mir besonders in Erinnerung blieb.

        Jürgen hat ja die Reihenfolge ein bisschen mit aufsteigendem Preisniveau gespielt. Und es war - zumindest bis zum Grandinote - auch immer mit jedem Gerät eine Verbesserung vor Allem in den Bereichen Auflösung, Stimmen-Natürlichkeit (speziell die S-Laute) Stimmigkeit und der Ruhe.
        Wobei ich anmerken will, das es generell schon ein recht hohes Niveau war…keiner hat aus der Schallplatte ein MP3-Stück gemacht… Aber trotzdem für mich immer wieder erstaunlich, das es gut nachvollziehbare Unterschiede gibt.

        Der Grandinote blieb mir vor Allem in Erinnerung, da er einer der wenigen war, bei dem speziell die Stimme besonders natürlich klang. Das scharfe S, das bei fast allen - auch deutlich teureren Pres - z. T. sehr zischelnd war - kam hier völlig unspektakulär und fast schon sanft, aber trotzdem mit der nötigen (gewollten) Betonung und Lautheit.
        Auch in allen anderen Aspekten, war beim Grandinote - für mich - ein sehr deutlicher Wechsel zu bemerken… der Grandinote spielte schlüssiger und irgendwie authentischer als die Geräte vorher. Auch die nächsten (teureren) Geräte vermochten bei mir keine so gesammtheitliche Steigerung - erst der BlueAmp hinterließ bei mir den gleichen insgesamt schlüssigen Eindruck mit einerl Steigerung in einzelnen Aspekten. Neben dem BlueAmp, bot der Grandinote für mich die natürlichste und beeindruckendste Wiedergabe.

        Neben all den Unterschieden, die man bei den Phono-Pres an Jürgens Anlage gehört hat ist es natürlich immer die ganze Anlage, die man hört - und gerade bei Phono ist ja die Abstimmung mit dem angeschlossenen System und wohl auch mit der nachfolgenden Anlage - bis hin zu den Kabeln oder Tonarmen, System-Einstellungen etc. - eine Aufgabe, bei der man ja fast nach Belieben mit jeder Komponente ähnliche „Klangunterschiede“ erzeugen kann wie gestern nur durch den Wechsel von Phono-Pres…
        Das zeigt mir einmal mehr, das High-End eine ausgesprochen reizvolle Möglichkeit bietet durch „Komponententausch“ ständig zu optimieren…. oder um es mal bayrisch zu sagen: ein bisserl was geht immer noch….

        Das dies allerdings nicht nur bei Analog-HiFi (mit Plattenspieler) geht, hab ich gestern Abend auch noch festestellt.
        Dazu gibts aber ein eigenes Thema: http://www.open-end-music.de/vb3/sho...319#post218319

        Grüsse Joachim

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