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    5.1 auf 4.0

    Hallo zusammen,

    eigentlich bin ich eher der klassische Stereohörer, betreibe ein Päärchen Orkan VIII an einem Yamaha AS2100.

    Um die Anlage gelegentlich auch mal für Heimkino-Zwecke zu nutzen, verwende ich eine gebrauchte Teufel
    Decoderstation 7 und zwei zusätzliche Boxen für Rear (Quadral ChromiumStyle 32) sowie einen ergänzend erforderlichen Stereoamp (Cyrus).

    Die Teufel DS 7 erlaubt in der Einstellung "LOSSO" eine "Umleitung" des Centersignals (und LFE-Signals?) auf die Front LS.
    Kleiner "Schönheitsfehler": Bei den Rears wird alles unterhalb von 80 Hz ebenfalls dorthin umgeleitet (eine Fullrange-Einstellung ohne Sub und Center gibt es leider nicht)

    Damit jede Box "Fullrange" laufen kann und ich mir für meine "Gelegenheitsanwendung" nicht gleich einen neuen Decoder kaufen muss, habe ich mir folgendes überlegt: Per 3-Kanal-Stereo-Mixer die Signale Front, LFE und Center zu "bündeln". Ausgangsüberlegung: Die Teufel DS7 bietet eine Einstellung an, bei der sämtliche Kanäle ohne Limitierung über die hierfür vorgesehenen Cinch-Buchsen ausgegeben werden können . Center und LFE würde ich jeweils per Y-Adapter in einen Stereokanal des Mixers leiten, Main in einen weiteren. Gleichzeitig hätte ich dann sogar die Möglichkeit, auch den ("getürkten") Phantomcenter und den LFE zu regeln (was in der "LOSSO"-Einstellung der DS7 ebenfalls nicht möglich ist.)

    Als zusätzliche Option: Einen ergänzenden Y-Adapter, um das LFE-Signal auch auf den Rear-Bereich spiegeln zu können (= davon verspreche ich mir eine hohe Flexibilität in Punkto "Gleichmäßiger LFE-Verteilung im Raum")

    Pegelabgleich im Decoder: 0db (=Neutralstellung) für Sub und Center, +10 db (= maximale Anhebung) für Front und Rear. Wenn ich z.B. StageLine MX-30-Mixer verwende, könnte ich ggf. zu starke Eingangssignale kanalindividuell stufenlos runterpegeln.

    Was haltet ihr von dieser Idee ? Habe ich bei den Y-Adaptern (für mittiges "Mono) gleiche Pegel auf den Steckern ?

    Bitte keine Vorschläge wie "kauf Dir einen AVR" oder "beschaffe Dir einen zusätzlichen aktiven Sub bzw. Center".

    Mir geht es hier ausschließlich um die Besprechung des hier beschriebenen technischen Ansatzes. Vielen Dank
    Gruß

    Patrik


    Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

    #2
    Für den Fall, daß es den einen oder anderen doch noch interessieren sollte: Habe die Methode zwischenzeitlich selbst getestet, in dem ich mir zwei MMX30 habe kommen lassen. Die beiden Mini-Gerätchen mit Frontbedienung eignen sich sehr gut, um die "sortenreinen" alalog per Cinch ausgegebenen Filmton-Kanäle von Decodern o.ä. für audiophile Anwendungen (z.B. mit zwei hochwertigen Stereo-Vollverstärkern) zu mischen. Folgende Dinge haben sich als sehr hilfreich erwiesen:

    - die rot/grün-Kontroll-LED für das Eingangssignal, um den Output an den Quell-Kanälen zu regeln. Man sieht sofort, wann das Signal schwach, ideal oder übersteuert in den Mixer gelangt (Achtung: die Drehregler der Kanäle am MMX30 sind keine Eingangsempfindlichkeitsregler, sondern für den kanalindividuellen Output gedacht, somit erfolgt die Eingangsanpassung über den Quellgerät-Output)

    - der LEF lässt sich nicht nur stufenlos justieren, sondern auch sehr gleichmäßig im Raum verteilen

    - stufenlose Anpassung des Centerkanals als Phantomcenter

    - Kein "Eigenrauschen" der MMX30 über Boxen hörbar ( über KH extrem minimal, wenn alle Regler praxisfremd auf Vollanschlag stehen)

    - Master-Output zur optimalen Anpassung an die Eingangsbuchsen des angeschlossenen Verstärkers, DSP o.ä.


    Im ersten Step bleiben die Regler auf Mittelstellung, ungenutzte Kanäle werden auf "0" gedreht, dann erfolgt das "Feintuning"
    Bei den Decodereinstellungen ist zu beachten:

    Nicht die tatsächlichen Entfernungswege der Boxen eingeben, sondern die Entfernungswege der Rear-LS von Front, Center und LFE subtrahieren.Wichtig sind darüber hinaus zwei Dinge :teach::

    A) Keine Lampen mit Dimmer im Bereich der Anlage anschließen, dies führt zu leisen Brummstörungen

    B) Gut geschirmte Cinchkabel bzw.Adapter nutzen

    C) Für die Mixer eine Mehrfachsteckdose mit Schalter verwenden, da die mechanischen Powerschalter am MMX 30 "im Audiosignal deutlich hörbar" ihren Dienst verrichten.

    Tip: Eine Kennzeichnung der Regler und Buchsen am MMX30 (z.B. per Dymo) erleichtert die Handhabung

    Fazit:
    Diese Methode ermöglicht mit vier hochwertigen Lautsprechern, wobei sich Front und Rear möglichst ähnlich sein sollten (idealerweise identisch) eine perfekte Adaption von Heimkinoton in die "audiophile Welt" ohne großen Kostenaufwand. Denn das bereits bestehendes System bleibt völlig unangetastet. Es dient lediglich als "Medium" für Front, Center und 50% des LFE über die bereits bestehenden Boxen. Neben zwei MMX 30 (Stück ca. 75,-€) wird also lediglich ein einfacher Mehrkanal-Decoder benötigt (eine gebrauchte Teufel DS3 oder DS5 aus der Bucht für ein "Taschengeld" reicht völlig aus). Dafür hat der geneigte audiophile Hörer dann aber die Möglichkeit, sich für die Rear-Kanäle hinsichtlich Amp nach Lust und Laune auszutoben. (= bei mir verschwindet z.B. ein flacher Cyrus unter dem Sofa) Im Prinzip geschieht bei dieser Vorgehensweise nichts anderes als eine Umwandlung von Heimkinoton auf auf Quadrophonie mit perfekten Anpassungsmöglichkeiten. :dancer:

    Hinzu kommt: Es stehen deutlich weniger Boxen rum, die im Endeffekt ja auch aufstellungstechnisch erst mal alle miteinander müssen. Vier Boxen sind da deutlich "pflegeleichter" als sechs. :zwink:
    Attached Files
    Last edited by keinkombigerät; 20.04.2018, 11:04.
    Gruß

    Patrik


    Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

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      #3
      Wie anderorts ja schon gepostet, habe ich (nach Entdeckung der entsprechenden Funktionalität am BR) nun zwischenzeitlich auf die zusätzlichen Audiomixer im Signalweg erfreulicherweise verzichten können.

      Eine weitere Idee/Verbesseung bzgl. "audiophile Rear" möchte ich Euch aber keinesfalls vorenthalten.

      Auf dem Foto unten seht ihr meine neuen "Rear-Einheiten". Jedem der beiden kleinen Quadral ist nunmehr ein eigener KEF Cube 10 (mit jeweils passend eingestelltem Ortsfilter) zugeordnet.


      Menü-Einstellung: Downmix auf 4.1, Trennung bei 80 Hz. Somit empfangen die Subs (per Mono-Splitter) ausschließlich das LFE Signal sowie den nicht ortbaren Frequenzanteil der Quadral Chromstyle.

      Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass auch deren Moden unterhalb von 80 Hz sich am Ortsfilter der KEF-Subs die Zähne ausbeißen.

      Ein weiterer positiver Effekt dieser Anordnung: Wenn man auf der Couch mal doch etwas von der Hörmitte abweicht, verändert sich die gehörte Bassintensität unterhalb von 80 Hz, sowie beim LFE-Signal nicht: Wenn man sich vom einen Woofer etwas mehr entfernt, ist man automatisch näher beim anderen.



      Gerade auch Musikvideo-DVDs klingt damit aus allen vier Raumecken sehr ausgewogen.



      Im Prinzip greife ich mit dieser Anordnung eine uralte Technologie auf, die sich damals leider nicht durchsetzen konnte: Quadrophonie. Das Problem damals war neben der Vielzahl an Formaten natürlich auch die Schwierigkeit, tatsächlich 4 gleichwertige Vollbereichslautsprecher passend aufzustellen.



      Was ich als nächstes noch austesten möchte: Ob ein einkanaliges Antimode für Subs noch mehr an Basspräzision rauskitzeln kann, als die Ortsfilter in den Subs.
      Attached Files
      Last edited by keinkombigerät; 21.08.2019, 10:50.
      Gruß

      Patrik


      Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

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        #4
        Hallo Patrik,

        wozu der ganze Aufwand? Ich behaupte, dass für die Wiedergabe von Filmton zwei Lautsprecher völlig ausreichen. Ich benutze einen einfachen Philips DVD-Player, der über SPDIF mit dem NOS-DAC 2 verbunden ist, der wiederum zwei aktive MS8E Monitore ansteuert. Habe noch kein 5.1-System gehört, das auch nur annähernd an diese Präzision in der räumlichen Darstellung herankommt. Du kannst dir das gern mal bei mir anhören.

        Beste Grüße
        Stefan
        http://www.audio-optimum.com/

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          #5
          Hallo Stefan,


          auch meine Anlage ist im Kern eigentlich meine alteingesessene 2 Kanal-Kette mit Yamaha AS2100 und Aurum Orkan VIII. Für Audio CDs, Radio und Stereo-DVDs wird sie auch genau so genutzt. Ebenso für Fernsehton, sofern hinten nur Fragmente ankommen.


          Nun gibt es aber auch eine Reihe von Konzert-DVDs und BRs, die sehr audiophil aufgenommen sind bzw. HD-Tonformate, auf denen auch auf den rückwärtigen Kanälen ein hochwertiges Audiosignal anliegt. Um auch dieses ohne Austausch meiner Kette bzw. ohne AVR möglichst vergleichbar zu kanalisieren, entstand die Idee, einfach ein zweites System - ausschließlich hierfür - nach eigenen Vorstellungen "anzudocken".



          Ganz nebenbei hat sich auf diese Weise auch eine wesentlich akzeptablere Wiedergabemöglichkeit für 5.1 (= bei mir auf 4.2 downgemixt) dabei herauskristallisiert. Wenn bei "Operation Walküre beispielsweise die Tiefflieger ihre Bomben abwerfen, erschreke ich mich noch immer jedesmal, obwohl ich diese Stelle genau kenne. Es tönt superrealistisch.



          Jen nach Lust, Laune und Anwendungsfall spielt entweder nur die Stereo-Kette "solo" - oder in Verbindung mit attraktivem Mehrkanal-Videomaterial gemeinsam mit dem Cyrus-Amp, den KEF-Subs und den Quadrals im Verbund. Während meiner Versuche im Vorfeld hatte ich testweise sogar mal meinen CDP direkt an den Cyrus angeschlossen um ausschließlich sein Setup auszuprobieren: Auch das ließe sich ohne Weiteres solo für Musik einsetzen.


          Jetzt, wo ich die (mehrkanaligen) Signale direkt per UDP-Player (mit integriertem Decoder) ausgebe, ist der betriebene Aufwand auch nicht soooo groß anders, als es bei einem AVR der Fall wäre. Und Spaß macht mir eine solche Tüftelei allemal :rot: Andere experimentieren z.B. mit Kabeln, Stromleisten etc... ich halt gerne mit sowas.
          Last edited by keinkombigerät; 21.08.2019, 14:08.
          Gruß

          Patrik


          Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

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            #6
            Ganz nebenbei hat sich auf diese Weise auch eine wesentlich akzeptablere Wiedergabemöglichkeit für 5.1 (= bei mir auf 4.2 downgemixt) dabei herauskristallisiert.
            Ist dir ein digitaler Decoder bekannt, bei dem ich mit HDMI vom DVD-Player reingehen kann, und der zwei SPDIF-Signale ausgibt? Das erste SPDIF-Signal für die beiden Front-Kanäle, auf die anteilig bereits der Center gemischt ist, und das zweite SPDIF-Signal für die beiden Rear-Kanäle.
            http://www.audio-optimum.com/

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              #7
              Ein schon lange gehegter Traum von mir, da rennst du bei mir die denkbar größten Scheunentore ein !!! rost: Genau mit der Suche nach sowas habe ich bereits halbe Nächte erfolglos verbracht :traurig:. Scheitert wohl an urheberrechtlichen Gründen.


              Bei Stereo halte ich es genau wie du: Alles erst mal auf der rein digitalen Ebene belassen bzw. verarbeiten und erst im möglichst allerletzten Moment analogisieren, sprich unmittelbar vor dem Amp.
              Gruß

              Patrik


              Nicht selten beruht die Religion der Wissenschaft auf dem Ketzertum der Forschung

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