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    Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
    Der Mittenkanal ist demnach also ein Mono-Signal aus L+R sowie im Pegel verändert ? Und aus den äußeren beiden Kanälen der "Übersprechanteil" des jeweils anderen herausgefiltert (was im Tonstudio für jede Tonspur einer "PAN-Regler-Einstellung" entweder "komplett links" oder alternativ "komplett rechts" entsprechen würde) ? Habe ich das so richtig verstanden ?
    Gleichungen sind schärfer als Worte, geradezu unmißverständlich eigentlich, während ich aus deinen Worten jetzt nicht schlau werde ob ein Problem in deinem Verständnis vorliegt und wenn ja welches...
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      Zitat von keinkombigerät Beitrag anzeigen
      Hallo Thomas,

      klingt super interessant. Hast Du diese Aufnahmen schon mal selbst hören können ? Scheint ein sehr innovatives Jahrzehnt gewesen zu sein. War nicht auch die Konstkopfstereophonie ein Kind dieser Ära ?
      Hallo,

      ich habe einige dieser SACDs, als klassischer "Stereo-Mensch" kann ich aber nur die Zwei-Kanal-Spur bei mir hören (zwar hochauflösend dank SACD, aber halt nicht im Mehrkanalmodus).
      Auch in Stereo klingen sie ausgezeichnet, die Leute in dieser Zeit wußten, wie man gute Aufnahmen macht, man höre sich nur die grandiosen Living Stereo Produktionen an.
      Die damals eingesetzte Drei-Kanal-Technologie wurde aber relativ schnell wieder aufgegeben (wäre vermutlich auch schwer beim Verbraucher durchsetzbar gewesen, selbst Stereo war in dieser Zeit ja noch recht neu).

      Kunstkopf ist als Technologie an sich sogar noch älter, seine (nicht allzu lange) "Hochphase" hatte das Verfahren Anfang der 70er Jahre.

      Viele Grüße

      Thomas

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        @Keinkombigerät,
        theoretisch ist es ganz einfach.
        Die Mitte ist das Monosignal,
        und die Seiten sind das Stereosignal mit künstlicher Stereobasisverbreiterung.
        Endlich hatte ich die Chance bekommen, einen dritten identischen Lautsprecher zu erwerben, ich habe ihn aber noch nicht ausgepackt, aber genau das werde ich als nächstes ausprobieren.

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          Zitat von bugatti66 Beitrag anzeigen
          Die Mitte ist das Monosignal,
          und die Seiten sind das Stereosignal mit künstlicher Stereobasisverbreiterung.

          Endlich hatte ich die Chance bekommen, einen dritten identischen Lautsprecher zu erwerben, ich habe ihn aber noch nicht ausgepackt, aber genau das werde ich als nächstes ausprobieren.
          Genau, so kann man es auch ausdrücken.

          L'=L-R/2
          R'=R-L/2
          M=(L+R)/2=L'+R'

          Zum Ausprobieren braucht man also nur L' und R' ausgeben (mit einem kleinen Matrix-VST-Plugin kann man das leicht herstellen (den Faktor 0.66.. nicht vergessen, sonst kann es clippen) und für den Mittenkanal addieren. Das kann man passiv machen mit einem Widerstandsmischer und entsprechender Anhebung um 6dB (+x zur Kompensation des Verlustes des Mischers am Eigangswiderstand) in der Aktivbox.

          Wichtig ist auch die Einwinkelung bzw Aufstellung. Die LS stehen auf einer Kreislinie um den Hörplatz bei -45°(L'), 0°(M) und +45°(R'). Gleicher Abstand ist essentiell (so wie bei den normalen zwei LS auch).

          Und ebenso wichtig ist beim Testen, dass es wirklich drei identische LS sind. Der Center muss den gleichen Phasengang haben, sonst gibt es Artefakte in der Räumlichkeit (die aber nicht so krass auffallen wie bei normalem Stereo mit verschiedenen LS, weil die Mono-Mitte stabil bleibt). Ausprobieren mit "irgendwas" als Center geht idR schief.
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            Hallo,
            ich hab da noch folgende, von dir zitierte Formel gefunden:
            L' = L - kR
            R' = R - kL
            C = (1-k)(R+L) = R'+L'
            1.) Wenn man jetzt k=0 macht, muss man dann nur die Lautsprecher noch weiter auseinander stellen?
            Vielleicht sogar +/- 60° ?

            2.) Und wenn man dann den mittleren Lautsprecher nicht so weit weg stellen kann, kann man ihn vielleicht näher stellen, und zum Ausgleich dann ein bisschen verzögern?

            Falls das funktioniert, nenne ich das, das bugattische trinaural.
            Oder bin ich schon wieder nicht der Erste, der diese Idee hatte?

            P.S.
            Uups, (1-k) dürfte vielleicht doch ein bisschen zu laut für die Mitte sein, wahrscheinlich müßte sie noch gedämpft werden, so viel, wie sie zu weit vorne steht.
            Zuletzt geändert von bugatti66; 25.04.2018, 19:43.

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              Klar, du kannst an "k" drehen und dem Basiswinkel der Aussen, und etwas Laufzeitdelta des Centers mit Delay kontern, alles kein Problem... probier's einfach aus und höre was passiert. Irgendwann "rastet es ein" und du hast eine stabile "realisitische" Bühnendarstellung die längst nicht so schnell wegkippt wenn man den Kopf aus dem Sweetspot nimmt und vor allem auch dreht. Funktioniert nicht mit allen Aufnahmen gleich gut, aber doch mit sehr vielen.
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                Zitat von KSTR Beitrag anzeigen
                Genau, so kann man es auch ausdrücken.

                L'=L-R/2
                R'=R-L/2
                M=(L+R)/2=L'+R'
                Hast Du da nicht Klammern vergessen?
                L'=(L-R)/2
                R'=(R-L)/2

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                  ^ nee, stimmt schon so wie geschrieben.
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                    Aha, dann ist bei trinauraler Matrix der Kammfiltereffekt also nicht eliminiert, sondern nur reduziert.

                    Hat denn mal jemand eine "saubere" Variante a la M/S-Matrix probiert?
                    Zuletzt geändert von Achim; 26.04.2018, 23:00.

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                      Je mehr Lautsprecher mit gleichem Signal, umso mehr Kammfiltereffekt. Im genauen Hörpunkt ist er aber wohl vernachlässigbar, deswegen hat mir KSTR die genaue Aufstellung empfohlen.

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                        Man kan die Parameter so verstellen dass M, und +S und -S rauskommt und je nach Basiswinkel klingt die "reine" M/S Variante im Prinzip auch. Ein Punkt ist aber der Einergieeintrag in den Raum der anders wird (zusätzlich zur Änderung durch die schiere Position, dazu gehört auch ein per Delay "verlängerter" Center), und der ist bei der normalen Variante (k=~0.5) am gleichmäßigsten. Kann man sich mit den delayten Center gut klarmachen, der muss leiser gestellt werden je näher er ist, damit fehlt aber etwas M-Energie im Raum und damit im Diffusfeld/Nachhall-Anteil.

                        Kammfilter sind Teil des Prinzips, aus allen drei LS kommt idR immer Signal, und wenn das "Laufzeitstereo" enthält kammfiltert das schon im LS-Speiseignal, was eine (mE positive) Änderung der Klangsignatur mit sich bringt, bezogen auf die Mechanismen die den Stereo-Eindruck bringen sollen.
                        Das, und der Umstand dass es keine jemals einzeln spielenden LS gibt (der sich dann als solcher zu erkennen gibt), sind die Unterschiede "senderseitig", sowie der Energieaspekt. Halt ein anderer möglicher, weitgehend kompatibler Projektionsmechanismus für Info aus zwei Kanälen, wie ich immer sage.
                        Und das konstruierte Wellenfeld im Bereich des Kopfes des Hörer im Sweetspot ist etwas größer/stabiler, was natürlich der wichtigste Punkt ist, mE.
                        Zuletzt geändert von KSTR; 27.04.2018, 00:25.
                        Lest mehr Henry W. Ott, Douglas C. Smith und Ralph Morrison!

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                          Gut erklärt, danke!

                          Bei Gelegenheit, sollte ich mal wieder Elektrostaten rumstehen haben, werde ich mal M/S-Lautsprecherwiedergabe analog zur Mikrofonie ausprobieren. Mit dem M und S hintereinander an der gleichen Stelle im Raum, und links und rechts ausserhalb vielleicht ergänzt durch Reflektionsflächen zur Verbreiterung.

                          M und S kodiert mit 2 Lautsprechern habe ich gestern schon probiert. M auf dem linken und S auf dem rechten Lautsprecher. Das war extrem gut mit sehr sauberer Abbildung und großer Tiefe des Abbildungsraums. Und ohne Verwirrung des Hörsinns. Bei vielen Aufnahmen, je nach Mix, auch durchaus brauchbar zum Hören.

                          Die Faktor-0,5-Variante stellte sich tatsächlich kompatibler dar, mit bei allen Aufnahmen durchgehender Abbildung vom linken zum rechten Lautsprecher. Und ebenfalls gegenüber der L/R-Codierung entspannterem Zuhören.

                          Die 0,5-Variante ist wahrscheinlich auch besser, wenn man sich eine Lösung bastelt, bei der der Mitten-Lautsprecher irgendwie so konstruiert wird, dass er nicht ins Bild vom Beamer ragt... :-)

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                            Zitat von Achim Beitrag anzeigen
                            irgendwie so konstruiert wird, dass er nicht ins Bild vom Beamer ragt... :-)
                            Macht Sinn :-)

                            Es grüßt Ingo https://www.open-end-music.de/vb3/co...ies/tongue.pngrost:


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                            In Gedenken an die Opfer von 74 :traurig:

                            Edit: Im HiFi Forum hat man diesen Avatar und das Avatarfoto verboten. Mit der Begründung es wäre belästigend.

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