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AUDIO-OPTIMUM Dieses Forum gehört den Produkten von Audio-Optimum

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  #1  
Alt 22.12.2018, 22:39
sincos sincos ist offline
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 1.367
Standard Neutrale NF-Kabel

Unter "NF-Kabel" möchte ich hier drei Produktgruppen verstehen, nämlich Koaxialkabel mit Cinch-Steckern für die asymmetrische analoge Signalübertragung, abgeschirmte Twisted Pairs mit XLR-Steckern für die symmetrische analoge Signalübertragung und 2- bis 6-adrige LS-Kabel für die Verbindung zwischen Endstufen und Lautsprechern sowie für die LS-Innenverkabelung.

Vor drei Jahren hatte ich mir noch nicht allzu viele Gedanken dazu gemacht, aber schon die ersten Versuche waren zumindest nicht schlecht. Meine ersten Cinch-Kabel hatte ich als "Beipackstrippen" zum NOS-DAC gebaut:

Zitat:
Übrigens das sollte man noch erwähnen. In anderen Threads geht es z. Zt. um Kabelklang und das Drumherum.

Cinchkabel und Digitalkabel liefert Sincos mit. Was soll ich sagen. Ich habe Strippen bis 1000€ vergleichend rangehangen. Hat nichts gebracht, eher eine Verschlechterung.

http://www.open-end-music.de/vb3/sho...&postcount=244


Hallo,

ich habe heute verschiedenste Kabel ausprobiert. Acrolink, Acoustic Revive, Absolue Creations, Vertex, Zendo von Mundorf (gibt es nicht mehr).

Alle Kabel klingen schlechter mit dem DAC als die mitgelieferten.

Diese Kabel sind wirklich gut, vielleicht optisch nicht das auf was der normale High Ender so abfährt. Aber klanglich sind sie hier optimal.

Grüsse

Rainer Weber

http://www.open-end-music.de/vb3/sho...&postcount=377
Dabei muss betont werden, dass diese ersten Cinch-Kabel nicht deshalb schon besser waren als viele andere, weil ich sie irgendwie speziell auf den NOS-DAC abgestimmt hätte, sondern weil sie einfach nur eine neutrale Signalübertragung ermöglichten. Leider ist das bei so genannten "High-End"-Kabeln nicht selbstverständlich, sondern im Gegenteil eher die Ausnahme. Die meisten DACs sounden, die meisten Vorverstärker sounden, die meisten Endstufen sounden und die meisten Lautsprecher sounden. Was macht man also als spezialisierter Kabelhersteller, um kommerziellen Erfolg zu haben? Man entwickelt "todschicke" Kabel, die eben nicht neutral sind, und mit denen sich die verschiedenen Sounds der Geräte und Lautsprecher kreuz und quer kompensieren lassen. Die "High-End"-Gemeinde ist über viele Jahre mit teuren Soundkompensationsversuchen beschäftigt, damit keine Langeweile aufkommt, und die Kabelhersteller können Umsatz machen. Auf den ersten Blick also eine Win-win-Situation für alle Beteiligten - bis manche soviel Geld für Kabel ausgegeben haben, dass es im Extremfall den Gerätepreis schon übersteigt.

Jetzt mal die Auflösung, welches Kabel ich damals für die "Beipackstrippen" zum NOS-DAC verwendet habe:

https://www.buerklin.com/de/koaxiale...itung/p/96f730

Ich kann das deshalb verraten, weil es mir heute nicht mehr gut genug ist. Eine deutlich hörbar bessere und selbstverständlich ebenfalls neutrale NF-Signalübertragung ist mit diesem HF-Koaxialkabel möglich:

https://www.buerklin.com/de/koaxiale...warz/p/96f7434

Das ist mir heute auch nicht mehr gut genug, aber ich verwende es noch als neutrales Standard-Referenzkabel, um die "High-End"-Produkte von anderen Kabelherstellern dagegen zu testen. Sozusagen als untersten Standard, der mindestens überschritten werden muss, damit ein Fertigkabel als echtes High-End-Produkt durchgehen kann. Um es vorweg zu nehmen: Die meisten "High-End"-Cinchkabel, die z. T. zu exorbitanten Preisen angeboten werden, scheitern an diesem Test.

Den Kabelklang kann ich deshalb beurteilen, weil ich über eine maximal hochauflösende Anlage verfüge, in der nichts mehr soundet. Wird in der Kette ein Kabel getauscht, ist schnell und eindeutig zu bestimmen, welches Kabel besser ist. Bei mehreren Testhörern, die unterschiedliche Geschmäcker haben können, kommen alle zu dem gleichen Ergebnis.

Vor ein paar Tagen hat mir der Franz ein Paar Cinch-Kabel mit Silberleitern in 1,5m Länge zum Testen geschickt, das den stolzen Preis von 2300 € gekostet hat. Immerhin, es hat den ersten Test im Vergleich zum Aircell 7 mit Bravour bestanden. Im Vergleich zum C-C-C50-BA kam es aber nicht zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, sondern das Silberkabel kam einfach nicht heran, auch nicht nach längerer Einspielzeit. Schade. Ich möchte jetzt hier keine seitenlange Beschreibung über die klanglichen Unterschiede abliefern, sondern erst einmal erklären, warum ich das schade finde. Ich hätte kein Problem damit, zuzugeben, wenn das Silberkabel besser wäre, denn bei ziemlich genau einem Zehntel des Verkaufspreises meines Kabels bräuchte ich mich sicher nicht dafür zu schämen. Und wäre das Silberkabel besser gewesen, hätte ich möglicherweise einen Ansatzpunkt gefunden, mein eigenes Cinchkabel weiter zu verbessern. So sehe ich dafür weiterhin keine Veranlassung.

Bei der Testung eines XLR-Kabels, das mir ein anderes Forenmitglied zur Testung schickte, kam es leider zu Befindlichkeiten, sodass ich mich dazu nicht mehr äußere. Erklärungsbedürftig ist aber vielleicht der Grund, warum Audio Optimum aktuell zwei verschiedene XLR-Kabel zu unterschiedlichen Preisen anbietet. Der Grund ist nicht in erster Linie der Preis, sondern es kommt auf die Anwendung an. Wird der NOS-DAC 2 als Vorverstärker für die Audio Optimum Aktivlautsprecher verwendet, ist in jedem Fall das XF-XM-TP75-BA zu empfehlen. Wird aber ein anderer Vorverstärker verwendet, der nicht ganz so sauber arbeitet, kann das XF-XM-TP56-BW vorteilhaft sein, um die Fehler des Vorverstärkers nicht so deutlich hervortreten zu lassen. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches "Soundtuning", denn beide XLR-Kabel verhalten sich neutral. Der Unterschied besteht darin, dass das XF-XM-TP75-BA eine maximale Detailauflösung und Klarheit schafft, ohne das Klangbild zu sezieren, während das XF-XM-TP56-BW bei nicht ganz so hoher Detailauflösung das Klangbild etwas ganzheitlicher und eine Nuance wärmer macht, ohne dass die Klarheit darunter leidet. Ein ähnliches Verhalten zeigt das Spezialkabel C-XM-C50-BW, das dann zu empfehlen ist, wenn Audio Optimum Aktivlautsprecher über einen Vorverstärker mit Cinch-Ausgang angesteuert werden sollen.

Die Lautsprecherkabel, die Audio Optimum aktuell anbietet, wurden mit etwas kleinerem Cu-Querschnitt zuerst nur für die Innenverkabelung der Aktivlautsprecher verwendet, als bei den Vorgängerserien die Aktivweichen- und Verstärkerelektronik noch eingebaut war. Die Auslagerung der Elektronik zur gänzlichen Vermeidung von Mikrofonieeffekten führte automatisch neben 2-adrigen auch zu 4- und 6-adrigen LS-Kabeln, die sich nicht nur für Aktivlautsprecher mit ausgelagerter Elektronik eignen, sondern ganz hervorragend auch für passive Mehrwege-Lautsprecher mit Bi-Wiring- oder Tri-Wiring-Anschluss. Bisher sind auch diese LS-Kabel in der Klangqualität ungeschlagen, unabhängig vom Preis.
__________________
http://www.audio-optimum.com/
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  #2  
Alt 22.12.2018, 22:48
koreolis koreolis ist offline
 
Registriert seit: 23.07.2018
Beiträge: 167
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Gibt es Erfahrungswerte bezüglich der Einspielzeit deiner NF Kabel?

Grüße,
koreolis
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  #3  
Alt 22.12.2018, 23:11
00111111 00111111 ist offline
 
Registriert seit: 09.07.2011
Beiträge: 74
Standard

Zitat:
Zitat von sincos Beitrag anzeigen
...Vor ein paar Tagen hat mir der Franz ein Paar Cinch-Kabel mit Silberleitern in 1,5m Länge zum Testen geschickt, das den stolzen Preis von 2300 € gekostet hat. Immerhin, es hat den ersten Test im Vergleich zum Aircell 7 mit Bravour bestanden. Im Vergleich zum C-C-C50-BA kam es aber nicht zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, sondern das Silberkabel kam einfach nicht heran, auch nicht nach längerer Einspielzeit...
Das überrascht mich jetzt aber doch, hätte ich NIEEEE erwartet!

Monty Python ist nichts dagen!
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  #4  
Alt 22.12.2018, 23:19
Franz Franz ist offline
 
Registriert seit: 28.11.2007
Beiträge: 10.360
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Hallo Stefan,


Zitat:
Vor ein paar Tagen hat mir der Franz ein Paar Cinch-Kabel mit Silberleitern in 1,5m Länge zum Testen geschickt, das den stolzen Preis von 2300 € gekostet hat. Immerhin, es hat den ersten Test im Vergleich zum Aircell 7 mit Bravour bestanden. Im Vergleich zum C-C-C50-BA kam es aber nicht zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, sondern das Silberkabel kam einfach nicht heran, auch nicht nach längerer Einspielzeit.
Da ich seit einigen Wochen mit deinem Cinch-Kabel höre, kann ich deinen Eindruck bestätigen. Dein Cinch-Kabel ist eindeutig besser im Sinne von neutral. Ich habe nie zuvor ein solch durchlässiges Kabel gehört, es wird nichts dabei hervorgehoben oder vernachlässigt. Musik erklingt damit einfach natürlich und völlig unspektakulär. Nichts stört, man kann sich ganz auf die Musik konzentrieren. Ich hätte das vorher nicht für möglich gehalten. Ich kann nur sagen: Zu diesem Preis ist es sensationell. Ich bin mir bewußt, daß das als Lobhudelei gedeutet wird, aber das kümmert mich nicht weiter. Mit dem Kabel ist dir da wirklich was ganz Tolles gelungen. Mir scheint, damit gibt es die wenigsten Verluste, die Transparenz ist einfach sagenhaft. Meine Eindrücke beziehen sich auf die Komplettverkabelung mit NF- und Netzkabeln, die ich mittlerweile alle auf Audio Optimum umgerüstet habe, inklusive der 4er-Verteilerleiste. Das war eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre.

Geändert von Franz (22.12.2018 um 23:25 Uhr).
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  #5  
Alt 22.12.2018, 23:35
Chiller54 Chiller54 ist offline
 
Registriert seit: 06.12.2016
Beiträge: 238
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Welche Kapazität haben die Cinch Kabel?
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  #6  
Alt 23.12.2018, 00:18
sincos sincos ist offline
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Registriert seit: 27.04.2014
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Zitat:
Gibt es Erfahrungswerte bezüglich der Einspielzeit deiner NF Kabel?
Ehrlich gesagt, beim Silberkabel vom Franz habe ich erstmalig überhaupt so etwas wie eine signifikante Einspielzeit festgestellt. Das Kabel gefiel mir zuerst gar nicht, und erst nachdem ich es über Nacht in der eingeschalteten Anlage stecken gelassen hatte, konnte ich damit am nächsten Tag schon sehr gut Musik hören. Das Silberkabel hat auch eine aufgedruckte Laufrichtung, und ich habe bis jetzt nicht getestet, wie es sich verhält, wenn man das Kabel umdreht. Wozu auch?

Das C-C-C50-BA verhält sich dagegen vollkommen unkritisch. Es hat keine Laufrichtung, es ist egal, ob es auf dem Boden liegt oder frei aufgehängt ist, und ich habe bei neuen Kabeln noch keine Einspielzeit feststellen können. Allerdings muss ich sagen, dass ich berufsbedingt ständig am Umbauen bin und nicht die Zeit habe, eine einmal verkabelte Anlage über mehrere Tage oder gar Wochen ganz in Ruhe zu testen, ob sich die Klangqualität noch etwas verbessert. Ich gehe davon aus, dass das der Fall ist, aber der Unterschied ist nicht so groß. Sowohl alle Kabel als auch alle Geräte/LS von Audio Optimum kann man zu einer Anlage verbinden und sofort damit hören.
__________________
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  #7  
Alt 23.12.2018, 00:22
sincos sincos ist offline
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Zitat:
Welche Kapazität haben die Cinch Kabel?

Weniger als 100pF pro Meter.
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  #8  
Alt 23.12.2018, 00:23
superÖhrchen superÖhrchen ist offline
 
Registriert seit: 27.02.2013
Beiträge: 434
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Hi


eine wirklich gut gemachte Ankündigung zum besten Kabel, wenn man NEUTRAL Musik hören möchte.


Das hatte ich mit verschiedenen Aktivsystemen und Verstärkern schon vor Jahren. Da reichten sogar Beipackstrippen um nichts positives mehr aus seiner Anlage heraus holen zu können. So NEUTRAL war alles.


Habe damit so lange gehört bis ich nicht mehr gehört habe, da so NEUTRAL. Dann bin ich klassisch auf uralte Lautsprecherkonzepte- und Verstärker umgestiegen und habe plötzlich wieder Leben in der Bude gehabt. Mit allen natürlichen Nachteilen, wie schwere Komponenten und der ewigen Suche nach dem passenden gesoundeten Kabeln.


Jeder so wir er mag, aber das Letzte das ich möchte ist NEUTRAL. Zum Vergleichshören sicherlich toll, zum Musik genießen leider für mich nicht zielführend.

Aber dir, lieber Stephan, wünsche ich viel Erfolg mit vielen NEUTRALEN Musikhöhrern. Ich bin da bei deinen Produkten leider raus weil sie nie zu meiner Anlage passen werden. komme aber gern, wenn es ein Forumstreffen bei dir geben sollte um deine Anlage auch mal NEUTRAL anzuhören.
Freue mich schon.


bis denn
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  #9  
Alt 23.12.2018, 00:33
sincos sincos ist offline
Gewerblicher Teilnehmer
 
Registriert seit: 27.04.2014
Beiträge: 1.367
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Zitat:
Da reichten sogar Beipackstrippen um nichts positives mehr aus seiner Anlage heraus holen zu können.

Dann fehlt es der Anlage an Auflösungsvermögen. Zumindest einen deutlichen Unterschied zwischen RG58 (schon unvergleichlich besser als jede übliche Beipackstrippe) und Aircell 7 sollte man heraushören können, sonst ist die Anlage langweilig. Die Langeweile durch Sounding vertreiben zu wollen, ist aber definitiv noch langweiliger.
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  #10  
Alt 23.12.2018, 01:48
Maexi79 Maexi79 ist gerade online
 
Registriert seit: 28.12.2017
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Geändert von Maexi79 (23.12.2018 um 02:11 Uhr).
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